Fachwirt Holzindustrie und Holzhandel (IHK): Prüfung & Weiterbildung

Der Fachwirt für Holzindustrie und Holzhandel / die Fachwirtin für Holzindustrie und Holzhandel ist eine anerkannte berufliche Aufstiegsfortbildung für Fachkräfte aus der Holzwirtschaft.

Der Abschluss verbindet kaufmännische Kenntnisse mit branchenspezifischem Wissen über Holz, Holzprodukte, Fertigungsprozesse, Logistik und Vertrieb.

Anders als viele bekannte Fachwirte ist dieser Abschluss nicht durch eine bundesweite Fortbildungsverordnung geregelt.

Die Prüfung erfolgt nach einer besonderen Rechtsvorschrift der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg.

Fachwirt Holzindustrie und Holzhandel im Überblick

  • Abschluss: Fachwirt/in für Holzindustrie und Holzhandel
  • Prüfungsstelle: IHK Kassel-Marburg
  • Prüfungsregelung: besondere IHK-Rechtsvorschrift vom 30.11.2016
  • Bundesverordnung: nein
  • DQR: keine belastbare offizielle Zuordnung nachgewiesen
  • Bachelor Professional: keine entsprechende Abschlussbezeichnung
  • Zielgruppe: Fachkräfte aus Holzindustrie und Holzhandel
  • Prüfung: wirtschaftsbezogene und handlungsspezifische Qualifikationen
  • AEVO: vollständiger zusätzlicher Nachweis bis zur letzten Prüfungsleistung erforderlich
  • Lehrgang: aktuell insbesondere Holzfachschule Bad Wildungen
  • Förderung: Aufstiegs-BAföG kann infrage kommen

Was ist der Fachwirt für Holzindustrie und Holzhandel?

Der Fachwirt für Holzindustrie und Holzhandel ist eine branchenspezifische kaufmännische Weiterbildung.

Er qualifiziert dafür, Fach-, Organisations- und Führungsaufgaben in Unternehmen der Holzwirtschaft zu übernehmen.

Dabei verbindet der Abschluss betriebswirtschaftliche Kenntnisse mit technischem und warenkundlichem Fachwissen.

Mögliche Aufgaben sind beispielsweise:

  • Einkauf und Beschaffung von Holz und Holzwerkstoffen,
  • Lieferantenauswahl,
  • Kalkulation,
  • Kostenrechnung,
  • Produktionsplanung,
  • Lagersteuerung,
  • Logistik,
  • Marketing,
  • Vertrieb,
  • Kundenberatung,
  • Produktmanagement,
  • Qualitätskontrolle,
  • Projektorganisation,
  • Mitarbeiterführung und
  • betriebliche Prozessoptimierung.

Ist der Fachwirt ein IHK-Abschluss?

Ja – allerdings mit einer Besonderheit.

Der Abschluss wird vor der IHK Kassel-Marburg geprüft.

Es handelt sich jedoch nicht um einen bundesweit durch Bundesverordnung geregelten Fachwirt.

Die Prüfungsgrundlage ist eine besondere Rechtsvorschrift der IHK Kassel-Marburg vom 30. November 2016.

Der Abschluss lautet offiziell:

Fachwirt für Holzindustrie und Holzhandel

beziehungsweise:

Fachwirtin für Holzindustrie und Holzhandel.

Ist der Abschluss bundesweit geregelt?

Nein.

Es gibt keine bundesweit einheitliche Fortbildungsverordnung wie beispielsweise beim Wirtschaftsfachwirt oder beim Fachwirt für Einkauf.

Das BIBB führt für diesen Abschluss aktuell die Regelung der IHK Kassel-Marburg.

Der Fortbildungsabschluss selbst ist jedoch nach dem Berufsbildungsgesetz anerkannt.

Ist der Fachwirt 2026 noch aktuell?

Ja.

Der Abschluss wird weiterhin vom BIBB und von BERUFENET als Weiterbildungsberuf geführt.

Auch die Holzfachschule Bad Wildungen führt weiterhin die Vorbereitung auf die IHK-Prüfung in ihrem Weiterbildungsangebot.

Auf der aktuellen Buchungsseite ist derzeit jedoch kein konkreter Starttermin veröffentlicht.

Interessenten sollten deshalb den nächsten Lehrgangstermin und die aktuellen Kosten direkt bei der Holzfachschule erfragen.

Hat der Fachwirt DQR-Niveau 6?

Eine belastbare offizielle DQR-Zuordnung konnten wir für diesen konkreten Abschluss aktuell nicht nachweisen.

Deshalb sollte er nicht allein aufgrund der Bezeichnung „Fachwirt“ automatisch DQR-Niveau 6 zugeordnet werden.

Ist der Abschluss ein Bachelor Professional?

Nein beziehungsweise nicht nachgewiesen.

Die geltende Rechtsvorschrift führt ausschließlich die Bezeichnung Fachwirt für Holzindustrie und Holzhandel / Fachwirtin für Holzindustrie und Holzhandel.

Eine zusätzliche Bezeichnung als Bachelor Professional ist darin nicht vorgesehen.

Für wen eignet sich die Weiterbildung?

Der Fachwirt eignet sich insbesondere für Beschäftigte aus:

  • Holzhandel,
  • Sägeindustrie,
  • Holzwerkstoffindustrie,
  • Holzverarbeitung,
  • Möbel- und Bauelementeindustrie,
  • Holzfertigteilbau,
  • Baustoffhandel,
  • Baumärkten,
  • Einkauf,
  • Verkauf,
  • Produktion,
  • Logistik und
  • kaufmännischer Verwaltung.

Besonders interessant ist die Weiterbildung für Fachkräfte, die künftig kaufmännische Verantwortung mit fundierten Branchenkenntnissen verbinden möchten.

Voraussetzungen für die IHK-Prüfung

Die Prüfung besteht aus zwei Teilprüfungen.

Für die erste Teilprüfung „Wirtschaftsbezogene Qualifikationen“ gibt es mehrere Zugangswege.

Dreijährige kaufmännische oder verwaltende Ausbildung

Direkt zugelassen werden kann, wer eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung in einem anerkannten dreijährigen kaufmännischen oder verwaltenden Ausbildungsberuf besitzt.

Andere dreijährige Ausbildung

Mit einem sonstigen anerkannten mindestens dreijährigen Ausbildungsberuf ist zusätzlich mindestens ein Jahr Berufspraxis erforderlich.

Betriebswirtschaftliches Studium

Wer mindestens 90 ECTS-Punkte in einem betriebswirtschaftlichen Studium erworben hat, benötigt zusätzlich mindestens ein Jahr Berufspraxis.

Andere anerkannte Ausbildung

Bei einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf sind mindestens zwei Jahre Berufspraxis erforderlich.

Zulassung über Berufserfahrung

Ohne entsprechenden Ausbildungsabschluss ist eine Zulassung über mindestens drei Jahre Berufspraxis möglich.

Zusätzlich gibt es eine Öffnungsklausel für Personen, die auf andere Weise eine vergleichbare berufliche Handlungsfähigkeit nachweisen können.

Berufspraxis muss zur Holzwirtschaft passen

Die geforderte Berufspraxis muss im kaufmännischen oder verwaltenden Bereich der Holzindustrie beziehungsweise des Holzhandels erworben worden sein.

Sie muss außerdem wesentliche Bezüge zu den Aufgaben des Fachwirts besitzen.

Zulassung zum zweiten Prüfungsteil

Zur Teilprüfung „Handlungsspezifische Qualifikationen“ wird zugelassen, wer die wirtschaftsbezogene Teilprüfung vor höchstens zwei Jahren abgelegt hat und die zusätzlich geforderte einschlägige Berufspraxis nachweist.

Wer über einen dreijährigen kaufmännischen oder verwaltenden Ausbildungsberuf zugelassen wurde, benötigt dafür mindestens ein Jahr Berufspraxis.

Bei den übrigen regulären Zugangswegen ist jeweils ein weiteres Jahr Berufspraxis zusätzlich zu der bereits für die erste Teilprüfung geforderten Praxis erforderlich.

Wichtig: AEVO ist zusätzlicher Qualifikationsnachweis

Anders als bei mehreren anderen Fachwirtprüfungen gibt es hier nicht lediglich eine Befreiung von einem Teil der Ausbildereignungsprüfung.

Bis zur letzten Prüfungsleistung muss die berufs- und arbeitspädagogische Qualifikation vollständig nachgewiesen werden.

Dies kann beispielsweise über die Ausbildereignungsprüfung nach AEVO oder über eine andere anerkannte öffentlich-rechtliche Qualifikation erfolgen.

Wie ist die Prüfung aufgebaut?

Die Prüfung gliedert sich in die Teilprüfungen „Wirtschaftsbezogene Qualifikationen“ und „Handlungsspezifische Qualifikationen“.

Wirtschaftsbezogene Qualifikationen

Die erste Teilprüfung umfasst vier Bereiche.

1. Volks- und Betriebswirtschaft

Dazu gehören unter anderem volkswirtschaftliche Grundlagen, betriebliche Funktionen, Unternehmensformen, Existenzgründung und Unternehmenszusammenschlüsse.

2. Rechnungswesen

Behandelt werden beispielsweise Finanzbuchhaltung, Kosten- und Leistungsrechnung, Kennzahlen und Planungsrechnung.

3. Recht und Steuern

Hier geht es unter anderem um rechtliche Grundlagen, Vertragsrecht und steuerliche Rahmenbedingungen.

4. Unternehmensführung

Themen sind insbesondere Betriebsorganisation, Personalführung und Personalentwicklung.

Handlungsspezifische Qualifikationen

Im zweiten Prüfungsteil kommen die branchenspezifischen Inhalte hinzu.

Finanzwirtschaft in Holzindustrie und Holzhandel

Dazu gehören beispielsweise Finanzierung, Investitionen, Liquidität, Controlling und betriebliche Kennzahlen.

Produktionsprozesse und Fertigungstechnik

Hier geht es um Fertigungsverfahren, Produktionsabläufe, technische Prozesse und wirtschaftliche Produktionssteuerung.

Marketing und Vertrieb

Dazu gehören Marktanalyse, Kundenorientierung, Vertriebsstrategien, Verkaufsförderung und Produktpositionierung.

Lagerwirtschaft und Logistik

Behandelt werden Lagerorganisation, Warenfluss, Beschaffung, Transport und Logistikprozesse.

Produkt- und Warenkunde

Dieser Bereich vermittelt vertiefte Kenntnisse zu Holzarten, Holzwerkstoffen, Qualität, Verarbeitung, Einsatzmöglichkeiten und Eigenschaften verschiedener Holzprodukte.

Führung und Zusammenarbeit

Hier stehen unter anderem Mitarbeiterführung, Teamarbeit, Kommunikation, Konfliktmanagement und Personalentwicklung im Mittelpunkt.

Wie läuft die schriftliche Prüfung ab?

Die handlungsspezifische schriftliche Prüfung besteht aus zwei Situationsaufgaben.

Für jede Situationsaufgabe stehen 240 Minuten zur Verfügung.

Damit beträgt die gesamte Bearbeitungszeit dieses Prüfungsteils 480 Minuten.

Die Aufgaben verbinden mehrere Handlungsbereiche miteinander und orientieren sich an betrieblichen Situationen aus Holzindustrie und Holzhandel.

Mündliche Ergänzungsprüfung

Im wirtschaftsbezogenen Prüfungsteil kann unter bestimmten Voraussetzungen eine mündliche Ergänzungsprüfung möglich sein.

Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn höchstens eine schriftliche Prüfungsleistung mit „mangelhaft“ bewertet wurde.

Bei einer oder mehreren ungenügenden Leistungen besteht diese Möglichkeit nicht.

Im handlungsspezifischen Teil ist keine entsprechende mündliche Ergänzungsprüfung vorgesehen.

Präsentation und Fachgespräch

Zum zweiten Prüfungsteil gehört außerdem eine mündliche Pflichtprüfung.

Sie besteht aus Präsentation und situationsbezogenem Fachgespräch.

Präsentation

Die Präsentation darf höchstens 10 Minuten dauern.

Das Thema muss sich auf mindestens zwei der sechs handlungsspezifischen Bereiche beziehen.

Fachgespräch

Das Fachgespräch baut auf der Präsentation auf und dauert höchstens 20 Minuten.

Die Gewichtung lautet:

  • Präsentation: ein Drittel
  • Fachgespräch: zwei Drittel

Wann ist die Prüfung bestanden?

Die Prüfung ist bestanden, wenn in allen erforderlichen Prüfungsleistungen mindestens ausreichende Leistungen erzielt wurden.

Eine nicht bestandene Teilprüfung kann zweimal wiederholt werden.

Bereits ausreichend bestandene Prüfungsleistungen können bei einer Wiederholungsprüfung unter den Voraussetzungen der Prüfungsordnung angerechnet werden.

Wie lange dauert die Weiterbildung?

Die Holzfachschule Bad Wildungen führt die Vorbereitung als intensive Fachweiterbildung.

Aktuelle Lehrgangsunterlagen sehen ungefähr:

  • 230 Stunden wirtschaftsbezogene Qualifikationen,
  • 520 Stunden handlungsspezifische Qualifikationen,
  • rund 60 Stunden Exkursionen, Besichtigungen und Prüfungsvorbereitung

vor.

Insgesamt ergibt sich damit ein Umfang von rund 810 Stunden.

Vollzeitangebote können ungefähr sechs Monate dauern.

Wo wird der Fachwirt angeboten?

Die zentrale aktuelle Vorbereitungseinrichtung ist insbesondere die Holzfachschule Bad Wildungen in Hessen.

Die anerkannte Prüfung wird anschließend vor der IHK Kassel-Marburg abgelegt.

Die Holzfachschule führt den Vorbereitungskurs weiterhin in ihrem Weiterbildungsangebot.

Auf der aktuellen Buchungsseite ist derzeit jedoch kein konkreter Starttermin veröffentlicht.

Interessenten sollten deshalb den nächsten Lehrgangstermin und die aktuellen Kosten direkt bei der Holzfachschule erfragen.

Was kostet der Fachwirt?

Aktuelle Lehrgangskosten werden derzeit nicht durchgehend öffentlich ausgewiesen.

Deshalb sollte vor der Anmeldung ein aktuelles Angebot bei der Holzfachschule Bad Wildungen angefordert werden.

Zu berücksichtigen sind gegebenenfalls:

  • Lehrgangsgebühr,
  • IHK-Prüfungsgebühr,
  • Lernmaterialien,
  • Unterkunft,
  • Verpflegung und
  • Fahrtkosten.

Gerade bei einem Vollzeitkurs kann auch der Verdienstausfall eine wichtige Rolle spielen.

Aufstiegs-BAföG

Die Weiterbildung kann grundsätzlich über das Aufstiegs-BAföG förderfähig sein.

Ob der konkrete Lehrgang und die persönlichen Voraussetzungen erfüllt sind, sollte vor der Anmeldung geprüft werden.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber Weiterbildung finanzieren.

Welche Karrierechancen gibt es?

Der Fachwirt kann insbesondere auf Fach- und Führungsaufgaben der mittleren Ebene in der Holzwirtschaft vorbereiten.

Mögliche Bereiche sind:

  • Einkauf,
  • Vertrieb,
  • Marketing,
  • Produktion,
  • Logistik,
  • Lagerwirtschaft,
  • Controlling,
  • Kundenberatung,
  • Produktmanagement,
  • Betriebsorganisation und
  • Team- beziehungsweise Abteilungsleitung.

Der Abschluss garantiert allerdings keine bestimmte Position.

Entscheidend bleiben Berufserfahrung, Branche, Unternehmensgröße und der tatsächliche Verantwortungsbereich.

Was verdient ein Fachwirt für Holzindustrie und Holzhandel?

Eine feste Gehaltsspanne lässt sich aus dem Abschluss allein nicht ableiten.

Das tatsächliche Einkommen hängt unter anderem ab von Tätigkeit, Berufserfahrung, Branche, Unternehmensgröße, Führungsverantwortung, Region und Verantwortungsbereich.

Für eine realistische Einschätzung sollten deshalb Gehälter der tatsächlich angestrebten Position verglichen werden.

Fachwirt Holzindustrie oder Industriemeister Holzbearbeitung?

Die beiden Weiterbildungen haben unterschiedliche Schwerpunkte.

Der Fachwirt für Holzindustrie und Holzhandel verbindet insbesondere Betriebswirtschaft, Einkauf, Marketing, Vertrieb, Logistik, Warenkunde und Führung.

Der Industriemeister Holzbearbeitung ist dagegen stärker auf Produktion, technische Abläufe, Fertigung, Personalführung in der Produktion und industrielle Prozesse ausgerichtet.

Wer stärker in kaufmännischen oder vertriebsorientierten Funktionen arbeiten möchte, findet im Fachwirt häufig die passendere Ausrichtung.

Fachwirt Holzindustrie oder Handelsfachwirt?

Der Handelsfachwirt ist wesentlich breiter und branchenübergreifender angelegt.

Der Fachwirt für Holzindustrie und Holzhandel bietet dagegen sehr spezielle Kenntnisse zu Holzprodukten, Fertigungsprozessen, Holzhandel, Lagerwirtschaft und branchenspezifischem Vertrieb.

Wer dauerhaft in der Holzwirtschaft bleiben möchte, erhält mit dem Holz-Fachwirt die deutlich speziellere Qualifikation.

Fachwirt Holzindustrie oder Wirtschaftsfachwirt?

Auch der Wirtschaftsfachwirt ist deutlich breiter.

Er vermittelt allgemeine betriebswirtschaftliche Kenntnisse für unterschiedliche Branchen.

Der Fachwirt für Holzindustrie und Holzhandel ergänzt diese kaufmännischen Inhalte durch umfangreiche technische und warenkundliche Kenntnisse der Holzbranche.

FAQ

Gibt es den Fachwirt für Holzindustrie und Holzhandel 2026 noch?

Ja. Der Abschluss wird weiterhin vom BIBB und von BERUFENET geführt. Auch die Holzfachschule Bad Wildungen führt weiterhin einen entsprechenden Vorbereitungskurs.

Ist das ein IHK-Abschluss?

Ja. Die Prüfung wird vor der IHK Kassel-Marburg abgelegt.

Ist der Abschluss bundesweit geregelt?

Nein. Die Prüfung basiert auf einer besonderen Rechtsvorschrift der IHK Kassel-Marburg.

Hat der Fachwirt DQR-Niveau 6?

Eine belastbare offizielle DQR-Zuordnung konnten wir aktuell nicht nachweisen.

Ist der Abschluss ein Bachelor Professional?

Nein. Die geltende Prüfungsregelung enthält keine entsprechende Zusatzbezeichnung.

Wie lange dauert die Weiterbildung?

Ein Vollzeitlehrgang umfasst aktuell ungefähr sechs Monate beziehungsweise rund 810 Stunden.

Ist die AEVO enthalten?

Nicht automatisch. Der berufs- und arbeitspädagogische Qualifikationsnachweis muss bis zur letzten Prüfungsleistung zusätzlich erbracht werden.

Wie lange dauern die schriftlichen Situationsaufgaben?

Jeweils 240 Minuten.

Gibt es eine mündliche Prüfung?

Ja. Sie besteht aus einer Präsentation von höchstens zehn Minuten und einem Fachgespräch von höchstens 20 Minuten.

Kann Aufstiegs-BAföG beantragt werden?

Grundsätzlich kann die Weiterbildung förderfähig sein.

Fazit

Der Fachwirt für Holzindustrie und Holzhandel ist eine spezialisierte IHK-Aufstiegsfortbildung für Fachkräfte aus der Holzwirtschaft.

Der Abschluss verbindet klassische kaufmännische Qualifikationen mit umfangreichem Fachwissen über Holzprodukte, Produktionsprozesse, Lagerwirtschaft und Vertrieb.

Besonders wichtig ist die korrekte Einordnung: Es handelt sich nicht um einen bundesweit geregelten Fachwirt nach Bundesverordnung, sondern um einen Abschluss nach besonderer Rechtsvorschrift der IHK Kassel-Marburg.

Eine automatische Zuordnung zu DQR 6 oder eine Bachelor-Professional-Bezeichnung sollte deshalb nicht vorgenommen werden.

Für Fachkräfte, die langfristig kaufmännische, vertriebliche oder organisatorische Führungsaufgaben in Holzindustrie und Holzhandel übernehmen möchten, bleibt der Abschluss eine sehr spezialisierte Weiterbildung.

Einen Überblick über weitere Abschlüsse finden Sie in unserem Fachwirt-Verzeichnis.