Betriebswirtschaftliche Zusammenhänge begegnen Fachwirten in fast allen Unternehmensbereichen. Dabei geht es nicht nur um einzelne Definitionen. In Praxis und Prüfung müssen häufig Zusammenhänge zwischen Unternehmenszielen, Organisation, Beschaffung, Produktion, Personal, Kosten, Kunden und Märkten verstanden und beurteilt werden.
Auf dieser Seite findest du die wichtigsten BWL-Themen aus dem Fachwissenbereich von fachwirt-blog.de systematisch geordnet. Die einzelnen Beiträge enthalten je nach Thema verständliche Erklärungen, Beispiele, Berechnungen, typische Prüfungsfehler, Übungsaufgaben und Selbsttests.
Was gehört zur Betriebswirtschaftslehre?
Die Betriebswirtschaftslehre beschäftigt sich mit wirtschaftlichen Entscheidungen innerhalb von Unternehmen. Typische Fragen sind beispielsweise:
- Welche Ziele verfolgt ein Unternehmen?
- Wie wird ein Unternehmen organisiert?
- Welche Rechtsform ist geeignet?
- Wie werden Material und Betriebsmittel beschafft?
- Wie wird die Produktion geplant?
- Wie lässt sich die Wirtschaftlichkeit verbessern?
- Welche Bedeutung haben Kunden und Märkte?
1. Unternehmen, Markt und Rechtsformen
Am Anfang steht das Verständnis dafür, wie Unternehmen aufgebaut sind, welche Funktionen sie erfüllen und in welchem wirtschaftlichen Umfeld sie handeln.
Welche Hauptfunktionen gibt es in Unternehmen?
Der Beitrag zeigt zentrale betriebliche Funktionen wie Beschaffung, Produktion, Absatz, Finanzierung und Personal und eignet sich damit besonders gut als Einstieg.
Rechtsformen von Unternehmen im Vergleich
Verglichen werden Einzelunternehmen, GbR, OHG, KG, GmbH, UG und AG. Wichtige Kriterien sind Haftung, Kapital, Geschäftsführung, Registereintragung und Verwaltungsaufwand.
Vollkommener Markt einfach erklärt
Der vollkommene Markt ist ein theoretisches Marktmodell mit klar definierten Voraussetzungen. Der Beitrag behandelt unter anderem homogene Güter, Markttransparenz, Präferenzen sowie Angebot und Nachfrage. Der Gleichgewichtspreis ist dabei ein allgemeines Ergebnis des Zusammenspiels von Angebot und Nachfrage und kein ausschließliches Merkmal des vollkommenen Marktes.
Unternehmenszusammenschlüsse: Kooperation, Konzentration und Fusion
Der Beitrag erklärt verschiedene Formen der Zusammenarbeit und Konzentration von Unternehmen.
2. Organisation und Aufgabenverteilung
Organisation regelt, wie Aufgaben, Zuständigkeiten und Entscheidungswege innerhalb eines Unternehmens gestaltet werden.
Was versteht man unter einer Aufbauorganisation?
Die Aufbauorganisation beschäftigt sich insbesondere mit Stellen, Abteilungen, Hierarchien und Zuständigkeiten.
Aufbau- und Ablauforganisation einfach erklärt
Der Beitrag zeigt die Abgrenzung zwischen organisatorischer Struktur und zeitlich-räumlicher Gestaltung von Arbeitsabläufen.
Was ist ein Organigramm?
Ein Organigramm stellt die organisatorische Struktur eines Unternehmens grafisch dar.
Ein Überblick über die Organisationssysteme
Behandelt werden unterschiedliche Möglichkeiten, ein Unternehmen organisatorisch aufzubauen.
Zentralisierung und Dezentralisierung
Hier geht es darum, wo Entscheidungen und Aufgaben im Unternehmen angesiedelt werden.
Innerbetriebliche Arbeitsteilung: Formen, Vorteile und Nachteile
Arbeitsteilung ermöglicht Spezialisierung, bringt aber auch organisatorische Herausforderungen mit sich.
Wie funktioniert eine Aufgabenanalyse?
Die Aufgabenanalyse zerlegt komplexe Gesamtaufgaben systematisch in kleinere Teilaufgaben.
Aufgaben und Kompetenzen
Der Beitrag zeigt, warum Aufgaben, Verantwortung und Befugnisse sinnvoll aufeinander abgestimmt werden sollten.
Die Stellenplanung
Hier geht es um die systematische Planung benötigter Stellen innerhalb einer Organisation.
Was ist ein Stellenprofil?
Das Stellenprofil beschreibt wesentliche Merkmale und Anforderungen einer Stelle.
Organisationsentwicklung: Ziele, Ablauf und Change Management
Unternehmen müssen Strukturen und Prozesse regelmäßig an neue Bedingungen anpassen.
3. Unternehmensplanung, Ziele und Personalbedarf
Planung bedeutet, zukünftige Entscheidungen vorzubereiten und betriebliche Teilbereiche aufeinander abzustimmen.
Unternehmensplanung: Aufgaben, Arten und Teilpläne
Der Beitrag zeigt strategische und operative Planung sowie wichtige betriebliche Teilpläne.
SMART-Ziele richtig formulieren und kontrollieren
SMART-Ziele sollen spezifisch, messbar, attraktiv beziehungsweise akzeptiert, realistisch und terminiert formuliert werden.
Personalbedarfsplanung: Personalbedarf planen und richtig steuern
Die Personalplanung muss mit den übrigen Unternehmensplänen abgestimmt werden.
Arbeitsentgelt: Entgeltformen, Bestandteile und Arbeitsbewertung
Der Beitrag behandelt unter anderem Zeitlohn, Leistungslohn, Entgeltbestandteile und Arbeitsbewertung.
Schichtarbeit: Schichtsysteme und gesunde Schichtplanung
Schichtmodelle beeinflussen sowohl die verfügbare Kapazität als auch die Arbeitsgestaltung.
4. Beschaffung und Materialwirtschaft
Die Materialwirtschaft sorgt dafür, dass benötigte Materialien in richtiger Menge und Qualität, zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Ort zur Verfügung stehen.
Bedarfsermittlung: Primär-, Sekundär- und Tertiärbedarf
Grundlage der Beschaffung ist die Frage, was und wie viel benötigt wird.
Materialbeschaffung: Vorratsbeschaffung, Einzelbeschaffung und Just in Time
Der Beitrag zeigt unterschiedliche Beschaffungsstrategien und ihre jeweiligen Vor- und Nachteile.
Bereitstellungsprinzipien einfach erklärt
Behandelt werden unter anderem Lagerhaltung, Einzelbeschaffung und Just in Time.
Optimale Bestellmenge mit der Andler-Formel berechnen
Die Andler-Formel zeigt in einem vereinfachten rechnerischen Modell das Verhältnis von Bestell- und Lagerkosten. Ihre Annahmen sind in der betrieblichen Praxis nicht immer vollständig erfüllt, weshalb das Ergebnis als Entscheidungshilfe und nicht als automatisch optimale Praxislösung verstanden werden sollte.
Beschaffungszeitraum, Bestellzeitpunkt und Meldebestand
Der Beschaffungszeitraum beeinflusst, wann eine Bestellung ausgelöst werden muss.
Sicherheitsbestand: Berechnung, Meldebestand und Beispiele
Ein Sicherheitsbestand soll ungeplante Schwankungen bei Verbrauch oder Lieferzeit auffangen.
5. Produktion und Produktionsplanung
Produktion muss hinsichtlich Menge, Zeit, Kapazität und eingesetzten Betriebsmitteln geplant werden.
Absatz- und Produktionsplanung: Ziele, Ablauf und Zusammenhang
Die Produktionsplanung sollte sich am erwarteten Absatz orientieren.
Arbeitsplan in der Produktion: Aufbau, Inhalte und Beispiel
Der Arbeitsplan beschreibt, wie ein Produkt hergestellt beziehungsweise ein Arbeitsvorgang durchgeführt wird.
Fertigungstypen und Fertigungsorganisation
Behandelt werden unter anderem Einzel-, Serien-, Sorten- und Massenfertigung.
Ablaufplanung in der Produktion: Einflussfaktoren und Ziele
Die Ablaufplanung koordiniert die zeitliche und räumliche Reihenfolge von Produktionsvorgängen.
Kapazität in der Produktion: Bedarf, Auslastung und Abgleich
Wichtige Fragen sind, welche Kapazität vorhanden ist, welche benötigt wird und wie hoch die Auslastung ist.
Betriebsmittel als Produktionsfaktor
Zu Betriebsmitteln gehören beispielsweise Maschinen, Anlagen, Werkzeuge und Gebäude.
Produktionsmittelplanung: Bedarf, Kapazität und Investitionsentscheidung
Hier geht es darum, welche Betriebsmittel für die geplante Produktion erforderlich sind.
6. Kunde, Wert und kontinuierliche Verbesserung
Betriebswirtschaftliche Entscheidungen orientieren sich nicht nur an internen Prozessen. Auch Kunden, wahrgenommener Nutzen und kontinuierliche Verbesserung spielen eine zentrale Rolle.
Kundenzufriedenheit messen, verbessern und Kunden langfristig binden
Der Beitrag behandelt Erwartungen und Wahrnehmung, CSAT, NPS, CES, Kano-Modell, Mystery Shopping und Beschwerdemanagement. Kundenzufriedenheit und Kundenbindung hängen zusammen, sind aber nicht identisch: Auch zufriedene Kunden können beispielsweise wegen Preis, Wettbewerb oder veränderter Bedürfnisse wechseln.
Kundenwert und Wertanalyse aus Sicht des Kunden
Hier geht es unter anderem um Gebrauchsfunktion, Geltungsfunktion und Kundennutzen.
Wertanalyse: Ablauf, Funktionen und Beispiele
Die Wertanalyse versucht, Funktionen und Kosten eines Produktes oder einer Leistung systematisch zu verbessern.
Kontinuierlicher Verbesserungsprozess: Ablauf, PDCA und Beispiele
Der KVP verfolgt das Ziel, Produkte und Prozesse schrittweise und dauerhaft zu verbessern.
Wie hängen die BWL-Themen zusammen?
Viele Fachwissen-Themen sollten nicht isoliert gelernt werden. Typische Prozessketten sind:
Absatzplanung → Produktionsplanung → Bedarfsermittlung → Materialbeschaffung → Kapazitätsplanung → Produktion
Unternehmensziel → Organisation → Stellenplanung → Personalbedarf → Umsetzung → Kontrolle
Kundenanforderung → Kundennutzen → Leistung → Kundenzufriedenheit → Verbesserung
Gerade diese Zusammenhänge sind für das betriebswirtschaftliche Verständnis wichtig.
Empfohlener Lernpfad
| Lernphase | Themen | Lernziel |
|---|---|---|
| 1. Grundlagen | Hauptfunktionen, Markt, Rechtsformen | Unternehmen und wirtschaftliches Umfeld verstehen |
| 2. Organisation | Aufbauorganisation, Abläufe, Stellen, Aufgaben | Unternehmensstrukturen verstehen |
| 3. Planung | Unternehmensziele, Planung, Personalbedarf | Entscheidungen vorbereiten |
| 4. Beschaffung | Bedarf, Bestellmenge, Material, Lager | Materialwirtschaft beherrschen |
| 5. Produktion | Produktionsplanung, Kapazität, Fertigung | Leistungserstellung verstehen |
| 6. Kunde & Verbesserung | Kundenzufriedenheit, Wertanalyse, KVP | Markt- und Kundenorientierung einordnen |
Betriebswirtschaft in der Fachwirt-Prüfung
Welche BWL-Themen tatsächlich Bestandteil einer Prüfung sind und wie stark sie gewichtet werden, hängt vom jeweiligen Fachwirt-Abschluss ab. Maßgeblich sind die jeweilige Prüfungsverordnung, der aktuelle Rahmenplan beziehungsweise Rahmenstoffplan und die konkrete Fachrichtung.
Ein Wirtschaftsfachwirt setzt beispielsweise teilweise andere Schwerpunkte als ein Handelsfachwirt, Technischer Fachwirt oder Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen.
Die Themen auf dieser Seite sind deshalb als Lern- und Wissenssammlung zu verstehen. Für die konkrete Prüfungsvorbereitung solltest du sie mit den Vorgaben deines Abschlusses abgleichen.
Typische Fehler beim Lernen von Betriebswirtschaft
Einzelthemen werden isoliert gelernt: Viele betriebswirtschaftliche Entscheidungen beeinflussen sich gegenseitig.
Begriffe werden nur auswendig gelernt: Wichtiger ist häufig zu verstehen, welche betriebliche Entscheidung dahintersteht.
Vorteile werden ohne Nachteile genannt: In Prüfungen ist häufig eine Abwägung gefragt. Just in Time kann beispielsweise Lagerbestände reduzieren, erhöht aber unter Umständen die Abhängigkeit von zuverlässigen Lieferungen.
Kennzahlen oder Berechnungen werden nicht interpretiert: Ein Rechenergebnis allein reicht häufig nicht aus. Entscheidend ist, was das Ergebnis für das Unternehmen bedeutet.
So nutzt du die Fachwissenartikel
- Zuerst das Grundprinzip des Themas verstehen.
- Zusammenhänge zu angrenzenden Themen herstellen.
- Beispiele und Berechnungen selbst nachvollziehen.
- Vor- und Nachteile in eigenen Worten erklären.
- Selbsttests und Prüfungsaufgaben ohne Lösung bearbeiten.
- Anschließend die wichtigsten Themen gezielt wiederholen.
← Zur Gesamtübersicht Prüfungswissen für Fachwirte
Weitere Fachwissen-Hubs
Wenn du angrenzende Themen vertiefen möchtest, findest du hier weitere zentrale Übersichtsseiten:
