Online-Marketing-Manager: Fernstudium, Kosten & Gehalt

Unternehmen erreichen ihre Kunden heute über Suchmaschinen, soziale Netzwerke, Online-Shops, E-Mail-Kampagnen und digitale Werbung. Damit diese Maßnahmen zusammenwirken und wirtschaftliche Ergebnisse erzielen, ist eine durchdachte Strategie notwendig. Genau hier setzt der Beruf des Online-Marketing-Managers an.

Online-Marketing-Manager planen digitale Marketingmaßnahmen, wählen geeignete Kanäle aus, steuern Kampagnen und überprüfen deren Erfolg. Dazu benötigen sie Kenntnisse in Suchmaschinenoptimierung (SEO), Suchmaschinenwerbung (SEA), Social-Media-Marketing, Webanalyse, E-Commerce und Content-Marketing.

Wer sich diese Kenntnisse berufsbegleitend aneignen möchte, kann eine Weiterbildung zum Online-Marketing-Manager im Fernstudium absolvieren. Die Fernschulen ILS, SGD und Fernakademie bieten entsprechende zwölfmonatige Lehrgänge an. Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten Absolventen ein Abschlusszeugnis und können durch eine zusätzliche Prüfungsarbeit ein institutseigenes Abschlusszertifikat erwerben.

Doch welche Aufgaben übernimmt ein Online-Marketing-Manager? Welche Voraussetzungen gelten, wie unterscheiden sich die drei Fernlehrgänge und welchen Wert haben die Abschlüsse?

In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige zu Aufgaben, Lerninhalten, Dauer, Kosten, Gehalt und Karrierechancen. Außerdem vergleichen wir die Angebote von ILS, SGD und Fernakademie und zeigen anhand eines Praxisbeispiels, wie Online-Marketing-Kampagnen geplant und ausgewertet werden.

Was ist ein Online-Marketing-Manager?

Ein Online-Marketing-Manager plant, steuert und bewertet Marketingmaßnahmen im Internet. Ziel ist es, die passenden Zielgruppen über geeignete digitale Kanäle zu erreichen und festgelegte Unternehmensziele zu unterstützen.

Diese Ziele können unterschiedlich ausfallen. Ein Online-Shop möchte möglicherweise mehr Bestellungen erzielen. Ein Dienstleistungsunternehmen möchte qualifizierte Anfragen gewinnen. Ein Arbeitgeber kann digitale Marketingmaßnahmen nutzen, um auf offene Stellen aufmerksam zu machen.

Online-Marketing umfasst deshalb weit mehr als das Veröffentlichen einzelner Beiträge in sozialen Netzwerken.

Eine wichtige Aufgabe besteht darin, verschiedene Kanäle sinnvoll zu kombinieren und ihre Ergebnisse anhand nachvollziehbarer Kennzahlen zu bewerten.

Welche Aufgaben hat ein Online-Marketing-Manager?

Das Tätigkeitsfeld hängt von der Unternehmensgröße, der Branche und dem jeweiligen Geschäftsmodell ab.

Zu den typischen Aufgaben gehören:

  • Zielgruppen und Wettbewerber analysieren
  • Online-Marketing-Strategien entwickeln
  • Geeignete digitale Marketingkanäle auswählen
  • Websites und Landingpages optimieren
  • Suchmaschinenoptimierung planen und begleiten
  • Google-Ads- und andere Werbekampagnen steuern
  • Social-Media-Marketing koordinieren
  • E-Mail-Marketing-Kampagnen entwickeln
  • Content-Marketing und Redaktionsplanung organisieren
  • Affiliate- und Influencer-Marketing bewerten
  • Marketingbudgets planen und überwachen
  • Website- und Kampagnendaten analysieren
  • Conversion-Raten verbessern
  • Ergebnisse dokumentieren und Maßnahmen weiterentwickeln

In kleinen Unternehmen übernimmt eine Person häufig mehrere dieser Aufgaben. Größere Unternehmen beschäftigen dagegen spezialisierte Fachkräfte für SEO, SEA, Social Media, E-Mail-Marketing oder Webanalyse.

Für wen eignet sich die Weiterbildung zum Online-Marketing-Manager?

Der Fernlehrgang kann für Berufstätige aus unterschiedlichen Fachrichtungen interessant sein.

Mitarbeiter aus Marketing und Vertrieb

Wer bereits mit Kundenkommunikation oder Werbung arbeitet, kann seine Kenntnisse um digitale Marketingkanäle und datenbasierte Erfolgsmessung erweitern.

Kaufmännische Fachkräfte

Beschäftigte aus Verwaltung, Handel und Dienstleistung können eine fachliche Grundlage für einen Wechsel ins Online-Marketing erwerben.

Selbstständige und Unternehmer

Wer eine eigene Website, einen Online-Shop oder ein Dienstleistungsangebot betreibt, kann lernen, Werbemaßnahmen strukturierter zu planen und deren Wirtschaftlichkeit zu bewerten.

Beschäftigte aus IT und Webentwicklung

Technisches Wissen über Websites kann durch Marketingstrategie, Kundenansprache und Kampagnensteuerung ergänzt werden.

Fachwirte und andere Weiterbildungsabsolventen

Eine vorhandene kaufmännische oder betriebswirtschaftliche Qualifikation lässt sich durch Kenntnisse des digitalen Marketings erweitern.

Quereinsteiger

Auch ein Quereinstieg ist grundsätzlich denkbar. Die Weiterbildung ersetzt allerdings weder praktische Projekterfahrung noch automatisch die von Arbeitgebern geforderten Kenntnisse bestimmter Werbeplattformen.

Welche Voraussetzungen gelten für das Fernstudium?

Für die untersuchten Lehrgänge wird kein bestimmter Hochschulabschluss vorausgesetzt.

Wichtig sind nach den Anbieterinformationen vor allem gute Computer-Anwenderkenntnisse und ein sicherer Umgang mit dem Internet.

Englische Grundkenntnisse sind hilfreich, da viele Marketingwerkzeuge teilweise englischsprachige Benutzeroberflächen verwenden.

Technisch benötigen Sie einen internetfähigen Rechner und einen aktuellen Webbrowser.

  • ILS: Windows- oder macOS-Computer möglich
  • SGD: Windows-Rechner in den technischen Voraussetzungen genannt
  • Fernakademie: Windows- oder macOS-Computer möglich

Erfahrungen mit Websites, Social Media oder digitaler Werbung sind hilfreich, aber nicht zwingend für den Einstieg in die Weiterbildung erforderlich.

Welche Inhalte vermittelt die Weiterbildung Online-Marketing-Manager?

Die drei Fernschulen behandeln die wesentlichen Disziplinen des Online-Marketings. Neben den strategischen Grundlagen gehören auch technische Aspekte der Webgestaltung und die Arbeit mit professionellen Marketingwerkzeugen dazu.

1. Grundlagen des Marketings und der digitalen Strategie

Bevor einzelne Kampagnen geplant werden, muss ein Unternehmen seine Ziele und Zielgruppen kennen.

Die Weiterbildung vermittelt unter anderem:

  • Grundbegriffe des Marketings
  • Marketingziele und Strategien
  • Zielgruppenanalyse
  • Positionierung von Produkten und Dienstleistungen
  • Auswahl geeigneter Marketingkanäle
  • Planung digitaler Kampagnen
  • Überprüfung wirtschaftlicher Ergebnisse

2. Website-Gestaltung und technische Grundlagen

Eine Website ist für viele Unternehmen der zentrale Anlaufpunkt ihrer digitalen Marketingmaßnahmen.

Die Lehrgänge vermitteln deshalb Grundlagen von HTML, CSS und Website-Gestaltung.

Teilnehmer lernen, wie Websites aufgebaut sind und welche technischen und gestalterischen Faktoren für die Benutzerfreundlichkeit relevant sein können.

Auch die Erstellung und Optimierung von Landingpages gehört zum Themenfeld.

3. Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Suchmaschinenoptimierung soll dazu beitragen, dass relevante Inhalte in den unbezahlten Suchergebnissen auffindbar werden.

Zu den wichtigen Grundlagen gehören:

  • Keyword-Recherche und Suchintention
  • Strukturierung von Website-Inhalten
  • Onpage-Optimierung
  • Technische SEO-Grundlagen
  • Interne Verlinkung
  • Offpage-Optimierung
  • Analyse organischer Suchzugriffe
  • Kontinuierliche Verbesserung von Inhalten

SEO garantiert keine bestimmte Platzierung. Suchmaschinen bewerten Inhalte anhand unterschiedlicher, teils veränderlicher Faktoren.

4. Suchmaschinenwerbung (SEA)

Bei der Suchmaschinenwerbung werden bezahlte Anzeigen geschaltet, um relevante Zielgruppen zu erreichen.

Die Weiterbildung vermittelt Grundlagen zu:

  • Aufbau von Google-Ads-Kampagnen
  • Keyword-Auswahl
  • Anzeigentexten
  • Budgetplanung
  • Gebotsstrategien
  • Landingpages
  • Conversion-Messung
  • Wirtschaftlicher Auswertung von Werbekampagnen

Die konkreten Funktionen der Werbeplattformen verändern sich regelmäßig. Deshalb sollten erlernte Methoden durch die jeweils aktuellen Plattforminformationen ergänzt werden.

5. Social-Media-Marketing

Soziale Netzwerke können der Markenbekanntheit, Kundenkommunikation und Gewinnung neuer Interessenten dienen.

Zu den Inhalten gehören unter anderem:

  • Entwicklung einer Social-Media-Strategie
  • Auswahl geeigneter Plattformen
  • Content-Planung
  • Organische und bezahlte Reichweite
  • Community Management
  • Analyse von Interaktionen
  • Social-Media-Monitoring

Wer sich speziell auf diesen Bereich konzentrieren möchte, kann alternativ eine eigenständige Weiterbildung zum Social Media Manager prüfen.

6. Content-Marketing

Content-Marketing beschäftigt sich mit der Erstellung und Verbreitung relevanter Inhalte für bestimmte Zielgruppen.

Beispiele sind:

  • Fachartikel und Ratgeber
  • Videos und kurze Social-Media-Beiträge
  • Newsletter
  • Produktinformationen
  • Erklärgrafiken
  • Leitfäden und digitale Informationsangebote

Gute Inhalte sollten tatsächliche Fragen beantworten und zum jeweiligen Informationsbedarf der Zielgruppe passen.

7. E-Mail-Marketing

E-Mail-Marketing kann zur Kundeninformation, Kundenbindung und Bewerbung von Angeboten eingesetzt werden.

Typische Themen sind:

  • Aufbau von E-Mail-Kampagnen
  • Newsletter-Gestaltung
  • Segmentierung von Zielgruppen
  • Automatisierte Kommunikationsabläufe
  • Messung von Kampagnenergebnissen
  • Datenschutz und erforderliche Einwilligungen

8. E-Commerce und Online-Shops

Online-Marketing ist eng mit digitalen Vertriebswegen verbunden.

Die Teilnehmer beschäftigen sich mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen des E-Commerce sowie mit Aufbau und Gestaltung von Online-Shops.

Dazu gehört auch die Frage, wie Besucher durch geeignete Informationen und eine benutzerfreundliche Gestaltung bei ihrer Kaufentscheidung unterstützt werden können.

9. Affiliate- und Influencer-Marketing

Beim Affiliate-Marketing bewerben Partner Angebote eines Unternehmens und erhalten bei vereinbarten Erfolgen eine Vergütung.

Influencer-Marketing arbeitet dagegen mit Personen oder Content-Erstellern zusammen, die bestimmte Zielgruppen über ihre eigenen Kanäle erreichen.

Beide Bereiche verlangen eine geeignete Partnerauswahl, klare Vereinbarungen und eine nachvollziehbare Erfolgsmessung.

Werbliche Inhalte müssen außerdem nach den jeweils geltenden rechtlichen Anforderungen gekennzeichnet werden.

10. Displaywerbung und Banner

Displaywerbung umfasst grafische Online-Werbeformate wie Banner oder animierte Anzeigen.

ILS und Fernakademie nennen ausdrücklich den Google Web Designer und weitere Werkzeuge aus dem Google-Marketing-Umfeld.

Die Weiterbildung behandelt damit auch gestalterische und technische Grundlagen digitaler Werbemittel.

11. Webanalyse und Marketingcontrolling

Eine wichtige Stärke des Online-Marketings ist die Möglichkeit, zahlreiche Ergebnisse messbar zu machen.

Online-Marketing-Manager müssen jedoch wissen, welche Kennzahlen für ein bestimmtes Geschäftsziel tatsächlich sinnvoll sind.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Website-Besuche
  • Relevante Nutzerinteraktionen
  • Klicks und Klickraten
  • Conversion-Raten
  • Werbekosten
  • Kosten pro gewonnenem Kontakt
  • Kosten pro Kauf oder Abschluss
  • Umsatz und Wirtschaftlichkeit von Kampagnen

Webanalysetools wie Google Analytics können geeignete Daten bereitstellen. Für ihren rechtmäßigen Einsatz müssen unter anderem Datenschutz und gegebenenfalls Einwilligungspflichten berücksichtigt werden.

12. Künstliche Intelligenz im Online-Marketing

KI-Anwendungen können bei der Erstellung von Inhalten, der Entwicklung von Werbevarianten und der Analyse von Marketingprozessen unterstützen.

Die Anbieter behandeln inzwischen auch KI-Grundlagen im Zusammenhang mit Website-Entwicklung und digitalen Marketingwerkzeugen.

Mögliche Einsatzbereiche sind:

  • Erstellung erster Textentwürfe
  • Entwicklung von Content-Ideen
  • Entwürfe für Werbeanzeigen
  • Unterstützung bei HTML- und CSS-Aufgaben
  • Strukturierung von Marketingkonzepten
  • Vorbereitung von Auswertungen

KI-generierte Inhalte müssen fachlich und rechtlich geprüft werden. Insbesondere dürfen personenbezogene Kundendaten nicht ohne geeignete Rechtsgrundlage und Schutzmaßnahmen verarbeitet werden.

13. Medienrecht, Datenschutz und rechtliche Grundlagen

Digitale Marketingmaßnahmen unterliegen gesetzlichen Anforderungen.

Wichtige Themen sind beispielsweise:

  • Datenschutz
  • Informations- und Kennzeichnungspflichten
  • Urheberrechte
  • Bild- und Nutzungsrechte
  • Domainrecht
  • Werberechtliche Vorgaben
  • Rechtliche Anforderungen an E-Mail-Marketing

Die Weiterbildung vermittelt Grundlagen, ersetzt aber keine individuelle Rechtsberatung für komplexe Einzelfälle.

Wie hängen SEO, SEA und Social Media zusammen?

Die einzelnen Online-Marketing-Kanäle verfolgen unterschiedliche Aufgaben.

Kanal Typischer Zweck Beispiel
SEO Organische Auffindbarkeit verbessern Ratgeber zu häufig gesuchten Kundenfragen
SEA Gezielte bezahlte Suchmaschinenwerbung Google-Ads-Kampagne zu einem Produkt
Social Media Aufmerksamkeit, Austausch und Reichweite Fachbeiträge und Kurzvideos
E-Mail-Marketing Interessenten und Kunden informieren Newsletter für Bestandskunden
Affiliate-Marketing Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern Vergütung für vermittelte Abschlüsse

Ein durchdachtes Online-Marketing-Konzept berücksichtigt, welche Kanäle die jeweiligen Zielgruppen tatsächlich nutzen und wie die Maßnahmen zusammenwirken.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum Online-Marketing-Manager?

Die Regelstudiendauer beträgt bei allen drei Fernschulen zwölf Monate.

Anbieter Regelstudienzeit Lernaufwand Verlängerung
ILS 12 Monate ca. 8 Std./Woche 6 Monate kostenlos
SGD 12 Monate ca. 8 Std./Woche bis insgesamt 18 Monate
Fernakademie 12 Monate ca. 8 Std./Woche 6 Monate kostenlos

Der Studienbeginn ist grundsätzlich jederzeit möglich.

Die tatsächliche Lerndauer hängt von Vorkenntnissen und der verfügbaren Zeit ab. Wer die Inhalte bereits aus der beruflichen Praxis kennt, kann möglicherweise schneller vorankommen.

Welche Studienmaterialien erhalten Teilnehmer?

Alle drei Fernschulen nennen 15 Studienhefte.

Ergänzt werden diese durch praktische Aufgaben und digitale Angebote.

ILS

Das ILS stellt 15 Studienhefte, Lernvideos, Webspace und Anleitungen zu ausgewählten digitalen Marketingwerkzeugen bereit. Ergänzend stehen das Online-Studienzentrum und die persönliche Lernbetreuung zur Verfügung.

SGD

Die SGD bietet 15 Studienhefte, Lernvideos, kostenlose Software und eine Studienmappe mit praktischem Begleitheft. Digitale Lernangebote sind über den SGD-OnlineCampus zugänglich.

Fernakademie

Die Fernakademie nennt 15 Studienhefte, Lernvideos sowie Anleitungen zur Nutzung ausgewählter Online-Marketing-Tools. Ergänzend können das Online-Studienzentrum und die persönliche Betreuung genutzt werden.

Welchen Abschluss erhält man?

Bei den drei Fernschulen wird zwischen einem Abschlusszeugnis und einem zusätzlichen Zertifikat unterschieden.

Abschlusszeugnis der Fernschule

Nach erfolgreicher Bearbeitung der vorgesehenen Einsendeaufgaben erhalten Teilnehmer ein Abschlusszeugnis der jeweiligen Fernschule.

  • ILS: „Online-Marketing-Manager/in (ILS)“
  • SGD: „Online-Marketing-Manager/in (SGD)“
  • Fernakademie: „Online-Marketing-Manager/in (Fernakademie)“

Zusätzliches Abschlusszertifikat

Wer darüber hinaus die vorgesehene Prüfungs- beziehungsweise Abschlussarbeit erfolgreich bearbeitet, kann ein zusätzliches institutseigenes Zertifikat erhalten.

  • ILS: „Geprüfte/r Online-Marketing-Manager/in (ILS)“
  • SGD: „Geprüfte/r Online-Marketing-Manager/in (SGD)“
  • Fernakademie: „Geprüfte/r Online-Marketing-Manager/in (Fernakademie)“

Für diese Abschlüsse ist bei den untersuchten Lehrgängen keine gesonderte öffentlich-rechtliche IHK-Prüfung vorgesehen.

Ist Online-Marketing-Manager ein staatlich anerkannter Abschluss?

Die untersuchten Fernlehrgänge verfügen über eine staatliche Zulassung durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU).

Eine solche Zulassung bezieht sich auf das Fernunterrichtsangebot. Sie bedeutet nicht, dass das jeweilige Abschlusszeugnis oder Abschlusszertifikat einem staatlich geregelten Berufs- oder IHK-Fortbildungsabschluss gleichgestellt ist.

Auch die Berufsbezeichnung Online-Marketing-Manager ist in Deutschland nicht an eine einheitliche staatlich geregelte Ausbildung gebunden.

Die SGD nennt eine Einordnung auf Fernstudien-DQR-Niveau 4. Diese Einstufung des Bundesverbands der Fernstudienanbieter dient der Orientierung und ist nicht mit einer offiziellen DQR-Zuordnung eines staatlich geregelten Abschlusses gleichzusetzen.

Wichtig: Das zusätzliche institutseigene Zertifikat ist kein IHK-Zertifikat und berechtigt nicht zur Führung eines Bachelor-Professional-Abschlusses.

Online-Marketing-Manager: ILS, SGD und Fernakademie im Vergleich

Die Angebote unterscheiden sich bei den grundlegenden Studiendaten nur wenig. Deshalb sollten Interessenten insbesondere die Lernbetreuung, die technischen Voraussetzungen, die Abschlussbedingungen und die Studienkosten vergleichen.

Merkmal ILS SGD Fernakademie
Studiendauer 12 Monate 12 Monate 12 Monate
Lernaufwand 8 Std./Woche 8 Std./Woche 8 Std./Woche
Studienhefte 15 15 15
Kostenlose Verlängerung 6 Monate bis 18 Monate Gesamtlaufzeit 6 Monate
Lernvideos Ja Ja Ja
Online-Lernplattform Ja Ja Ja
Abschlusszeugnis ILS SGD Fernakademie
Zusätzliches Zertifikat Nach Prüfungsarbeit Nach Abschlussarbeit Nach Prüfungsarbeit
IHK-Abschluss Nein Nein Nein
Genannte Computersysteme Windows / macOS Windows Windows / macOS

Stand der Anbieterprüfung: Oktober 2026. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen Lehrgangsbedingungen.

ILS: Geprüfte/r Online-Marketing-Manager/in

Das ILS bietet einen zwölfmonatigen Fernlehrgang mit einem empfohlenen wöchentlichen Lernaufwand von acht Stunden an.

Die kostenlose Verlängerung beträgt sechs Monate.

Zum Studienmaterial gehören 15 Studienhefte, Lernvideos und praktische Arbeitsmaterialien für ausgewählte Marketingwerkzeuge.

Der Lehrgang behandelt unter anderem SEO, SEA, Social-Media-Marketing, Influencer-Marketing, E-Commerce, E-Mail-Marketing und Webanalyse.

Auch Grundlagen der Website-Gestaltung mit HTML und CSS sowie der Einsatz künstlicher Intelligenz gehören zum Angebot.

Nach erfolgreich bearbeiteten Einsendeaufgaben erhalten Teilnehmer das ILS-Abschlusszeugnis. Durch eine zusätzlich erfolgreich bearbeitete Prüfungsarbeit kann das Zertifikat „Geprüfte/r Online-Marketing-Manager/in (ILS)“ erworben werden.

Das ILS nennt die ZFU-Zulassungsnummer 7521925 und weist auf eine mögliche Förderung einer entsprechenden Kursvariante über einen Bildungsgutschein hin.

SGD: Geprüfte/r Online-Marketing-Manager/in

Die Studiengemeinschaft Darmstadt bietet ebenfalls einen zwölfmonatigen Fernlehrgang bei ungefähr acht Stunden Lernaufwand pro Woche an.

Eine Verlängerung auf insgesamt 18 Monate ist möglich.

Zum Studienmaterial gehören 15 Studienhefte, eine Studienmappe mit praktischem Begleitheft, Lernvideos und kostenlose Software.

Die Inhalte umfassen Website-Gestaltung, Online-Marketing-Strategien, SEO, SEA, Webanalyse, Social Media, E-Commerce, Influencer-Marketing und rechtliche Grundlagen.

Für die erfolgreiche Bearbeitung der Einsendeaufgaben wird das SGD-Abschlusszeugnis ausgestellt. Nach bestandener zusätzlicher Abschlussarbeit kann das Zertifikat „Geprüfte/r Online-Marketing-Manager/in (SGD)“ erworben werden.

Die SGD verwendet bei der Bewertung der Abschlussarbeit den IHK-Notenschlüssel. Dies bedeutet jedoch nicht, dass das Zertifikat von einer IHK ausgestellt wird.

Die SGD nennt für den Lehrgang die ZFU-Zulassungsnummer 7528025 und eine mögliche Förderung über Bildungsgutschein.

Fernakademie: Geprüfte/r Online-Marketing-Manager/in

Die Fernakademie für Erwachsenenbildung bietet den Lehrgang ebenfalls mit einer Regelstudiendauer von zwölf Monaten und einem empfohlenen Lernaufwand von acht Stunden pro Woche an.

Eine kostenlose Verlängerung um sechs Monate ist möglich.

Zu den Lernmaterialien gehören 15 Studienhefte, Lernvideos und Anleitungen für ausgewählte Online-Marketing-Werkzeuge.

Inhaltliche Schwerpunkte sind Suchmaschinenoptimierung, Suchmaschinenwerbung, Webanalyse, E-Commerce, Social Media, Affiliate-Marketing und E-Mail-Marketing.

Zusätzlich werden Grundlagen der Webgestaltung, KI-Anwendungen und rechtliche Rahmenbedingungen behandelt.

Nach erfolgreicher Bearbeitung der Einsendeaufgaben erhalten Teilnehmer das Zeugnis der Fernakademie. Wer zusätzlich die Prüfungsarbeit besteht, kann das institutseigene Abschlusszertifikat „Geprüfte/r Online-Marketing-Manager/in (Fernakademie)“ erhalten.

Der Lehrgang ist nach Anbieterangaben unter der ZFU-Nummer 7330018 zugelassen.

Was kostet die Weiterbildung zum Online-Marketing-Manager?

Die Studiengebühren können sich je nach Fernschule und aktuellem Vertragsangebot unterscheiden.

Da die Anbieter ihre Preisangaben teilweise über persönliche Informationsangebote bereitstellen, sollten Interessenten die vollständigen Gebühren direkt miteinander vergleichen.

Wichtige Kostenbestandteile sind:

  • Monatliche Studiengebühren
  • Gesamtkosten über zwölf Monate
  • Gedruckte und digitale Studienmaterialien
  • Zugang zu Lernvideos und Online-Plattformen
  • Persönliche Studienbetreuung
  • Benötigte Marketingsoftware
  • Eventuelle Werbebudgets für praktische Kampagnen
  • Gebühren für das zusätzliche Abschlusszertifikat, falls gesondert berechnet
  • Vertrags- und Kündigungsbedingungen

Bei kostenlosen Marketingwerkzeugen können einzelne Funktionen oder praktische Werbeschaltungen trotzdem Kosten verursachen.

Wer mit einem echten Werbekonto üben möchte, sollte deshalb vorab klären, ob dafür ein eigenes Werbebudget notwendig ist.

Welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Bildungsgutschein

ILS und SGD weisen für entsprechend zugelassene Kursvarianten auf die Möglichkeit einer Förderung über Bildungsgutschein hin.

Die Bewilligung hängt von den individuellen gesetzlichen Voraussetzungen und der konkreten Maßnahme ab.

Unterstützung durch den Arbeitgeber

Wenn digitale Marketingkenntnisse für eine bestehende oder geplante Tätigkeit erforderlich sind, kann eine vollständige oder teilweise Finanzierung durch den Arbeitgeber infrage kommen.

Steuerliche Berücksichtigung

Beruflich veranlasste Weiterbildungskosten können unter den gesetzlichen Voraussetzungen steuerlich berücksichtigt werden.

Aufstiegs-BAföG

Die untersuchten Fernlehrgänge mit institutseigenem Zertifikat sind nicht automatisch nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz förderfähige Aufstiegsfortbildungen.

Online-Marketing-Manager Gehalt: Was kann man verdienen?

Das Einkommen eines Online-Marketing-Managers hängt von verschiedenen Faktoren ab.

  • Berufserfahrung
  • Branche und Unternehmensgröße
  • Region
  • Verantwortung für Marketingbudgets
  • Technische Kenntnisse
  • Spezialisierung auf bestimmte Kanäle
  • Führungsverantwortung
  • Nachweisbare Ergebnisse aus bisherigen Kampagnen

Ein Berufseinsteiger mit Schwerpunkt Content und Social Media übernimmt in der Regel andere Aufgaben als ein erfahrener Performance-Marketing-Manager, der große Werbebudgets verantwortet.

Deshalb sollten aktuelle Gehaltsangaben stets für vergleichbare Tätigkeiten und Erfahrungsstufen betrachtet werden.

Bei Selbstständigen sind Werbe- oder Beratungshonorare außerdem nicht mit dem tatsächlich verbleibenden Gewinn gleichzusetzen.

Wichtig: Ein Fernschulzertifikat allein garantiert weder eine bestimmte Position noch eine Gehaltserhöhung.

Welche Karrierechancen bietet die Weiterbildung?

Online-Marketing-Kenntnisse werden in Unternehmen, Agenturen, Online-Shops und anderen digital ausgerichteten Organisationen eingesetzt.

Mögliche Tätigkeitsfelder sind:

  • Online-Marketing-Management
  • Suchmaschinenoptimierung (SEO)
  • Suchmaschinenwerbung (SEA)
  • Performance-Marketing
  • Content-Marketing
  • Social-Media-Marketing
  • E-Mail-Marketing
  • E-Commerce-Marketing
  • Webanalyse
  • Digitales Kampagnenmanagement

Für spezialisierte Stellen erwarten Arbeitgeber häufig praktische Erfahrung mit den jeweiligen Werkzeugen und nachweisbare Projektergebnisse.

Online-Marketing-Manager oder Marketing Manager (IHK)?

Beide Weiterbildungen beschäftigen sich mit der Planung und Steuerung von Marketingmaßnahmen.

Die Schwerpunkte unterscheiden sich jedoch.

Online-Marketing-Manager Marketing Manager (IHK)
Schwerpunkt digitale Marketingkanäle Breiter ausgerichtete Marketing- und Managementthemen
SEO, SEA, Social Media, Webanalyse und E-Commerce Marketingplanung, Strategie und betriebswirtschaftliche Zusammenhänge
Institutseigenes Abschlusszertifikat IHK-Zertifikat nach den jeweiligen Anbieterbedingungen
Fokus auf digitale Umsetzung und Erfolgsmessung Fokus auf übergreifende Marketingverantwortung

Wer vor allem digitale Kampagnen steuern möchte, sollte die Weiterbildung zum Online-Marketing-Manager näher betrachten.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber Marketing Manager (IHK): Weiterbildung, Kosten und Karriere.

Online-Marketing-Manager oder Social Media Manager?

Ein Social Media Manager konzentriert sich stärker auf die Kommunikation und das Marketing in sozialen Netzwerken.

Ein Online-Marketing-Manager betrachtet dagegen das Zusammenspiel verschiedener digitaler Kanäle.

Dazu gehören neben Social Media auch Suchmaschinenoptimierung, bezahlte Suchanzeigen, Websites, Newsletter und Webanalyse.

Wer sich gezielt mit sozialen Netzwerken beschäftigen möchte, findet weitere Informationen in unserem Artikel Social Media Manager: Fernstudium, Aufgaben und Karriere.

Online-Marketing-Manager oder CRM-Manager (IHK)?

Online-Marketing und Customer Relationship Management arbeiten häufig zusammen.

Während der Online-Marketing-Manager insbesondere digitale Maßnahmen zur Ansprache und Gewinnung von Kunden steuert, beschäftigt sich ein CRM-Manager stärker mit Kundenbeziehungen, Kundendaten und der systematischen Kundenbetreuung.

Beide Tätigkeitsfelder können sich überschneiden, etwa beim E-Mail-Marketing oder bei der Automatisierung von Kundenkommunikation.

Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag CRM-Manager (IHK): Fernstudium, Abschluss und Karriere.

Praxisbeispiel: Eine Online-Marketing-Kampagne planen

Ein mittelständischer Anbieter verkauft hochwertige Büroausstattung über einen eigenen Online-Shop.

Das Unternehmen möchte mehr qualifizierte Besucher gewinnen und den Absatz bestimmter Produkte steigern.

Schritt 1: Marketingziel definieren

Zunächst wird festgelegt, welches Ergebnis erreicht werden soll. Beispielsweise soll die Zahl profitabler Bestellungen innerhalb eines definierten Zeitraums steigen.

Schritt 2: Zielgruppe analysieren

Der Online-Marketing-Manager untersucht, welche Kundengruppen die Produkte benötigen und wie diese nach entsprechenden Lösungen suchen.

Schritt 3: Geeignete Kanäle auswählen

Für stark nachgefragte Produkte können SEO und Suchmaschinenwerbung relevant sein. Ergänzend lassen sich passende Inhalte für soziale Netzwerke entwickeln.

Schritt 4: Landingpages verbessern

Die Produktseiten werden hinsichtlich Verständlichkeit, Benutzerfreundlichkeit und relevanter Informationen überprüft.

Schritt 5: Kampagnen starten

Auf Grundlage des vereinbarten Budgets werden Werbeanzeigen geschaltet und organische Inhalte veröffentlicht.

Schritt 6: Ergebnisse messen

Die verantwortliche Person beobachtet beispielsweise Werbekosten, Käufe und Conversion-Raten.

Schritt 7: Maßnahmen optimieren

Auf Grundlage der Ergebnisse werden Budgets, Anzeigen und Website-Inhalte angepasst.

Das Beispiel zeigt, dass erfolgreiches Online-Marketing ein fortlaufender Prozess aus Planung, Umsetzung, Analyse und Optimierung ist.

Welche Kennzahlen sind im Online-Marketing wichtig?

Die Auswahl der richtigen Kennzahlen hängt von den jeweiligen Marketingzielen ab.

Kennzahl Bedeutung
Impressions Wie häufig eine Anzeige oder ein Inhalt ausgespielt wurde
CTR Anteil der Klicks an den entsprechenden Impressionen
Conversion-Rate Anteil der Nutzer beziehungsweise Vorgänge, die ein definiertes Ziel erreichen
CPC Durchschnittliche Kosten pro Klick
CPA Kosten pro definierter Aktion beziehungsweise Conversion
ROAS Verhältnis von zugeordnetem Werbeumsatz zu Werbeausgaben
Organischer Traffic Zugriffe über unbezahlte Suchergebnisse

Eine hohe Reichweite bedeutet nicht automatisch, dass eine Maßnahme wirtschaftlich erfolgreich ist.

Entscheidend ist, welche Ergebnisse tatsächlich erzielt werden und wie diese zu den eingesetzten Kosten passen.

Ist Online-Marketing ohne Programmierkenntnisse möglich?

Ja. Viele Tätigkeiten im Online-Marketing können ohne umfassende Programmierkenntnisse ausgeführt werden.

Grundkenntnisse in HTML und CSS sind dennoch hilfreich, um Websites, Landingpages und technische Zusammenhänge besser zu verstehen.

Gerade bei der Suchmaschinenoptimierung oder beim Einsatz von Analysewerkzeugen kann technisches Grundlagenwissen die Zusammenarbeit mit Entwicklern erleichtern.

Die hier untersuchten Lehrgänge vermitteln deshalb auch entsprechende technische Grundlagen.

Welche Rolle spielt KI im Online-Marketing?

KI verändert die Erstellung, Verteilung und Auswertung digitaler Inhalte.

So können beispielsweise erste Textentwürfe schneller entwickelt, unterschiedliche Anzeigenvarianten vorbereitet oder Informationen strukturiert ausgewertet werden.

Allerdings sollten Unternehmen auf die Qualität und Richtigkeit der Ergebnisse achten.

Für wirksames Online-Marketing bleiben insbesondere Zielgruppenverständnis, eine nachvollziehbare Strategie und die Überprüfung der tatsächlichen Ergebnisse wichtig.

Auch Datenschutz, Urheberrechte und Transparenzpflichten müssen berücksichtigt werden.

Online-Marketing-Manager im Lebenslauf angeben

Wer die zusätzliche Prüfungsarbeit erfolgreich absolviert hat, kann die erworbene Qualifikation im Lebenslauf unter „Fort- und Weiterbildung“ aufführen.

Beispiel:

2026 – Geprüfter Online-Marketing-Manager (ILS), institutseigenes Abschlusszertifikat

Liegt lediglich das Abschlusszeugnis nach den Einsendeaufgaben vor, sollte die Bezeichnung entsprechend angepasst werden.

Beispiel:

2026 – Online-Marketing-Manager, SGD-Abschlusszeugnis

Die Abschlussbezeichnung sollte stets dem tatsächlich ausgestellten Nachweis entsprechen.

Vorteile und mögliche Nachteile der Weiterbildung

Vorteile

  • Berufsbegleitendes Lernen
  • Flexibler Studienbeginn
  • Breiter Überblick über digitale Marketingkanäle
  • Praxisbezogene Übungen
  • Kenntnisse in SEO, SEA und Webanalyse
  • Grundlagen von E-Commerce und Social Media
  • Einführung in digitale Marketingwerkzeuge
  • Zusätzliches institutseigenes Zertifikat möglich

Mögliche Nachteile

  • Regelmäßiger eigenständiger Lernaufwand erforderlich
  • Technische Grundkenntnisse notwendig
  • Viele Plattformfunktionen verändern sich regelmäßig
  • Praktische Projekterfahrung bleibt wichtig
  • Kein öffentlich-rechtlicher IHK-Fortbildungsabschluss
  • Keine Garantie für eine Stelle oder ein bestimmtes Gehalt

Checkliste: Welcher Fernlehrgang passt zu Ihnen?

  • Möchten Sie sich breit im Online-Marketing qualifizieren oder lieber spezialisieren?
  • Verfügen Sie über gute Computer- und Internetkenntnisse?
  • Können Sie ungefähr acht Stunden pro Woche lernen?
  • Welche Marketingwerkzeuge werden behandelt?
  • Welche praktischen Übungen sind vorgesehen?
  • Wie erhalten Sie Rückmeldungen zu Ihren Einsendeaufgaben?
  • Welche Anforderungen gelten für die zusätzliche Prüfungsarbeit?
  • Welche technischen Voraussetzungen müssen erfüllt werden?
  • Welche Studiengebühren entstehen insgesamt?
  • Ist eine Förderung über Bildungsgutschein möglich?
  • Können Sie die Kenntnisse an einer eigenen Website oder in einem betrieblichen Projekt anwenden?

Häufige Fragen zum Online-Marketing-Manager

Was macht ein Online-Marketing-Manager?

Ein Online-Marketing-Manager plant und steuert digitale Marketingmaßnahmen. Dazu gehören unter anderem SEO, SEA, Social Media, Content-Marketing, E-Mail-Marketing und Webanalyse.

Wie wird man Online-Marketing-Manager?

Ein Einstieg kann über eine kaufmännische oder marketingbezogene Ausbildung, ein Studium, Berufspraxis oder eine Weiterbildung erfolgen. Die konkreten Anforderungen unterscheiden sich je nach Arbeitgeber.

Kann man Online-Marketing im Fernstudium lernen?

Ja. ILS, SGD und Fernakademie bieten entsprechende zwölfmonatige Fernlehrgänge an.

Wie lange dauert die Weiterbildung?

Die Regelstudiendauer beträgt bei allen drei untersuchten Anbietern zwölf Monate bei ungefähr acht Stunden Lernaufwand pro Woche.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Wichtig sind gute Computer-Anwenderkenntnisse und ein sicherer Umgang mit dem Internet. Grundkenntnisse der englischen Sprache sind hilfreich.

Welche Inhalte werden vermittelt?

Die Lehrgänge behandeln unter anderem Marketingstrategie, SEO, SEA, Webanalyse, Social Media, E-Commerce, E-Mail-Marketing, Influencer-Marketing, Website-Gestaltung und rechtliche Grundlagen.

Ist Online-Marketing-Manager ein IHK-Abschluss?

Nein. Die hier untersuchten Fernlehrgänge führen zu institutseigenen Zeugnissen beziehungsweise Zertifikaten und nicht zu einem IHK-Abschluss.

Welchen Abschluss erhält man?

Nach erfolgreichen Einsendeaufgaben erhalten Teilnehmer das Abschlusszeugnis der jeweiligen Fernschule. Nach zusätzlicher erfolgreich bearbeiteter Prüfungsarbeit kann das Zertifikat „Geprüfte/r Online-Marketing-Manager/in“ des jeweiligen Instituts erworben werden.

Ist der Fernlehrgang staatlich zugelassen?

Ja. Die drei untersuchten Angebote verfügen über eine Zulassung durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht. Das bedeutet jedoch keine Gleichstellung der institutseigenen Abschlüsse mit einer öffentlich-rechtlichen Fortbildung.

Ist Online-Marketing-Manager eine geschützte Berufsbezeichnung?

Nein. Die Berufsbezeichnung ist nicht an eine einheitliche staatlich geregelte Ausbildung gebunden.

Ist eine Präsenzprüfung notwendig?

Für die zusätzlich vorgesehenen institutseigenen Prüfungsarbeiten wird auf den untersuchten Kursseiten keine verpflichtende externe Präsenzprüfung ausgewiesen.

Was kostet das Fernstudium?

Die Studiengebühren unterscheiden sich nach Anbieter und aktuellem Vertragsangebot. Interessenten sollten die vollständigen Gesamtkosten vergleichen.

Kann der Fernlehrgang gefördert werden?

ILS und SGD weisen auf eine mögliche Förderung geeigneter Kursvarianten durch Bildungsgutschein hin. Entscheidend sind die individuellen gesetzlichen Voraussetzungen.

Was verdient ein Online-Marketing-Manager?

Das Gehalt hängt unter anderem von Berufserfahrung, Branche, Region, Spezialisierung und dem Umfang der Verantwortung ab.

Braucht man Programmierkenntnisse?

Umfangreiche Programmierkenntnisse sind für viele Tätigkeiten nicht erforderlich. Grundkenntnisse in HTML und CSS können jedoch hilfreich sein.

Ist Online-Marketing auch für Quereinsteiger geeignet?

Ja. Besonders wichtig sind ein Verständnis digitaler Marketingprozesse, die Bereitschaft zum kontinuierlichen Lernen und die praktische Anwendung der Kenntnisse.

Was ist der Unterschied zum Social Media Manager?

Social Media Manager konzentrieren sich auf soziale Netzwerke. Online-Marketing-Manager arbeiten kanalübergreifend und berücksichtigen zusätzlich SEO, SEA, Webanalyse, E-Mail-Marketing und E-Commerce.

Was ist der Unterschied zum Marketing Manager (IHK)?

Der Online-Marketing-Manager konzentriert sich auf digitale Marketingkanäle. Der Marketing Manager (IHK) ist stärker auf übergreifende Marketing- und Managementaufgaben ausgerichtet.

Ist die Weiterbildung für Fachwirte geeignet?

Ja. Sie kann eine vorhandene kaufmännische oder betriebswirtschaftliche Qualifikation durch Kenntnisse des digitalen Marketings ergänzen.

Welche Fernschulen bieten Online-Marketing-Manager an?

Nach der Anbieterprüfung im Oktober 2026 führen ILS, SGD und Fernakademie entsprechende zwölfmonatige Fernlehrgänge.

Fazit: Lohnt sich die Weiterbildung zum Online-Marketing-Manager?

Die Weiterbildung zum Online-Marketing-Manager kann eine sinnvolle Qualifikation für Berufstätige sein, die digitale Marketingmaßnahmen planen, umsetzen und bewerten möchten.

Die Fernlehrgänge von ILS, SGD und Fernakademie vermitteln einen breiten Überblick über SEO, SEA, Social Media, Webanalyse, E-Commerce, E-Mail-Marketing und angrenzende technische Grundlagen.

Alle drei Anbieter sehen zwölf Monate Regelstudienzeit vor. Nach erfolgreichen Einsendeaufgaben wird ein institutseigenes Abschlusszeugnis ausgestellt. Durch eine zusätzliche Prüfungsarbeit kann ein institutseigenes Zertifikat erworben werden.

Unsere Empfehlung: Vergleichen Sie die Anbieter vor allem anhand der Lernbetreuung, der praktischen Übungen, der technischen Voraussetzungen und der Gesamtkosten. Wer bereits eine eigene Website, einen Online-Shop oder Zugang zu einem betrieblichen Marketingprojekt hat, sollte die erworbenen Kenntnisse möglichst direkt anwenden. Gerade im Online-Marketing sind nachvollziehbare Praxisergebnisse eine wertvolle Ergänzung zum Weiterbildungsabschluss.

Quellen und weiterführende Informationen

Stand: Oktober 2026. Studiengebühren, Lernmaterialien, technische Voraussetzungen, Fördermöglichkeiten und Abschlussbedingungen können sich verändern. Maßgeblich sind die aktuellen Informationen der Fernschulen.