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Deckungsbeitrag

In der Kosten- und Leistungsrechnung ist der Deckungsbeitrag die Differenz zwischen den Umsatzerlösen und den variablen Kosten. Wenn man also einen Auftrag mit positiven Deckungsbeitrag annimmt, hat man schon einmal seine variablen Kosten gedeckt. Der Deckungsbeitrag deckt dann auch noch einen Teil der fixen Kosten. Die Deckungsbeitragrechnung wird vorrangig zur Erfolgskontrolle genutzt und erst nachrangig zur Angebotskalkulation. Formeln zur Berechnung des Deckungsbeitrag Der Deckungsbeitrag pro Periode = Verkaufserlöse in der Periode – variable Kosten in der Periode Der Betriebserfolg = Deckungsbeitrag der Periode – fixe Kosten Der kritische Beschäftigungsgrad = BEP (Betriebserfolg/Periode) : Betriebskapazität x 100 Der Verkaufserfolg = Verkaufserlöse – Gesamtkosten (sprich fixe und variable Kosten) Die kurzfristige Preisuntergrenze = Nettoverkaufserlöse (Preis/Periode) entspricht den variablen Kosten Die langfristige Preisuntergrenze = Nettoverkaufserlöse (Preis/Periode) entspricht den Fixkosten/Menge und den variablen Kosten Break even Point (Gewinnschwelle) = Fixkosten : Deckungsbeitrag pro Stück Gewinnschwelle / Break even Point Die Gewinnschwelle ist die Menge, bei welcher alle Kosten im Unternehmen abgedeckt sind. Der Deckungsbeitrag entspricht den fixen und variablen Kosten.

Maschinenstundensatz

In jedem Unternehmen fallen sogenannte Gemeinkosten an (z.B. die Raumkosten). Da in vielen Unternehmen jedoch auch immer mehr automatisiert wird, zum Beispiel durch verbesserte Fertigungsverfahren, müssen die Gemeinkosten verursachungsgerecht aufgeteilt werden. Das ist die Aufgabe der Maschinenstundensatzrechnung. Welche Gemeinkosten sind direkt von der Maschine abhängig? Es gibt eine Menge von Kosten, die sich direkt den Maschinen zuordnen lassen, da Sie ausschließlich auf Grund der Existenz der Maschine notwendig sind. Hierzu gehören: Energiekosten Raumkosten Instandhaltung Abschreibung Werkzeugkosten kalkulatorische Zinsen Maschinenunabhängige Gemeinkosten Dann gibt es wieder Gemeinkosten die anfallen, egal ob da nun eine Maschine benutzt wird, oder nicht: Heizung Löhne und Gehälter Sozialkosten Was fließt alles in den Maschinenstundensatz ein? Für die Berechnung des Maschinenstundensatz werden in der Regel die folgenden Kosten verwendet: Raumkosten Energiekosten Werkzeuge Betriebsstoffe Kalkulatorische Zinsen (die Ermittlung erfolgt in der Regel anhand der halben Beschaffungskosten) Kalkulatorische Abschreibung (die Ermittlung erfolgt ausgehend vom Wiederbeschaffungswert) Wie wird der Maschinenstundensatz errechnet? Der Maschinenstundensatz berechnet sich wie folgt: Maschinenstundensatz= maschinenabhängige Fertigungsgemeinkosten einer Periode Gesamtlaufzeit der Maschine in der Periode Wie werden die Fertigungskosten ermittelt? Die Ermittlung …

Kostenermittlung in drei Schritten

Mit Hilfe von Leistungs- und Kostendaten können aus der Produktionsmenge, der Absatzmenge und den Herstellungskosten lässt sich eine Kostenermittlung durchführen: Es erfolgt eine Erfassung der sogenannten Faktoreinsatzmenge für eine bestimmte Kostenart. Das kann zum Beispiel der Verbrauch von Arbeitsstunden oder Rohstoffen sein. Für die gewählte Kostenart wird ein Faktorpreis zugeordnet, zum Beispiel 50 Euro je Arbeitsstunde Im letzten Schritt erfolgt eine Multiplikation der eingesetzten Faktormenge mit dem Faktorpreis. Merke: Faktorpreise sind Preise für Güter und Dienstleistungen die bezogen wurden Absatzpreise sind die Preise für die verkauften Güter und Dienstleistungen des Unternehmens.

Vollkosten- und Teilkostenrechnung

In der Vollkostenrechnung werden alle Kosten einer Periode erfasst. In der Teilkostenrechnung werden die Kosten in fixe und variable Kosten aufgeteilt. Während bei der Vollkostenrechnung alle Kosten gedeckt werden müssen, sind bei der Teilkostenrechnung nur die variablen Kosten zu decken. Daher rechnet man in der Teilkostenrechnung wie folgt: Verkaufspreis – kvar = variable Kosten = dB (Deckungsbeitrag) – kfix = fixe Kosten = Gewinn/Verlust

Kostenträgerzeit- und Kostenträgerstückrechnung

Mit Hilfe der Kostenträgerzeitrechnung kann man die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens ermitteln. Gleichzeitig sieht man die einzelnen Unternehmensbereiche. Bei der Kostenträgerstückrechnung werden die Selbstkosten für einen Auftrag (Kostenträgereinheit) ermittelt. Kostenträgerzeitrechnung Die Kostenträgerzeitrechnung lässt sich im folgenden Schema darstellen: Fertigungsmaterial + Materialgemeinkosten = Materialkosten Fertigungslöhne + Fertigungsgemeinkosten = Fertigungskosten  = Herstellkosten der Erzeugung + Bestandsminderung – Bestandsmehrung = Herstellkosten des Umsatzes + Verwaltungsgemeinkosten + Vertriebsgemeinkosten = Selbstkosten des Umsatzes Nettoverkaufserlös – Selbstkosten des Umsatzes = Betriebsergebnis der Periode Kostenträgerstückrechnung Die Kostenträgerstückrechnung dient der Vorkalkulation, also der Berechnung von Angebotspreisen, aber auch die Nachkalkulation durch die Kontrolle der Kosten nach Herstellung. Im Ergebnis ermittelt sie die Entscheidung ob Aufträge zu den angebotenen Marktpreisen angenommen werden können oder nicht. Die Kostenträgerstückrechnung lässt sich im folgenden Schema darstellen: Materialeinzelkosten + Materialgemeinkosten = Materialkosten Fertigungseinzelkosten + Fertigungsgemeinkosten + Sondereinzelkosten der Fertigung = Fertigungskosten + Herstellkosten der Erzeugung + Minderbestand – Mehrbestand = Herstellkosten des Umsatzes + Verwaltungsgemeinkosten + Vertriebsgemeinkosten + Sondereinzelkosten des Vertriebs = Selbstkosten

Kostenarten

Es gibt eine Reihe von Kosten, die in der Buchhaltung nicht direkt einem Produkt gegenüberstehen. Die Miete ist so ein Beispiel. Wir sehen uns einmal die unterschiedlichen Kostenarten an.   Einzelkosten Die Einzelkosten lassen sich direkt über Belege einem Kostenträger zuordnen. Beispiele für Einzelkosten sind: Materialeinzelkosten Fertigungseinzelkosten Sondereinzelkosten (in der Fertigung oder im Vertrieb) Anderskosten Den Anderskosten steht in der Finanzbuchhaltung ebenfalls ein Aufwand gegenüber. In der Kostenrechnung werden Sie jedoch mit einem anderen Wert als in der Finanzbuchhaltung angesetzt. Zusatzkosten Es gibt in Unternehmen Kosten, die keinem direkten Aufwand gegenüberstehen. Das sind dann zum Beispiel der kalkulatorische Zins, mit welchem das Eigenkapital verzinst wird oder der kalkulatorische Unternehmerlohn. Diese Zusatzkosten erscheinen nur in der Kostenrechnung, nicht jedoch in der Finanzbuchhaltung. Gemeinkosten Unter Gemeinkosten versteht man Kosten, die nicht direkt einem Kostenträger zugeordnet werden können. Mit Hilfe des Betriebsabrechnungsbogens werden die Kosten auf die Fertigung, das Materialwesen, den Vertrieb und die Verwaltung verteilt. Fixkosten Die Fixkosten fallen immer an. Dabei ist es egal wie hoch die Produktionsmenge ist oder ob überhaupt produziert wird. Fixkosten sind …