Staatlich geprüfter Informatiktechniker: Weiterbildung, Prüfung und Gehalt

Der staatlich geprüfte Informatiktechniker ist eine berufliche Aufstiegsqualifikation für Fachkräfte, die sich in der Softwareentwicklung, Systemintegration, Netzwerktechnik und technischen IT-Organisation weiterqualifizieren möchten. Die Weiterbildung verbindet fundierte Informatikkenntnisse mit Projektmanagement, betrieblichen Abläufen und praktischer IT-Systementwicklung.

Der Abschluss wird an einer Fachschule für Technik nach den jeweiligen landesrechtlichen Bestimmungen erworben. Je nach Bundesland heißt die Fachrichtung Informatiktechnik, Informatik oder Informationstechnik. Deshalb sollte vor der Anmeldung immer die genaue staatliche Abschlussbezeichnung geprüft werden.

Staatlich geregelte Technikerabschlüsse sind dem DQR-Niveau 6 zugeordnet. Nach Maßgabe der entsprechenden landesrechtlichen Regelung kann zusätzlich die Bezeichnung Bachelor Professional in Technik geführt werden.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Aufgaben Informatiktechniker übernehmen, welche Voraussetzungen gelten und welche Fachschulen entsprechende Weiterbildungen anbieten. Außerdem erklären wir Unterrichtsinhalte, Prüfungen, Kosten, Fördermöglichkeiten und berufliche Perspektiven.

Staatlich geprüfter Informatiktechniker – auf einen Blick

  • Abschluss: Staatlich geprüfter Techniker beziehungsweise staatlich geprüfte Technikerin einer Informatik-Fachrichtung.
  • Fachrichtungsbezeichnungen: Beispielsweise Informatiktechnik, Informatik oder Informationstechnik.
  • DQR: Niveau 6.
  • Zusatzbezeichnung: Bachelor Professional in Technik nach Maßgabe des Landesrechts.
  • Zulassung: In der Regel einschlägige Berufsausbildung und Berufspraxis.
  • Prüfung: Staatliche Fachschulprüfung, keine reguläre IHK-Fortbildungsprüfung.
  • Dauer: In Vollzeit häufig zwei Jahre, in Teilzeit entsprechend länger.
  • Inhalte: Programmierung, Datenbanken, Softwaretechnik, Netzwerke, Betriebssysteme und IT-Projekte.
  • Bildungsangebote: Beispielsweise Technikerschule Erlangen und weitere Fachschulen mit Informatik-Fachrichtungen.
  • Förderung: Aufstiegs-BAföG bei förderfähigem Bildungsgang möglich.

Was macht ein staatlich geprüfter Informatiktechniker?

Staatlich geprüfte Informatiktechniker können anspruchsvolle Aufgaben in der Entwicklung, Einrichtung, Betreuung und Optimierung von IT-Systemen übernehmen.

Sie beschäftigen sich mit Softwareanwendungen, Datennetzwerken, Datenbanksystemen und dem Zusammenspiel von Hard- und Software. Darüber hinaus können sie technische Projekte planen und organisatorische Verantwortung übernehmen.

Typische Aufgaben

  • Softwareanwendungen planen, entwickeln und testen
  • Datenbanken entwerfen und betreuen
  • IT-Systeme und Netzwerke konzipieren
  • Server und Betriebssysteme administrieren
  • Technische Anforderungen analysieren
  • Softwareschnittstellen entwickeln und integrieren
  • IT-Sicherheitsanforderungen berücksichtigen
  • Fehler in IT-Systemen systematisch untersuchen
  • IT-Projekte planen und koordinieren
  • Technische Dokumentationen erstellen
  • Software- und Systemlösungen wirtschaftlich bewerten
  • Bei entsprechender Position Mitarbeiter fachlich anleiten oder führen

Das konkrete Aufgabenprofil hängt von der gewählten Fachrichtung, den Unterrichtsschwerpunkten und der beruflichen Erfahrung ab.

Ist ein Informatiktechniker automatisch Softwareentwickler?

Nein. Die Weiterbildung kann für die Softwareentwicklung qualifizieren, aber auch andere Aufgabenbereiche erschließen.

Besonders wichtig ist die Wahl des Bildungsgangs: Während manche Fachschulen einen stärkeren Schwerpunkt auf Programmierung und Softwaretechnik legen, stehen bei anderen die Systemintegration oder technische Informationstechnik im Vordergrund.

Informatiktechnik, Informatik oder Informationstechnik: Was ist der Unterschied?

Die genaue staatliche Fachrichtungsbezeichnung unterscheidet sich zwischen den Bundesländern.

Informatiktechnik

In Bayern ist Informatiktechnik eine offiziell geführte Fachrichtung der Fachschule für Technik.

Die Technikerschule Erlangen bietet einen entsprechenden Bildungsgang an. Dort stehen Anwendungsentwicklung und Systemintegration im Mittelpunkt.

Zu den Lernbereichen gehören objektorientierte Programmierung, Datenbanktechnik, Softwaretechnik, Internettechnologien, Betriebssystemadministration und Netzwerktechnik.

Informatik

In anderen Bundesländern wird die Fachrichtung Informatik geführt.

Das Land Brandenburg nennt Informatik beispielsweise ausdrücklich als Fachrichtung der Fachschule für Technik.

In Sachsen existieren landesrechtliche Lehrpläne für staatlich geprüfte Techniker der Fachrichtung Informatik. Dazu gehört unter anderem der Schwerpunkt Softwaretechnologie.

Informationstechnik

In Hamburg gehört Informationstechnik zu den Fachrichtungen der Fachschule für Technik.

Die Unterrichtsinhalte können je nach Fachschule Überschneidungen mit Informatiktechnik aufweisen. Dennoch sollte die jeweilige Abschlussbezeichnung nicht ohne Prüfung gleichgesetzt werden.

Warum ist die genaue Abschlussbezeichnung wichtig?

Für die berufliche Bewerbung und die Einordnung des Abschlusses ist entscheidend, welche staatliche Fachrichtung im Zeugnis ausgewiesen wird.

Wer gezielt nach einem Informatiktechniker sucht, sollte daher nicht ausschließlich auf den Lehrgangsnamen achten, sondern die landesrechtliche Fachrichtung, den Abschluss und die konkreten Unterrichtsinhalte überprüfen.

Informatiktechniker, Fachinformatiker oder Elektrotechniker?

Die Berufsbezeichnungen bezeichnen unterschiedliche Bildungswege und Qualifikationen.

Fachinformatiker

Der Fachinformatiker ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf mit unterschiedlichen Fachrichtungen, etwa Anwendungsentwicklung, Systemintegration, Daten- und Prozessanalyse oder Digitale Vernetzung.

Die Ausbildung vermittelt grundlegende und vertiefende berufliche Kompetenzen für die jeweilige Fachrichtung.

Staatlich geprüfter Informatiktechniker

Der Informatiktechniker ist eine berufliche Aufstiegsqualifikation an einer Fachschule für Technik.

Die Weiterbildung baut auf vorhandenen beruflichen Kenntnissen auf und vertieft insbesondere die selbstständige Bearbeitung komplexer IT-Projekte, technische Lösungsentwicklung und betriebliche Organisation.

Staatlich geprüfter Elektrotechniker

Der Elektrotechniker beschäftigt sich stärker mit elektrotechnischen Systemen, elektronischen Anlagen und je nach Schwerpunkt mit Automatisierung, Energieversorgung oder Kommunikationstechnik.

Bei der Informations- und Kommunikationstechnik entstehen inhaltliche Überschneidungen zur Informatik.

Wer sich besonders für elektrische und elektronische Systeme interessiert, sollte unseren Ratgeber zum staatlich geprüften Elektrotechniker lesen.

Wer einen elektrotechnischen Bildungsgang mit Schwerpunkt Netzwerke sucht, findet weitere Informationen im Artikel Elektrotechniker Informations- und Kommunikationstechnik.

Wo arbeiten staatlich geprüfte Informatiktechniker?

IT-Systeme werden in nahezu allen Branchen eingesetzt. Die Möglichkeiten hängen deshalb weniger von einer einzelnen Branche als vielmehr von den erworbenen IT-Fachkenntnissen und den konkreten Stellenanforderungen ab.

Softwareentwicklung

In der Softwareentwicklung können Informatiktechniker bei der Konzeption, Programmierung, Dokumentation und Qualitätssicherung von Anwendungen mitwirken.

IT-Systemintegration

Bei der Systemintegration werden Hard- und Softwarekomponenten zu funktionierenden IT-Systemen verbunden.

Mögliche Aufgaben sind die Installation und Konfiguration von Servern, Netzwerken und Betriebssystemen sowie die Überwachung des technischen Betriebs.

Netzwerkadministration

In der Netzwerkadministration können Informatiktechniker Netzwerkinfrastrukturen planen, einrichten und betreuen.

Dazu gehören beispielsweise die Konfiguration von Netzwerkkomponenten, Fehleranalysen und die technische Dokumentation.

IT-Projektmanagement

Mit entsprechender Berufserfahrung können Aufgaben in der Planung, Koordination und Überwachung technischer Projekte hinzukommen.

Technische Informatik und Industrie

Auch Industrieunternehmen benötigen IT-Fachkräfte für die Integration und Betreuung vernetzter technischer Systeme.

Für Aufgaben in der hardwarenahen Programmierung oder industriellen Automatisierung können allerdings zusätzliche elektrotechnische Kenntnisse erforderlich sein.

Welche Voraussetzungen gelten für die Weiterbildung zum Informatiktechniker?

Die Aufnahme in eine Fachschule für Technik richtet sich nach der jeweiligen Fachschulverordnung des Bundeslandes.

In der Regel werden eine einschlägige abgeschlossene Berufsausbildung sowie Berufspraxis vorausgesetzt.

Welche Ausbildungsberufe kommen infrage?

Je nach Landesrecht und Fachschule können beispielsweise folgende Berufsausbildungen als geeignete Grundlage dienen:

  • Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung
  • Fachinformatiker für Systemintegration
  • Fachinformatiker für Digitale Vernetzung
  • Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse
  • IT-System-Elektroniker
  • Elektroniker für Informations- und Systemtechnik
  • Weitere fachlich geeignete IT- und elektrotechnische Berufe

Die Aufzählung begründet keinen automatischen Zulassungsanspruch. Maßgeblich ist die konkrete Fachschulregelung.

Wie viel Berufserfahrung benötigt man?

Häufig wird mindestens ein Jahr einschlägige Berufspraxis verlangt.

Je nach Landesrecht kann die erforderliche Tätigkeit teilweise auch während der Fachschulweiterbildung nachgewiesen werden.

Brandenburg verlangt beispielsweise für die reguläre Aufnahme in die Fachschule für Technik eine einschlägige Berufsausbildung und mindestens ein Jahr entsprechende berufliche Tätigkeit.

Informatiktechniker ohne abgeschlossene Ausbildung

Je nach Landesrecht können alternative Zugangswege über längere einschlägige Berufspraxis vorgesehen sein.

Wer keine abgeschlossene Berufsausbildung besitzt, sollte sich direkt bei der gewünschten Fachschule erkundigen, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Aufnahme möglich ist.

Empfehlung: Lassen Sie Ihre persönlichen Zulassungsvoraussetzungen vor einer verbindlichen Anmeldung schriftlich prüfen.

Welche Inhalte umfasst die Informatiktechniker-Weiterbildung?

Die Weiterbildung umfasst fachrichtungsübergreifende und informationstechnische Lernbereiche.

Die genaue Zusammenstellung richtet sich nach den jeweiligen Lehrplänen, Fachrichtungen und angebotenen Schwerpunkten.

Allgemeine und fachrichtungsübergreifende Inhalte

  • Deutsch und berufliche Kommunikation
  • Technisches Englisch
  • Mathematik
  • Betriebswirtschaftliche Grundlagen
  • Projektmanagement
  • Arbeitsorganisation
  • Qualitätsmanagement
  • Zusammenarbeit und Mitarbeiterführung
  • Wirtschaftliche Bewertung technischer Lösungen

Softwareentwicklung und Programmierung

Bei softwareorientierten Bildungsgängen gehört die Entwicklung von Computerprogrammen zu den zentralen Lerninhalten.

Die Teilnehmer beschäftigen sich beispielsweise mit:

  • Algorithmen und Datenstrukturen
  • Objektorientierter Programmierung
  • Modularer Softwareentwicklung
  • Fehlerbehandlung und Debugging
  • Softwaretests
  • Dokumentation von Programmen
  • Versionsverwaltung und Zusammenarbeit in Entwicklungsprojekten

Welche Programmiersprachen unterrichtet werden, hängt von der Fachschule und dem jeweiligen Lehrplan ab.

Datenbanktechnik

Datenbanken sind ein wichtiger Bestandteil moderner IT-Anwendungen.

Die Weiterbildung kann unter anderem Datenbankmodellierung, relationale Datenbanksysteme, SQL-Abfragen und die Entwicklung datenbankgestützter Anwendungen umfassen.

Netzwerktechnik und Systemintegration

Im Bereich der Systemintegration geht es darum, IT-Komponenten zuverlässig miteinander zu verbinden und betriebsfähig zu halten.

Zu den möglichen Themen gehören:

  • Netzwerkarchitekturen und Protokolle
  • IP-Adressierung und Routing
  • Server- und Betriebssystemadministration
  • Netzwerkdienste
  • Virtualisierung
  • Überwachung und Fehleranalyse
  • Datensicherung und Wiederherstellung

IT-Sicherheit

IT-Sicherheit ist für die zuverlässige Bereitstellung digitaler Systeme von großer Bedeutung.

Die Weiterbildung kann Grundlagen zum Schutz von Daten, zur Absicherung von Netzwerken, zur Benutzer- und Rechteverwaltung sowie zur Erkennung technischer Sicherheitsrisiken vermitteln.

Für hochspezialisierte Sicherheitsfunktionen können zusätzliche Kenntnisse und praktische Erfahrungen erforderlich sein.

Webentwicklung und Internettechnologien

Je nach Fachschule werden auch Webanwendungen, Internettechnologien, Schnittstellen und die Entwicklung verteilter Anwendungen behandelt.

IT-Projektarbeit

Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die selbstständige Bearbeitung komplexer technischer Aufgabenstellungen.

Bei einer Projektarbeit können die Teilnehmer beispielsweise eine betriebliche Softwareanwendung entwickeln, ein Netzwerk konzipieren oder ein bestehendes IT-System modernisieren.

Zur Projektarbeit gehören typischerweise Anforderungsanalyse, Planung, Umsetzung, Tests, Dokumentation und Präsentation.

Wie läuft die staatliche Informatiktechniker-Prüfung ab?

Der Bildungsgang endet mit einer staatlichen Fachschulprüfung nach den geltenden landesrechtlichen Bestimmungen.

Anders als bei einer IHK-Fortbildungsprüfung ist für den staatlich geprüften Techniker die entsprechende Fachschule beziehungsweise der staatliche Prüfungsausschuss zuständig.

Je nach Bundesland können folgende Prüfungsbestandteile vorgesehen sein:

  • Schriftliche Abschlussprüfungen
  • Mündliche Prüfungen nach Prüfungsordnung
  • Leistungsnachweise während der Weiterbildung
  • Projektarbeit
  • Präsentation und Fachgespräch

Die genaue Prüfungsstruktur unterscheidet sich nach dem jeweiligen Bildungsgang.

Wie wichtig ist die Projektarbeit?

Die Projektarbeit bietet die Möglichkeit, die erworbenen fachlichen und organisatorischen Kenntnisse praktisch anzuwenden.

In der Informatik kann sie beispielsweise die Entwicklung einer Softwarelösung, die technische Integration einer Netzwerkinfrastruktur oder die Modernisierung einer bestehenden Anwendung behandeln.

Die Bewertung und Gewichtung richten sich nach der Prüfungsordnung.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum Informatiktechniker?

Staatliche Fachschulbildungsgänge im Bereich Technik dauern in Vollzeit häufig zwei Jahre.

Bei berufsbegleitenden Unterrichtsformen ist die Dauer entsprechend länger und richtet sich nach dem jeweiligen Bundesland und Bildungsangebot.

  • Vollzeit: Häufig zwei Jahre.
  • Teilzeit: Je nach Bundesland und Schule etwa drei bis vier Jahre.
  • Fernunterricht: Für den konkreten staatlichen Abschluss Informatiktechnik konnte kein aktueller eigenständiger Fernlehrgang der großen Fernlehrinstitute bestätigt werden.

Vollzeitweiterbildung

Eine Vollzeitfachschule ermöglicht eine konzentrierte Weiterbildung über einen überschaubaren Zeitraum.

Allerdings müssen mögliche Einkommenseinbußen und die Finanzierung des Lebensunterhalts berücksichtigt werden.

Informatiktechniker berufsbegleitend

Je nach Bundesland und Fachschule können Teilzeitangebote verfügbar sein.

Interessenten sollten Unterrichtstage, Arbeitszeiten und Prüfungstermine vorab abstimmen.

Gibt es ein Informatiktechniker-Fernstudium?

Für den eigenständigen staatlichen Abschluss der Fachrichtung Informatiktechnik konnten bei ILS, SGD und Fernakademie keine aktuell buchbaren entsprechenden Fernlehrgänge bestätigt werden.

Das bedeutet nicht, dass es grundsätzlich keine alternativen IT-Fernlehrangebote gibt.

Ein Fernkurs zu Programmierung, Systemadministration oder IT-Sicherheit führt jedoch nicht automatisch zum staatlich geprüften Informatiktechniker.

Wer ausdrücklich diesen staatlichen Fachschulabschluss erwerben möchte, sollte deshalb gezielt nach staatlichen oder staatlich anerkannten Fachschulen suchen.

Wo kann man staatlich geprüfter Informatiktechniker werden?

Je nach Bundesland existieren unterschiedliche Fachschulangebote im Bereich Informatik beziehungsweise Informatiktechnik.

Die folgenden Beispiele zeigen staatlich geregelte Bildungswege. Ob zu einem bestimmten Termin neue Teilnehmer aufgenommen werden, sollte unmittelbar bei der Schule geprüft werden.

Technikerschule Erlangen – Informatiktechnik

Die Technikerschule Erlangen bietet die Fachrichtung Informatiktechnik mit staatlichem Abschluss an.

Der Unterricht konzentriert sich insbesondere auf zwei große Themenbereiche:

  • Anwendungsentwicklung: Objektorientierte Programmierung, Datenbanktechnik, Softwaretechnik und Internettechnologien.
  • Systemintegration: Betriebssystemadministration und Netzwerktechnik.

Zusätzlich werden technische und betriebliche Fachkenntnisse sowie projektorientierte Kompetenzen vermittelt.

Der Abschluss wird von der Schule als Staatlich geprüfter Techniker beziehungsweise Staatlich geprüfte Technikerin (Bachelor Professional in Technik) bezeichnet.

Zur Fachrichtung Informatiktechnik der Technikerschule Erlangen

Fachschulen für Informatik in Brandenburg

Das Bildungsministerium Brandenburg führt Informatik als eigenständige Fachrichtung im Fachbereich Technik.

Die Bildungsgänge dauern nach den allgemeinen Landesinformationen zwei Jahre in Vollzeit beziehungsweise drei Jahre in Teilzeit.

Ob einzelne Fachschulen die Fachrichtung aktuell mit freien Plätzen anbieten, muss gesondert geprüft werden.

Bildungsministerium Brandenburg – Fachschulen

Fachrichtung Informatik in Sachsen

In Sachsen bestehen staatliche Lehrpläne für die Fachrichtung Informatik mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Der Schwerpunkt Softwaretechnologie bereitet unter anderem auf die Planung, Entwicklung, Dokumentation und Bewertung von Softwareprojekten vor.

Eine passende Fachschule und deren aktueller Aufnahmestatus müssen anhand des konkreten Schulangebots geprüft werden.

Sächsischer Lehrplan Fachschule Informatik

Fachrichtung Informationstechnik in Hamburg

Das Hamburger Institut für Berufliche Bildung führt die Fachrichtung Informationstechnik unter den angebotenen Fachschulrichtungen des Fachbereichs Technik auf.

Nach den veröffentlichten allgemeinen Informationen dauert der Bildungsgang zwei Jahre beziehungsweise drei Jahre in Abendform.

Die genaue Schwerpunktsetzung und der Aufnahmeort sollten anhand des aktuellen Schulangebots geprüft werden.

Hamburger Institut für Berufliche Bildung – Fachschule für Technik

Welche Fachschule passt zu mir?

Vor der Anmeldung sollten insbesondere folgende Fragen beantwortet werden:

  • Welche genaue Fachrichtungsbezeichnung wird verliehen?
  • Liegt der Schwerpunkt auf Softwareentwicklung oder Systemintegration?
  • Welche Programmiersprachen und Technologien werden unterrichtet?
  • Welche Zulassungsvoraussetzungen gelten?
  • Ist der Bildungsgang in Vollzeit oder Teilzeit verfügbar?
  • Welche Unterrichts-, Prüfungs- und Projektleistungen werden verlangt?
  • Welche Kosten fallen tatsächlich an?
  • Ist eine Förderung durch Aufstiegs-BAföG möglich?

Was kostet die Weiterbildung zum Informatiktechniker?

Die Kosten hängen von Bundesland, Fachschule und Unterrichtsmodell ab.

An öffentlichen Fachschulen können die Unterrichtsgebühren entfallen oder vergleichsweise gering ausfallen. Dennoch können weitere Kosten entstehen.

Mit welchen Ausgaben sollte man rechnen?

  • Gegebenenfalls Unterrichts- oder Schulgebühren
  • Prüfungsgebühren, soweit separat erhoben
  • Fachliteratur und Unterrichtsmaterialien
  • Computer und technische Ausstattung
  • Gegebenenfalls Softwarelizenzen
  • Fahrtkosten und Unterkunft
  • Lebenshaltungskosten während einer Vollzeitweiterbildung
  • Mögliche Verdienstausfälle

Die vollständigen Kosten sollten vor der Anmeldung bei der jeweiligen Fachschule erfragt werden.

Aufstiegs-BAföG für Informatiktechniker

Staatlich geregelte Technikerweiterbildungen gehören grundsätzlich zu den beruflichen Aufstiegsfortbildungen, für die eine Förderung nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz möglich ist.

Nach der im Oktober 2026 geltenden Rechtslage können förderfähige Lehrgangs- und Prüfungsgebühren bis zu 15.000 Euro berücksichtigt werden.

Davon werden grundsätzlich 50 Prozent als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt.

Für den verbleibenden förderfähigen Betrag kann ein KfW-Darlehen genutzt werden.

Nach bestandener Prüfung kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen ein Erlass von 50 Prozent des noch nicht fällig gewordenen Maßnahmedarlehens erfolgen.

Bei förderfähigen Vollzeitmaßnahmen können außerdem Leistungen zum Lebensunterhalt infrage kommen.

Ob ein bestimmter Bildungsgang förderfähig ist und welche persönlichen Voraussetzungen bestehen, muss im Einzelfall geprüft werden.

Offizielle Informationen zum Aufstiegs-BAföG

Weitere Finanzierungsmöglichkeiten

Je nach Situation können Zuschüsse des Arbeitgebers, landesrechtliche Förderprogramme oder steuerliche Entlastungen für berufliche Weiterbildungskosten infrage kommen.

Die Finanzierung sollte möglichst vor Beginn der Fachschulweiterbildung geklärt werden.

Informatiktechniker: DQR 6 und Bachelor Professional

Der staatlich geprüfte Techniker ist dem DQR-Niveau 6 zugeordnet.

Auf derselben Qualifikationsstufe befinden sich akademische Bachelorabschlüsse sowie andere staatlich geregelte Techniker- und viele Meisterabschlüsse.

Die Gleichwertigkeit des Qualifikationsniveaus bedeutet jedoch nicht, dass die Abschlüsse identisch sind.

Ist der Informatiktechniker ein Bachelor?

Nein. Der staatlich geprüfte Informatiktechniker besitzt einen beruflichen Fachschulabschluss und keinen akademischen Bachelorgrad.

Er darf deshalb nicht allein aufgrund des Abschlusses die akademischen Grade Bachelor of Science oder Bachelor of Engineering führen.

Was bedeutet Bachelor Professional in Technik?

Die zusätzliche Abschlussbezeichnung Bachelor Professional in Technik kann nach den einschlägigen landesrechtlichen Regelungen verliehen beziehungsweise geführt werden.

Die Technikerschule Erlangen weist diese Bezeichnung beispielsweise für ihre staatlich geprüften Techniker aus.

Maßgeblich ist stets die Abschlussbezeichnung auf dem Zeugnis.

Wie hoch ist das Gehalt als staatlich geprüfter Informatiktechniker?

Das Einkommen hängt insbesondere von der tatsächlich ausgeübten Tätigkeit, der Berufserfahrung, dem Arbeitgeber und der individuellen Verantwortung ab.

So können die Gehälter in Softwareentwicklung, Netzwerkadministration, IT-Systemintegration und technischem Projektmanagement erheblich voneinander abweichen.

Ein einheitliches bundesweites Einstiegsgehalt allein aufgrund des Fachschulabschlusses gibt es nicht.

Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt?

  • Berufserfahrung und technische Spezialisierung
  • Softwareentwicklungs- und Systemkenntnisse
  • Branche und Unternehmensgröße
  • Tarifbindung
  • Technische und organisatorische Verantwortung
  • Projekt- und Führungsaufgaben
  • Region und Arbeitsort

Steigt das Gehalt automatisch nach der Technikerprüfung?

Nein. Die bestandene Technikerprüfung führt nicht automatisch zu einer höheren Vergütung.

Eine Gehaltssteigerung kann sich ergeben, wenn anschließend anspruchsvollere Tätigkeiten oder zusätzliche Verantwortung übernommen werden.

Wo findet man aktuelle Gehaltsdaten?

Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit bietet statistische Vergleichswerte für unterschiedliche IT-Berufe.

Die dort ausgewiesenen Berufsgruppen umfassen aber nicht ausschließlich Personen mit dem Abschluss Staatlich geprüfter Informatiktechniker.

Für eine realistische Einschätzung sind deshalb konkrete Stellenprofile und vergleichbare IT-Tätigkeiten besonders wichtig.

Welche Karrierechancen bietet der staatlich geprüfte Informatiktechniker?

Die Weiterbildung kann neue Möglichkeiten in technischen Fach- und Projektpositionen eröffnen.

Abhängig vom Schwerpunkt und der persönlichen Berufserfahrung kommen beispielsweise folgende Tätigkeiten infrage:

  • Softwareentwickler
  • IT-Systemadministrator
  • Netzwerkadministrator
  • Technischer IT-Projektkoordinator
  • IT-Systemintegrator
  • Fachkraft für Datenbankanwendungen
  • Technischer Anwendungsberater
  • Fachkraft für Softwaretests und Qualitätssicherung
  • IT-Support-Spezialist für komplexe Systeme
  • Team- oder Gruppenleiter bei entsprechender Eignung

Die Qualifikation allein garantiert keine bestimmte Stelle. Arbeitgeber bewerten zusätzlich praktische Erfahrungen und die tatsächlich vorhandenen technischen Fähigkeiten.

Welche IT-Kenntnisse sind besonders wichtig?

Die erforderlichen Kompetenzen hängen von der gewünschten Position ab.

Für die Softwareentwicklung können beispielsweise Kenntnisse in aktuellen Programmiersprachen, Datenbanken, Testverfahren und Versionsverwaltung relevant sein.

In der Systemadministration sind dagegen Netzwerktechnik, Betriebssysteme, Virtualisierung, Datensicherung und IT-Sicherheit besonders wichtig.

Zusätzliche praktische Projekte und herstellerbezogene Zertifizierungen können die beruflichen Möglichkeiten erweitern.

Kann man sich als Informatiktechniker selbstständig machen?

Grundsätzlich können IT-Dienstleistungen und Softwareentwicklung selbstständig angeboten werden.

Je nach konkreter Tätigkeit können jedoch gewerbe-, handwerks- oder berufsrechtliche Anforderungen bestehen.

Der staatliche Technikerabschluss begründet nicht automatisch sämtliche rechtlichen Befugnisse in angrenzenden technischen Tätigkeitsbereichen.

Kann man nach dem Informatiktechniker studieren?

Ein staatlich geregelter Fachschulabschluss kann auch ohne Abitur den Hochschulzugang ermöglichen.

Welche Zulassungsbedingungen gelten, richtet sich nach dem jeweiligen Hochschulrecht und den Vorgaben der Hochschule.

Für Informatiktechniker können insbesondere folgende Studienrichtungen interessant sein:

  • Informatik
  • Wirtschaftsinformatik
  • Software Engineering
  • IT-Sicherheit
  • Technische Informatik
  • Medieninformatik
  • Wirtschaftsingenieurwesen mit IT-Schwerpunkt

Beruflich erworbene Kompetenzen können unter bestimmten Voraussetzungen auf einzelne Studienleistungen angerechnet werden.

Eine Anrechnung erfolgt jedoch nicht automatisch aufgrund der Einstufung auf DQR-Niveau 6.

Häufige Fragen zum staatlich geprüften Informatiktechniker

Ist Informatiktechniker ein staatlich anerkannter Abschluss?

Ja. Die Fachrichtung Informatiktechnik beziehungsweise entsprechende staatliche Informatik-Fachrichtungen werden in verschiedenen Bundesländern an Fachschulen für Technik geführt. Die genaue Abschlussbezeichnung richtet sich nach Landesrecht.

Wie lange dauert die Weiterbildung?

In Vollzeit häufig zwei Jahre. Bei Teilzeitangeboten kann die Weiterbildung etwa drei bis vier Jahre dauern.

Welche Ausbildung benötigt man?

In der Regel eine einschlägige IT- oder technische Berufsausbildung und entsprechende Berufspraxis. Die konkreten Zulassungsvoraussetzungen hängen vom Bundesland und der Fachschule ab.

Kann man ohne Ausbildung Informatiktechniker werden?

Je nach Landesrecht können alternative Zugangswege über mehrjährige einschlägige Berufspraxis vorgesehen sein. Die zuständige Fachschule entscheidet über die Aufnahme.

Gibt es ein Informatiktechniker-Fernstudium?

Bei ILS, SGD und Fernakademie konnte kein aktuell buchbarer Fernlehrgang zum eigenständigen staatlichen Abschluss Informatiktechnik bestätigt werden. Andere IT-Fernkurse führen nicht automatisch zu demselben Abschluss.

Welche Inhalte sind besonders wichtig?

Je nach Schwerpunkt unter anderem Programmierung, Softwaretechnik, Datenbanken, Netzwerktechnik, Betriebssystemadministration, IT-Sicherheit und Projektarbeit.

Ist die Prüfung eine IHK-Prüfung?

Nein. Der staatlich geprüfte Techniker ist ein Fachschulabschluss nach Landesrecht und keine reguläre IHK-Fortbildungsprüfung.

Ist der Informatiktechniker auf Bachelor-Niveau?

Ja. Der staatlich geprüfte Techniker ist DQR-Niveau 6 zugeordnet. Das entspricht dem Qualifikationsniveau eines akademischen Bachelorabschlusses, ohne dass ein akademischer Grad verliehen wird.

Was bedeutet Bachelor Professional in Technik?

Die zusätzliche Bezeichnung kann nach der einschlägigen landesrechtlichen Abschlussregelung geführt werden. Entscheidend ist der im Zeugnis ausgewiesene Abschluss.

Was kostet die Weiterbildung?

Die Kosten unterscheiden sich nach Fachschule und Unterrichtsform. An öffentlichen Fachschulen können Unterrichtsgebühren entfallen. Zusätzliche Kosten für Material, Ausstattung, Fahrten und Lebensunterhalt sind möglich.

Kann man Aufstiegs-BAföG beantragen?

Ja. Für förderfähige staatliche Technikerweiterbildungen ist Aufstiegs-BAföG grundsätzlich möglich. Die gesetzlichen Voraussetzungen müssen erfüllt sein.

Wie viel verdient ein Informatiktechniker?

Das Einkommen richtet sich nach Tätigkeit, Erfahrung, Spezialisierung und Verantwortung. Ein allgemeingültiges Einstiegsgehalt allein aufgrund des Abschlusses besteht nicht.

Was ist der Unterschied zum Fachinformatiker?

Fachinformatiker ist ein anerkannter Ausbildungsberuf. Der staatlich geprüfte Informatiktechniker ist eine darauf aufbauende beziehungsweise berufliche Erfahrung voraussetzende Fachschulweiterbildung.

Kann man danach Informatik studieren?

Ja. Ein staatlicher Fachschulabschluss kann den Hochschulzugang auch ohne Abitur ermöglichen. Über konkrete Zulassung und mögliche Anrechnungen entscheidet die Hochschule nach ihren Regelungen.

Fazit: Für wen lohnt sich der staatlich geprüfte Informatiktechniker?

Die Weiterbildung zum staatlich geprüften Informatiktechniker kann für Fachkräfte sinnvoll sein, die ihre Kenntnisse in Softwareentwicklung, Netzwerktechnik, Systemintegration oder IT-Projektarbeit erweitern möchten.

Die Fachschulqualifikation ist dem DQR-Niveau 6 zugeordnet und kann den Zugang zu anspruchsvollen technischen Fach- und Projektaufgaben unterstützen.

Besonders wichtig ist die Wahl der passenden Fachrichtung: Informatiktechnik, Informatik und Informationstechnik unterscheiden sich je nach Bundesland und Fachschule in ihrer genauen Abschlussbezeichnung und teilweise auch in den Unterrichtsschwerpunkten.

Vor der Anmeldung sollten deshalb der staatliche Abschluss, die Zulassungsvoraussetzungen, der konkrete Lehrplan, die Unterrichtsform und die Finanzierung geprüft werden.

Weitere Fachrichtungen finden Sie in unserer Übersicht zum staatlich geprüften Techniker. Verwandte Bildungsgänge behandeln unsere Ratgeber zum staatlich geprüften Elektrotechniker und zum Elektrotechniker Informations- und Kommunikationstechnik.

Quellen und weiterführende Informationen

Redaktioneller Stand: Oktober 2026. Die Fachrichtungsbezeichnungen, Zulassungsvoraussetzungen und Prüfungsregelungen unterscheiden sich je nach Bundesland. Die aktuelle Durchführung und Verfügbarkeit konkreter Fachschulbildungsgänge müssen vor der Anmeldung bei der jeweiligen Schule geprüft werden.