Elektrotechniker Informations- und Kommunikationstechnik: Weiterbildung & Fernstudium

Der staatlich geprüfte Techniker der Fachrichtung Elektrotechnik mit Schwerpunkt Informations- und Kommunikationstechnik verbindet elektrotechnisches Fachwissen mit moderner Netzwerk-, Kommunikations- und Informationstechnik. Die Weiterbildung eignet sich für Fachkräfte, die technische Systeme entwickeln, vernetzen, analysieren oder optimieren möchten.

Zu den Lerninhalten gehören unter anderem Datennetzwerke, IP-Kommunikation, elektronische Schaltungen, Mikrocontroller, IT-Sicherheit, Virtualisierung sowie technische Projektarbeit.

Der staatlich geregelte Fachschulabschluss ist dem DQR-Niveau 6 zugeordnet. Je nach Landesrecht kann zusätzlich die Abschlussbezeichnung Bachelor Professional in Technik geführt werden.

Berufstätige können sich beispielsweise über Fernlehrgänge von ILS, Fernakademie oder SGD auf die staatliche Technikerprüfung vorbereiten. Der Unterricht findet überwiegend zu Hause statt, umfasst aber auch verpflichtende Fachseminare und Prüfungen.

Dieser Ratgeber konzentriert sich auf den Schwerpunkt Informations- und Kommunikationstechnik: Welche Inhalte werden vermittelt? Welche Berufe kommen anschließend infrage? Und worin unterscheiden sich die aktuellen Fernlehrangebote?

Allgemeine Informationen zur staatlichen Technikerweiterbildung, zu Prüfungszulassung, Finanzierung und den verschiedenen elektrotechnischen Schwerpunkten finden Sie in unserem Hauptartikel zum staatlich geprüften Elektrotechniker.

Informations- und Kommunikationstechnik – das Wichtigste

  • Abschluss: Staatlich geprüfter Techniker der Fachrichtung Elektrotechnik.
  • Schwerpunkt: Informations- und Kommunikationstechnik.
  • Zusatzbezeichnung: Bachelor Professional in Technik nach Maßgabe des Landesrechts.
  • DQR: Niveau 6.
  • Typische Inhalte: Netzwerktechnik, Kommunikationstechnik, Mikrocontroller, IT-Sicherheit, Steuerungs- und Regelungstechnik.
  • Fernlehrgänge: Aktuelle Angebote von ILS, Fernakademie und SGD.
  • Regelstudienzeit: Bei den vorgestellten Fernlehrgängen 42 Monate.
  • Lernaufwand: Etwa 15 Stunden pro Woche.
  • Präsenzphasen: Drei sechstägige Fachseminare sowie verpflichtende Online-Veranstaltungen.
  • Staatliche Prüfung: Nach der jeweiligen landesrechtlichen Fachschulregelung.
  • Förderung: Aufstiegs-BAföG bei Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen möglich.

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Elektrotechniker mit Schwerpunkt Kommunikationstechnik werden

ILS und Fernakademie bieten passende Fernlehrgänge zur staatlichen Technikerprüfung an. Informieren Sie sich über die Lerninhalte, Pflichtseminare und aktuellen Gesamtkosten.

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Was ist der Schwerpunkt Informations- und Kommunikationstechnik?

Informations- und Kommunikationstechnik beschäftigt sich mit der Verarbeitung, Übertragung und Vernetzung von Informationen durch technische Systeme.

Dazu gehören beispielsweise elektronische Kommunikationsgeräte, Netzwerke, digitale Übertragungssysteme, technische Steuerungen und vernetzte Industrieanlagen.

Bei der staatlichen Technikerweiterbildung handelt es sich um einen Schwerpunkt innerhalb der Fachrichtung Elektrotechnik. Das bedeutet: Die Teilnehmer erwerben nicht nur informationstechnische Kenntnisse, sondern beschäftigen sich auch mit elektrotechnischen Grundlagen, Elektronik, technischen Prozessen und Projektorganisation.

Welche Technologien stehen im Mittelpunkt?

  • Datennetzwerke und IP-Kommunikation
  • Digitale und analoge Schaltungstechnik
  • Netzwerkkomponenten und Übertragungsverfahren
  • WLAN und Funkkommunikation
  • Voice over IP (VoIP)
  • Mikrocontroller und Digitaltechnik
  • Virtualisierung technischer IT-Systeme
  • IT-Sicherheit und Netzwerkschutz
  • Technische Software und Programmierung
  • Kommunikation zwischen Maschinen und Steuerungssystemen

Welche Inhalte in welchem Umfang vermittelt werden, richtet sich nach dem Lehrplan der Fachschule beziehungsweise dem konkreten Fernlehrgang.

Informations- und Kommunikationstechnik oder Energie- und Automatisierungstechnik?

Bei der Fachrichtung Elektrotechnik können unterschiedliche Schwerpunkte angeboten werden. Zwei wichtige Varianten sind Informations- und Kommunikationstechnik sowie Energie- und Automatisierungstechnik.

Informations- und Kommunikationstechnik

Dieser Schwerpunkt eignet sich insbesondere für Beschäftigte, die sich mit Datennetzwerken, elektronischen Kommunikationssystemen, IT-Infrastruktur und softwaregestützten technischen Lösungen beschäftigen möchten.

Typische Aufgaben können die Planung, Integration und Optimierung vernetzter technischer Systeme sein.

Energie- und Automatisierungstechnik

Bei diesem Schwerpunkt stehen häufig elektrische Energieversorgung, elektrische Maschinen, Antriebstechnik sowie Steuerung und Automatisierung industrieller Anlagen stärker im Vordergrund.

Beide Varianten enthalten elektrotechnische Grundlagen und können Überschneidungen bei SPS-Systemen, Regelungstechnik und technischen Projekten aufweisen.

Welcher Schwerpunkt ist besser?

Keiner der beiden Schwerpunkte ist grundsätzlich besser. Entscheidend sind die vorhandene Berufserfahrung und das gewünschte Tätigkeitsfeld.

Wer künftig IT- und Kommunikationssysteme planen oder betreuen möchte, sollte Informations- und Kommunikationstechnik prüfen.

Wer sich dagegen besonders für elektrische Antriebe, Energieversorgung und industrielle Maschinensteuerungen interessiert, kann mit Energie- und Automatisierungstechnik besser aufgestellt sein.

Eine übergreifende Darstellung beider Schwerpunkte finden Sie in unserem Ratgeber zum staatlich geprüften Elektrotechniker.

Welche Aufgaben übernehmen Techniker der Informations- und Kommunikationstechnik?

Staatlich geprüfte Elektrotechniker mit dem Schwerpunkt Informations- und Kommunikationstechnik können technische Fach- und Projektaufgaben übernehmen, bei denen elektrotechnische und informationstechnische Systeme zusammenwirken.

Mögliche Tätigkeiten sind beispielsweise:

  • Planung und Weiterentwicklung technischer Datennetzwerke
  • Analyse und Optimierung von Kommunikationssystemen
  • Technische Projektierung von Netzwerk- und Übertragungslösungen
  • Konfiguration und Prüfung von Systemkomponenten
  • Integration elektronischer Geräte und Steuerungen
  • Fehleranalyse in vernetzten technischen Anlagen
  • Technische Dokumentation und Qualitätssicherung
  • Mitwirkung an IT- und Netzwerksicherheitskonzepten
  • Planung technischer Modernisierungsprojekte
  • Koordination von Dienstleistern und Projektteams

Die genaue Tätigkeit hängt von der Stelle und den zusätzlich erworbenen Kompetenzen ab. Die Technikerqualifikation allein berechtigt nicht automatisch zur Ausübung jeder spezialisierten IT-Sicherheits- oder Netzwerktechnikfunktion.

In welchen Branchen ist der Schwerpunkt interessant?

  • Elektro- und Elektronikindustrie
  • Industrieunternehmen mit vernetzten Produktionsanlagen
  • IT- und technische Dienstleistungsunternehmen
  • Kommunikations- und Netzwerktechnik
  • Technische Gebäude- und Sicherheitssysteme
  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Technische Entwicklungsabteilungen
  • Unternehmen mit komplexer technischer IT-Infrastruktur

Was lernt man im Schwerpunkt Informations- und Kommunikationstechnik?

Die Weiterbildung verbindet fachrichtungsübergreifende Grundlagen mit technischen Lernmodulen. Der genaue Aufbau richtet sich nach dem Landesrecht und dem jeweiligen Bildungsgang.

Fachrichtungsübergreifende Lerninhalte

  • Mathematik und Naturwissenschaften
  • Deutsch und berufliche Kommunikation
  • Technisches Englisch
  • Wirtschaftliche Zusammenhänge
  • Projektmanagement
  • Technische Dokumentation
  • Arbeitsorganisation
  • Qualitätsmanagement
  • Zusammenarbeit und Mitarbeiterführung

Netzwerktechnik und IP-Kommunikation

Ein wichtiger Bestandteil der Weiterbildung ist der Aufbau und die Funktionsweise von Datennetzwerken.

Die Lerninhalte können unter anderem folgende Themen umfassen:

  • IPv4- und IPv6-Adressierung
  • Grundlagen lokaler Netzwerke
  • WLAN und drahtlose Kommunikation
  • Netzwerkprotokolle und Datenübertragung
  • Voice over IP (VoIP)
  • Netzwerkanalyse und Fehlersuche
  • Technische Netzwerksimulation

Im Fernlehrgang der SGD werden ausdrücklich IPv4, IPv6, WLAN und VoIP-Technologien behandelt.

Elektronik und Mikrocontroller

Neben der Netzwerktechnik vermittelt die Weiterbildung auch elektrotechnische und elektronische Kenntnisse.

Hierzu können beispielsweise gehören:

  • Gleich- und Wechselstromtechnik
  • Halbleitertechnik
  • Digitaltechnik
  • Operationsverstärker
  • Mikrocontroller
  • Analog-Digital- und Digital-Analog-Wandler
  • Elektronische Messverfahren

Virtualisierung und technische IT-Systeme

Virtuelle Maschinen und softwaregestützte IT-Systeme werden in vielen technischen Arbeitsumgebungen eingesetzt.

Die Teilnehmer beschäftigen sich mit entsprechenden Grundlagen und lernen, technische Systeme zu analysieren, zu erweitern und in bestehende Umgebungen einzubinden.

Die Fernlehrgänge verwenden hierfür unter anderem virtuelle Übungsumgebungen und passende Simulationssoftware.

IT-Sicherheit und Kommunikationstechnik

Bei vernetzten Anlagen spielen Verfügbarkeit, Datenschutz und IT-Sicherheit eine wichtige Rolle.

Im Rahmen der Weiterbildung werden Sicherheitsanforderungen und geeignete technische Maßnahmen behandelt.

Dies ersetzt jedoch keine weiterführende Spezialisierung für hochkomplexe IT-Sicherheitsaufgaben.

Programmierung und Steuerungstechnik

Auch die Programmierung technischer Systeme gehört zum Lehrplan.

Bei den aktuellen Fernlehrgängen werden unter anderem Kenntnisse der Programmiersprachen C und C++ sowie Grundlagen speicherprogrammierbarer Steuerungen vermittelt.

Damit werden sowohl informationstechnische als auch elektrotechnische Anwendungen berücksichtigt.

Projektarbeit und betriebliche Organisation

Die Teilnehmer lernen, technische Projekte zu strukturieren und umzusetzen. Dazu gehören die Analyse von Anforderungen, die Entwicklung geeigneter Lösungen, die Kostenbetrachtung und die Dokumentation der Ergebnisse.

Abhängig vom Bildungsgang kann eine umfangreiche Projektarbeit Bestandteil der staatlichen Prüfung sein.

Welche Voraussetzungen gelten für diesen Technikerabschluss?

Der Zugang zu einer Fachschule für Technik richtet sich nach den jeweiligen Fachschul- und Prüfungsverordnungen der Bundesländer.

In der Regel werden eine fachlich geeignete Berufsausbildung und entsprechende Berufserfahrung vorausgesetzt.

Als berufliche Vorbildung können beispielsweise Ausbildungen aus folgenden Bereichen infrage kommen:

  • Elektroniker für Informations- und Systemtechnik
  • Elektroniker für Geräte und Systeme
  • Elektroniker für Betriebstechnik
  • Elektroniker für Automatisierungstechnik
  • IT-System-Elektroniker
  • Weitere fachlich geeignete elektro- und informationstechnische Berufe

Die konkrete Anerkennung erfolgt nach der geltenden Prüfungsregelung. Die genannten Ausbildungsberufe führen daher nicht automatisch zur Zulassung.

Teilnahmevoraussetzungen der Fernlehrgänge

ILS und Fernakademie nennen für die Teilnahme am Fernlehrgang:

  • Berufsschulabschluss und fachlich geeignete Berufsausbildung oder
  • Berufsschulabschluss, Sekundarabschluss I und dreieinhalb Jahre geeignete Berufspraxis.

Welche Voraussetzungen gelten für die staatliche Prüfung?

Nach den veröffentlichten Zulassungsinformationen dieser Anbieter werden zur staatlichen Prüfungsanmeldung insbesondere verlangt:

  • Erfolgreicher Berufsschulabschluss
  • Fachlich geeignete Berufsausbildung und ein Jahr einschlägige Berufspraxis oder sieben Jahre fachlich geeignete Berufspraxis
  • Ausreichende Prüfungsvorbereitung einschließlich der vorgeschriebenen Seminare und Klausuren

Diese Angaben gelten für die konkret vorgestellten Fernlehrgänge und sind keine bundesweit einheitliche Zulassungsregelung für sämtliche staatlichen Fachschulen.

Empfehlung: Lassen Sie Ihre persönliche Zulassung zur staatlichen Prüfung vor der verbindlichen Lehrgangsanmeldung schriftlich prüfen.

Wie lange dauert der Fernlehrgang?

ILS, Fernakademie und SGD nennen für die berufsbegleitende Vorbereitung auf den staatlichen Abschluss eine Regelstudienzeit von 42 Monaten.

Der empfohlene wöchentliche Lernaufwand liegt bei etwa 15 Stunden.

Eine schnellere oder längere Bearbeitung kann je nach Anbieter und persönlichen Voraussetzungen möglich sein. Wichtig ist, dass die verbindlichen Seminare und Prüfungstermine eingehalten werden.

Kann die Studiendauer verlängert werden?

ILS und Fernakademie bieten eine kostenlose Verlängerung um bis zu 24 Monate an.

Die SGD nennt eine flexible Gesamtlaufzeit von bis zu 66 Monaten.

Ist der Fernlehrgang vollständig online?

Nein. Ein großer Teil des Unterrichts findet zwar ortsunabhängig statt, die vorgestellten Fernlehrgänge beinhalten jedoch verpflichtende Präsenzveranstaltungen.

Das sollte insbesondere bei Schichtarbeit oder längeren Anfahrtswegen frühzeitig berücksichtigt werden.

Wie läuft die staatliche Prüfung ab?

Der Abschluss wird durch eine staatliche Fachschulprüfung nach den jeweils geltenden landesrechtlichen Regelungen erworben.

Die Prüfung ist keine reguläre IHK-Fortbildungsprüfung. Zuständig ist die entsprechende staatliche beziehungsweise staatlich anerkannte Fachschule.

Pflichtseminare in Hannover

Bei den vorgestellten Fernlehrgängen sind drei sechstägige Fachseminare am Campe Bildungszentrum in Hannover vorgesehen.

Zusätzlich gehören verpflichtende Online-Veranstaltungen zum Lehrgang. Während der Seminare können unter anderem fachliche Leistungsnachweise, Klausuren und Präsentationen stattfinden.

Die Projektarbeit wird im Rahmen des Lehrgangs betreut.

Die Leistungen während der Weiterbildung können nach den veröffentlichten Anbieterinformationen teilweise in die Abschlussbewertung einfließen.

Welche Prüfungsinhalte sind wichtig?

Zu den prüfungsrelevanten Bereichen können beispielsweise Mathematik, die Entwicklung technischer Lösungen sowie die Planung und Steuerung von Produktionsprozessen gehören.

Die verbindlichen Prüfungsfächer und Prüfungsformen ergeben sich aus der jeweils geltenden Prüfungsregelung.

Fernstudium Informations- und Kommunikationstechnik: Anbieter im Vergleich

Für den Schwerpunkt Informations- und Kommunikationstechnik sind aktuell passende Fernlehrgänge bei ILS, Fernakademie und SGD verfügbar.

Alle bereiten auf eine staatliche Fachschulprüfung vor. Der umgangssprachliche Begriff Fernstudium bedeutet hierbei nicht, dass ein akademischer Hochschulabschluss erworben wird.

ILS – Elektrotechniker Informations- und Kommunikationstechnik

ILS bietet einen Fernlehrgang zur Vorbereitung auf die staatliche Technikerprüfung der Fachrichtung Elektrotechnik mit Schwerpunkt Informations- und Kommunikationstechnik an.

  • Regelstudienzeit: 42 Monate
  • Lernaufwand: Etwa 15 Stunden pro Woche
  • Beginn: Jederzeit
  • Kostenlose Verlängerung: Bis zu 24 Monate
  • Studienmaterial: Rund 130 Studienhefte und ergänzende Medien
  • Software: Unter anderem Schaltungs-, SPS- und Netzwerksimulation
  • Präsenz: Drei sechstägige Fachseminare und zwei verpflichtende Webinare
  • Seminar- und Prüfungsort: Hannover
  • ZFU-Zulassung: 1181825

Der Lehrgang vertieft insbesondere Kenntnisse in Netzwerktechnik, elektronischen Systemen, technischer Software und Projektorganisation.

Fernakademie – Techniker Elektrotechnik, Schwerpunkt Kommunikationstechnik

Die Fernakademie für Erwachsenenbildung bietet ebenfalls einen Fernlehrgang mit dem Schwerpunkt Informations- und Kommunikationstechnik an.

  • Regelstudienzeit: 42 Monate
  • Lernaufwand: Etwa 15 Stunden wöchentlich
  • Beginn: Jederzeit
  • Kostenlose Verlängerung: 24 Monate
  • Studienmaterial: Rund 130 Studienhefte und weitere Lernmedien
  • Software: Unter anderem Netzwerksimulation, Schaltungssimulation und Windows-Server-Übungsumgebungen
  • Präsenz: Drei sechstägige Fachseminare und zwei verpflichtende Webinare
  • Seminar- und Prüfungsort: Hannover
  • ZFU-Zulassung: 1124921

Die Fernakademie nennt für den Lehrgang unter anderem Netzwerkadministration, virtuelle Maschinen, technische Sicherheitsanforderungen und VoIP-Systeme.

SGD – Elektrotechnik mit zwei wählbaren Schwerpunkten

Auch die Studiengemeinschaft Darmstadt bietet aktuell einen Fernlehrgang zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Elektrotechnik an.

Auf der Kursseite kann zwischen zwei Schwerpunkten gewählt werden:

  • Informations- und Kommunikationstechnik
  • Energie- und Automatisierungstechnik

Für die Variante Informations- und Kommunikationstechnik werden ebenfalls 42 Monate Regelstudienzeit und ungefähr 15 Stunden Lernzeit pro Woche genannt.

Der Lehrgang behandelt insbesondere Netzwerktechnik, IPv4, IPv6, WLAN, VoIP, elektronische Systeme, Programmierung und technische Projektarbeit.

Weitere Informationen finden Sie direkt auf der offiziellen SGD-Kursseite. Dort muss der gewünschte Schwerpunkt ausgewählt werden.

Fernlehrgänge im Vergleich

Merkmal ILS Fernakademie SGD
Regelstudienzeit 42 Monate 42 Monate 42 Monate
Lernzeit/Woche ca. 15 Std. ca. 15 Std. ca. 15 Std.
Fachseminare 3 × 6 Tage 3 × 6 Tage 3 × 6 Tage
Ort der Fachseminare Hannover Hannover Hannover
Verlängerung 24 Monate kostenlos 24 Monate kostenlos Bis zu 66 Monate Gesamtlaufzeit
Aktuelle Gebühren Beim Anbieter anfragen Beim Anbieter anfragen Beim Anbieter anfragen

Da die Angebote ein ähnliches Abschlussziel und vergleichbare Regelstudienzeiten haben, sollten Interessenten insbesondere die aktuellen Gesamtkosten, Betreuung, Lernsoftware und Vertragsbedingungen prüfen.

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Studieninformationen und Gebühren vergleichen

Die beiden folgenden Fernlehrinstitute bieten passende Lehrgänge zum Schwerpunkt Informations- und Kommunikationstechnik an. Fordern Sie die aktuellen Unterlagen an und prüfen Sie die Gesamtkosten sowie die Zulassung zur staatlichen Prüfung.

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Was kostet die Weiterbildung?

Die Kosten hängen von der jeweiligen Fachschule und dem gewählten Unterrichtsmodell ab.

Private Fernlehrinstitute erheben Lehrgangsgebühren, die abhängig vom Anbieter und den aktuellen Vertragsbedingungen unterschiedlich ausfallen können.

Zu berücksichtigen sind insbesondere:

  • Studien- beziehungsweise Lehrgangsgebühren
  • Prüfungsgebühren, soweit gesondert erhoben
  • Technische Ausstattung und gegebenenfalls Software
  • Fachliteratur und ergänzende Lernmaterialien
  • Reisekosten zu den Fachseminaren
  • Unterkunft und Verpflegung während der Präsenzphasen
  • Gegebenenfalls Verdienstausfall oder erforderliche Freistellungen

Bei ILS und Fernakademie sind die Gebühren der vorgesehenen Fachseminare und Pflichtwebinare nach Anbieterangaben in den Studiengebühren enthalten. Für die persönliche Kostenplanung sollten Reise- und Unterbringungskosten gesondert berücksichtigt werden.

Aufstiegs-BAföG

Für förderfähige staatliche Technikerweiterbildungen kommt grundsätzlich eine Förderung nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz infrage.

Nach geltendem Recht werden förderfähige Lehrgangs- und Prüfungsgebühren bis zu einem Gesamtbetrag von 15.000 Euro berücksichtigt. Davon werden grundsätzlich 50 Prozent als Zuschuss gewährt.

Für den verbleibenden förderfähigen Teil kann ein KfW-Darlehen genutzt werden. Unter den gesetzlichen Voraussetzungen ist nach bestandener Prüfung ein teilweiser Darlehenserlass möglich.

Die Förderung muss für die konkrete Maßnahme und die persönlichen Verhältnisse geprüft werden.

Offizielle Informationen bietet aufstiegs-bafoeg.de.

Bachelor Professional und DQR-Niveau 6

Der staatlich geprüfte Techniker der Fachrichtung Elektrotechnik ist dem DQR-Niveau 6 zugeordnet.

Damit liegt er auf derselben Qualifikationsstufe wie ein akademischer Bachelorabschluss. Die beiden Abschlüsse sind allerdings nicht identisch.

Der staatlich geprüfte Techniker ist ein beruflicher Fachschulabschluss und kein akademischer Bachelor of Engineering oder Bachelor of Science.

Die zusätzliche Berufsbezeichnung Bachelor Professional in Technik kann geführt werden, soweit dies nach der maßgeblichen Landesregelung vorgesehen ist.

Das konkrete Abschlusszeugnis und die einschlägige Rechtsgrundlage sind dafür entscheidend.

Welche Karrierechancen bietet der Schwerpunkt Informations- und Kommunikationstechnik?

Mit dem Technikerabschluss können sich neue Möglichkeiten in technischen Fach-, Entwicklungs- und Projektpositionen eröffnen.

Abhängig von der bisherigen Berufserfahrung kommen beispielsweise folgende Tätigkeiten infrage:

  • Technischer Netzwerkplaner
  • Techniker für Kommunikationssysteme
  • Fachkraft für technische Systemintegration
  • Technischer Projektkoordinator
  • Techniker in der elektronischen Entwicklung
  • Fachkraft für industrielle Netzwerktechnik
  • Technischer Kundendienst für Kommunikationssysteme
  • Techniker für vernetzte Anlagen und Systeme
  • Team- oder Gruppenleiter bei entsprechender Eignung

Welche Position tatsächlich erreichbar ist, hängt von der beruflichen Erfahrung, weiteren Qualifikationen und den Anforderungen der Stelle ab.

Was verdient ein Techniker der Informations- und Kommunikationstechnik?

Eine einheitliche Gehaltsangabe für sämtliche staatlich geprüften Elektrotechniker mit diesem Schwerpunkt wäre nicht aussagekräftig.

Die Vergütung hängt insbesondere davon ab, ob Beschäftigte beispielsweise in der technischen Netzwerkintegration, Projektierung, Systementwicklung oder industriellen Kommunikationstechnik eingesetzt werden.

Weitere Einflussfaktoren sind Berufserfahrung, Unternehmensgröße, Tarifbindung und Verantwortung.

Der Technikerabschluss führt nicht automatisch zu einer Gehaltserhöhung. Eine höhere Vergütung kann insbesondere dann entstehen, wenn eine entsprechend anspruchsvollere Stelle übernommen wird.

Als statistische Orientierung eignet sich der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit. Die dort dargestellten Berufsgruppen sind jedoch nicht ausschließlich auf Absolventen dieses speziellen Technikerabschlusses begrenzt.

Für wen lohnt sich Informations- und Kommunikationstechnik?

Der Schwerpunkt kann besonders gut zu Beschäftigten passen, die bereits mit elektrotechnischen Systemen, elektronischen Geräten oder Netzwerkinfrastruktur arbeiten und ihr Wissen gezielt erweitern möchten.

Einige Anhaltspunkte für die Entscheidung:

  • Sie interessieren sich für Netzwerke: IP-Kommunikation und technische Netzwerkinfrastruktur sprechen für diesen Schwerpunkt.
  • Sie arbeiten an vernetzten Maschinen: Die Verbindung aus Elektrotechnik, Kommunikation und Steuerungssystemen kann besonders relevant sein.
  • Sie möchten technische Projekte planen: Die Weiterbildung behandelt die Entwicklung, Umsetzung und Bewertung entsprechender Lösungen.
  • Sie bevorzugen Energietechnik und Antriebe: Prüfen Sie alternativ den Schwerpunkt Energie- und Automatisierungstechnik.
  • Sie möchten vor allem produktionsnahe Führungsverantwortung: Auch der Industriemeister Elektrotechnik kann eine passende Alternative sein.

Häufige Fragen zum Elektrotechniker Informations- und Kommunikationstechnik

Ist Informations- und Kommunikationstechnik ein eigenständiger Technikerabschluss?

Es handelt sich um einen Schwerpunkt innerhalb der staatlich geregelten Fachrichtung Elektrotechnik. Die genaue Abschlussbezeichnung ergibt sich aus dem Landesrecht und dem Zeugnis.

Wie lange dauert das Fernstudium?

Die vorgestellten Fernlehrgänge dauern regulär 42 Monate bei etwa 15 Stunden Lernaufwand pro Woche.

Welche Fernschulen bieten diesen Schwerpunkt?

Aktuell bieten ILS, Fernakademie und SGD passende Lehrgänge zur Vorbereitung auf die staatliche Prüfung an.

Welche Voraussetzungen gelten?

Typischerweise eine fachlich geeignete Berufsausbildung und einschlägige Praxis. Für die Fernlehrgänge gelten konkrete Teilnahme- und Prüfungszulassungsbedingungen, die vor der Anmeldung überprüft werden müssen.

Ist der Fernlehrgang vollständig online?

Nein. Die vorgestellten Angebote umfassen verpflichtende Fachseminare und Online-Veranstaltungen. Die Fachseminare finden in Hannover statt.

Was lernt man im Schwerpunkt Kommunikationstechnik?

Unter anderem Netzwerktechnik, IPv4, IPv6, WLAN, VoIP, technische IT-Sicherheit, elektronische Schaltungen, Mikrocontroller und technische Projektarbeit.

Ist die Prüfung eine IHK-Prüfung?

Nein. Die staatliche Technikerprüfung erfolgt nach den landesrechtlichen Fachschulbestimmungen.

Ist der Abschluss auf Bachelor-Niveau?

Ja. Der staatlich geprüfte Techniker ist DQR-Niveau 6 zugeordnet. Das entspricht dem Kompetenzniveau eines Bachelorabschlusses, ist aber kein akademischer Grad.

Was ist der Unterschied zur Automatisierungstechnik?

Informations- und Kommunikationstechnik behandelt stärker Netzwerke, Übertragungssysteme und technische IT. Energie- und Automatisierungstechnik konzentriert sich stärker auf Energieversorgung, elektrische Antriebe und automatisierte Anlagen.

Ist die Weiterbildung förderfähig?

Für geeignete Bildungsgänge kann Aufstiegs-BAföG beantragt werden. Die konkrete Förderfähigkeit muss geprüft werden.

Was verdient ein Absolvent?

Das Gehalt richtet sich nach den tatsächlichen Aufgaben, der Berufserfahrung, Branche und tariflichen Eingruppierung. Der Abschluss garantiert kein bestimmtes Einkommen.

Fazit: Für wen ist der Schwerpunkt die richtige Wahl?

Der staatlich geprüfte Techniker Elektrotechnik mit Schwerpunkt Informations- und Kommunikationstechnik kann eine sinnvolle Aufstiegsqualifikation für Fachkräfte sein, die sich mit vernetzten technischen Systemen, elektronischer Kommunikation, Netzwerktechnik und technischen IT-Lösungen beschäftigen möchten.

Mit ILS, Fernakademie und SGD stehen aktuell passende Fernlehrgänge zur Verfügung. Sie verbinden flexible Lernzeiten mit verpflichtenden Präsenzseminaren und bereiten auf die staatliche Prüfung vor.

Für die Entscheidung sind insbesondere die persönliche Prüfungszulassung, der technische Schwerpunkt, die vorgesehenen Seminartermine und die vollständigen Gesamtkosten wichtig.

Weitere Informationen zur allgemeinen Weiterbildung finden Sie in unserem Ratgeber zum staatlich geprüften Elektrotechniker. Alle Techniker-Fachrichtungen finden Sie in unserer Techniker-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

Redaktioneller Stand: Oktober 2026. Die Abschluss- und Prüfungsregelungen richten sich nach dem jeweiligen Landesrecht. Dauer, Seminarbedingungen, Kursgebühren und technische Anforderungen können sich ändern. Verbindlich sind die aktuellen Angaben der Anbieter und der zuständigen Prüfungsstelle.