Wer als Maler und Lackierer beruflich aufsteigen, einen Handwerksbetrieb leiten oder sich selbstständig machen möchte, kann mit der Weiterbildung zum Maler- und Lackierermeister den nächsten Karriereschritt gehen. Der Meisterabschluss verbindet handwerkliches Fachwissen mit Betriebsführung, Mitarbeiterleitung und kaufmännischen Kenntnissen.
Maler- und Lackierermeister übernehmen anspruchsvolle Gestaltungs-, Beschichtungs- und Sanierungsaufgaben. Sie beraten Kunden, kalkulieren Angebote, organisieren Baustellen und tragen Verantwortung für die Qualität der ausgeführten Arbeiten.
Doch welche Voraussetzungen gelten für die Meisterprüfung? Welche Schwerpunkte stehen zur Auswahl, wie lange dauert die Meisterschule und was kostet der Abschluss? Dieser Ratgeber erklärt die wichtigsten Fragen mit Stand Oktober 2026.
Maler- und Lackierermeister: Das Wichtigste im Überblick
| Abschluss | Maler- und Lackierermeister / Maler- und Lackierermeisterin |
|---|---|
| Zuständigkeit | Handwerkskammer und zuständiger Meisterprüfungsausschuss |
| Abschlussstatus | Bundesweit geregelter Meisterabschluss im zulassungspflichtigen Handwerk |
| Rechtsgrundlagen | Handwerksordnung und Maler- und Lackierermeisterverordnung |
| Prüfungsaufbau | Vier Teile; fachpraktische Prüfung mit einem gewählten Schwerpunkt |
| Zulassung | In der Regel einschlägige Gesellenprüfung; weitere Zugangswege möglich |
| Vorbereitung | Vollzeit oder berufsbegleitend |
| Dauer | Je nach Kurs beispielsweise sechs bis neun Monate in Vollzeit oder rund 16 Monate berufsbegleitend für Teile I und II |
| Kosten | Abhängig von Anbieter, Prüfungsteilen, Material und Prüfungsgebühren |
| Förderung | Aufstiegs-BAföG und gegebenenfalls weitere Förderprogramme |
Das Maler- und Lackiererhandwerk gehört zu den zulassungspflichtigen Gewerben der Anlage A der Handwerksordnung.
Die fachlichen Prüfungsteile I und II richten sich nach der Maler- und Lackierermeisterverordnung vom 13. Juni 2005 in der geltenden Fassung.
Der Abschluss ist ein Handwerksmeister und kein IHK-Fachwirt. Er qualifiziert für anspruchsvolle fachliche Aufgaben sowie für technische, kaufmännische und personelle Leitungsfunktionen.
Welche Aufgaben hat ein Maler- und Lackierermeister?
Maler- und Lackierermeister übernehmen die Verantwortung für die fachgerechte Planung und Ausführung von Beschichtungs-, Gestaltungs- und Instandhaltungsarbeiten. Je nach Betriebsgröße arbeiten sie selbst praktisch mit oder konzentrieren sich auf die Planung, Organisation und Überwachung der Aufträge.
Technische und gestalterische Aufgaben
Zu den typischen Aufgaben gehören:
- Beratung von Kunden zu Farben, Oberflächen, Materialien und Gestaltungsmöglichkeiten
- Entwicklung von Farb- und Gestaltungskonzepten
- Prüfung und Bewertung von Untergründen
- Planung von Beschichtungs- und Instandhaltungsmaßnahmen
- Organisation von Maler-, Lackier- und Sanierungsarbeiten
- Koordination von Baustellen und Arbeitsabläufen
- Auswahl geeigneter Materialien, Maschinen und Werkzeuge
- Überwachung der fachgerechten Ausführung
- Qualitätskontrolle und Dokumentation
- Planung von Arbeitsschutz- und Umweltschutzmaßnahmen
Je nach gewähltem Schwerpunkt gehören auch besondere Restaurierungsarbeiten, Korrosionsschutzmaßnahmen oder Fahrzeuglackierungen zum Tätigkeitsbereich.
Kaufmännische und organisatorische Aufgaben
Ein Maler- und Lackierermeister muss neben dem handwerklichen Fachwissen wirtschaftliche Entscheidungen treffen können.
Dazu gehören unter anderem:
- Erstellung von Angeboten und Kostenvoranschlägen
- Berechnung von Material- und Personalkosten
- Aufmaß und Abrechnung erbrachter Leistungen
- Verhandlungen mit Kunden und Lieferanten
- Materialeinkauf und Lagerorganisation
- Personal- und Einsatzplanung
- Termin- und Kostenüberwachung
- Nachkalkulation abgeschlossener Aufträge
- Marketing und Kundengewinnung
- Entwicklung betrieblicher Strategien
Mitarbeiterführung und Ausbildung
Mit dem Meisterabschluss können Fachkräfte Leitungsaufgaben übernehmen, Mitarbeitende anleiten und deren berufliche Entwicklung unterstützen.
Auch die Ausbildung von Nachwuchskräften gehört zu den möglichen Aufgaben. Die dafür erforderlichen berufs- und arbeitspädagogischen Kompetenzen sind Bestandteil der Meisterprüfung.
Welche Voraussetzungen gelten für die Meisterprüfung?
Die Zulassung zur Meisterprüfung richtet sich nach § 49 der Handwerksordnung.
Wer eine Gesellenprüfung als Maler und Lackierer oder in einem entsprechenden verwandten zulassungspflichtigen Handwerk erfolgreich abgelegt hat, kann grundsätzlich zur Meisterprüfung zugelassen werden.
Nach einer einschlägigen regulären Berufsausbildung mit mindestens dreijähriger Ausbildungsdauer sind grundsätzlich keine zusätzlichen Gesellenjahre vorgeschrieben.
Zulassung mit einem anderen Berufsabschluss
Auch Personen mit einer anderen anerkannten Berufsausbildung können zur Meisterprüfung zugelassen werden.
In diesen Fällen ist regelmäßig eine mehrjährige einschlägige Tätigkeit im Maler- und Lackiererhandwerk erforderlich. Grundsätzlich dürfen nach § 49 HwO höchstens drei Jahre Berufstätigkeit verlangt werden.
Die Handwerksordnung sieht darüber hinaus weitere Zulassungsmöglichkeiten vor, beispielsweise bei bereits bestandenen Meisterprüfungen oder unter bestimmten Voraussetzungen bei gleichwertigen beruflichen Qualifikationen.
Eine individuelle Prüfung der Voraussetzungen durch die zuständige Handwerkskammer ist empfehlenswert.
Wichtig: Der Besuch einer Meisterschule ist grundsätzlich keine gesetzliche Voraussetzung für die Zulassung zur Meisterprüfung. Wegen der anspruchsvollen fachpraktischen und theoretischen Prüfungsanforderungen ist ein strukturierter Vorbereitungskurs jedoch sinnvoll.
Welche Schwerpunkte gibt es bei der Maler- und Lackierermeisterprüfung?
Die Maler- und Lackierermeisterverordnung sieht für den fachpraktischen Teil der Meisterprüfung vier Schwerpunkte vor. Der Prüfling wählt für Teil I einen dieser Schwerpunkte aus.
Diese Prüfungsschwerpunkte sind nicht mit den Fachrichtungen der Berufsausbildung zum Maler und Lackierer gleichzusetzen.
1. Gestaltung und Instandhaltung
Dieser Schwerpunkt richtet sich vor allem an Fachkräfte, die in klassischen Malerbetrieben tätig sind.
Im Mittelpunkt stehen:
- Gestaltung von Innenräumen und Fassaden
- Herstellung und Vorbereitung von Untergründen
- Spachtel-, Putz- und Glättarbeiten
- Beschichtungen, Wand- und Deckenbekleidungen
- Farbgestaltung und dekorative Techniken
- Instandhaltung und Sanierung von Gebäuden
- Wärmedämm-Verbundsysteme
- Planung anspruchsvoller Gestaltungsarbeiten
Gerade bei Modernisierungen und energetischen Sanierungen können sich zusätzliche Einsatzmöglichkeiten ergeben.
2. Kirchenmalerei und Denkmalpflege
Dieser Schwerpunkt konzentriert sich auf historische Gebäude, traditionelle Handwerkstechniken und die Erhaltung wertvoller Oberflächen.
Zu den Aufgaben gehören:
- Untersuchung und Dokumentation historischer Oberflächen
- Erstellung von Befunden und Schadensanalysen
- Verwendung historischer Materialien und Rezepturen
- Restaurierung und Rekonstruktion von Gestaltungselementen
- Historische Mal- und Dekorationstechniken
- Instandhaltung denkmalgeschützter Gebäude
Für diese Tätigkeiten sind besondere Kenntnisse über historische Materialien und denkmalpflegerische Vorgaben erforderlich.
3. Bauten- und Korrosionsschutz
Im Schwerpunkt Bauten- und Korrosionsschutz geht es insbesondere um den Schutz und die Instandsetzung von Bauwerken und technischen Konstruktionen.
Wichtige Arbeitsbereiche sind:
- Oberflächenbehandlung von Beton, Stahl und anderen Werkstoffen
- Korrosionsschutz und Schutzbeschichtungen
- Betoninstandsetzung
- Bauwerksabdichtung
- Reinigungs-, Entschichtungs- und Strahlarbeiten
- Planung und Dokumentation von Schutzmaßnahmen
- Überwachung von Umwelt- und Arbeitsschutzanforderungen
Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen beispielsweise bei spezialisierten Bautenschutzunternehmen und in der technischen Instandhaltung.
4. Fahrzeuglackierung
Der Schwerpunkt Fahrzeuglackierung richtet sich an Fachkräfte, die anspruchsvolle Lackier- und Beschichtungsarbeiten an Fahrzeugen durchführen oder entsprechende Betriebe führen möchten.
Zu den Inhalten gehören:
- Prüfung und Vorbereitung von Fahrzeugoberflächen
- Planung und Ausführung von Fahrzeuglackierungen
- Auswahl von Lackier- und Trocknungsverfahren
- Farbtonbestimmung und Gestaltungskonzepte
- Korrosionsschutz
- Vorbereitende Karosseriearbeiten
- Qualitätsprüfung von Lackierungen
- Organisation von Lackierprozessen
Die Wahl des Prüfungsschwerpunktes sollte sich an der bisherigen Berufserfahrung und den späteren beruflichen Zielen orientieren.
Wie läuft die Maler- und Lackierermeisterprüfung ab?
Die Meisterprüfung umfasst vier selbstständige Teile. Die fachpraktischen Anforderungen richten sich nach dem gewählten Schwerpunkt.
Teil I: Fachpraktische Prüfung
Der fachpraktische Prüfungsteil besteht aus einem Meisterprüfungsprojekt und einem darauf bezogenen Fachgespräch.
Das Meisterprüfungsprojekt orientiert sich an einem anspruchsvollen beruflichen Auftrag. Dabei müssen Planung, Ausführung und Kontrolle fachgerecht miteinander verbunden werden.
Im Fachgespräch erläutern und begründen die Prüflinge ihre Entscheidungen und zeigen, dass sie technische, gestalterische und wirtschaftliche Anforderungen berücksichtigen können.
Die konkreten Aufgaben richten sich nach dem gewählten Prüfungsschwerpunkt.
Teil II: Fachtheoretische Prüfung
Die fachtheoretische Prüfung umfasst drei Handlungsfelder:
1. Technik und Gestaltung
Hier werden technische und gestalterische Lösungen für komplexe Aufgaben entwickelt und bewertet.
Dazu gehören insbesondere:
- Untergrund- und Materialbeurteilung
- Beschichtungs- und Gestaltungstechniken
- Farb- und Gestaltungslehre
- Sanierungs- und Instandhaltungsmethoden
- Technische Berechnungen
- Auswahl geeigneter Verfahren und Werkstoffe
2. Auftragsabwicklung
Dieser Bereich behandelt die Planung und wirtschaftliche Abwicklung von Kundenaufträgen.
Schwerpunkte sind unter anderem:
- Analyse der Kundenanforderungen
- Aufmaß und Kalkulation
- Erstellung von Angeboten
- Material- und Personaleinsatzplanung
- Baustellenorganisation
- Qualitätskontrolle und Abrechnung
3. Betriebsführung und Betriebsorganisation
Im Mittelpunkt stehen die wirtschaftliche Führung und Organisation eines Handwerksbetriebs.
Behandelt werden beispielsweise Kostenrechnung, Personalführung, Qualitätsmanagement, Marketing, betriebliche Kennzahlen und Arbeitsschutz.
Teil III: Betriebswirtschaftliche, kaufmännische und rechtliche Kenntnisse
Der dritte Prüfungsteil vermittelt die notwendigen Grundlagen für wirtschaftliche Entscheidungen und eine eigenverantwortliche Betriebsführung.
Zu den Inhalten gehören insbesondere:
- Beurteilung der Wettbewerbsfähigkeit
- Vorbereitung einer Betriebsgründung oder Betriebsübernahme
- Entwicklung von Unternehmensstrategien
- Betriebswirtschaftliche Planung
- Rechtliche Grundlagen der Unternehmensführung
Teil IV: Berufs- und Arbeitspädagogik
Der vierte Teil behandelt die Planung, Durchführung und Bewertung der betrieblichen Ausbildung.
Hierzu gehören die Auswahl von Auszubildenden, die Gestaltung von Lernprozessen und die Beurteilung von Ausbildungsleistungen.
Unter bestimmten Voraussetzungen können bereits bestandene gleichwertige Prüfungen zur Befreiung von einzelnen Prüfungsteilen führen.
Welche Inhalte werden in der Meisterschule vermittelt?
Die Weiterbildung zum Maler- und Lackierermeister verbindet umfangreiche fachpraktische Kenntnisse mit betriebswirtschaftlichen, rechtlichen und pädagogischen Kompetenzen.
Gestaltung, Materialien und Oberflächentechnik
- Farbenlehre und Farbgestaltung
- Gestaltung von Fassaden und Innenräumen
- Prüfung und Vorbereitung von Untergründen
- Beschichtungs- und Lackiertechniken
- Spachtel-, Putz- und Glättverfahren
- Materialkunde und Werkstoffeigenschaften
- Schadensdiagnose und Instandsetzung
- Digitale Planung und Gestaltung
Technische und organisatorische Inhalte
- Planung und Durchführung von Kundenaufträgen
- Baustellenorganisation
- Material- und Personalplanung
- Qualitätssicherung
- Umwelt- und Arbeitsschutz
- Dokumentation von Arbeitsleistungen
- Technische Normen und Regelwerke
Kaufmännische und rechtliche Inhalte
- Erstellung von Angeboten
- Kostenrechnung und Nachkalkulation
- Investitionsplanung
- Personalführung
- Marketing und Kundengewinnung
- Vertragsrecht und betriebliche Rechtsvorschriften
- Unternehmensgründung und Betriebsübernahme
Aktuelle Entwicklungen im Maler- und Lackiererhandwerk
Im betrieblichen Alltag gewinnen energieeffiziente Sanierungen, schadstoffarme Beschichtungssysteme und die digitale Organisation von Aufträgen zunehmend an Bedeutung.
Digitale Aufmaßverfahren, Farbvisualisierung, mobile Baustellendokumentation und softwaregestützte Kalkulation können die Arbeit erleichtern.
Auch die Anforderungen an Wärmedämmung, Schimmelprävention, nachhaltige Materialien und Arbeitsschutz beeinflussen die Arbeit moderner Malerbetriebe.
Der tatsächliche Lehrplan hängt vom Prüfungsschwerpunkt und vom jeweiligen Bildungsanbieter ab.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum Maler- und Lackierermeister?
Die Dauer der Meistervorbereitung hängt von der Unterrichtsform, dem gewählten Schwerpunkt und den enthaltenen Prüfungsteilen ab.
Bei der Auswahl eines Lehrgangs sollte besonders darauf geachtet werden, ob die Vorbereitung nur die fachlichen Teile I und II oder alle vier Prüfungsteile umfasst.
Meisterschule in Vollzeit
Vollzeitlehrgänge für die Teile I und II dauern je nach Anbieter beispielsweise rund sechs bis neun Monate.
Die Handwerkskammer Hildesheim bietet vom 5. Januar bis zum 16. Juli 2027 einen Vollzeitlehrgang mit 950 Unterrichtsstunden an.
Bei der HWK-Akademie Mittelfranken in Nürnberg läuft ein ausgeschriebener Vollzeitkurs für die Teile I und II vom 26. Oktober 2026 bis zum 2. Juli 2027.
Berufsbegleitende Meisterschule
Wer weiterhin berufstätig bleiben möchte, kann einen berufsbegleitenden Vorbereitungskurs wählen.
Die Handwerkskammer Wiesbaden bietet beispielsweise vom 9. November 2026 bis zum 11. März 2028 berufsbegleitende Vorbereitungskurse mit Vollzeitblöcken an.
Berufsbegleitende Lehrgänge erfordern eine sorgfältige Planung, da zusätzlich zur regulären Berufstätigkeit Unterricht, praktische Übungen und Prüfungsvorbereitung anfallen.
Was kostet die Maler- und Lackierermeisterschule?
Die Kosten unterscheiden sich je nach Bildungsanbieter, Unterrichtsform und Umfang der Vorbereitung.
Neben den Lehrgangsgebühren können Prüfungsgebühren, Materialkosten, Lernmittel sowie Fahrt- und Unterkunftskosten anfallen.
Aktuelle Kostenbeispiele
| Anbieter | Kurs | Lehrgangsgebühr |
|---|---|---|
| HWK Wiesbaden | Teile I und II, Teilzeit ab November 2026 | 7.950 € |
| HWK Bildungszentrum Münster | Teile I und II, Vollzeit ab Januar 2027 | 8.900 € |
| HWK Hildesheim | Teile I und II, Vollzeit ab Januar 2027 | 11.499 € |
| HWK-Akademie Mittelfranken | Teile I und II, Vollzeit ab Oktober 2026 | 11.350 € |
Stand der recherchierten Kursangebote: Oktober 2026. Die genannten Beträge sind veröffentlichte Lehrgangsgebühren und nicht zwingend die vollständigen Kosten bis zum Meisterbrief.
Welche zusätzlichen Kosten können entstehen?
Beim Handwerkskammer Bildungszentrum Münster werden für den veröffentlichten Meisterlehrgang beispielsweise folgende Beträge ausgewiesen:
- Kursgebühr: 8.900 Euro
- Prüfungsgebühr: 1.750 Euro
- Lernmittel: 700 Euro
- Material: 1.000 Euro
Damit ergeben sich für die genannten Positionen insgesamt 12.350 Euro. Weitere persönliche Ausgaben können hinzukommen.
Die Teile III und IV müssen gegebenenfalls gesondert vorbereitet und bezahlt werden.
Tipp: Vergleichen Sie nicht nur die Kursgebühren. Entscheidend sind die Gesamtkosten einschließlich Prüfungsgebühren, Material, Lernmitteln und möglicherweise notwendigen zusätzlichen Vorbereitungskursen für die Teile III und IV.
Welche Meisterschulen bieten die Weiterbildung an?
Die Meistervorbereitung wird unter anderem von Handwerkskammern und spezialisierten Bildungseinrichtungen angeboten.
Für die Wahl der passenden Meisterschule sind der gewünschte Prüfungsschwerpunkt, die Unterrichtsform und die Entfernung zum Wohn- oder Arbeitsort wichtig.
Handwerkskammer Wiesbaden
Die Handwerkskammer Wiesbaden bietet Vorbereitungskurse für den Maler- und Lackierermeister an.
Für November 2026 sind berufsbegleitende Lehrgänge mit Vollzeitblöcken ausgeschrieben, unter anderem in den Schwerpunkten Gestaltung und Instandhaltung sowie Fahrzeuglackierung.
Für August 2027 ist außerdem ein Vollzeitkurs im Schwerpunkt Gestaltung und Instandhaltung veröffentlicht.
Meisterkurse der HWK Wiesbaden ansehen
Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen
Die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen bietet einen Vollzeitlehrgang für die Teile I und II im Schwerpunkt Gestaltung und Instandhaltung an.
Der ausgeschriebene Kurs läuft vom 5. Januar bis zum 16. Juli 2027. Die Lehrgangsgebühr beträgt 11.499 Euro.
Der Anbieter weist ausreichend freie Plätze aus. Die tatsächliche Verfügbarkeit sollte vor der Anmeldung nochmals überprüft werden.
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Handwerkskammer Bildungszentrum Münster
Das Handwerkskammer Bildungszentrum Münster bietet Meistervorbereitungslehrgänge für die fachbezogenen Teile I und II an.
Für den Zeitraum vom 11. Januar bis zum 10. September 2027 ist ein Vollzeitkurs ausgeschrieben. Weitere Kurstermine sind für November 2027 angekündigt.
Die Kursgebühr beträgt 8.900 Euro. Zusätzlich werden Prüfungsgebühren sowie Lernmittel- und Materialkosten ausgewiesen.
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HWK-Akademie Mittelfranken in Nürnberg
Die HWK-Akademie Mittelfranken bietet Vollzeitlehrgänge für die fachlichen Meisterprüfungsteile I und II an.
Ein ausgeschriebener Lehrgang läuft vom 26. Oktober 2026 bis zum 2. Juli 2027. Ein weiterer Kurs ist für Oktober 2027 vorgesehen.
Die Akademie setzt unter anderem auf praktische Übungen, moderne Gestaltungstechniken und kleine Meisterklassen.
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Hinweis: Die genannten Meisterschulen werden neutral vorgestellt. Es handelt sich nicht um bezahlte Empfehlungen. Lehrgangsangebote, Gebühren und freie Plätze können sich ändern.
Ist die Meisterschule als Fernstudium möglich?
Die Meisterprüfung enthält umfangreiche praktische Anforderungen. Deshalb können Präsenzunterricht und praktische Übungen besonders wichtig sein.
Einzelne theoretische Lerninhalte können je nach Anbieter digital oder in kombinierten Unterrichtsformen vermittelt werden.
Ein reiner Fernlehrgang sollte jedoch nicht automatisch mit einer vollständigen Vorbereitung auf alle vier Meisterprüfungsteile gleichgesetzt werden.
Welche Förderung gibt es für angehende Maler- und Lackierermeister?
Die Meistervorbereitung kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen durch das Aufstiegs-BAföG gefördert werden.
Diese Förderung unterstützt berufliche Aufstiegsfortbildungen und kann die finanzielle Belastung einer Meisterschule deutlich reduzieren.
Förderung der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren
Nach den im Oktober 2026 geltenden Regelungen sind Lehrgangs- und Prüfungsgebühren bis zu einem Gesamtbetrag von 15.000 Euro förderfähig.
Die Förderung umfasst:
- 50 Prozent Zuschuss zu den förderfähigen Lehrgangs- und Prüfungsgebühren
- Für den verbleibenden Betrag kann ein KfW-Darlehen beantragt werden
- Bei bestandener Fortbildungsprüfung kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen ein Teil des entsprechenden Darlehens erlassen werden
Beispielrechnung
Bei förderfähigen Lehrgangs- und Prüfungsgebühren von 12.000 Euro ergibt sich folgende vereinfachte Rechnung:
- Förderfähige Gesamtkosten: 12.000 Euro
- Zuschuss in Höhe von 50 Prozent: 6.000 Euro
- Mögliches KfW-Darlehen: 6.000 Euro
- Möglicher Darlehenserlass nach bestandener Prüfung: 3.000 Euro
Wenn das Darlehen vollständig beansprucht wird und sämtliche Voraussetzungen für den Erlass erfüllt sind, verbleiben in diesem Beispiel 3.000 Euro zurückzuzahlen.
Die individuellen Förderbedingungen können zu einem anderen Ergebnis führen.
Weitere Fördermöglichkeiten
Bei Vollzeitmaßnahmen können zusätzlich einkommens- und vermögensabhängige Unterhaltsleistungen infrage kommen.
Für Materialkosten einer fachpraktischen Meisterprüfungsarbeit bestehen ebenfalls gesetzlich geregelte Fördermöglichkeiten.
Darüber hinaus bieten einzelne Bundesländer weitere Programme wie Meisterprämien an. Die Voraussetzungen unterscheiden sich regional.
Ausführliche Informationen finden Sie auf dem offiziellen Informationsportal zum Aufstiegs-BAföG.
Wie viel verdient ein Maler- und Lackierermeister?
Das Gehalt als Maler- und Lackierermeister hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören die Region, die Betriebsgröße, die Berufserfahrung und der Verantwortungsbereich.
Ein Meister, der selbst handwerklich mitarbeitet, kann anders bezahlt werden als ein technischer Betriebsleiter, der mehrere Mitarbeiter und Baustellen verantwortet.
Was sagt der Entgeltatlas?
Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit weist für die allgemeine Berufsgruppe der Maler- und Lackierer-Fachkräfte einen Median von 3.327 Euro brutto monatlich aus.
Das untere Quartil liegt bei 2.958 Euro und das obere Quartil bei 3.676 Euro.
Diese Angaben beziehen sich auf die jeweilige Berufsgruppe sozialversicherungspflichtiger Vollzeitbeschäftigter und sind ausdrücklich kein gesondert ermitteltes Durchschnittsgehalt für Maler- und Lackierermeister.
Beschäftigte mit Meisterabschluss und Führungsaufgaben können je nach Tätigkeit und Verantwortung anders vergütet werden.
Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit.
Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt?
- Berufserfahrung und Zusatzqualifikationen
- Größe des Unternehmens
- Regionale Arbeitsmarktsituation
- Verantwortung für Personal und Baustellen
- Gewählter fachlicher Schwerpunkt
- Tarifliche oder individuelle Vergütungsvereinbarungen
Bei selbstständigen Maler- und Lackierermeistern hängt das Einkommen vom wirtschaftlichen Erfolg des Betriebs ab.
Dabei müssen Umsatz, Betriebsgewinn und persönliches Einkommen voneinander unterschieden werden.
Kann man sich als Maler- und Lackierermeister selbstständig machen?
Für viele Fachkräfte ist die Möglichkeit, einen eigenen Betrieb zu führen, ein wichtiger Grund für die Meisterprüfung.
Das Maler- und Lackiererhandwerk gehört zu den zulassungspflichtigen Handwerken. Wer einen solchen Handwerksbetrieb selbstständig betreiben möchte, benötigt grundsätzlich eine Eintragung in die Handwerksrolle.
Der Meisterabschluss ist ein üblicher Qualifikationsnachweis dafür. Die Handwerksordnung sieht allerdings auch weitere gesetzlich geregelte Eintragungsmöglichkeiten vor.
Was ist bei der Gründung eines Malerbetriebs wichtig?
- Erstellung eines Businessplans
- Finanzierung der Betriebsausstattung
- Auswahl geeigneter Werkzeuge und Maschinen
- Anschaffung von Fahrzeugen und gegebenenfalls Gerüstmaterial
- Betriebshaftpflicht und weitere Versicherungen
- Materialeinkauf und Lieferanten
- Personalplanung und Arbeitsschutz
- Kalkulation von Stundensätzen und Angeboten
- Kundengewinnung und Marketing
- Liquiditätsplanung und Kostenkontrolle
Auch die Übernahme eines bestehenden Malerbetriebs kann eine Möglichkeit darstellen.
Wer sich selbstständig machen möchte, sollte frühzeitig eine Gründungsberatung bei der zuständigen Handwerkskammer in Anspruch nehmen.
Welche Karrierechancen bietet der Maler- und Lackierermeister?
Der Meisterabschluss eröffnet verschiedene Möglichkeiten für die berufliche Weiterentwicklung.
Führungspositionen im Handwerk
Maler- und Lackierermeister können unter anderem als technische Betriebsleiter, Baustellenleiter, Ausbilder oder verantwortliche Führungskräfte tätig werden.
In größeren Unternehmen übernehmen sie möglicherweise die Koordination mehrerer Baustellen, die Mitarbeiterführung oder die wirtschaftliche Steuerung von Projekten.
Spezialisierung auf besondere Fachgebiete
Je nach Interesse bieten sich beispielsweise folgende Spezialisierungen an:
- Energetische Gebäudesanierung
- Denkmalpflege und Restaurierung
- Korrosionsschutz und Bautenschutz
- Fahrzeuglackierung
- Besondere Oberflächen- und Gestaltungstechniken
- Qualitätsmanagement
Weiterbildung zum Betriebswirt nach der Handwerksordnung
Wer nach dem Meisterabschluss zusätzlich kaufmännische und strategische Kompetenzen erwerben möchte, kann die Fortbildung zum Geprüften Betriebswirt nach der Handwerksordnung in Betracht ziehen.
Diese Weiterbildung behandelt insbesondere Unternehmensführung, Personalmanagement, Strategie und wirtschaftliche Planung.
Studium nach der Meisterprüfung
Der Meisterabschluss kann auch einen Hochschulzugang ohne klassisches Abitur eröffnen.
Die genauen Voraussetzungen richten sich nach dem Hochschulrecht des jeweiligen Bundeslandes.
Je nach Interesse können beispielsweise Studiengänge aus den Bereichen Betriebswirtschaft, Baumanagement, Gestaltung oder Bauingenieurwesen infrage kommen.
Häufige Fragen zur Maler- und Lackierermeister-Ausbildung
Wie lange dauert es, Maler- und Lackierermeister zu werden?
Die Dauer hängt von der Meisterschule, dem Unterrichtsmodell und den enthaltenen Prüfungsteilen ab. Vollzeitkurse für Teile I und II dauern beispielsweise sechs bis neun Monate. Berufsbegleitende Angebote können deutlich länger dauern.
Was kostet der Maler- und Lackierermeister?
Die Lehrgangsgebühren für die Teile I und II liegen bei den hier vorgestellten aktuellen Angeboten zwischen 7.950 und 11.499 Euro. Hinzu kommen je nach Anbieter weitere Kosten für Prüfungen, Materialien, Lernmittel sowie gegebenenfalls die Teile III und IV.
Welche Voraussetzungen brauche ich für die Meisterprüfung?
Der übliche Zugangsweg ist eine abgeschlossene einschlägige Gesellenprüfung. Auch mit anderen Berufsabschlüssen ist unter bestimmten Voraussetzungen eine Zulassung möglich.
Kann ich die Meisterschule berufsbegleitend absolvieren?
Ja. Einige Handwerkskammern bieten berufsbegleitende Vorbereitungskurse an. Diese können Abend-, Wochenend- oder Vollzeitunterrichtsblöcke enthalten.
Welche Schwerpunkte kann ich wählen?
Die Meisterprüfungsverordnung sieht für den fachpraktischen Teil die Schwerpunkte Gestaltung und Instandhaltung, Kirchenmalerei und Denkmalpflege, Bauten- und Korrosionsschutz sowie Fahrzeuglackierung vor.
Kann ich ohne Meisterbrief einen Malerbetrieb eröffnen?
Für den selbstständigen Betrieb eines zulassungspflichtigen Maler- und Lackiererhandwerks ist grundsätzlich die Eintragung in die Handwerksrolle erforderlich. Neben dem eigenen Meisterabschluss können weitere gesetzlich geregelte Eintragungswege bestehen.
Wird die Meisterschule durch das Aufstiegs-BAföG gefördert?
Ja. Unter den gesetzlichen Voraussetzungen können geeignete Meistervorbereitungslehrgänge durch das Aufstiegs-BAföG gefördert werden. Dabei kommen Zuschüsse, Darlehen und gegebenenfalls Unterhaltsleistungen infrage.
Ist die Meisterprüfung schwer?
Die Meisterprüfung stellt hohe fachpraktische, technische und wirtschaftliche Anforderungen. Die persönliche Schwierigkeit hängt von der Berufserfahrung, dem gewählten Schwerpunkt und der Vorbereitung ab.
Lohnt sich die Weiterbildung zum Maler- und Lackierermeister?
Der Meisterabschluss kann sich besonders für Fachkräfte lohnen, die mehr Verantwortung übernehmen, Mitarbeiter führen oder einen eigenen Betrieb aufbauen möchten.
Ob sich die Weiterbildung wirtschaftlich rechnet, hängt von den Kosten, den Fördermöglichkeiten und den späteren beruflichen Perspektiven ab.
Fazit: Maler- und Lackierermeister als nächster Karriereschritt
Die Weiterbildung zum Maler- und Lackierermeister eignet sich für Fachkräfte, die ihre handwerklichen Kenntnisse vertiefen und zusätzliche Verantwortung übernehmen möchten.
Der Meisterabschluss verbindet technische Fachkompetenz mit kaufmännischem Wissen, Mitarbeiterführung und betrieblicher Organisation.
Besonders wichtig ist die Wahl des passenden Prüfungsschwerpunktes. Denn die Aufgaben in der klassischen Gebäudegestaltung unterscheiden sich deutlich von der Denkmalpflege, dem Korrosionsschutz oder der Fahrzeuglackierung.
Vor der Anmeldung sollten Interessierte die Zulassung, die enthaltenen Prüfungsteile, die Gesamtkosten und die möglichen Förderleistungen sorgfältig prüfen.
Wer langfristig einen eigenen Malerbetrieb führen oder eine verantwortliche Führungsposition übernehmen möchte, schafft mit der Meisterprüfung eine wichtige berufliche Grundlage.
