Einsendeaufgaben im Fernstudium helfen dabei, den eigenen Lernfortschritt zu überprüfen und Rückmeldungen zum bisherigen Wissensstand zu erhalten. Bei vielen beruflichen Fernlehrgängen gehören sie fest zum Lernkonzept. Auch in akademischen Fernstudiengängen werden Einsendearbeiten eingesetzt, beispielsweise zur Vorbereitung auf Modulprüfungen.
Die Anforderungen unterscheiden sich allerdings erheblich. Während manche Einsendeaufgaben freiwillig bearbeitet werden können, sind andere verpflichtend oder sogar Voraussetzung für die Zulassung zu einer Prüfung. In bestimmten Studienmodellen können eingereichte Arbeiten auch selbst als benotete Prüfungsleistung zählen.
In diesem Ratgeber erfährst du, wie Einsendeaufgaben funktionieren, wie die Bewertung erfolgt, was bei Nichtbestehen passiert und welche Regeln für erlaubte Hilfsmittel und künstliche Intelligenz gelten. Außerdem erklären wir die Unterschiede zwischen einem akademischen Fernstudium und einem beruflichen Fernlehrgang.
Einsendeaufgaben im Fernstudium – das Wichtigste
- Lernkontrolle: Einsendeaufgaben sollen zeigen, ob der bisherige Lernstoff verstanden wurde.
- Digital oder postalisch: Viele Anbieter ermöglichen die Abgabe über einen Online-Campus oder eine Lernplattform.
- Feedback: Je nach Angebot erhalten Lernende Bewertungen, Korrekturen und Hinweise zur Verbesserung.
- Freiwillig oder verpflichtend: Nicht jede Einsendeaufgabe muss abgegeben werden. Entscheidend sind die jeweiligen Modul- und Lehrgangsregeln.
- Prüfungszulassung: Bei manchen Hochschulmodulen sind erfolgreich bearbeitete Einsendearbeiten Voraussetzung für die Abschlussprüfung.
- Nichtbestehen: Ob Aufgaben wiederholt oder durch andere Leistungen ausgeglichen werden können, ist unterschiedlich geregelt.
- KI-Nutzung: ChatGPT und andere KI-Werkzeuge sind nicht automatisch als Hilfsmittel zugelassen.
- Fernlehrgang: Erfolgreiche Einsendeaufgaben ersetzen keine eigenständige externe IHK- oder HWK-Abschlussprüfung.
Was sind Einsendeaufgaben im Fernstudium?
Einsendeaufgaben sind schriftliche, digitale oder in anderer vorgegebener Form zu bearbeitende Aufgaben, die Lernende eigenständig lösen und anschließend zur Kontrolle einreichen.
Häufig gehören sie zu einem bestimmten Studienheft, einer Lerneinheit oder einem Hochschulmodul.
Im Unterschied zu einfachen Selbsttests werden die Lösungen bei klassischen Einsendeaufgaben an eine betreuende Person beziehungsweise an das zuständige Prüfungssystem übermittelt.
Anschließend erfolgt je nach Aufgabenform eine Bewertung, Korrektur oder Rückmeldung.
Damit können Einsendeaufgaben zwei wichtige Aufgaben erfüllen: Sie unterstützen das selbstständige Lernen und geben der betreuenden Einrichtung einen Überblick darüber, wie die Inhalte verstanden wurden.
Ob die Abgabe zusätzlich rechtlich oder prüfungsorganisatorisch verpflichtend ist, muss gesondert betrachtet werden.
Welche Funktionen können Einsendeaufgaben haben?
Für die Studienplanung ist besonders wichtig, dass nicht jede Einsendeaufgabe dieselbe Bedeutung besitzt.
| Art der Einsendeaufgabe | Funktion | Mögliche Folge |
|---|---|---|
| Freiwillige Übungsaufgabe | Individuelle Kontrolle des Lernfortschritts | Feedback ohne unmittelbare Auswirkung auf die Prüfungszulassung |
| Verbindliche Prüfungsvorleistung | Nachweis bestimmter Kenntnisse vor einer Modulprüfung | Erfolgreiche Bearbeitung kann Voraussetzung für die Prüfungszulassung sein |
| Benotete Prüfungsleistung | Bewertung einer eigenständig erbrachten Leistung | Das Ergebnis kann in die Modul- oder Abschlussbewertung eingehen |
| Lehrgangsinterne Lernkontrolle | Überprüfung des Wissens im beruflichen Fernlehrgang | Kann für ein institutseigenes Zeugnis oder Zertifikat relevant sein |
Wichtig: Die Begriffe Einsendeaufgabe, Einsendearbeit und schriftliche Ausarbeitung werden nicht bei allen Anbietern identisch verwendet.
Ob eine Leistung freiwillig, verpflichtend oder benotet ist, ergibt sich aus den Studien- und Prüfungsunterlagen beziehungsweise den Bedingungen des jeweiligen Lehrgangs.
Wie funktioniert die Bearbeitung einer Einsendeaufgabe?
Der genaue Ablauf unterscheidet sich zwischen akademischen Hochschulen und Fernlehrinstituten. Häufig folgt er jedoch einem ähnlichen Grundmuster.
1. Aufgaben erhalten
Die Aufgaben werden beispielsweise zusammen mit einem Studienheft bereitgestellt oder innerhalb einer digitalen Lernumgebung freigeschaltet.
Je nach Anbieter können Lernende auf alle Aufgaben eines Lehrgangs zugreifen oder erhalten die einzelnen Einheiten nacheinander.
2. Aufgabenstellung lesen
Vor der Bearbeitung solltest du klären:
- Welche Fachinhalte werden geprüft?
- Welche Form muss die Lösung haben?
- Wie umfangreich soll die Bearbeitung sein?
- Welche Hilfsmittel sind erlaubt?
- Gibt es eine Abgabefrist?
- Werden die Aufgaben benotet?
- Ist eine erfolgreiche Bearbeitung für die Prüfungszulassung erforderlich?
3. Aufgaben eigenständig bearbeiten
Die Bearbeitung findet häufig zu Hause statt und kann flexibel in den Alltag integriert werden.
Welche Lernunterlagen und Hilfsmittel verwendet werden dürfen, richtet sich nach der jeweiligen Aufgabenstellung.
4. Lösung einreichen
Nach der Bearbeitung wird die Lösung über den vorgesehenen Kanal übermittelt.
Viele Anbieter nutzen hierfür digitale Lernplattformen. Teilweise ist weiterhin auch eine postalische Abgabe möglich.
5. Korrektur und Rückmeldung erhalten
Nach der Einreichung wird die Leistung entsprechend den geltenden Regeln kontrolliert.
Die Rückmeldung kann beispielsweise eine Punktzahl, eine Note, fachliche Kommentare oder Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten enthalten.
6. Fehler auswerten
Ein wichtiger Teil des Lernens beginnt nach der Korrektur.
Wer sich ausschließlich über eine gute Bewertung freut oder über eine schlechte Bewertung ärgert, nutzt den eigentlichen Lernwert der Einsendeaufgabe nur teilweise.
Sinnvoll ist es, die Rückmeldung mit der eigenen Lösung zu vergleichen und die noch bestehenden Wissenslücken gezielt zu bearbeiten.
Wie werden Einsendeaufgaben heute eingereicht?
Die frühere Vorstellung, Einsendeaufgaben würden grundsätzlich auf Papier ausgefüllt und per Post verschickt, ist überholt.
Viele Hochschulen und Fernlehrinstitute nutzen inzwischen digitale Lernplattformen für die Organisation der Aufgaben.
Je nach Anbieter und Kurs können Lösungen beispielsweise:
- direkt im Online-Campus eingegeben,
- als PDF-Datei hochgeladen,
- über ein Lernmanagementsystem abgegeben,
- über einen vorgegebenen digitalen Aufgabenservice eingereicht oder
- in bestimmten Fällen weiterhin per Post verschickt werden.
Beispiel: Einsendeaufgaben beim ILS
Das Institut für Lernsysteme (ILS) beschreibt Einsendeaufgaben und Online-Tests als wichtige Bestandteile seines Fernlernkonzepts.
Über das Online-Studienzentrum können Teilnehmende Einsendeaufgaben einreichen, fachliche Fragen stellen und sich mit anderen Lernenden austauschen.
Die Fernlehrkräfte geben Korrekturen und individuelle Rückmeldungen.
Offizielle Informationen: ILS – Online-Studienzentrum.
Beispiel: Digitaler Aufgabenservice der SGD
Auch die Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) stellt einen digitalen Aufgabenservice bereit.
Über den OnlineCampus können Aufgaben bearbeitet und Lösungen an die zuständigen Fernlehrkräfte übermittelt werden.
Der Campus bietet außerdem Möglichkeiten zur Lernorganisation und zum Austausch mit anderen Teilnehmenden.
Offizielle Informationen: SGD – OnlineCampus und digitaler Aufgabenservice.
Welche Arten von Einsendeaufgaben gibt es?
Die Aufgabenform hängt vom Fachgebiet und vom angestrebten Lernziel ab.
| Aufgabenart | Beispiel | Was wird überprüft? |
|---|---|---|
| Wissensfragen | Fachbegriffe und Zusammenhänge erklären | Verständnis grundlegender Inhalte |
| Rechenaufgaben | Kostenrechnung oder statistische Berechnungen | Anwendung rechnerischer Verfahren |
| Fallstudien | Betriebliche Problemsituation bearbeiten | Übertragung des Wissens auf Praxisfälle |
| Textanalyse | Fachtext auswerten und Schlussfolgerungen ziehen | Fachliches Verständnis und Argumentation |
| Projektaufgabe | Ein Konzept oder einen Maßnahmenplan entwickeln | Planungs- und Problemlösungskompetenz |
| Programmieraufgabe | Ein kleines Programm erstellen | Praktische Anwendung technischer Kenntnisse |
Bei einfachen Wissensfragen ist die Bewertung häufig klarer standardisierbar. Bei offenen Fallstudien oder komplexeren Ausarbeitungen kann individuelles Feedback eine größere Rolle spielen.
Sind Einsendeaufgaben im Fernstudium verpflichtend?
Nein, nicht generell.
Ob eine Einsendeaufgabe bearbeitet werden muss, hängt von den Regeln des Studiengangs, Moduls oder Fernlehrgangs ab.
Es gibt Lernangebote, bei denen Einsendeaufgaben freiwillig zur Selbstkontrolle genutzt werden können.
In anderen Fällen wird die erfolgreiche Bearbeitung ausdrücklich verlangt.
Ein verbindlicher Charakter kann sich beispielsweise daraus ergeben, dass eine bestimmte Zahl von Aufgaben bestanden werden muss, um zur Modulabschlussprüfung zugelassen zu werden.
Warum sind manche Einsendeaufgaben Pflicht?
Bei bestimmten Modulen soll durch die Einsendearbeiten nachgewiesen werden, dass sich Studierende bereits vor der eigentlichen Prüfung mit wesentlichen Studieninhalten beschäftigt haben.
Sie dienen dann als Prüfungsvorleistung.
Es kann beispielsweise vorgeschrieben sein, einen bestimmten Anteil der angebotenen Aufgaben erfolgreich zu bearbeiten.
Die genauen Anforderungen unterscheiden sich allerdings von Modul zu Modul.
Prüfungszulassung durch Einsendeaufgaben: Wie funktioniert das?
Bei einigen akademischen Fernstudiengängen ist der erfolgreiche Abschluss bestimmter Einsendearbeiten Voraussetzung für die Teilnahme an einer Modulprüfung.
Die entsprechenden Vorgaben sind normalerweise in der Prüfungsordnung beziehungsweise in den Modul- und Prüfungsinformationen geregelt.
Dabei können beispielsweise folgende Bedingungen vorgesehen sein:
- eine bestimmte Zahl bestandener Einsendearbeiten,
- eine festgelegte Mindestpunktzahl,
- die fristgerechte Abgabe und
- die Einhaltung bestimmter Bearbeitungsregeln.
Auch die Frage, wie lange eine einmal erworbene Prüfungsvorleistung gültig bleibt, ist hochschul- beziehungsweise modulabhängig.
Beispiel: Verbindliche Einsendearbeiten an einer Hochschule
Die FernUniversität in Hagen verwendet in verschiedenen Modulen Einsendearbeiten als Bestandteil der Lern- und Prüfungsorganisation.
Bei bestimmten Modulen müssen ausgewählte Einsendearbeiten erfolgreich abgeschlossen werden, bevor eine Teilnahme an der Modulprüfung möglich ist.
Bei anderen Studienangeboten kann die Bearbeitung freiwillig erfolgen oder eine andere Prüfungsorganisation gelten.
Wer an der FernUniversität oder einer anderen Hochschule studiert, sollte deshalb nicht von einer einheitlichen Regel für sämtliche Studiengänge ausgehen.
Wichtig: Eine erfolgreiche Einsendeaufgabe ist nur dann eine Voraussetzung für die Prüfungszulassung, wenn dies in den einschlägigen Studien- und Prüfungsregelungen vorgesehen ist.
Wie werden Einsendeaufgaben bewertet?
Die Bewertung kann unterschiedlich ausfallen.
Bei manchen Aufgaben erhalten Lernende eine Punktzahl oder eine Note. Andere Aufgaben werden lediglich als bestanden oder nicht bestanden gewertet.
Daneben können ausführliche fachliche Kommentare und individuelle Verbesserungshinweise gegeben werden.
Entscheidend ist, ob die Einsendeaufgabe ausschließlich der Lernkontrolle dient oder eine verbindliche Leistung darstellt.
Was bringt das Feedback?
Durch die Rückmeldung können beispielsweise folgende Schwierigkeiten sichtbar werden:
- Fachbegriffe wurden nicht richtig verstanden.
- Ein Rechenweg enthält Fehler.
- Eine Fallstudie wurde nicht vollständig bearbeitet.
- Die Argumentation ist unzureichend begründet.
- Wichtige fachliche Zusammenhänge fehlen.
Wer diese Hinweise berücksichtigt, kann gezielter lernen und sich auf spätere Prüfungen vorbereiten.
Zählt die Bewertung zur Abschlussnote?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten.
Bei einer freiwilligen Übungsaufgabe hat die Bewertung normalerweise keinen direkten Einfluss auf die Abschlussnote.
Bei einer ausdrücklich benoteten Prüfungsleistung kann das anders sein.
Die verbindlichen Regelungen stehen in der Prüfungsordnung oder in den Bedingungen des Fernlehrgangs.
Was passiert, wenn eine Einsendeaufgabe nicht bestanden wird?
Eine schlechte Bewertung führt nicht automatisch zum Scheitern des gesamten Fernstudiums.
Die Folgen hängen von der Bedeutung der jeweiligen Aufgabe ab.
Bei freiwilligen Übungsaufgaben
Hier steht häufig die Rückmeldung zum Lernstand im Vordergrund.
Eine schwache Leistung kann ein Hinweis sein, bestimmte Inhalte noch einmal zu wiederholen.
Bei verbindlichen Prüfungsvorleistungen
Wenn eine Einsendearbeit Voraussetzung für die Prüfungszulassung ist, kann eine nicht bestandene Aufgabe Auswirkungen auf die Teilnahme an der Modulprüfung haben.
Je nach Regelung können weitere Einsendearbeiten, Wiederholungen oder andere Nachweismöglichkeiten vorgesehen sein.
Solche Möglichkeiten bestehen aber nicht automatisch.
Bei benoteten Prüfungsleistungen
Wenn die Aufgabe selbst eine offizielle Prüfungsleistung ist, gelten die entsprechenden Prüfungs- und Wiederholungsregeln.
Die Hochschule legt fest, unter welchen Voraussetzungen eine Wiederholung möglich ist.
Unsere Empfehlung: Kläre nach einer nicht bestandenen verpflichtenden Aufgabe möglichst frühzeitig mit der zuständigen Betreuung, welche konkreten Möglichkeiten bestehen.
Wie lange dauert die Korrektur einer Einsendeaufgabe?
Die Bearbeitungszeit hängt unter anderem vom Anbieter, vom Umfang der Aufgabe und der Zahl eingereichter Lösungen ab.
Eine kurze Wissensaufgabe kann anders korrigiert werden als eine umfangreiche Fallstudie oder Projektarbeit.
Eine allgemeine Korrekturfrist, die für sämtliche Hochschulen und Fernlehrinstitute gilt, existiert nicht.
Bei Fernunterrichtsverträgen, auf die das Fernunterrichtsschutzgesetz Anwendung findet, enthält § 2 FernUSG eine wichtige Vorgabe: Der Veranstalter muss den Lernerfolg überwachen und eingesandte Arbeiten innerhalb angemessener Zeit sorgfältig korrigieren.
Eine pauschal feste Zahl von Tagen nennt diese Vorschrift nicht.
Gesetzliche Grundlage: § 2 FernUSG – Rechte und Pflichten der Vertragschließenden.
Wenn eine Korrektur ungewöhnlich lange ausbleibt, solltest du zunächst beim zuständigen Betreuungsteam nachfragen.
Welche Hilfsmittel sind bei Einsendeaufgaben erlaubt?
Da viele Einsendeaufgaben selbstständig zu Hause bearbeitet werden, liegt die Nutzung von Fachbüchern, Studienmaterialien und digitalen Quellen nahe.
Ob bestimmte Hilfsmittel erlaubt sind, entscheidet jedoch die jeweilige Aufgabenstellung.
Es gibt Aufgaben, bei denen Literatur und eigene Notizen ausdrücklich genutzt werden dürfen.
Andere Aufgaben müssen ohne bestimmte Hilfsmittel oder als eigenständige Prüfungsleistung bearbeitet werden.
Wichtig sind insbesondere:
- die konkrete Aufgabenanweisung,
- die Prüfungsordnung,
- die Vorgaben zum wissenschaftlichen Arbeiten,
- mögliche Eigenständigkeitserklärungen und
- Regelungen zur Zusammenarbeit und zu digitalen Hilfsmitteln.
Die bloße Möglichkeit, während der Bearbeitung das Internet zu öffnen, bedeutet nicht, dass sämtliche dort verfügbaren Inhalte ohne Weiteres verwendet werden dürfen.
Darf man ChatGPT oder andere KI bei Einsendeaufgaben verwenden?
Die Nutzung künstlicher Intelligenz ist inzwischen eine wichtige Frage bei schriftlichen Lern- und Prüfungsleistungen.
KI-Werkzeuge können unter anderem dazu verwendet werden, Lerninhalte zu erklären, Verständnisfragen zu formulieren oder Übungsaufgaben zu erstellen.
Ob sie bei einer konkreten Einsendeaufgabe zulässig sind, hängt jedoch von den Regeln des Anbieters beziehungsweise der Hochschule ab.
KI zum Lernen und Verstehen
Wenn der Einsatz erlaubt ist, können KI-Werkzeuge beispielsweise dabei helfen:
- Fachbegriffe verständlicher zu erklären,
- ein bereits gelerntes Thema zu wiederholen,
- zusätzliche Übungsfragen zu erstellen,
- eigene Lösungsansätze kritisch zu hinterfragen oder
- einen individuellen Lernplan zu strukturieren.
KI-Antworten können allerdings fachliche Fehler enthalten. Deshalb sollten wichtige Aussagen mit geeigneten Fachquellen abgeglichen werden.
KI-generierte Lösungen als eigene Arbeit abgeben
Problematisch wird es, wenn eine Aufgabe eigenständig bearbeitet werden muss, aber eine fremde oder automatisch erzeugte Lösung als eigene Leistung ausgegeben wird.
Bei einer offiziellen Prüfungsleistung können daraus prüfungsrechtliche Konsequenzen entstehen.
Einige Hochschulen machen hierzu ausdrücklich Vorgaben.
Die Fakultät Psychologie der FernUniversität in Hagen erläutert beispielsweise für bestimmte Haus- und Abschlussarbeiten, dass enthaltene Texte nicht durch KI-Textgeneratoren erstellt sein dürfen. Zugleich wird eine Nutzung zu Recherchezwecken unter den dort genannten Bedingungen behandelt.
Diese Regel gilt nicht automatisch identisch für jede Hochschule und jede Einsendeaufgabe.
Offizielle Informationen: FernUniversität in Hagen – Prüfungen und KI-Nutzung.
Muss ich den KI-Einsatz offenlegen?
Ob und wie eine KI-Nutzung dokumentiert werden muss, richtet sich nach den jeweiligen Vorgaben.
Manche Prüfungsleistungen verlangen eine ausdrückliche Angabe verwendeter Hilfsmittel.
Bei anderen Aufgaben kann die Nutzung bestimmter KI-Anwendungen ganz ausgeschlossen sein.
Wenn die Regeln unklar sind, solltest du vor der Bearbeitung nachfragen.
Wichtig für die Praxis
Nutze ChatGPT oder andere KI-Werkzeuge nur im Rahmen der ausdrücklich geltenden Aufgaben- und Prüfungsregeln. Eine technisch mögliche Nutzung ist nicht automatisch erlaubt. Deine eingereichte Leistung muss den geforderten Eigenständigkeits- und Kennzeichnungspflichten entsprechen.
Darf ich Einsendeaufgaben gemeinsam mit einer Lerngruppe bearbeiten?
Der Austausch mit anderen Lernenden kann hilfreich sein, um schwierige Themen zu verstehen.
Ob eine konkrete Aufgabe gemeinsam bearbeitet werden darf, hängt allerdings von ihrer Funktion und den jeweiligen Regeln ab.
Bei freiwilligen Übungsaufgaben können gemeinsame Diskussionen sinnvoll sein, wenn der Anbieter dies erlaubt.
Bei individuellen Prüfungsleistungen kann eine nicht zugelassene Zusammenarbeit dagegen gegen die Prüfungsregeln verstoßen.
Deshalb sollten insbesondere folgende Fragen vorab geklärt werden:
- Dürfen Lösungswege gemeinsam diskutiert werden?
- Muss jede Person eine vollständig eigenständige Lösung einreichen?
- Dürfen eigene Notizen gemeinsam verwendet werden?
- Handelt es sich ausdrücklich um eine Gruppenaufgabe?
Informationen zum Aufbau einer Lerngruppe findest du auch in unserem Fernstudium-Bereich unter Fernstudium: Studienorganisation und Lernmöglichkeiten.
Einsendeaufgaben bei beruflichen Fernlehrgängen
Bei beruflichen Fernlehrgängen gehören Einsendeaufgaben häufig zur laufenden Lernkontrolle.
Das Lernmaterial ist in einzelne Einheiten gegliedert. Nach der Bearbeitung können die Teilnehmenden entsprechende Aufgaben einreichen und erhalten Rückmeldungen von Fernlehrkräften.
Diese Vorgehensweise kann insbesondere dann hilfreich sein, wenn der Lehrgang über mehrere Monate oder Jahre absolviert wird.
Ob eine bestimmte Zahl von Aufgaben erfolgreich bearbeitet werden muss, ergibt sich aus den Lehrgangsbedingungen.
Welche Rolle spielt das Fernunterrichtsschutzgesetz?
Bei entgeltlichen Fernunterrichtsangeboten, die unter das Fernunterrichtsschutzgesetz fallen, gehört die Überwachung des Lernerfolgs zu den gesetzlichen Merkmalen des Fernunterrichts.
§ 1 FernUSG beschreibt hierfür unter anderem die überwiegende räumliche Trennung zwischen Lehrenden und Lernenden sowie die Überwachung des Lernerfolgs.
Nach § 2 FernUSG gehört die sorgfältige Korrektur eingesandter Arbeiten innerhalb angemessener Zeit zu den Pflichten des Fernunterrichtsveranstalters.
Das bedeutet aber nicht, dass in jedem Kurs zwingend dieselbe Art von Einsendeaufgaben verwendet werden muss.
Welche Formen der Lernerfolgskontrolle vorgesehen sind, kann sich zwischen den Angeboten unterscheiden.
Gesetzliche Grundlagen: § 1 FernUSG und § 2 FernUSG.
Einsendeaufgaben beim Fachwirt-Fernlehrgang: Was gilt für die IHK-Prüfung?
Für Fachwirt-Blog.de ist diese Unterscheidung besonders wichtig.
Wer beispielsweise einen Fernlehrgang zur Vorbereitung auf die Prüfung zum Wirtschaftsfachwirt absolviert, kann während der Weiterbildung verschiedene Einsendeaufgaben bearbeiten.
Diese dienen der Lernkontrolle und können nach den Lehrgangsbedingungen für interne Leistungsnachweise relevant sein.
Die anschließende öffentlich-rechtliche Fachwirtprüfung wird jedoch durch die zuständige Industrie- und Handelskammer organisiert.
Eine erfolgreich bearbeitete Einsendeaufgabe ersetzt daher keine IHK-Fortbildungsprüfung.
Können Einsendeaufgaben auf die IHK-Prüfung vorbereiten?
Ja. Besonders hilfreich können Aufgaben sein, die sich an typischen beruflichen Handlungssituationen orientieren.
Beispielsweise können Fachwirt-Lernende:
- Aufgaben zur Kosten- und Leistungsrechnung bearbeiten,
- Personalentscheidungen anhand von Fallbeispielen beurteilen,
- betriebliche Kennzahlen auswerten,
- Marketingmaßnahmen planen oder
- organisatorische Probleme eines Unternehmens analysieren.
Das Feedback der Lehrkräfte kann helfen, fachliche Schwächen vor der eigentlichen Kammerprüfung zu erkennen.
Zusätzliche Inhalte zur Prüfungsvorbereitung findest du in unserem Bereich Prüfungswissen für Fachwirte.
Wie bearbeite ich Einsendeaufgaben möglichst effektiv?
Eine Einsendeaufgabe ist mehr als eine formale Pflicht. Sie kann helfen, den Lernstoff systematisch zu festigen.
Mit einer klaren Vorgehensweise lässt sich die Bearbeitung besser strukturieren.
Schritt 1: Aufgabenstellung vollständig lesen
Prüfe, welche Inhalte verlangt werden und wie ausführlich die Antwort sein soll.
Bei komplexeren Aufgaben lohnt es sich, die einzelnen Teilfragen zu markieren.
Schritt 2: Relevante Lernunterlagen wiederholen
Bevor du eine Lösung formulierst, solltest du die betreffenden Kapitel und wesentlichen Fachbegriffe wiederholen.
Schritt 3: Eigenen Lösungsweg entwickeln
Bearbeite die Aufgabe zunächst eigenständig und mit den erlaubten Hilfsmitteln.
Bei Rechenaufgaben sollten wichtige Zwischenschritte nachvollziehbar dargestellt werden.
Schritt 4: Antwort auf Vollständigkeit prüfen
Vergleiche die eigene Lösung mit der Aufgabenstellung.
Wurden alle Teilfragen beantwortet? Sind Berechnungen nachvollziehbar? Sind verwendete Quellen korrekt angegeben, sofern dies verlangt wird?
Schritt 5: Formale Anforderungen kontrollieren
Achte auf Dateiformat, Abgabefrist, Umfang und eventuelle Erklärungen zur Eigenständigkeit.
Schritt 6: Lösung fristgerecht einreichen
Nutze ausschließlich den vorgesehenen Abgabeweg.
Wenn eine digitale Einreichung erfolgt, solltest du nach Möglichkeit die Abgabebestätigung aufbewahren.
Schritt 7: Feedback auswerten
Markiere nicht nur Fehler, sondern versuche, ihre Ursachen zu verstehen.
Bei wiederkehrenden Schwierigkeiten kann eine gezielte Wiederholung oder Rückfrage bei der Betreuung sinnvoll sein.
Beispiel: Einsendeaufgabe zur Kostenrechnung
Ein Fernlehrgang enthält eine Aufgabe zur Kalkulation eines Produkts.
Gegeben sind folgende vereinfachte Werte:
| Position | Betrag |
|---|---|
| Materialkosten | 80 € |
| Fertigungskosten | 120 € |
| Weitere zurechenbare Kosten | 50 € |
| Gesamtkosten | 250 € |
In einer einfachen Aufgabe könnte verlangt werden, die Gesamtkosten zu berechnen und den Rechenweg darzustellen.
Die betreuende Lehrkraft könnte anschließend prüfen, ob die Kostenbestandteile richtig zugeordnet und die Berechnung nachvollziehbar durchgeführt wurden.
Bei einer umfangreicheren Fallstudie könnten weitere Fragestellungen hinzukommen, etwa zur Preisgestaltung oder zu betrieblichen Entscheidungen.
Dieses Beispiel dient nur der Veranschaulichung und bildet keine konkrete Hochschul- oder IHK-Prüfungsaufgabe ab.
Worauf sollte ich bei einem Fernstudienanbieter achten?
Wenn dir persönliches Feedback wichtig ist, solltest du bereits vor der Anmeldung nach den Formen der Lernkontrolle fragen.
| Frage | Warum ist sie wichtig? |
|---|---|
| Gibt es Einsendeaufgaben oder vergleichbare Lernkontrollen? | Zeigt, wie der Lernfortschritt überprüft wird |
| Sind die Aufgaben freiwillig oder verpflichtend? | Wichtig für die Studienplanung |
| Erhalte ich individuelles Feedback? | Hilft beim Erkennen fachlicher Schwierigkeiten |
| Wie erfolgt die Einreichung? | Relevant für den organisatorischen Aufwand |
| Gibt es verbindliche Abgabefristen? | Wichtig bei Beruf und Familie |
| Was passiert bei Nichtbestehen? | Relevant für Wiederholungen und Prüfungszulassung |
| Welche KI-Werkzeuge sind erlaubt? | Verhindert Verstöße gegen Bearbeitungsregeln |
| Welche externen Prüfungen sind zusätzlich notwendig? | Besonders wichtig bei IHK- und HWK-Vorbereitungskursen |
Fernhochschulen und Fernlehrinstitute vergleichen
Die Lernkontrolle ist ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl eines Fernstudiums oder Fernlehrgangs.
Bei akademischen Studiengängen solltest du prüfen, welche Modulaufgaben, Prüfungsvorleistungen und offiziellen Prüfungen vorgesehen sind.
Bei beruflichen Fernlehrgängen sind dagegen insbesondere die Korrektur von Einsendeaufgaben, die persönliche Betreuung und die Art des Lehrgangsabschlusses interessant.
Die folgenden Anbieterbereiche unterscheiden deshalb bewusst zwischen akademischen Hochschulen und beruflichen Fernlehrinstituten.
Werbung / Affiliate-Links: Die folgenden Anbieterinformationen enthalten kommerzielle Partnerlinks. Bei einer Anfrage oder Buchung kann Fachwirt-Blog.de eine Provision erhalten. Für dich entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten.
Akademische Fernhochschulen
Die folgenden Hochschulen bieten akademische Fern- beziehungsweise Online-Studiengänge an. Welche Einsendeaufgaben oder vergleichbaren Leistungen erforderlich sind, sollte für den konkreten Studiengang geprüft werden.
WINGS Fernstudium
WINGS ist der Fernstudienbereich der Hochschule Wismar und bietet berufsbegleitende akademische Studienangebote. Interessierte sollten prüfen, welche Modulaufgaben und Prüfungsleistungen im gewünschten Studiengang vorgesehen sind.
→ Fernstudiengänge bei WINGS ansehen
APOLLON Hochschule
Die APOLLON Hochschule ist eine staatlich anerkannte Fernhochschule mit Schwerpunkt auf Gesundheits- und Sozialwirtschaft. Achte bei der Studienwahl auf Lernbegleitung, schriftliche Modulaufgaben und die konkrete Prüfungsorganisation.
→ Studienangebote der APOLLON Hochschule ansehen
Wilhelm Büchner Hochschule
Die Wilhelm Büchner Hochschule bietet Fernstudiengänge unter anderem in Technik, Informatik, Wirtschaftsingenieurwesen und Management. Vor der Anmeldung solltest du die Aufgabenformen, Betreuungsangebote und Prüfungsbedingungen des jeweiligen Studiengangs vergleichen.
→ Studiengänge der Wilhelm Büchner Hochschule ansehen
Hochschule Fresenius
Die Hochschule Fresenius bietet Online- und Fernstudienangebote aus verschiedenen Fachbereichen. Informiere dich über die jeweiligen Studienleistungen, Lernkontrollen und Möglichkeiten zur fachlichen Unterstützung.
→ Online- und Fernstudiengänge der Hochschule Fresenius ansehen
Berufliche Fernlehrgänge und Weiterbildungen
Bei klassischen Fernlehrgängen können Einsendeaufgaben einen wichtigen Bestandteil der Lernkontrolle bilden.
Vor einer Anmeldung solltest du prüfen, welche Rückmeldungen angeboten werden, ob die Bearbeitung verbindlich ist und welcher Abschluss am Ende steht.
ILS – Institut für Lernsysteme
Das ILS bietet zahlreiche berufliche Fernlehrgänge und Vorbereitungskurse. Einsendeaufgaben beziehungsweise Online-Tests und die individuelle Betreuung durch Fernlehrkräfte gehören bei vielen Angeboten zum Lernkonzept.
→ Fernlehrgänge beim ILS ansehen
SGD – Studiengemeinschaft Darmstadt
Die SGD bietet berufliche Fernlehrgänge aus Wirtschaft, Technik, Gesundheit und weiteren Bereichen. Über den OnlineCampus lassen sich bei entsprechenden Lehrgängen Einsendeaufgaben digital bearbeiten und einreichen.
→ Kostenloses Infopaket der SGD ansehen
Fernakademie für Erwachsenenbildung
Die Fernakademie bietet berufliche Weiterbildungen und Fernlehrgänge. Vor der Anmeldung solltest du klären, welche Aufgaben eingereicht werden müssen und welche Korrektur- und Betreuungsleistungen im gewünschten Kurs vorgesehen sind.
→ Fernlehrgänge der Fernakademie ansehen
Laudius
Laudius bietet Fernlehrgänge und Weiterbildungskurse aus unterschiedlichen Fachbereichen. Interessierte sollten den Aufbau der Lernkontrollen und die angebotenen Rückmeldungen für den konkreten Kurs prüfen.
→ Weiterbildungen bei Laudius ansehen
Academy of Sports
Die Academy of Sports konzentriert sich auf Weiterbildungen in Fitness, Sport, Gesundheit und Management. Je nach Lehrgang können unterschiedliche Aufgabenformen und Leistungsnachweise vorgesehen sein.
→ Weiterbildungen der Academy of Sports ansehen
Deutsches eLearning Studieninstitut (DeLSt)
Das DeLSt bietet berufsbegleitende Fernlehrgänge unter anderem aus Management, Sport und Gesundheit. Vor der Kurswahl lohnt es sich, Aufgabenformen, Korrekturen und interne beziehungsweise externe Abschlussanforderungen zu vergleichen.
Transparenzhinweis: Die Links in den beiden vorstehenden Anbieterbereichen sind Affiliate-Links. Fachwirt-Blog.de kann bei einer Anfrage oder Buchung eine Provision erhalten. Für dich entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Die Art der Einsendeaufgaben, Korrekturleistungen und Prüfungsbedingungen ist abhängig vom konkreten Studiengang beziehungsweise Lehrgang.
Checkliste: Vor der Abgabe einer Einsendeaufgabe
- Habe ich die Aufgabenstellung vollständig gelesen?
- Weiß ich, ob die Bearbeitung freiwillig oder verpflichtend ist?
- Habe ich alle Teilfragen beantwortet?
- Habe ich nur zugelassene Hilfsmittel verwendet?
- Habe ich die Vorgaben zur Nutzung und Kennzeichnung von KI beachtet?
- Sind mögliche Quellen korrekt angegeben?
- Ist die Lösung fachlich und rechnerisch nachvollziehbar?
- Habe ich die formalen Anforderungen eingehalten?
- Ist die Abgabefrist berücksichtigt?
- Habe ich die Aufgabe über den richtigen Kanal eingereicht?
- Liegt gegebenenfalls eine Abgabebestätigung vor?
- Habe ich mir Zeit für die spätere Auswertung des Feedbacks eingeplant?
Häufige Fragen zu Einsendeaufgaben im Fernstudium
Was ist eine Einsendeaufgabe?
Eine Einsendeaufgabe ist eine Lern- oder Prüfungsaufgabe, die eigenständig bearbeitet und anschließend zur Kontrolle eingereicht wird. Je nach Anbieter erhältst du eine Bewertung, Korrektur oder fachliche Rückmeldung.
Muss ich im Fernstudium Einsendeaufgaben bearbeiten?
Nicht grundsätzlich. Bei manchen Angeboten sind sie freiwillig, bei anderen gehören sie zu den verbindlichen Anforderungen oder sind Voraussetzung für eine spätere Prüfung.
Kann ich Einsendeaufgaben online abgeben?
Ja. Viele Hochschulen und Fernlehrinstitute nutzen digitale Lernplattformen. Je nach Anbieter können andere Abgabewege vorgesehen sein.
Wer korrigiert meine Einsendeaufgaben?
Bei klassischen Fernlehrgängen erfolgt die Korrektur häufig durch Fernlehrkräfte. An Hochschulen sind je nach Studienangebot die zuständigen Lehr- oder Betreuungspersonen beziehungsweise geeignete Prüfungssysteme beteiligt.
Wie lange dauert die Korrektur?
Das hängt vom Anbieter und der Aufgabe ab. Bei Fernunterrichtsverträgen, auf die das Fernunterrichtsschutzgesetz Anwendung findet, schreibt § 2 FernUSG eine sorgfältige Korrektur innerhalb angemessener Zeit vor.
Werden Einsendeaufgaben benotet?
Teilweise. Manche Aufgaben erhalten Noten oder Punkte, andere werden lediglich als bestanden oder nicht bestanden bewertet. Freiwillige Übungen können auch ausschließlich der Lernkontrolle dienen.
Zählen Einsendeaufgaben zur Abschlussnote?
Nur wenn die einschlägigen Studien- oder Prüfungsregelungen dies vorsehen. Eine gewöhnliche freiwillige Übungsaufgabe geht normalerweise nicht in die Abschlussnote ein.
Was passiert, wenn ich eine Einsendeaufgabe nicht bestehe?
Das hängt von der Funktion der Aufgabe ab. Bei freiwilligen Übungen steht die Lernrückmeldung im Vordergrund. Bei verbindlichen Prüfungsvorleistungen kann eine nicht bestandene Aufgabe die Prüfungszulassung beeinflussen.
Kann ich eine Einsendeaufgabe wiederholen?
Das richtet sich nach den jeweiligen Studien- oder Lehrgangsregeln. Wiederholungsmöglichkeiten sind nicht automatisch bei allen Aufgaben vorgesehen.
Darf ich bei Einsendeaufgaben das Internet nutzen?
Das hängt von der Aufgabenstellung ab. Bei manchen Aufgaben sind Literatur und Onlinequellen erlaubt, bei anderen bestehen besondere Beschränkungen.
Darf ich ChatGPT für Einsendeaufgaben nutzen?
Nur im Rahmen der geltenden Vorgaben. KI kann gegebenenfalls als Lernhilfe erlaubt sein, während die Übernahme KI-generierter Lösungen bei einer eigenständig zu erbringenden Prüfungsleistung unzulässig sein kann.
Muss ich die Verwendung von KI angeben?
Das richtet sich nach den konkreten Anforderungen. Bei manchen Prüfungsleistungen müssen verwendete Hilfsmittel ausdrücklich dokumentiert werden.
Darf ich Einsendeaufgaben mit anderen gemeinsam lösen?
Bei freiwilligen Lernaufgaben kann gemeinsames Arbeiten erlaubt sein. Bei individuellen Prüfungsleistungen sind die jeweiligen Eigenständigkeits- und Prüfungsregeln zu beachten.
Brauche ich bestandene Einsendeaufgaben für die Klausurzulassung?
Bei einigen akademischen Modulen ja. Es gibt jedoch keine allgemeine Pflicht, wonach alle Fernstudierenden vor jeder Klausur Einsendeaufgaben bestehen müssen.
Ersetzen Einsendeaufgaben im Fachwirt-Fernlehrgang die IHK-Prüfung?
Nein. Die interne Lernkontrolle beim Fernlehrinstitut und die öffentlich-rechtliche Abschlussprüfung vor der zuständigen IHK sind unterschiedliche Vorgänge.
Was ist der Unterschied zwischen Einsendeaufgabe und Hausarbeit?
Einsendeaufgaben werden häufig zur Lernkontrolle eingesetzt. Eine Hausarbeit ist dagegen meist eine umfangreichere schriftliche Ausarbeitung und kann eine eigenständige Prüfungsleistung sein. Die konkrete Einordnung hängt von den Studienregeln ab.
Fazit: Einsendeaufgaben sind mehr als eine einfache Leistungskontrolle
Einsendeaufgaben können im Fernstudium eine wichtige Verbindung zwischen selbstständigem Lernen und fachlicher Betreuung herstellen.
Sie helfen dabei, Wissenslücken zu erkennen und den eigenen Lernfortschritt zu überprüfen.
Gleichzeitig können Einsendearbeiten in bestimmten akademischen Modulen verbindliche Voraussetzung für eine Prüfung sein.
Bei beruflichen Fernlehrgängen stehen dagegen häufig die regelmäßige Lernkontrolle und das individuelle Feedback im Mittelpunkt.
Unabhängig vom Bildungsweg solltest du frühzeitig klären, welche Aufgaben verpflichtend sind, welche Bearbeitungsregeln gelten und welche Konsequenzen eine nicht bestandene Aufgabe haben kann.
Unsere Empfehlung: Betrachte Einsendeaufgaben nicht nur als zusätzliche Pflicht, sondern nutze das Feedback gezielt für die weitere Prüfungsvorbereitung. Gerade eine sorgfältig ausgewertete Korrektur kann wertvoller sein als eine schnell eingereichte Musterlösung.
Weitere Informationen findest du in unserem Fernstudium-Ratgeber sowie im Bereich Prüfungswissen für Fachwirte.
Offizielle Quellen und weiterführende Informationen
- § 1 FernUSG – Anwendungsbereich und Lernerfolgskontrolle
- § 2 FernUSG – Korrektur und Betreuung
- ILS – Fernlernkonzept, Einsendeaufgaben und Online-Tests
- ILS – Online-Studienzentrum
- SGD – OnlineCampus und digitaler Aufgabenservice
- FernUniversität in Hagen – Prüfungen, Eigenständigkeit und KI
- Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht
Redaktioneller Stand: Oktober 2026. Anforderungen an Einsendeaufgaben, Korrekturverfahren, Prüfungszulassungen und die Verwendung künstlicher Intelligenz unterscheiden sich je nach Hochschule, Modul und Fernlehrgang. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen Aufgabenstellungen, Prüfungsordnungen und Vertragsbedingungen.
