Kaufmännischer Fachwirt (HwO): Voraussetzungen, Prüfung & Fernstudium

Der Geprüfte Kaufmännische Fachwirt nach der Handwerksordnung (HwO) ist eine bundesweit geregelte Aufstiegsfortbildung für Fachkräfte, die kaufmännische Fach- und Führungsaufgaben insbesondere in Handwerksbetrieben und kleinen oder mittleren Unternehmen übernehmen möchten.

Die vollständige aktuelle Abschlussbezeichnung lautet:

Geprüfter Kaufmännischer Fachwirt nach der Handwerksordnung – Bachelor Professional für Kaufmännisches Management nach der Handwerksordnung

beziehungsweise:

Geprüfte Kaufmännische Fachwirtin nach der Handwerksordnung – Bachelor Professional für Kaufmännisches Management nach der Handwerksordnung.

Der Abschluss ist dem DQR-Niveau 6 zugeordnet.

Kaufmännischer Fachwirt (HwO) im Überblick

  • Abschluss: Kaufmännischer Fachwirt nach HwO – Bachelor Professional für Kaufmännisches Management
  • Prüfungsstelle: Handwerkskammer (HWK)
  • Regelung: bundesweit
  • DQR: Niveau 6
  • Ausrichtung: kaufmännische Fach- und Führungsaufgaben
  • Einsatz: Handwerk sowie kleine und mittlere Unternehmen
  • AEVO/Berufspädagogik: zusätzlicher Qualifikationsnachweis erforderlich; er wird nicht automatisch durch das Bestehen der Fachwirt-Prüfungsbestandteile erworben
  • Prüfung: drei schriftliche Prüfungsbestandteile plus Präsentation und Fachgespräch
  • Fernlehrgänge: unter anderem ILS, SGD und Fernakademie
  • Förderung: Aufstiegs-BAföG kann infrage kommen

Was ist der Kaufmännische Fachwirt nach HwO?

Der Kaufmännische Fachwirt (HwO) ist eine berufliche Aufstiegsfortbildung nach der Handwerksordnung.

Er richtet sich an Fachkräfte, die betriebswirtschaftliche Abläufe verstehen, analysieren und mitgestalten sowie Personal- und Führungsverantwortung übernehmen möchten.

Typische Einsatzbereiche sind beispielsweise:

  • Unternehmensorganisation,
  • kaufmännische Leitung,
  • Rechnungswesen,
  • Controlling,
  • Finanzierung,
  • Einkauf,
  • Marketing,
  • Vertrieb,
  • Personalwesen,
  • Prozessmanagement und
  • Ausbildung.

Der Abschluss ist nicht ausschließlich auf klassische Handwerksberufe beschränkt. Auch kaufmännische Fachkräfte aus kleinen und mittleren Unternehmen können – bei erfüllten Zulassungsvoraussetzungen – zur Prüfung zugelassen werden.

Ist der Kaufmännische Fachwirt ein IHK-Abschluss?

Nein.

Die Prüfung wird von der Handwerkskammer (HWK) durchgeführt. Das Kürzel HwO steht für Handwerksordnung.

Damit unterscheidet sich der Abschluss beispielsweise vom Wirtschaftsfachwirt oder vom Technischen Fachwirt, deren Prüfungen vor einer Industrie- und Handelskammer abgelegt werden.

Wie lautet die offizielle Abschlussbezeichnung?

Die offizielle Bezeichnung lautet:

Geprüfter Kaufmännischer Fachwirt nach der Handwerksordnung – Bachelor Professional für Kaufmännisches Management nach der Handwerksordnung.

Die Fortbildungsordnung gilt bundesweit. Der Abschluss befindet sich auf der zweiten beruflichen Fortbildungsstufe.

Ist der Kaufmännische Fachwirt ein Bachelor?

Der Abschluss ist auf DQR-Niveau 6 eingeordnet. Auf derselben DQR-Stufe befindet sich auch ein akademischer Bachelor.

Beide Abschlüsse sind deshalb hinsichtlich des Kompetenzniveaus vergleichbar, aber nicht identisch.

Der Kaufmännische Fachwirt bleibt ein beruflicher Fortbildungsabschluss und ist kein Hochschulabschluss. Bachelor Professional für Kaufmännisches Management ist die offizielle berufliche Abschlussbezeichnung.

Für wen eignet sich die Weiterbildung?

Der Kaufmännische Fachwirt (HwO) eignet sich insbesondere für Personen, die künftig kaufmännische Fach- oder Führungsaufgaben übernehmen möchten.

Dazu gehören beispielsweise:

  • kaufmännische Mitarbeiter in Handwerksbetrieben,
  • Bürokaufleute,
  • Kaufleute für Büromanagement,
  • Beschäftigte in mittelständischen Unternehmen,
  • Nachwuchsführungskräfte,
  • Mitarbeiter in Einkauf oder Vertrieb,
  • Beschäftigte im Rechnungswesen,
  • Personalmitarbeiter,
  • mitarbeitende Familienangehörige in Handwerksunternehmen sowie
  • Meister oder technische Fachkräfte, die sich kaufmännisch weiterqualifizieren möchten.

Welche Voraussetzungen gelten?

Die aktuelle Fortbildungsordnung sieht mehrere Zugangswege vor.

Dreijährige kaufmännische Ausbildung

Direkt zugelassen werden kann, wer eine erfolgreich abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten dreijährigen kaufmännischen Ausbildungsberuf nachweist.

Zweijährige kaufmännische Ausbildung

Bei einem anerkannten zweijährigen kaufmännischen Ausbildungsberuf sind zusätzlich mindestens zwei Jahre Berufspraxis erforderlich.

Fachmann für kaufmännische Betriebsführung (HwO)

Auch der Abschluss Geprüfter Fachmann / Geprüfte Fachfrau für kaufmännische Betriebsführung nach der Handwerksordnung berechtigt zur Zulassung.

Wichtig: Dieser Abschluss ist nicht identisch mit dem Kaufmännischen Fachwirt (HwO). Er ist eine eigenständige, vorgelagerte Fortbildungsqualifikation.

Meister, Industriemeister oder Techniker

Ebenfalls zugelassen werden können unter anderem Handwerksmeister, Industriemeister, Fachmeister oder staatlich geprüfte Techniker.

Betriebswirtschaftliches Studium

Mit mindestens 90 ECTS aus einem betriebswirtschaftlichen Studium ist zusätzlich eine mindestens zweijährige Berufspraxis erforderlich.

Zulassung über Berufserfahrung

Auch ohne einen der genannten Abschlüsse ist eine Zulassung über mindestens fünf Jahre einschlägige Berufspraxis möglich.

Zusätzlich gibt es eine Öffnungsklausel für Personen, die eine vergleichbare berufliche Handlungsfähigkeit nachweisen können.

Die Berufspraxis muss wesentliche Bezüge zu kaufmännischen und administrativen Aufgaben haben.

Wichtig: Lassen Sie Ihre persönliche Zulassung vor Abschluss eines kostenpflichtigen Vorbereitungskurses von der zuständigen Handwerkskammer prüfen.

Besonderheit: AEVO beziehungsweise Ausbildereignung

Beim Kaufmännischen Fachwirt (HwO) gehört die berufs- und arbeitspädagogische Qualifikation zum vollständigen Fortbildungsabschluss.

Dieser Nachweis wird nicht automatisch dadurch erworben, dass Sie die kaufmännischen Prüfungsbestandteile des Fachwirts bestehen.

Sie müssen die entsprechende Qualifikation zusätzlich nachweisen beziehungsweise erwerben. Möglich ist beispielsweise:

  • eine bestandene Ausbildereignungsprüfung nach AEVO,
  • ein entsprechender Teil einer Meisterprüfung oder
  • eine andere anerkannte vergleichbare Prüfung.

Der Nachweis muss spätestens vor Beginn der letzten Fachwirt-Prüfungsleistung vorliegen.

Wer die AEVO bereits besitzt, kann einen Vorbereitungskurs ohne diesen zusätzlichen Teil wählen. Wer sie noch nicht besitzt, sollte einen Lehrgang wählen, der die Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung einschließt.

Welche Inhalte hat der Kaufmännische Fachwirt?

Die Fortbildungsprüfung umfasst fünf Handlungsbereiche.

1. Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen analysieren und fördern

Dazu gehören unter anderem wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Unternehmensziele und Strategien, Rechtsformen, rechtliche Grundlagen, Existenzgründung, Wettbewerbsanalyse und betriebliche Entwicklung.

2. Marketing nach strategischen Vorgaben gestalten

Hier geht es beispielsweise um Marktanalysen, Marketingziele, Marketingstrategien, Marketingmix, Kundenmanagement, Vertrieb, Beschaffung und Logistik.

3. Rechnungswesen, Controlling, Finanzierung und Investitionen

Behandelt werden unter anderem Finanzbuchhaltung, Jahresabschluss, Kosten- und Leistungsrechnung, Controlling, Liquidität, Investitionsrechnung und Finanzierung.

4. Personalwesen gestalten und Personal führen

Dazu gehören Personalbedarf, Personalauswahl, Personaleinsatz, Personalentwicklung, Arbeitsrecht, Mitarbeiterführung, Motivation und Personalverwaltung.

5. Prozesse betriebswirtschaftlich analysieren und optimieren

Dieser Bereich verbindet die anderen Handlungsfelder miteinander. Im Mittelpunkt stehen betriebliche Abläufe und die Frage, wie Prozesse wirtschaftlich bewertet, gestaltet und verbessert werden können.

Wie läuft die Prüfung ab?

Die Prüfung der fortbildungsspezifischen kaufmännischen Qualifikationen besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil.

Schriftliche Prüfung

Die schriftliche Prüfung besteht aus drei Prüfungsbestandteilen.

Jeder Prüfungsbestandteil dauert 180 Minuten. Damit ergibt sich eine gesamte schriftliche Prüfungszeit von 540 Minuten.

Die Aufgaben sind offen formuliert und basieren auf betrieblichen Situationen.

Mündliche Ergänzungsprüfung

Wurde höchstens ein schriftlicher Prüfungsbestandteil mit „mangelhaft“ bewertet, kann unter bestimmten Voraussetzungen eine mündliche Ergänzungsprüfung angeboten werden.

Bei mehreren mangelhaften beziehungsweise ungenügenden Leistungen ist eine solche Ergänzungsprüfung nicht möglich.

Mündliche Prüfung

Die mündliche Prüfung besteht aus:

  • Präsentation und
  • Fachgespräch.

Die Vorbereitungszeit beträgt 30 Minuten.

Die eigentliche mündliche Prüfung dauert höchstens 30 Minuten. Davon sollen maximal 10 Minuten auf die Präsentation entfallen.

Die Präsentation wird mit einem Drittel und das Fachgespräch mit zwei Dritteln gewichtet.

Wann ist die Prüfung bestanden?

Zum Bestehen müssen mindestens 50 Punkte erreicht werden in:

  • jedem der drei schriftlichen Prüfungsbestandteile und
  • der mündlichen Prüfung.

Wie lange dauert die Weiterbildung?

Die Dauer hängt stark vom gewählten Lernmodell ab.

Möglich sind beispielsweise Vollzeit, Teilzeit, Abendunterricht, Wochenendlehrgänge, Live-Online-Unterricht und Fernlehrgänge.

Fernlehrgänge dauern derzeit häufig etwa 18 bis 22 Monate.

Wer die berufs- und arbeitspädagogische Qualifikation bereits besitzt, kann teilweise kürzere Lehrgangsvarianten wählen.

Fernstudium Kaufmännischer Fachwirt (HwO)

ILS, SGD und Fernakademie bieten aktuell Fernlehrgänge zur Vorbereitung auf die Prüfung vor der Handwerkskammer an.

Lehrgang mit oder ohne AEVO?

Bei diesem Abschluss sollten Sie besonders darauf achten, welche Lehrgangsvariante Sie buchen.

Mit vorhandener AEVO beziehungsweise anerkannter berufs- und arbeitspädagogischer Qualifikation: Dann genügt in der Regel eine Variante, die nur auf die kaufmännischen Fachwirt-Prüfungsbestandteile vorbereitet.

Ohne vorhandenen Nachweis: Dann sollten Sie eine Variante wählen, in der die Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung beziehungsweise den erforderlichen berufs- und arbeitspädagogischen Nachweis enthalten ist.

Kaufmännischer Fachwirt (HwO) im Fernlehrgang

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Sie möchten sich berufsbegleitend auf die HWK-Prüfung zum Kaufmännischen Fachwirt – Bachelor Professional für Kaufmännisches Management vorbereiten? Diese Fernschulen bieten aktuell passende Lehrgänge an.

ILS
Fernlehrgang mit Varianten mit oder ohne berufs- und arbeitspädagogische Qualifikation.

→ Kaufmännischen Fachwirt beim ILS ansehen

SGD – Studiengemeinschaft Darmstadt
Flexible Vorbereitung auf die HWK-Prüfung; die AEVO-Vorbereitung kann je nach gewählter Variante integriert werden.

→ Kaufmännischen Fachwirt bei der SGD ansehen

Fernakademie für Erwachsenenbildung
Fernlehrgang mit Varianten mit oder ohne berufs- und arbeitspädagogische Qualifikation.

→ Kaufmännischen Fachwirt bei der Fernakademie ansehen

Hinweis: Bei einer Anmeldung über diese Links kann fachwirt-blog.de eine Provision erhalten. Für Sie entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Die Fernlehrgänge bereiten auf die externe Prüfung vor der Handwerkskammer vor. Der öffentlich-rechtliche Abschluss wird nicht von der Fernschule selbst vergeben.

Was kostet der Kaufmännische Fachwirt?

Die Kosten unterscheiden sich je nach Anbieter, Lehrgangsform und Umfang.

Ein aktuelles Beispiel liefert die Handwerkskammer für München und Oberbayern. Dort kostet ein Lehrgang derzeit:

  • 4.460 Euro Lehrgangsgebühr
  • 405 Euro Prüfungsgebühr

Damit ergeben sich insgesamt rund 4.865 Euro.

Je nach persönlicher Ausgangslage können zusätzlich weitere Kosten entstehen – insbesondere dann, wenn die berufs- und arbeitspädagogische Qualifikation beziehungsweise die AEVO noch erworben werden muss.

Andere Lehrgangsanbieter können deutlich andere Preise berechnen. Bei Fernlehrgängen sollten Sie außerdem darauf achten, ob die AEVO-Vorbereitung bereits enthalten ist.

Aufstiegs-BAföG

Als anerkannte Aufstiegsfortbildung kann der Kaufmännische Fachwirt nach HwO grundsätzlich über das Aufstiegs-BAföG gefördert werden.

Ob und in welchem Umfang eine Förderung möglich ist, hängt von der persönlichen Situation und der konkreten Maßnahme ab.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber Weiterbildung finanzieren.

Welche Karrierechancen gibt es?

Der Abschluss kann insbesondere für kaufmännische Fach- und Führungsaufgaben in kleinen und mittleren Unternehmen qualifizieren.

Mögliche Tätigkeitsfelder sind beispielsweise:

  • kaufmännische Leitung,
  • Assistenz der Geschäftsführung,
  • Teamleitung,
  • Controlling,
  • Rechnungswesen,
  • Einkauf,
  • Vertrieb,
  • Marketing,
  • Personalwesen,
  • Prozessmanagement,
  • Filialleitung oder
  • Ausbildungsorganisation.

Der Abschluss garantiert allerdings keine bestimmte Position. Berufserfahrung, bisherige Tätigkeit, Branche und Unternehmensgröße bleiben entscheidend.

Was verdient ein Kaufmännischer Fachwirt?

Eine allgemeingültige Gehaltsspanne ist wenig sinnvoll.

Das Einkommen hängt insbesondere ab von Branche, Unternehmensgröße, Region, Berufserfahrung, Führungsverantwortung, Personalverantwortung und konkreter Tätigkeit.

Sinnvoller ist es deshalb, die Vergütung für die tatsächlich angestrebte Position zu vergleichen.

Kaufmännischer Fachwirt oder Wirtschaftsfachwirt?

Kaufmännischer Fachwirt (HwO) Wirtschaftsfachwirt (IHK)
Handwerkskammer Industrie- und Handelskammer
stark auf Handwerk und KMU ausgerichtet branchenübergreifend
Bachelor Professional für Kaufmännisches Management (HwO) Geprüfter Wirtschaftsfachwirt
zusätzlicher AEVO-/Berufspädagogik-Nachweis erforderlich eigene Prüfungsstruktur ohne diesen zusätzlichen Abschlussbestandteil
Fokus auf kaufmännische Führung in KMU breite betriebswirtschaftliche Qualifikation

Wer im Handwerk oder einem kleineren mittelständischen Unternehmen arbeitet, findet im Kaufmännischen Fachwirt häufig die passendere Qualifikation.

Wer sich möglichst branchenübergreifend kaufmännisch weiterentwickeln möchte, sollte auch den Wirtschaftsfachwirt prüfen.

Kaufmännischer Fachwirt oder Technischer Fachwirt?

Der Technische Fachwirt richtet sich stärker an Personen, die kaufmännische und technische Kompetenzen miteinander verbinden möchten.

Der Kaufmännische Fachwirt legt dagegen den Schwerpunkt klar auf Betriebswirtschaft, Organisation, Personal, Marketing, Rechnungswesen und kaufmännische Unternehmensführung.

Was kommt nach dem Kaufmännischen Fachwirt?

Der Abschluss kann auch Ausgangspunkt für eine weitere Aufstiegsfortbildung sein.

Eine mögliche Anschlussqualifikation ist beispielsweise ein Betriebswirt auf der dritten beruflichen Fortbildungsstufe. Je nach persönlichem Ziel kann außerdem ein Studium infrage kommen.

FAQ

Ist der Kaufmännische Fachwirt ein IHK-Abschluss?

Nein. Die Prüfung wird vor einer Handwerkskammer abgelegt.

Wofür steht HwO?

HwO steht für Handwerksordnung.

Ist der Kaufmännische Fachwirt DQR 6?

Ja. Der Abschluss ist dem DQR-Niveau 6 zugeordnet.

Ist er ein Bachelor?

Er ist kein akademischer Bachelor. Die offizielle berufliche Zusatzbezeichnung lautet Bachelor Professional für Kaufmännisches Management nach der Handwerksordnung.

Muss ich die AEVO besitzen?

Für den vollständigen Fortbildungsabschluss muss eine berufs- und arbeitspädagogische Qualifikation nachgewiesen werden. Diese kann beispielsweise über die AEVO-Prüfung erworben werden. Das Bestehen der kaufmännischen Fachwirt-Prüfungsbestandteile ersetzt diesen Nachweis nicht automatisch.

Gibt es den Lehrgang auch ohne AEVO?

Ja. Wer den entsprechenden Nachweis bereits besitzt, kann bei mehreren Anbietern eine Variante ohne zusätzlichen AEVO-Teil wählen.

Wie lange dauert ein Fernlehrgang?

Aktuelle Angebote liegen häufig bei rund 18 bis 22 Monaten. Die genaue Dauer hängt unter anderem davon ab, ob die berufs- und arbeitspädagogische Qualifikation Bestandteil des Lehrgangs ist.

Gibt es Fernlehrgänge?

Ja. ILS, SGD und Fernakademie bieten derzeit passende Vorbereitungskurse an.

Wo findet die Prüfung statt?

Die öffentlich-rechtliche Prüfung wird von der zuständigen Handwerkskammer durchgeführt.

Kann Aufstiegs-BAföG beantragt werden?

Für entsprechende Lehrgänge kann grundsätzlich eine Förderung nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz infrage kommen.

Fazit

Der Geprüfte Kaufmännische Fachwirt nach der Handwerksordnung – Bachelor Professional für Kaufmännisches Management ist eine aktuelle bundesweit geregelte Aufstiegsfortbildung auf DQR-Niveau 6.

Er eignet sich besonders für Fachkräfte, die kaufmännische Verantwortung in Handwerksunternehmen oder anderen kleinen und mittleren Betrieben übernehmen möchten.

Die Weiterbildung verbindet Unternehmensführung, Marketing, Rechnungswesen, Controlling, Finanzierung, Personalmanagement und Prozessoptimierung.

Eine Besonderheit ist der verpflichtende zusätzliche Nachweis der berufs- und arbeitspädagogischen Qualifikation.

Mit ILS, SGD und Fernakademie stehen mehrere aktuelle Fernlehrgänge zur Verfügung. Daneben bieten zahlreiche Handwerkskammern eigene Präsenz-, Teilzeit-, Online- und Vollzeitlehrgänge an.

Einen Überblick über weitere Abschlüsse finden Sie in unserem Fachwirt-Verzeichnis.