Geprüfter Betriebswirt nach BBiG: Voraussetzungen, Prüfung und Kosten

Der Geprüfte Betriebswirt nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) ist eine der höchsten beruflichen Aufstiegsfortbildungen im kaufmännischen Bereich. Der bundesrechtlich geregelte Abschluss trägt die Zusatzbezeichnung Master Professional in Business Management und ist auf Niveau 7 des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) eingeordnet.

Die Weiterbildung richtet sich vor allem an Fachwirte, Fachkaufleute und andere entsprechend qualifizierte Berufstätige, die ihre betriebswirtschaftlichen Kenntnisse vertiefen und sich auf strategische Managementaufgaben vorbereiten möchten.

Der Weg zum Abschluss führt über eine anspruchsvolle Prüfung bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer. Neben drei schriftlichen Situationsaufgaben gehören ein mündliches Prüfungsgespräch sowie eine umfangreiche Projektarbeit mit Präsentation und Fachgespräch dazu.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Zulassungsvoraussetzungen 2026 gelten, wie die Prüfung aufgebaut ist, welche Kosten entstehen und wie Sie sich berufsbegleitend oder mit einem Fernlehrgang vorbereiten können.

Geprüfter Betriebswirt nach BBiG: Das Wichtigste im Überblick

  • Vollständiger Abschluss: Geprüfter Betriebswirt nach dem Berufsbildungsgesetz – Master Professional in Business Management nach dem Berufsbildungsgesetz.
  • Rechtsgrundlage: Bundesrechtliche Fortbildungsverordnung in der Fassung vom 18. Dezember 2020.
  • Fortbildungsstufe: Dritte berufliche Fortbildungsstufe nach BBiG.
  • DQR-Niveau: 7.
  • Prüfungsstelle: Zuständige Industrie- und Handelskammer.
  • Zulassung: Insbesondere über geeignete Fachwirt-, Fachkaufmann-, Fachschul- oder wirtschaftswissenschaftliche Hochschulabschlüsse.
  • Schriftliche Prüfung: Drei Situationsaufgaben mit jeweils 240 Minuten Bearbeitungszeit.
  • Mündliche Prüfung: Maximal 45 Minuten.
  • Projektprüfung: Projektarbeit innerhalb von 30 Kalendertagen, anschließend Präsentation und Fachgespräch.
  • Fernlehrgänge: Beispielsweise bei ILS, SGD und Fernakademie, jeweils mit regulär 16 Monaten Vorbereitungszeit.
  • Förderung: Aufstiegs-BAföG bei Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen.

Was ist der Geprüfte Betriebswirt nach BBiG?

Der Geprüfte Betriebswirt nach BBiG ist ein öffentlich-rechtlich anerkannter beruflicher Fortbildungsabschluss. Er gehört zur dritten beruflichen Fortbildungsstufe und baut auf bereits vorhandenen kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Kompetenzen auf.

Während sich viele Fachwirt-Fortbildungen vor allem mit fachlichen und operativen Führungsaufgaben beschäftigen, liegt beim Geprüften Betriebswirt der Schwerpunkt stärker auf der strategischen Unternehmensführung.

Die Absolventen sollen in der Lage sein, wirtschaftliche Entwicklungen zu bewerten, unternehmerische Strategien mitzugestalten und komplexe Entscheidungen vorzubereiten oder umzusetzen.

Dazu gehören beispielsweise die Erschließung neuer Märkte, die Organisation von Unternehmensprozessen, die strategische Personalplanung und die Bewertung wirtschaftlicher Risiken.

Der Abschluss ist branchenübergreifend ausgerichtet. Er kann deshalb sowohl für Beschäftigte in Industrie- und Handelsunternehmen als auch in Dienstleistungsunternehmen und anderen Organisationen interessant sein.

Master Professional in Business Management: Was bedeutet die Bezeichnung?

Der Geprüfte Betriebswirt nach BBiG trägt die zusätzliche Abschlussbezeichnung Master Professional in Business Management.

Diese Bezeichnung kennzeichnet den Abschluss als Qualifikation der dritten beruflichen Fortbildungsstufe.

Er ist dem DQR-Niveau 7 zugeordnet. Auf derselben Niveaustufe befinden sich auch akademische Masterabschlüsse.

Die DQR-Einstufung beschreibt jedoch ein vergleichbares Kompetenzniveau und keine rechtliche oder inhaltliche Identität zwischen den Abschlüssen.

Der Master Professional in Business Management ist kein akademischer Master of Arts oder Master of Science.

Der Abschluss wird durch eine berufliche Fortbildungsprüfung bei der IHK erworben und nicht durch ein Hochschulstudium.

Ein automatischer Anspruch auf dieselben hochschulrechtlichen Berechtigungen wie bei einem akademischen Masterabschluss entsteht dadurch nicht.

Rechtsgrundlage: Welche Prüfungsverordnung gilt?

Die maßgebliche Rechtsgrundlage ist die Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Betriebswirt nach dem Berufsbildungsgesetz – Master Professional in Business Management.

Die aktuelle Fassung stammt vom 18. Dezember 2020.

Die Verordnung regelt insbesondere:

  • Prüfungsziel und Abschlussbezeichnung
  • Zulassungsvoraussetzungen
  • Handlungsbereiche
  • Aufbau der schriftlichen und mündlichen Prüfungen
  • Projektarbeit, Präsentation und Fachgespräch
  • Bewertung und Bestehen
  • Wiederholung nicht bestandener Prüfungsleistungen

Die vollständige Verordnung finden Sie im offiziellen Rechtsportal des Bundes: Geprüfter-Betriebswirt-Fortbildungsverordnung.

Welche Voraussetzungen gelten für die IHK-Prüfung?

Die Zulassung zur Prüfung ist in § 3 der Fortbildungsverordnung geregelt.

Es stehen mehrere Zugangswege zur Verfügung.

1. Zulassung mit Fachwirt- oder Fachkaufmann-Abschluss

Zur Prüfung ist grundsätzlich zuzulassen, wer eine geeignete Prüfung nach dem Berufsbildungsgesetz erfolgreich abgelegt hat, die zu einer Abschlussbezeichnung als Fachwirt, Fachkaufmann oder zu einem vergleichbaren kaufmännischen Fortbildungsabschluss nach BBiG führt.

Typische Beispiele können entsprechend geregelte Fachwirt- oder Fachkaufmann-Abschlüsse sein.

Wichtig: Nach diesem regulären Zulassungsweg wird kein pauschales zusätzliches Jahr Berufspraxis nach dem Fachwirt- oder Fachkaufmann-Abschluss verlangt.

2. Zulassung mit Kaufmännischem Fachwirt HwO

Auch mit dem Geprüften Kaufmännischen Fachwirt nach der Handwerksordnung ist eine Zulassung möglich.

Dies gilt ebenso für die in der Verordnung genannte Abschlussbezeichnung mit dem Zusatz Bachelor Professional für Kaufmännisches Management nach der Handwerksordnung.

3. Zulassung über eine kaufmännische Fachschule

Ein weiterer Zugangsweg besteht über eine erfolgreich abgeschlossene staatliche oder staatlich anerkannte Prüfung an einer kaufmännischen Fachschule, die auf eine Berufsausbildung aufbaut.

Zusätzlich muss nach diesem Abschluss mindestens ein Jahr einschlägige Berufspraxis nachgewiesen werden.

4. Zulassung mit wirtschaftswissenschaftlichem Hochschulabschluss

Auch ein geeigneter wirtschaftswissenschaftlicher Bachelor-, Master- oder Diplomabschluss einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule beziehungsweise einer rechtlich gleichgestellten Akademie kann zur Zulassung berechtigen.

Hierfür muss nach dem Abschluss mindestens ein Jahr einschlägige Berufspraxis nachgewiesen werden.

Bei den Zugangswegen über eine Fachschule oder Hochschule muss die Berufspraxis wesentliche Bezüge zu den in der Verordnung beschriebenen Aufgaben aufweisen.

5. Ausnahmezulassung durch die IHK

Eine abweichende Zulassung ist ebenfalls vorgesehen.

Wer durch Zeugnisse oder auf andere Weise vergleichbare Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten glaubhaft machen kann, kann unter Umständen zur Prüfung zugelassen werden.

Die Entscheidung trifft die zuständige Industrie- und Handelskammer anhand der eingereichten Nachweise.

Empfehlung: Lassen Sie die Prüfungszulassung möglichst vor der verbindlichen Anmeldung zu einem kostenpflichtigen Vorbereitungskurs klären.

Rechtsgrundlage: § 3 – Voraussetzungen für die Prüfungszulassung

Geprüfter Betriebswirt ohne Fachwirt: Ist das möglich?

Ja. Ein Fachwirtabschluss ist nicht der einzige Zugang zum Geprüften Betriebswirt nach BBiG.

Die Fortbildungsverordnung nennt ausdrücklich weitere reguläre Zulassungswege.

Beispielsweise kann ein wirtschaftswissenschaftlicher Hochschulabschluss mit anschließender einschlägiger Berufspraxis ausreichen.

Auch ein geeigneter kaufmännischer Fachschulabschluss mit anschließender Berufspraxis kann zur Zulassung führen.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer individuellen Ausnahmezulassung.

Wer über keine passende Vorqualifikation verfügt, sollte allerdings zunächst prüfen, ob eine Weiterbildung zum Fachwirt oder Fachkaufmann der sinnvollere erste Schritt ist.

Geprüfter Betriebswirt direkt nach der Ausbildung?

Eine abgeschlossene kaufmännische Berufsausbildung allein erfüllt normalerweise noch keinen der regulären Zugangswege für die Prüfung.

Der Geprüfte Betriebswirt gehört bewusst zur dritten Fortbildungsstufe und baut damit auf weiterführenden Kompetenzen auf.

Für viele kaufmännisch Beschäftigte führt ein sinnvoller Bildungsweg deshalb über eine entsprechende Fachwirt- oder Fachkaufmann-Fortbildung.

Die konkrete Zulassung sollte immer durch die zuständige IHK geprüft werden.

Welche Inhalte hat die Weiterbildung zum Geprüften Betriebswirt?

Die Prüfung ist an betrieblichen Handlungssituationen orientiert.

Im Mittelpunkt stehen fünf Handlungsbereiche, die in der Prüfung miteinander verbunden werden.

1. Unternehmensspezifische Strategiefelder erkennen und ausgestalten

In diesem Handlungsbereich geht es insbesondere darum, die langfristige Ausrichtung eines Unternehmens zu beurteilen und strategische Maßnahmen zu entwickeln.

Typische Themen sind:

  • Unternehmenspolitik und strategische Zielsetzung
  • Markt- und Wettbewerbsanalysen
  • Strategische Personal- und Logistikplanung
  • Nachhaltige Unternehmensführung
  • Risikomanagement und Compliance
  • Entwicklung und Bewertung von Unternehmensstrategien

2. Normenbestimmte und finanzwirtschaftliche Rahmenbedingungen bewerten

Hier geht es darum, wirtschaftliche Entscheidungen unter rechtlichen und finanziellen Gesichtspunkten zu prüfen.

  • Unternehmensfinanzierung
  • Investitionsentscheidungen
  • Finanzwirtschaftliche Steuerung
  • Rechtliche Rahmenbedingungen
  • Steuerliche Auswirkungen unternehmerischer Entscheidungen
  • Internationale Rahmenbedingungen

3. Nationale und internationale Leistungsprozesse organisieren

Unternehmen arbeiten häufig mit Lieferanten, Kunden und Geschäftspartnern in mehreren Ländern zusammen.

Der Handlungsbereich behandelt deshalb beispielsweise:

  • Internationale Geschäftstätigkeit
  • Markterschließungsstrategien
  • Beschaffung und Logistik
  • Leistungsprozesse im Unternehmen
  • Finanzierung internationaler Aktivitäten
  • Steuerung von Wertschöpfungsketten

4. Unternehmensorganisation strategisch gestalten

In diesem Bereich wird untersucht, wie Unternehmen ihre Strukturen und Prozesse auf strategische Ziele ausrichten können.

  • Aufbau- und Ablauforganisation
  • Strategische Personal- und Nachfolgeplanung
  • Unternehmensstandorte und Organisationsentscheidungen
  • Corporate Governance
  • Organisationsentwicklung
  • Interkulturelle und ethische Anforderungen

5. Planung, Steuerung und Überwachung von Unternehmensprozessen wahrnehmen

Dieser Handlungsbereich beschäftigt sich mit integrierten Managementsystemen und der strategischen Steuerung von Unternehmensprozessen.

  • Strategisches Controlling
  • Integrierte Managementsysteme
  • Informations- und Digitalisierungssysteme
  • Strategisches Personalmanagement
  • Wertemanagement
  • Überwachung und Verbesserung von Geschäftsprozessen

Die fünf Bereiche werden in der Prüfung nicht ausschließlich als voneinander getrennte Wissensgebiete behandelt.

Vielmehr müssen die Prüflinge wirtschaftliche Sachverhalte aus mehreren Perspektiven analysieren und geeignete Lösungen entwickeln.

Wie ist die Prüfung zum Geprüften Betriebswirt aufgebaut?

Die IHK-Prüfung besteht nach § 10 der Fortbildungsverordnung aus drei Teilen:

  1. Schriftlicher Prüfungsteil
  2. Mündlicher Prüfungsteil
  3. Projektbezogener Prüfungsteil

Das gesamte Prüfungsverfahren muss grundsätzlich innerhalb von drei Jahren ab dem Tag der ersten Prüfungsleistung abgeschlossen sein.

Teil 1: Drei schriftliche Situationsaufgaben

Die schriftliche Prüfung basiert auf einer betrieblichen Situation.

Hieraus werden drei aufeinander abgestimmte Aufgabenstellungen entwickelt.

Jede Aufgabenstellung umfasst mehrere Teilaufgaben und muss die fünf Handlungsbereiche situationsbezogen berücksichtigen.

Für jede der drei Situationsaufgaben stehen 240 Minuten zur Verfügung.

Damit ergibt sich eine gesamte schriftliche Bearbeitungszeit von 720 Minuten.

Im Gegensatz zu reinen Wissensabfragen müssen die Prüfungsteilnehmer eigenständige Lösungsvorschläge erarbeiten.

Englisch in der schriftlichen Prüfung

Eine Besonderheit der Prüfung ist der verpflichtende englischsprachige Aufgabenanteil.

In jeder der drei schriftlichen Aufgabenstellungen müssen Aufgaben zu einem Handlungsbereich in englischer Sprache gestellt werden.

Diese Aufgaben müssen auch in englischer Sprache beantwortet werden.

Wer sich auf die Prüfung vorbereitet, sollte deshalb nicht nur allgemeine Englischkenntnisse auffrischen, sondern auch betriebswirtschaftliches Fachvokabular und englischsprachige Fallbearbeitungen üben.

Teil 2: Mündliches Fachgespräch

Zum mündlichen Prüfungsteil wird zugelassen, wer den schriftlichen Prüfungsteil abgelegt hat.

Die mündliche Prüfung soll höchstens 45 Minuten dauern.

Sie umfasst die fünf Handlungsbereiche. Der Schwerpunkt liegt auf der Planung, Steuerung und Überwachung von Unternehmensprozessen.

Im Fachgespräch müssen betriebliche Probleme analysiert, Lösungsvorschläge entwickelt und deren praktische Eignung bewertet werden.

Der mündliche Prüfungsteil muss grundsätzlich innerhalb von zwei Jahren nach dem Bestehen des schriftlichen Prüfungsteils durchgeführt werden.

Teil 3: Projektbezogene Prüfung

Zum projektbezogenen Prüfungsteil wird erst zugelassen, wer sowohl den schriftlichen als auch den mündlichen Prüfungsteil bestanden hat.

Die Projektprüfung besteht aus:

  • Schriftlicher Projektarbeit
  • Präsentation
  • Projektarbeitsbezogenem Fachgespräch

Sie dient dazu, komplexe betriebliche Aufgabenstellungen auf strategischer Ebene zu bearbeiten.

Projektarbeit: Thema, Bearbeitungszeit und Anforderungen

Die Projektarbeit zählt zu den anspruchsvollsten Bestandteilen der Prüfung.

Sie muss eine zukunfts- und praxisorientierte betriebliche Aufgabenstellung behandeln und als Entscheidungsvorlage für unternehmerische Entscheidungen aufbereitet sein.

Die Aufgabenstellung muss mindestens zwei der fünf Handlungsbereiche berücksichtigen.

Die Arbeit wird als Hausarbeit angefertigt. Die Bearbeitungszeit beträgt 30 Kalendertage.

Wie wird das Projektthema festgelegt?

Prüfungsteilnehmer können dem Prüfungsausschuss ein Thema vorschlagen.

Das endgültige Thema wird jedoch durch den Prüfungsausschuss gestellt. Dabei soll der eingereichte Vorschlag berücksichtigt werden.

Wenn kein Themenvorschlag eingereicht wird, bestimmt der Prüfungsausschuss das Thema.

Beispiele für mögliche Projektthemen

Geeignete Themen können beispielsweise sein:

  • Entwicklung einer Strategie zur Erschließung eines neuen Absatzmarktes
  • Wirtschaftliche Bewertung der Einführung eines digitalen Geschäftsmodells
  • Strategische Neuausrichtung der Personalplanung eines Unternehmens
  • Bewertung einer geplanten Standortverlagerung
  • Einführung eines integrierten Managementsystems
  • Entwicklung einer nachhaltigen Beschaffungsstrategie
  • Strategische Entscheidungsvorlage für eine Unternehmensgründung

Diese Beispiele dienen der Orientierung. Ob ein konkretes Thema geeignet ist, entscheidet der Prüfungsausschuss.

Wie sollte die Projektarbeit aufgebaut sein?

Ein möglicher Aufbau orientiert sich an einer unternehmerischen Entscheidung:

  1. Ausgangssituation und Problemstellung
  2. Zielsetzung und Abgrenzung der Aufgabe
  3. Analyse der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
  4. Entwicklung möglicher Handlungsalternativen
  5. Wirtschaftliche und strategische Bewertung
  6. Begründete Handlungsempfehlung
  7. Umsetzungsplanung und Erfolgskontrolle

Die verbindlichen Anforderungen an Umfang, Format, Abgabe und Zitierweise ergeben sich aus den Vorgaben der jeweiligen IHK.

Präsentation und projektbezogenes Fachgespräch

Nach bestandener Projektarbeit folgen die Präsentation und das projektarbeitsbezogene Fachgespräch.

Präsentation

Die Präsentation soll höchstens 15 Minuten dauern.

Die Prüflinge stellen darin die betriebliche Aufgabenstellung, ihre Analyse und die entwickelte Lösung vor.

Wichtig ist eine nachvollziehbare Begründung, weshalb die vorgeschlagene Maßnahme unter strategischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten sinnvoll ist.

Projektarbeitsbezogenes Fachgespräch

Das anschließende Fachgespräch soll 30 Minuten nicht überschreiten.

Hier werden die Ergebnisse und Empfehlungen der Projektarbeit vertieft.

Prüflinge müssen beispielsweise wirtschaftliche Annahmen erläutern, Alternativen bewerten und auf mögliche Risiken eingehen.

Der Schwerpunkt liegt darauf, die vorgeschlagenen Entscheidungen fachlich zu vertreten.

Wie wird die Betriebswirt-Prüfung bewertet?

Die Prüfungsleistungen werden nach einem festgelegten Punktesystem bewertet.

Grundsätzlich müssen in den vorgeschriebenen einzelnen Prüfungsleistungen mindestens 50 Punkte erreicht werden.

Für die Gesamtnote gelten folgende Gewichtungen:

Prüfungsteil Gewichtung
Schriftlicher Prüfungsteil 50 %
Mündlicher Prüfungsteil 30 %
Projektbezogener Prüfungsteil 20 %

Innerhalb des projektbezogenen Prüfungsteils werden die Leistungen nochmals unterschiedlich gewichtet:

  • Projektarbeit: 30 Prozent
  • Präsentation: 10 Prozent
  • Projektarbeitsbezogenes Fachgespräch: 60 Prozent

Alle vorgeschriebenen Bestehensanforderungen müssen erfüllt sein. Eine nicht bestandene Einzelleistung lässt sich deshalb nicht beliebig durch gute Ergebnisse in anderen Prüfungsbereichen ausgleichen.

Die gesetzlichen Einzelheiten finden Sie in § 15 der Fortbildungsverordnung.

Vorbereitung auf die IHK-Prüfung: Vollzeit, Teilzeit oder Fernstudium?

Die Fortbildungsverordnung schreibt keinen bestimmten Vorbereitungskurs vor.

Entscheidend ist, dass die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt werden und die Prüfung bestanden wird.

Für die Vorbereitung stehen unterschiedliche Lernformen zur Verfügung.

Vollzeitlehrgang

Ein Vollzeitlehrgang kann geeignet sein, wenn die Weiterbildung in einem kürzeren, konzentrierten Zeitraum absolviert werden soll.

Dafür muss die Teilnahme mit der beruflichen und privaten Situation vereinbar sein.

Berufsbegleitender Präsenzlehrgang

Bei berufsbegleitenden Lehrgängen finden die Unterrichtseinheiten beispielsweise abends oder an Wochenenden statt.

Der persönliche Kontakt zu Dozenten und anderen Teilnehmern kann die Vorbereitung erleichtern.

Fernlehrgang

Ein Fernlehrgang ermöglicht eine weitgehend flexible Zeiteinteilung.

Studienmaterialien werden selbstständig bearbeitet. Hinzu kommen digitale Lernangebote, Einsendeaufgaben und gegebenenfalls Prüfungsvorbereitungsseminare.

Diese Form eignet sich besonders für Personen, die neben einer Vollzeitbeschäftigung lernen möchten und ihren Lernalltag selbstständig organisieren können.

Geprüfter Betriebswirt IHK im Fernstudium: Drei aktuelle Anbieter

Wer sich berufsbegleitend auf die Prüfung vorbereiten möchte, findet bei ILS, SGD und Fernakademie entsprechende Fernlehrgänge.

Alle drei Anbieter haben aktuell einen Lehrgang zum Geprüften Betriebswirt IHK – Master Professional in Business Management im Programm.

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Betriebswirt nach BBiG: Fernlehrgänge vergleichen

Die folgenden Fernschulen bereiten auf den bundesrechtlich geregelten IHK-Abschluss auf DQR-Niveau 7 vor. Informieren Sie sich über Studienmaterial, Betreuung und Gebühren.

ILS

Geprüfter Betriebswirt IHK
16 Monate
Ca. 13 Stunden pro Woche

ILS-Lehrgang ansehen

SGD

Geprüfter Betriebswirt IHK
16 Monate
Ca. 13 Stunden pro Woche

SGD-Lehrgang ansehen

Fernakademie

Geprüfter Betriebswirt IHK
16 Monate
Ca. 13 Stunden pro Woche

Fernakademie ansehen

Bei einer Anmeldung über unsere Affiliate-Links können wir eine Provision erhalten. Für Sie entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Die Lehrgänge bereiten auf die externe IHK-Prüfung vor; der anerkannte Abschluss wird erst nach bestandener IHK-Prüfung verliehen.

ILS: Geprüfter Betriebswirt IHK

Das Institut für Lernsysteme bietet einen Fernlehrgang zur Vorbereitung auf den aktuellen IHK-Abschluss an.

  • Dauer: Regulär 16 Monate
  • Lernaufwand: Etwa 13 Stunden pro Woche
  • Studienbeginn: Jederzeit
  • Kostenlose Verlängerung: Neun Monate
  • Prüfungsvorbereitung: Zwei Online-Webinare mit insgesamt zehn Unterrichtstagen
  • ZFU-Zulassung: 5161125

Der erfolgreiche Fernlehrgang wird durch ein ILS-Abschlusszeugnis bestätigt. Den bundesrechtlich geregelten Abschluss erwerben Teilnehmer erst mit bestandener IHK-Prüfung.

SGD: Geprüfter Betriebswirt IHK

Auch die Studiengemeinschaft Darmstadt bietet einen entsprechenden Fernlehrgang an.

  • Dauer: Regulär 16 Monate
  • Lernaufwand: Etwa 13 Stunden pro Woche
  • Studienbeginn: Jederzeit
  • Flexible Studiendauer: Bis zu 25 Monate Gesamtlaufzeit
  • Prüfungsvorbereitung: Zwei Online-Veranstaltungen mit insgesamt zehn Unterrichtstagen

Der Lehrgang bereitet auf die Prüfung nach der aktuellen Fortbildungsverordnung vor.

Der SGD-Abschluss und der IHK-Fortbildungsabschluss sind dabei voneinander zu unterscheiden.

Fernakademie: Geprüfter Betriebswirt IHK

Die Fernakademie für Erwachsenenbildung bietet ebenfalls eine Vorbereitung auf den Master Professional in Business Management an.

  • Dauer: Regulär 16 Monate
  • Lernaufwand: Etwa 13 Stunden pro Woche
  • Studienbeginn: Jederzeit
  • Kostenlose Verlängerung: Neun Monate
  • ZFU-Zulassung: 5168526
  • Prüfungsvorbereitung: Zwei Online-Webinare mit zusammen zehn Unterrichtstagen

Die Fernakademie stellt nach erfolgreichem Lehrgang ein eigenes Abschlusszeugnis aus. Den IHK-Abschluss erhält nur, wer die entsprechende externe Prüfung besteht.

Wie viel Lernzeit ist für die Vorbereitung sinnvoll?

Die drei beschriebenen Fernlehrgänge kalkulieren mit ungefähr 13 Stunden Lernzeit pro Woche.

Das entspricht einer erheblichen zusätzlichen Belastung neben einer Vollzeitbeschäftigung.

Bei der persönlichen Planung sollten auch die Vorbereitung auf die schriftlichen Situationsaufgaben, das Training englischsprachiger Aufgaben und die spätere Projektarbeit berücksichtigt werden.

Ein sinnvoller Lernplan sollte deshalb feste Lernzeiten, Wiederholungsphasen und ausreichend Puffer für berufliche oder private Verpflichtungen vorsehen.

Was kostet der Geprüfte Betriebswirt nach BBiG?

Die Gesamtkosten hängen von der gewählten Vorbereitungsform und den Prüfungsgebühren der zuständigen Industrie- und Handelskammer ab.

Bei Fernlehrgängen sollten insbesondere folgende Kosten geprüft werden:

  • Monatliche Studiengebühren
  • Gesamtkosten über die Vertragslaufzeit
  • Kosten für Lernmaterialien
  • Enthaltene Seminare und Prüfungsvorbereitungsveranstaltungen
  • Prüfungsgebühren der IHK
  • Fahrt- und gegebenenfalls Übernachtungskosten
  • Gebühren bei Wiederholungsprüfungen

Die Fernschulen veröffentlichen ihre aktuellen Studiengebühren teilweise erst nach einer entsprechenden Preisabfrage. Deshalb sollten Interessenten die Gesamtkosten vor Vertragsabschluss direkt vergleichen.

Wie hoch sind die IHK-Prüfungsgebühren?

Die Prüfungsgebühren werden nach der Gebührenordnung der zuständigen IHK erhoben.

Ein konkretes Beispiel bietet die IHK Düsseldorf. Dort sind für die Prüfung nach der Verordnung 2020 folgende Gebühren veröffentlicht:

  • Erster Prüfungsteil: 343 Euro
  • Zweiter Prüfungsteil: 343 Euro
  • Projektarbeit: 353 Euro

Zusammen ergibt sich daraus ein Betrag von 1.039 Euro.

Diese Gebühren gelten als Beispiel für die IHK Düsseldorf und sind kein bundesweit einheitlicher Prüfungspreis.

Bei einer anderen IHK können abweichende Gebühren gelten.

Aufstiegs-BAföG für den Betriebswirt nach BBiG

Die Vorbereitung auf den Geprüften Betriebswirt nach BBiG kann bei Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen über das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) gefördert werden.

Die Förderung ist nicht auf Vollzeitlehrgänge beschränkt. Auch geeignete berufsbegleitende und mediengestützte Maßnahmen können förderfähig sein.

Welche Förderung gibt es 2026?

Nach der geltenden Regelung können Lehrgangs- und Prüfungsgebühren bis zu einem Gesamtbetrag von 15.000 Euro gefördert werden.

Von den förderfähigen Kosten werden grundsätzlich 50 Prozent als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt.

Für den übrigen förderfähigen Betrag kann ein zinsgünstiges KfW-Darlehen in Anspruch genommen werden.

Nach bestandener Prüfung können auf Antrag 50 Prozent des zu diesem Zeitpunkt noch nicht fälligen Darlehens für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren erlassen werden.

Unter geeigneten Voraussetzungen ergibt sich damit eine Entlastung von bis zu 75 Prozent der förderfähigen Kosten.

Beispielrechnung für die Förderung

Angenommen, die förderfähigen Lehrgangs- und Prüfungsgebühren betragen insgesamt 6.000 Euro:

  • 50 Prozent Zuschuss: 3.000 Euro
  • Mögliches Darlehen für die verbleibenden Kosten: 3.000 Euro
  • Möglicher Erlass nach bestandener Prüfung: 1.500 Euro
  • Verbleibender Darlehensbetrag: 1.500 Euro

In diesem vereinfachten Beispiel ergibt sich eine Förderung beziehungsweise Entlastung von insgesamt 4.500 Euro.

Die tatsächliche Förderhöhe hängt von der individuellen Bewilligung und der Darlehensinanspruchnahme ab.

Hinweis: Eine Ausweitung der AFBG-Förderleistungen ist politisch vorgesehen. Maßgeblich sind jedoch bis zu einer wirksamen gesetzlichen Änderung die geltenden Förderregelungen.

Offizielle Informationen: Aufstiegs-BAföG.

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Lehrgangskosten und Förderung vergleichen

Vergleichen Sie die aktuellen Studiengebühren, enthaltene Prüfungsvorbereitungsseminare und Fördermöglichkeiten der drei Fernschulen.

ILS

Betriebswirt IHK
Fernstudium und Vorbereitung auf die externe Prüfung

ILS-Gebühren ansehen

SGD

Betriebswirt IHK
Fernstudium und Vorbereitung auf die externe Prüfung

SGD-Gebühren ansehen

Fernakademie

Betriebswirt IHK
Fernstudium und Vorbereitung auf die externe Prüfung

Fernakademie-Gebühren ansehen

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Geprüfter Betriebswirt nach BBiG: Gehalt und Karriere

Mit dem Abschluss können sich zusätzliche berufliche Perspektiven ergeben, insbesondere in anspruchsvollen kaufmännischen Fach- und Führungsfunktionen.

Mögliche Einsatzbereiche sind:

  • Strategische Unternehmensführung
  • Kaufmännische Leitung
  • Unternehmensentwicklung
  • Controlling und Finanzmanagement
  • Strategisches Personalmanagement
  • Marketing und Vertrieb
  • Projekt- und Prozessmanagement
  • Organisationsentwicklung
  • Unternehmensberatung

Welche Position tatsächlich erreicht werden kann, hängt von der bisherigen Berufserfahrung, den vorhandenen Kompetenzen und den Anforderungen des jeweiligen Arbeitgebers ab.

Wie viel verdient ein Geprüfter Betriebswirt?

Ein einheitliches Gehalt für Geprüfte Betriebswirte nach BBiG lässt sich nicht seriös angeben.

Zu unterschiedlich sind die ausgeübten Tätigkeiten.

Besonders wichtig für das Einkommen sind:

  • Berufserfahrung
  • Branche
  • Unternehmensgröße
  • Personal- und Budgetverantwortung
  • Tarifbindung
  • Region
  • Konkrete Führungs- oder Fachfunktion

Der Fortbildungsabschluss kann bei Bewerbungen und internen Entwicklungsschritten von Vorteil sein.

Ein automatischer Anspruch auf eine Führungsposition oder eine bestimmte tarifliche Eingruppierung entsteht dadurch allerdings nicht.

Geprüfter Betriebswirt nach BBiG oder Technischer Betriebswirt?

Beide Weiterbildungen sind bundesrechtlich geregelte Fortbildungsabschlüsse auf DQR-Niveau 7.

Sie unterscheiden sich jedoch in ihrer Zielgruppe und in den Zulassungsvoraussetzungen.

Der Geprüfte Betriebswirt nach BBiG richtet sich vor allem an Personen mit kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Vorqualifikationen.

Der Geprüfte Technische Betriebswirt verbindet dagegen technische Kenntnisse mit betriebswirtschaftlichem Managementwissen.

Er kann insbesondere für Industriemeister, Techniker und andere entsprechend qualifizierte Fachkräfte interessant sein.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Beitrag zum Technischen Betriebswirt IHK.

Geprüfter Betriebswirt nach BBiG oder Betriebswirt HwO?

Der Geprüfte Betriebswirt nach der Handwerksordnung ist ein eigenständiger Fortbildungsabschluss für entsprechend qualifizierte Fachkräfte aus dem Handwerk.

Auch er ist dem DQR-Niveau 7 zugeordnet.

Der Betriebswirt HwO orientiert sich insbesondere an unternehmerischen Managementaufgaben im Handwerk, während der Geprüfte Betriebswirt nach BBiG auf kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Vorqualifikationen aufbaut.

Mehr dazu erfahren Sie im Ratgeber zum Betriebswirt Handwerk (HwO).

Ist der Geprüfte Betriebswirt nach BBiG besser als ein Bachelor?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten.

Ein akademischer Bachelorabschluss und der Geprüfte Betriebswirt nach BBiG unterscheiden sich in ihrer rechtlichen Einordnung, ihren Zulassungsvoraussetzungen und ihren Bildungszielen.

Der Bachelor ist ein akademischer Hochschulabschluss, während der Geprüfte Betriebswirt nach BBiG eine berufliche Aufstiegsfortbildung darstellt.

Außerdem befinden sich typische Bachelorabschlüsse auf DQR-Niveau 6, der Geprüfte Betriebswirt nach BBiG dagegen auf DQR-Niveau 7.

Aus der höheren DQR-Stufe lässt sich jedoch nicht automatisch ableiten, dass dieser Abschluss für jede Stelle oder jeden Bildungsweg besser geeignet ist.

Entscheidend sind die Anforderungen des angestrebten Berufsfeldes.

Häufige Fragen zum Geprüften Betriebswirt nach BBiG

Ist der Geprüfte Betriebswirt nach BBiG ein staatlich anerkannter Abschluss?

Ja. Es handelt sich um einen bundesrechtlich geregelten Fortbildungsabschluss nach dem Berufsbildungsgesetz. Die Prüfung wird von der zuständigen Industrie- und Handelskammer durchgeführt.

Was bedeutet Master Professional in Business Management?

Die Bezeichnung kennzeichnet den Abschluss als Qualifikation der dritten beruflichen Fortbildungsstufe. Er ist auf DQR-Niveau 7 eingeordnet, aber kein akademischer Mastergrad.

Benötige ich zwingend einen Fachwirtabschluss?

Nein. Die Fortbildungsverordnung nennt weitere Zugangswege, darunter geeignete kaufmännische Fachschulabschlüsse und wirtschaftswissenschaftliche Hochschulabschlüsse mit anschließender einschlägiger Berufspraxis.

Ist nach dem Fachwirt ein weiteres Jahr Berufserfahrung erforderlich?

Nach dem regulären Zugangsweg über einen geeigneten Fachwirt- oder Fachkaufmann-Abschluss nach BBiG ist kein zusätzliches pauschales Berufspraxisjahr vorgeschrieben.

Wie viele schriftliche Prüfungen gibt es?

Der schriftliche Prüfungsteil umfasst drei situationsbezogene Aufgabenstellungen mit jeweils 240 Minuten Bearbeitungszeit.

Muss ich in der Prüfung Englisch beherrschen?

Ja. In jeder schriftlichen Situationsaufgabe gibt es Aufgaben zu einem Handlungsbereich, die in englischer Sprache gestellt und beantwortet werden müssen.

Wie lange dauert die Projektarbeit?

Die schriftliche Projektarbeit ist innerhalb von 30 Kalendertagen als Hausarbeit anzufertigen.

Kann ich mein Projektthema selbst wählen?

Sie dürfen ein Thema vorschlagen. Das endgültige Thema wird vom Prüfungsausschuss gestellt, wobei Ihr Vorschlag berücksichtigt werden soll.

Wie lange dauert die mündliche Prüfung?

Der mündliche Prüfungsteil soll höchstens 45 Minuten dauern. Die spätere projektbezogene Präsentation soll höchstens 15 Minuten und das anschließende Fachgespräch höchstens 30 Minuten dauern.

Wie lange dauert ein Vorbereitungskurs?

Die aktuellen Fernlehrgänge von ILS, SGD und Fernakademie sind regulär auf 16 Monate bei ungefähr 13 Stunden Lernaufwand pro Woche ausgelegt.

Ist die Weiterbildung über Aufstiegs-BAföG förderfähig?

Geeignete Vorbereitungsmaßnahmen können unter den gesetzlichen Voraussetzungen mit Aufstiegs-BAföG gefördert werden. Die Förderfähigkeit muss anhand der konkreten Maßnahme geprüft werden.

Verleiht die Fernschule den Master Professional?

Nein. Die Fernschule bereitet auf die externe IHK-Prüfung vor und kann ein eigenes Lehrgangszeugnis ausstellen. Der anerkannte Fortbildungsabschluss wird nach bestandener IHK-Prüfung erworben.

Ist der Geprüfte Betriebswirt nach BBiG mit einem akademischen Master gleichgestellt?

Beide Abschlüsse sind DQR-Niveau 7 zugeordnet. Der Geprüfte Betriebswirt ist jedoch kein akademischer Master und verleiht nicht automatisch dieselben hochschulrechtlichen Berechtigungen.

Fazit: Für wen lohnt sich der Geprüfte Betriebswirt nach BBiG?

Der Geprüfte Betriebswirt nach BBiG – Master Professional in Business Management richtet sich an Berufstätige, die bereits über anspruchsvolle kaufmännische oder betriebswirtschaftliche Qualifikationen verfügen und ihre Kenntnisse auf strategischer Ebene weiterentwickeln möchten.

Der Abschluss ist bundesrechtlich geregelt, wird von einer Industrie- und Handelskammer geprüft und ist auf DQR-Niveau 7 eingeordnet.

Die Prüfung verlangt eine intensive Vorbereitung. Besonders anspruchsvoll sind die drei schriftlichen Situationsaufgaben, der englischsprachige Aufgabenanteil und die projektbezogene Prüfung.

Mit berufsbegleitenden Lehrgängen und Fernstudienangeboten bestehen unterschiedliche Möglichkeiten, sich auf die Prüfung vorzubereiten.

Wer den Abschluss anstrebt, sollte zuerst seine IHK-Zulassung prüfen, anschließend die Lehrgangsangebote vergleichen und frühzeitig einen realistischen Lernplan entwickeln.

Weitere Informationen zu anderen Betriebswirt-Abschlüssen finden Sie in unserem Betriebswirt-Überblick.

Quellen und weiterführende Informationen

Stand: Oktober 2026. Für Zulassung, Prüfung, Studiengebühren und Förderung sind die jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften sowie die aktuellen Angaben der zuständigen IHK und der Bildungsträger maßgeblich.