Meister Veranstaltungstechnik

Die Meister für Veranstaltungstechnik sind in Veranstaltungs- und Eventagenturen, Kongress- und Messeveranstaltern und Schauspielhäusern tätig. Weiterhin können sie in Filmstudios oder Rundfunktanstalten beschäftigt sein. Ein Meister Veranstaltungstechnik entwickelt im Vorfeld einer Veranstaltung ein entsprechendes Konzept, kalkuliert die Kosten und ermittelt den Bedarf an Ausstattung. Weiterhin holen sie notwendige Genehmigungen ein und planen den Mitarbeitereinsatz.

Für die Mitarbeiter im Bereich der Veranstaltungstechnik steht mit der Weiterbildung zum Meister Veranstaltungstechnik eine Möglichkeit zur Verfügung die Voraussetzungen zu erlernen um Veranstaltungskonzepte zu entwickeln und diese erfolgreich umzusetzen.

Im Rahmen der Weiterbildung zum Meister Veranstaltungstechnik gibt es die Möglichkeit sich in die Fachrichtungen Beleuchtung, Bühne und Studio und Halle zu spezialisieren.

Welche Aufgaben hat ein Meister für Veranstaltungstechnik

  • Planung und Einrichtung von Anlagen und Arbeitsstätten, Überwachung der Montage von Bühnen, Strom-, Signal-, Beleuchtungs- und Projektionsanlagen
  • Beschaffung der Betriebsmittel, wozu zum Beispiel mechanische und elektrotechnische Anlagen, Hydraulikanlagen und Bauteile für die Umsetzung von künstlerischen Anlagen
  • Überprüfung der Anlagen und Betriebsmittel auf Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen
  • Organisation der Wartung und Instandhaltung von Anlagen und Betriebsmitteln
  • Planung der Arbeitsabläufe, Einteilung der Mitarbeiter, Überwachung der Arbeiten
  • Mitwirkung an der betrieblichen Berufsausbildung
  • Überwachung der Kostenentwicklung sowie dem wirtschaftlichen Einsatz von Mitarbeitern und Material
  • Überwachung der Leistungen von Fremdanbietern

Spezielle Aufgaben im Aufgabenbereich Halle

Tonstudio © Dannoob - Fotolia.com

Tonstudio © Dannoob – Fotolia.com

  • Vorbereiten von Hallen wie zum Beispiel Stadt- und Konzerthallen, durch Bestuhlung und Tische
  • Aufstellen von Rednerpulten
  • Einrichtung der Beschallungstechnik durch Mikrofone, Verkabelung, Lautsprecher sowie Audio- und Videosystemen
  • Prüfung der Statik, Tragfähigkeit, Feuersicherheit der Kulissen und die Sicherheit hängender Teile
  • Ausleuchtung der Räume in Zusammenarbeit mit Regie und Bühnenbildnern
  • Aufstellen von Beschallungsplänen
  • Überwachung der Herstellung von Kulissen
  • Herstellen und überwachen von Netzanschlüssen
  • Aufstellen und einrichten von Scheinwerfern und Zusatzleuchten

Spezielle Aufgaben im Aufgabenbereich Beleuchtung

  • Herstellen und überwachen von Netzanschlüssen durch Verlegen von Kabeln und dem Anschluss von Geräten, Maschinen und Scheinwerfern
  • Anfertigen von Beleuchtungsrequisiten wie zum Beispiel Fackeln, Lampions, Tisch- und Hängelampen
  • Aufstellen und einrichten von Zusatzleuchten und Scheinwerfern
  • Ausleuchtung der Bühnen in Zusammenarbeit mit Regie und Bühnenbildnern
  • Korrektur der Beleuchtungseinstellungen im Verlauf der Vorstellung
  • Wartung und Instandhaltung der lichttechnischen Einrichtungen

Spezielle Aufgaben im Aufgabenbereich Bühne und Studio

  • Überwachung der Schlosser-, Holz- und Kunststoffarbeiten in der Kulissenherstellung
  • Planung, Organisation und Überwachung von Auf- und Abbau der Bühnenkulissen
  • Organisation und Überwachung von Umbauten im Bühnenbild während der Aufführung
  • Berechnen der Statik und Tragfähigkeit von Kulissen
  • Überprüfung der Einrichtungen und Dekorationen auf die Sicherheit und Brandschutzbestimmungen

Zulassungsvoraussetzungen

Um nach der Weiterbildung zum Meister Veranstaltungstechnik für die Meisterprüfung zugelassen zu werden sind die folgenden Voraussetzungen zu erfüllen:

  • eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung in den Aufgabenbereichen Beleuchtungstechnik, Bühne und Studio und Halle
  • und eine anschließende Berufspraxis von zwei Jahren
  • oder eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung in einem anderen anerkannten gewerblich-technischen oder handwerklichen Beruf
  • und eine anschließende berufsbezogene Praxis von mindestens 6 Jahren

Inhalte der Weiterbildung zum Meister Veranstaltungstechnik

Im Rahmen der Weiterbildung zum Meister für Veranstaltungstechnik werden für alle Spezialisierungsformen die folgenden Inhalte vermittelt:

  • Brandschutz
  • Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
  • technische Kommunikation
  • Allgemeine und spezielle Betriebstechnik in der Halle, bei Bühnen- oder Studiotechnik und bei Beleuchtungstechnik
  • Bauordnungsrecht
  • Grundlagen der Mathematik und Naturwissenschaft
  • Grundgesetz, Gesetzgebung und Rechtsprechung
  • Arbeits- und Sozialrecht
  • Umweltschutzrecht
  • Volkswirtschaftslehre
  • Betriebswirtschaftslehre
  • Organisations- und Informationstechnik
  • Kostenrechnung
  • Das Sozialverhalten von Menschen
  • Die Einflüsse des Betriebes auf das Sozialverhalten
  • Die Einflüsse des Meisters auf die Zusammenarbeit im Betrieb
  • Prüfen von Ausbildungsvoraussetzungen und Planung der Ausbildung
  • Vorbereitung der Ausbildung
  • Einstellen von Auszubildenden
  • Durchführung der Ausbildung
  • Abschluss der Ausbildung

Dauer und Kosten der Weiterbildung zum Meister Veranstaltungstechnik

Die Weiterbildung zum Meister für Veranstaltungstechnik kann in Vollzeit, Teilzeit und als Fernstudium absolviert werden. Je nach Form der Weiterbildung dauert diese von ca. 7 Monaten in Vollzeit bis zu 2 Jahren im Fernstudium.

Angeboten wird die Weiterbildung von Bildungsträgern der Industrie- und Handelskammern oder auch Handwerkskammern und einigen privaten Bildungsträgern. Die Kosten für die Weiterbildung Sie bitte direkt bei den jeweiligen Anbietern.

Meister Veranstaltungstechnik Gehalt

Das Einkommen als Meister für Veranstaltungstechnik unterscheidet sich je nach Region. Es liegt im Durchschnitt brutto bei ca. 2952,–EUR im Monat. Es gibt hierbei jedoch eine sehr große Bandbreite. Das geringste Gehalt als Meister Veranstaltungstechnik liegt bei ca. 1500,–EUR während das höchste Einkommen bei ca. 4720,–EUR liegt.

In den angegebenen Werten sind jedoch noch nicht die Beschäftigungsart in Vollzeit oder Teilzeit berücksichtigt. Nachzulesen sind die Werte übringes auf der Internetseite www.nettolohn.de

 

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2 Comments

  1. Alexander H. 11. Juni 2016

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