Maurer- und Betonbauermeister werden: Voraussetzungen, Meisterschule, Kosten und Gehalt

Wer als Maurer oder Beton- und Stahlbetonbauer beruflich aufsteigen, größere Bauprojekte verantworten oder einen eigenen Bauhandwerksbetrieb führen möchte, kann mit der Weiterbildung zum Maurer- und Betonbauermeister den nächsten Karriereschritt gehen. Der Meisterabschluss verbindet handwerkliches Fachwissen mit technischer Planung, Bauorganisation und betriebswirtschaftlichen Kenntnissen.

Maurer- und Betonbauermeister übernehmen anspruchsvolle Aufgaben im Hochbau, Mauerwerksbau und Stahlbetonbau. Sie planen Bauvorhaben, erstellen Kalkulationen, organisieren Baustellen und überwachen die fachgerechte Ausführung.

Auch energetische Gebäudesanierungen, die Modernisierung bestehender Bauwerke und digitale Planungsverfahren stellen hohe Anforderungen an Fach- und Führungskräfte im Bauhandwerk.

Doch welche Voraussetzungen gelten für die Meisterprüfung? Wie lange dauert die Meisterschule, was kostet sie und welche Gehalts- und Karrierechancen bietet der Abschluss? Dieser Ratgeber beantwortet die wichtigsten Fragen.

Maurer- und Betonbauermeister: Das Wichtigste im Überblick

Abschluss Maurer- und Betonbauermeister / Maurer- und Betonbauermeisterin
Weitere Bezeichnung Umgangssprachlich Maurermeister; zusätzlich Bachelor Professional im Maurer- und Betonbauer-Handwerk
Zuständigkeit Handwerkskammer und zuständiger Meisterprüfungsausschuss
Abschlussstatus Bundesweit geregelter Handwerksmeisterabschluss
Rechtsgrundlage Handwerksordnung und Maurer- und Betonbauermeisterverordnung
Meisterprüfung Vier selbstständige Prüfungsteile
Zulassung In der Regel einschlägige Gesellenprüfung; weitere Zugangswege möglich
Unterrichtsformen Vollzeit und berufsbegleitend
Dauer Je nach Lehrgang mehrere Monate in Vollzeit oder häufig rund zwei Jahre in Teilzeit
Kosten Beispielsweise 6.900 bis 11.500 Euro für die Teile I und II bei ausgewählten Anbietern
Förderung Aufstiegs-BAföG und gegebenenfalls weitere Förderprogramme
DQR-Niveau Niveau 6
Karriere Bauleitung, Betriebsführung, Projektorganisation, Ausbildung und Selbstständigkeit

Das Maurer- und Betonbauerhandwerk gehört zu den zulassungspflichtigen Gewerben der Anlage A der Handwerksordnung.

Die fachpraktischen und fachtheoretischen Prüfungsteile richten sich nach der Maurer- und Betonbauermeisterverordnung in der geltenden Fassung.

Der Meisterabschluss gehört zur höheren beruflichen Bildung und ist dem Niveau 6 des Deutschen Qualifikationsrahmens zugeordnet.

Mit bestandener Meisterprüfung wird gemäß Handwerksordnung zusätzlich der Fortbildungsabschluss Bachelor Professional im Maurer- und Betonbauer-Handwerk erlangt.

Diese Qualifikation ist dem Niveau eines Bachelorabschlusses zugeordnet, stellt jedoch keinen akademischen Hochschulabschluss dar.

Welche Aufgaben hat ein Maurer- und Betonbauermeister?

Maurer- und Betonbauermeister übernehmen die technische, organisatorische und wirtschaftliche Verantwortung für Arbeiten im Maurer- und Betonbauerhandwerk.

In kleineren Handwerksbetrieben arbeiten sie häufig selbst auf der Baustelle mit. In größeren Unternehmen stehen dagegen Bauleitung, Auftragsplanung, Mitarbeiterführung und Kostenkontrolle im Mittelpunkt.

Mauerwerksbau und Baukonstruktion

Ein klassisches Tätigkeitsfeld ist die Planung und Ausführung von Mauerwerkskonstruktionen.

Zu den Aufgaben gehören beispielsweise:

  • Planung und Herstellung tragender und nicht tragender Wände
  • Auswahl geeigneter Mauersteine und Mörtel
  • Herstellung von Öffnungen, Anschlüssen und Überdeckungen
  • Planung und Ausführung von Gründungen
  • Prüfung der Ausführungsqualität
  • Organisation von Um- und Anbauten
  • Sanierung und Instandsetzung von Mauerwerk
  • Berücksichtigung von Wärme-, Schall- und Brandschutz

Beton- und Stahlbetonbau

Ein weiterer wichtiger Aufgabenbereich ist die Herstellung und Instandsetzung von Bauteilen aus Beton und Stahlbeton.

Dazu gehören:

  • Planung von Schalungen und Schalungssystemen
  • Organisation der Bewehrungsarbeiten
  • Auswahl geeigneter Betonsorten
  • Überwachung des Betoneinbaus
  • Kontrolle der Betonverdichtung und Nachbehandlung
  • Herstellung von Fundamenten, Decken und anderen Betonbauteilen
  • Überprüfung der Ausführungsqualität
  • Erkennung und Bewertung von Betonschäden
  • Planung geeigneter Instandsetzungsmaßnahmen

Bei tragenden Konstruktionen müssen die geltenden statischen und bauaufsichtlichen Anforderungen beachtet werden. Nicht jede statische Berechnung oder bauordnungsrechtliche Nachweisführung darf unabhängig von weiteren gesetzlichen Voraussetzungen eigenverantwortlich erbracht werden.

Baustellenorganisation und Bauleitung

Maurer- und Betonbauermeister organisieren Arbeitsabläufe und sorgen dafür, dass Bauaufträge möglichst termingerecht und wirtschaftlich umgesetzt werden.

Zu den typischen Aufgaben zählen:

  • Planung der Baustelleneinrichtung
  • Koordination von Personal, Geräten und Baustoffen
  • Erstellung von Arbeits- und Terminplänen
  • Abstimmung mit Bauherren und anderen Gewerken
  • Überwachung von Kosten und Baufortschritt
  • Kontrolle der Arbeitssicherheit
  • Dokumentation der ausgeführten Arbeiten
  • Vorbereitung von Abnahmen und Abrechnungen

Kaufmännische Aufgaben und Personalführung

Auch betriebswirtschaftliche Kenntnisse spielen im Berufsalltag eine wichtige Rolle.

Meister kalkulieren Angebote, verhandeln mit Lieferanten, planen Investitionen und kontrollieren die wirtschaftliche Entwicklung von Bauaufträgen.

Darüber hinaus leiten sie Mitarbeitende an, organisieren Weiterbildungen und können Auszubildende im Betrieb betreuen.

Welche Voraussetzungen gelten für die Maurer- und Betonbauermeisterprüfung?

Die Zulassung zur Meisterprüfung richtet sich nach § 49 der Handwerksordnung.

Der übliche Zugangsweg ist eine erfolgreich abgeschlossene Gesellenprüfung im Maurer- und Betonbauerhandwerk, beispielsweise als Maurer oder Beton- und Stahlbetonbauer.

Auch eine entsprechende Gesellenprüfung in einem verwandten zulassungspflichtigen Handwerk oder eine gleichgestellte anerkannte Abschlussprüfung kann zur Zulassung berechtigen.

Wie viel Berufserfahrung ist erforderlich?

Wer eine einschlägige Gesellenprüfung nach einer regulären mindestens dreijährigen Berufsausbildung bestanden hat, benötigt grundsätzlich keine zusätzlichen Gesellenjahre.

Bei anerkannten einschlägigen Ausbildungsberufen mit einer vorgeschriebenen Ausbildungsdauer von weniger als drei Jahren ist grundsätzlich mindestens ein Jahr einschlägige Berufstätigkeit nachzuweisen.

Zulassung mit einem anderen Berufsabschluss

Auch Personen mit einer anderen abgeschlossenen anerkannten Berufsausbildung können unter bestimmten Voraussetzungen zur Meisterprüfung zugelassen werden.

Hierfür ist in der Regel eine mehrjährige einschlägige Tätigkeit im Maurer- und Betonbauerhandwerk erforderlich.

Nach den gesetzlichen Vorgaben dürfen für diese Berufstätigkeit grundsätzlich höchstens drei Jahre verlangt werden.

Bestimmte Fachschulzeiten können angerechnet werden. Darüber hinaus bestehen gesetzlich geregelte Möglichkeiten zur Verkürzung oder Befreiung von Zulassungsvoraussetzungen.

Auch bereits bestandene Meisterprüfungen können einen eigenständigen Zugangsweg eröffnen.

Wichtig: Die Teilnahme an einer Meisterschule ist grundsätzlich keine gesetzliche Voraussetzung für die Meisterprüfung. Wegen der umfangreichen fachpraktischen und theoretischen Anforderungen ist eine strukturierte Vorbereitung jedoch empfehlenswert. Die persönliche Zulassung sollte vor der Kursanmeldung bei der zuständigen Handwerkskammer geklärt werden.

Wie läuft die Maurer- und Betonbauermeisterprüfung ab?

Die Meisterprüfung besteht aus vier selbstständigen Teilen. Die ersten beiden Teile beziehen sich unmittelbar auf die fachlichen Anforderungen des Maurer- und Betonbauerhandwerks.

Teil I: Fachpraktische Meisterprüfung

Der fachpraktische Prüfungsteil umfasst:

  • Eine Meisterprüfungsarbeit
  • Ein darauf bezogenes Fachgespräch
  • Eine Situationsaufgabe

Meisterprüfungsarbeit

Die Meisterprüfungsarbeit entspricht einem anspruchsvollen Kundenauftrag. Die konkrete Aufgabenstellung wird vom Meisterprüfungsausschuss festgelegt.

Sie bezieht sich auf ein Bauprojekt mit höchstens 1.500 Kubikmetern umbautem Raum.

Aus mehreren vorgegebenen Leistungsbereichen müssen mindestens vier bearbeitet werden. Zwei davon sind verpflichtend:

  • Planung eines Teilbereichs des Bauprojekts für ein baubehördliches Genehmigungsverfahren
  • Erstellung einer Ausführungsplanung für einen Teilbereich des Bauprojekts

Weitere mögliche Aufgaben sind:

  • Auswertung von Vertragsbedingungen und Erstellung einer Angebotskalkulation
  • Vorbereitung der Vergabe von Fremdleistungen
  • Erstellung eines Angebots einschließlich Mengenermittlung und Leistungsbeschreibung
  • Planung von Personal, Material, Geräten und Bauabläufen
  • Erstellung von Baustelleneinrichtungs-, Schalungs- und Verkehrssicherungsplänen
  • Durchführung einer Nachkalkulation

Die Meisterprüfungsarbeit soll nach der geltenden Verordnung nicht länger als vier Arbeitstage dauern.

Fachgespräch

Im Fachgespräch erläutern die Prüflinge die technischen und organisatorischen Entscheidungen aus ihrer Meisterprüfungsarbeit.

Sie müssen fachliche Zusammenhänge erklären, die gewählte Vorgehensweise begründen und auf mögliche Probleme sowie deren Lösungen eingehen.

Das Fachgespräch soll nicht länger als 30 Minuten dauern.

Situationsaufgabe

Die Situationsaufgabe ergänzt den Qualifikationsnachweis und umfasst zwei Aufgabenbereiche:

  • Herstellung oder Vervollständigung einer vorgegebenen Bau- oder Bauhilfskonstruktion
  • Prüfung und Beurteilung von Baustoffen oder Konstruktionen einschließlich Fehleranalyse und Dokumentation

Mögliche Prüfungsgegenstände sind beispielsweise Frischbeton, Bewehrungen, Gründungen, Mauerwerkskonstruktionen, Bauwerksabdichtungen, Schalungen und Gerüste.

Die Situationsaufgabe soll höchstens acht Stunden dauern.

Bei der Bewertung werden Meisterprüfungsarbeit und Fachgespräch zunächst im Verhältnis 3:1 gewichtet. Das daraus gebildete Ergebnis wird anschließend mit der Situationsaufgabe im Verhältnis 2:1 zusammengeführt.

Teil II: Fachtheoretische Meisterprüfung

Die fachtheoretische Meisterprüfung umfasst vier Prüfungsfächer.

1. Baukonstruktion

In diesem Prüfungsfach müssen die Teilnehmer technische und konstruktive Aufgaben unter Berücksichtigung wirtschaftlicher und ökologischer Gesichtspunkte lösen.

Zu den Themen gehören:

  • Gründungen und Baugrubensicherung
  • Mauerwerkskonstruktionen
  • Beton- und Stahlbetonbau
  • Bauteile aus Holz und Stahl
  • Statische und konstruktive Berechnungen
  • Bauwerksabdichtungen
  • Entwässerungssysteme
  • Bauhilfskonstruktionen und Gerüste

2. Baustoffe und Bauphysik

Dieses Prüfungsfach behandelt die Eigenschaften und Verwendung von Baustoffen sowie die bauphysikalischen Anforderungen an Bauwerke.

Wichtige Inhalte sind:

  • Eigenschaften von Beton, Mörtel und Mauersteinen
  • Werkstoffauswahl und Baustoffprüfung
  • Wärmeschutz
  • Feuchteschutz
  • Schallschutz
  • Brandschutz
  • Baustoffgerechte Konstruktionen
  • Schadensursachen und Instandsetzungsverfahren

3. Auftragsabwicklung

Im Prüfungsfach Auftragsabwicklung werden die Planung, Durchführung und wirtschaftliche Kontrolle von Kundenaufträgen behandelt.

Dazu gehören:

  • Prüfung von Ausschreibungsunterlagen
  • Angebotskalkulation
  • Arbeitsvorbereitung
  • Baustellenorganisation
  • Material- und Personaleinsatzplanung
  • Koordination von Fremdleistungen
  • Qualitätsüberwachung
  • Abrechnung und Nachkalkulation

4. Betriebsführung und Betriebsorganisation

Im vierten Prüfungsfach stehen die wirtschaftliche Führung und Organisation eines Bauhandwerksbetriebs im Mittelpunkt.

Wichtige Themen sind:

  • Betriebliche Kostenrechnung
  • Personalführung
  • Marketing und Kundengewinnung
  • Investitionsplanung
  • Qualitätsmanagement
  • Arbeitsschutz
  • Betriebsorganisation
  • Rechtliche und wirtschaftliche Entscheidungen

Die Prüfung in Teil II erfolgt anhand fallorientierter Aufgaben. Die konkreten Prüfungsbedingungen richten sich nach der geltenden Meisterprüfungsverordnung.

Teil III: Betriebswirtschaftliche, kaufmännische und rechtliche Kenntnisse

Im dritten Prüfungsteil werden grundlegende Kenntnisse zur Führung eines Unternehmens geprüft.

Zu den Inhalten gehören:

  • Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens beurteilen
  • Betriebsgründung und Betriebsübernahme vorbereiten
  • Unternehmensstrategien entwickeln
  • Finanzierung und Investitionsplanung
  • Kostenrechnung und Kalkulation
  • Rechtliche Grundlagen der Unternehmensführung

Teil IV: Berufs- und Arbeitspädagogik

Der vierte Prüfungsteil behandelt die Planung, Durchführung und Bewertung der betrieblichen Ausbildung.

Die Teilnehmer müssen zeigen, dass sie Ausbildungsprozesse organisieren und Auszubildende fachlich sowie pädagogisch begleiten können.

Bei bereits nachgewiesenen gleichwertigen Qualifikationen kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Befreiung von einzelnen Prüfungsteilen beantragt werden.

Welche Inhalte werden in der Maurer- und Betonbauermeisterschule vermittelt?

Die Meistervorbereitung kombiniert technische Planung, praktische Baukenntnisse, Baustatik, Baustoffkunde und betriebswirtschaftliche Inhalte.

Die konkreten Unterrichtsinhalte unterscheiden sich je nach Bildungsträger.

Bautechnik und Baukonstruktion

  • Planung von Mauerwerkskonstruktionen
  • Beton- und Stahlbetonbau
  • Gründungen und Fundamente
  • Schalungs- und Bewehrungstechnik
  • Baukonstruktion und Baustatik
  • Bauwerksabdichtungen
  • Entwässerung und Dränage
  • Bauwerksinstandsetzung

Technisches Zeichnen und Planung

  • Erstellung von Bauzeichnungen
  • Entwurfs- und Ausführungsplanung
  • Detailzeichnungen
  • Darstellende Geometrie
  • Vermessungsgrundlagen
  • Mengenermittlung
  • Baustelleneinrichtungsplanung
  • Digitale Bauplanung und CAD

Baustoffkunde und Bauphysik

  • Eigenschaften mineralischer Baustoffe
  • Betontechnologie
  • Mörtel und Mauerwerk
  • Wärme- und Feuchteschutz
  • Schall- und Brandschutz
  • Bauwerksabdichtungen
  • Materialprüfung und Qualitätssicherung
  • Schadensanalyse

Betriebswirtschaft und Organisation

  • Auftragskalkulation
  • Kostenrechnung
  • Arbeitsvorbereitung
  • Personalführung
  • Baustellenorganisation
  • Qualitätsmanagement
  • Arbeitsschutz
  • Vertragsrecht und Bauvertragsgrundlagen
  • Unternehmensführung

Welche Rolle spielen digitale Planungsverfahren?

Digitale Werkzeuge können die Planung und Organisation moderner Bauprojekte erleichtern.

Dazu gehören beispielsweise CAD-Programme, digitale Aufmaße, elektronische Bautagebücher und Software für die Kalkulation und Baustellenorganisation.

Auch Building Information Modeling (BIM) gewinnt bei größeren Bauprojekten an Bedeutung.

Ob und in welchem Umfang solche Verfahren Bestandteil des Meisterlehrgangs sind, hängt vom jeweiligen Bildungsträger ab.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum Maurer- und Betonbauermeister?

Die Dauer der Meistervorbereitung hängt von der Unterrichtsform, dem Anbieter und den enthaltenen Prüfungsteilen ab.

Viele Meisterschulen bieten zunächst die Vorbereitung auf die fachlichen Teile I und II an. Die Teile III und IV werden häufig gesondert durchgeführt.

Meisterschule in Vollzeit

Vollzeitlehrgänge für die Teile I und II dauern bei den recherchierten Anbietern beispielsweise sieben bis zehn Monate.

Konkrete Beispiele sind:

  • HWK Münster: 19. Oktober 2026 bis 28. Mai 2027
  • ELBCAMPUS Hamburg: 3. November 2027 bis 2. Juni 2028
  • HWK Düsseldorf: 4. Januar bis 29. Oktober 2027

Die Prüfungen können nach dem eigentlichen Unterrichtszeitraum stattfinden.

Berufsbegleitende Meisterschule

Wer weiterhin berufstätig bleiben möchte, kann einen Teilzeitlehrgang besuchen.

Die Handwerkskammer Rheinhessen bietet beispielsweise einen Teilzeitkurs vom 31. August 2027 bis zum 27. Januar 2029 an.

Die Handwerkskammer Halle bietet einen berufsbegleitenden Vorbereitungskurs vom 16. April 2027 bis zum 14. Juli 2029 an.

Die Unterrichtszeiten liegen bei berufsbegleitenden Kursen häufig am Abend, freitags oder samstags. Zusätzliche Vollzeitwochen sind je nach Anbieter möglich.

Kann man den Maurermeister online machen?

Einige theoretische Inhalte können digital vermittelt werden. Die fachpraktische Meisterprüfung umfasst jedoch anspruchsvolle Bauarbeiten und die Bewertung von Baustoffen und Konstruktionen.

Daher spielen Präsenzunterricht und praktische Übungen bei der vollständigen Meistervorbereitung eine wichtige Rolle.

Ein reines Fernstudium sollte nicht ohne Weiteres mit einer vollständigen Vorbereitung auf alle vier Prüfungsteile gleichgesetzt werden.

Was kostet die Maurer- und Betonbauermeisterschule?

Die Kosten unterscheiden sich je nach Bildungsträger, Unterrichtsform und Umfang der Vorbereitung.

Neben den Lehrgangsgebühren können Prüfungsgebühren, Lernmittel, Materialkosten und Ausgaben für Fahrt oder Unterkunft entstehen.

Aktuelle Kostenbeispiele für Meisterkurse

Anbieter Unterricht Lehrgangsgebühr
HWK Rheinhessen Teile I und II, Teilzeit 6.900 €
HWK München und Oberbayern Teile I und II, Teilzeit in Ingolstadt 9.040 €
HWK Münster Teile I und II, Vollzeit 9.900 €
ELBCAMPUS Hamburg Teile I und II, Vollzeit 11.100 €
HWK Halle Teile I und II, Teilzeit 11.500 €

Die Gebühren stammen aus veröffentlichten Kursangeboten. Sie beziehen sich auf die Vorbereitung der Teile I und II und sind keine vollständigen Gesamtkosten bis zum Meisterbrief. Stand der Recherche: Oktober 2026.

Welche weiteren Kosten kommen hinzu?

Je nach Meisterschule und persönlicher Situation können weitere Ausgaben anfallen.

  • Prüfungsgebühren
  • Vorbereitung auf die Teile III und IV
  • Lernmittel und Fachliteratur
  • Materialkosten für praktische Übungen
  • Software und gegebenenfalls ein Laptop
  • Fahrtkosten und Unterkunft
  • Möglicher Verdienstausfall während eines Vollzeitlehrgangs

Beim ELBCAMPUS Hamburg werden für einen ausgeschriebenen Kurs zusätzlich 860 Euro Prüfungsgebühren genannt.

Bei der Handwerkskammer Münster beträgt die ausgewiesene Prüfungsgebühr 1.100 Euro. Hinzu können weitere Kosten kommen.

Tipp: Lassen Sie sich vor der Anmeldung ein vollständiges Kostenangebot geben. Entscheidend ist nicht allein die Lehrgangsgebühr, sondern die gesamte Investition einschließlich Prüfungen, Lernmitteln und gegebenenfalls der Teile III und IV.

Welche Meisterschulen bieten die Maurer- und Betonbauermeister-Ausbildung an?

Meistervorbereitungslehrgänge werden insbesondere von Bildungszentren der Handwerkskammern und spezialisierten Einrichtungen der Bauwirtschaft angeboten.

Bei der Wahl der Meisterschule sollten Unterrichtsform, Kursdauer, praktische Ausstattung und Entfernung zum Wohnort berücksichtigt werden.

ELBCAMPUS Hamburg

Der ELBCAMPUS ist das Kompetenzzentrum der Handwerkskammer Hamburg und bietet die Meistervorbereitung im Maurer- und Betonbauerhandwerk an.

Ein ausgeschriebener Vollzeitkurs für die Teile I und II läuft vom 3. November 2027 bis zum 2. Juni 2028.

Die Lehrgangsgebühr beträgt 11.100 Euro. Zusätzlich werden Prüfungsgebühren von derzeit 860 Euro ausgewiesen.

Die Teile III und IV sind nicht Bestandteil dieses Lehrgangs und müssen bei Bedarf gesondert vorbereitet werden.

Der veröffentlichte Kurs wird derzeit mit einer Warteliste geführt.

Informationen zur Maurer- und Betonbauermeisterschule am ELBCAMPUS

Handwerkskammer Bildungszentrum Münster

Das Handwerkskammer Bildungszentrum Münster bietet die Vorbereitung auf die fachlichen Teile I und II in Vollzeit an.

Ein ausgeschriebener Lehrgang läuft vom 19. Oktober 2026 bis zum 28. Mai 2027. Ein weiterer Termin ist für Oktober 2027 bis Mai 2028 veröffentlicht.

Die Kursgebühr beträgt 9.900 Euro. Zusätzlich werden Prüfungsgebühren von 1.100 Euro ausgewiesen.

Der Unterricht findet normalerweise montags bis freitags statt.

Maurer- und Betonbauermeisterschule in Münster ansehen

Handwerkskammer Rheinhessen

Die Handwerkskammer Rheinhessen bietet in Mainz-Hechtsheim einen berufsbegleitenden Vorbereitungskurs für die Teile I und II an.

Ein Kurs läuft vom 31. August 2027 bis zum 27. Januar 2029 und umfasst 1.000 Unterrichtsstunden.

Die veröffentlichte Kursgebühr beträgt 6.900 Euro.

Für diesen und weitere angekündigte Termine werden freie Plätze ausgewiesen.

Meistervorbereitung der HWK Rheinhessen ansehen

Handwerkskammer Halle

Die Handwerkskammer Halle bietet einen berufsbegleitenden Vorbereitungslehrgang im Maurer- und Betonbauerhandwerk an.

Der ausgeschriebene Kurs läuft vom 16. April 2027 bis zum 14. Juli 2029 und umfasst 1.200 Unterrichtseinheiten.

Die Lehrgangsgebühr beträgt 11.500 Euro.

Der Unterricht findet insbesondere freitags und samstags statt. Für den ausgeschriebenen Termin werden freie Plätze ausgewiesen.

Berufsbegleitende Meisterschule der HWK Halle ansehen

Handwerkskammer München und Oberbayern

Die Handwerkskammer für München und Oberbayern bietet einen berufsbegleitenden Lehrgang am Standort Ingolstadt an.

Der ausgeschriebene Kurs läuft vom 13. September 2027 bis zum 28. Februar 2029 und umfasst 1.235 Unterrichtsstunden zu jeweils 45 Minuten.

Die Kursgebühr beträgt 9.040 Euro. Zusätzlich werden 440 Euro Prüfungsgebühren ausgewiesen.

Der Unterricht findet unter anderem an zwei Wochentagabenden, an Samstagen sowie während mehrerer Vollzeitwochen statt.

Meistervorbereitung in Ingolstadt ansehen

Hinweis: Die genannten Meisterschulen werden neutral vorgestellt. Es handelt sich nicht um bezahlte Empfehlungen. Termine, Kursgebühren und freie Plätze können sich ändern und sollten unmittelbar vor der Anmeldung beim Anbieter überprüft werden.

Welche Förderung gibt es für angehende Maurer- und Betonbauermeister?

Die Vorbereitung auf die Meisterprüfung kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen durch das Aufstiegs-BAföG gefördert werden.

Die Förderung unterstützt geeignete berufliche Aufstiegsfortbildungen sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit.

Förderung der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren

Nach den im Oktober 2026 geltenden gesetzlichen Regelungen können Lehrgangs- und Prüfungsgebühren bis zu einem Gesamtbetrag von 15.000 Euro berücksichtigt werden.

Die Förderung sieht insbesondere vor:

  • 50 Prozent Zuschuss zu den förderfähigen Lehrgangs- und Prüfungsgebühren
  • Die Möglichkeit eines KfW-Darlehens für den verbleibenden Betrag
  • Einen möglichen Darlehenserlass bei erfolgreich bestandener Fortbildungsprüfung

Beispielrechnung zum Aufstiegs-BAföG

Bei förderfähigen Lehrgangs- und Prüfungsgebühren von 12.000 Euro ergibt sich folgende vereinfachte Rechnung:

  • Förderfähige Gesamtkosten: 12.000 Euro
  • Zuschuss in Höhe von 50 Prozent: 6.000 Euro
  • Mögliches KfW-Darlehen: 6.000 Euro
  • Möglicher Darlehenserlass bei bestandener Prüfung: 3.000 Euro

Wird das Darlehen vollständig in Anspruch genommen und werden alle Voraussetzungen für einen Erlass erfüllt, verbleiben in diesem Beispiel 3.000 Euro zurückzuzahlen.

Die tatsächliche finanzielle Belastung hängt von der persönlichen Situation, weiteren Kosten und der Bewilligung der Förderung ab.

Förderung von Materialkosten

Auch notwendige Materialkosten für die fachpraktische Meisterprüfungsarbeit können unter den gesetzlichen Voraussetzungen gefördert werden.

Nach der derzeit geltenden Regelung ist eine Förderung bis zur Hälfte der notwendigen Materialkosten möglich, höchstens jedoch bis zu einem förderfähigen Gesamtbetrag von 2.000 Euro.

Unterhaltsförderung bei Vollzeitmaßnahmen

Wer einen geeigneten Vollzeit-Meisterlehrgang besucht, kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen zusätzliche Leistungen zum Lebensunterhalt beantragen.

Diese hängen unter anderem von den persönlichen Einkommens- und Vermögensverhältnissen ab.

Weitere Fördermöglichkeiten

Je nach Bundesland können zusätzliche Programme wie Meisterprämien oder Meisterboni bestehen.

Auch Zuschüsse durch den Arbeitgeber oder die steuerliche Berücksichtigung beruflich veranlasster Weiterbildungskosten können im Einzelfall relevant sein.

Weitere Informationen bietet das offizielle Informationsportal zum Aufstiegs-BAföG.

Wie viel verdient ein Maurer- und Betonbauermeister?

Das Gehalt als Maurer- und Betonbauermeister hängt unter anderem von der Region, der Berufserfahrung, der Betriebsgröße und dem tatsächlichen Verantwortungsbereich ab.

Ein Meister, der vor allem selbst praktisch auf der Baustelle arbeitet, kann anders vergütet werden als eine Führungskraft, die mehrere Bauprojekte und größere Teams verantwortet.

Was sagt der Entgeltatlas?

Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit weist für die Berufsgruppe der Aufsichtskräfte im Hochbau einen mittleren Bruttomonatsverdienst von 5.422 Euro aus.

Zu dieser Berufsgruppe gehören neben Maurer- und Betonbauermeistern auch Poliere, Werkpoliere und weitere qualifizierte Aufsichtstätigkeiten im Hochbau.

Der Wert ist deshalb eine Orientierung für entsprechende Führungspositionen, aber kein ausschließlich für Maurer- und Betonbauermeister berechneter Durchschnitt.

Die Angaben beziehen sich auf sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigte und stellen keine verbindlichen Gehaltstabellen dar.

Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit – Berufsgruppe mit Maurer- und Betonbauermeistern.

Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt?

  • Berufserfahrung und fachliche Spezialisierung
  • Verantwortung für Personal und Bauprojekte
  • Unternehmensgröße
  • Regionale Arbeitsmarktsituation
  • Tarifliche oder individuelle Vergütungsvereinbarungen
  • Zusätzliche Qualifikationen
  • Angestelltenverhältnis oder Selbstständigkeit

Bei selbstständigen Maurer- und Betonbauermeistern hängt das persönliche Einkommen vom wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens ab.

Umsatz, Gewinn und persönlich verfügbares Einkommen dürfen dabei nicht gleichgesetzt werden.

Kann man sich als Maurer- und Betonbauermeister selbstständig machen?

Für viele Fachkräfte ist die Möglichkeit, einen eigenen Bauhandwerksbetrieb zu führen, ein wichtiger Grund für die Meisterprüfung.

Das Maurer- und Betonbauerhandwerk gehört zu den zulassungspflichtigen Handwerken der Anlage A der Handwerksordnung.

Für den selbstständigen Betrieb eines entsprechenden stehenden Handwerksgewerbes ist grundsätzlich eine Eintragung in die Handwerksrolle erforderlich.

Der Meisterabschluss ist hierfür ein üblicher Qualifikationsnachweis. Daneben sieht die Handwerksordnung weitere gesetzlich geregelte Eintragungsmöglichkeiten vor.

Was ist bei der Gründung eines Bauunternehmens wichtig?

  • Erstellung eines Businessplans
  • Finanzierung von Maschinen, Geräten und Fahrzeugen
  • Materialeinkauf und Lieferanten
  • Personalplanung und Mitarbeiterqualifikation
  • Baustellenorganisation
  • Arbeitsschutz und Unfallverhütung
  • Betriebshaftpflicht und weitere Versicherungen
  • Kalkulation von Bauleistungen
  • Liquiditätsplanung und Kostenkontrolle
  • Kundengewinnung und Marketing

Auch die Übernahme eines bestehenden Bauunternehmens kann eine interessante Möglichkeit sein.

Eine Gründungsberatung bei der Handwerkskammer kann helfen, rechtliche und wirtschaftliche Fragen frühzeitig zu klären.

Welche Karrierechancen bietet der Maurer- und Betonbauermeister?

Mit dem Meisterabschluss eröffnen sich verschiedene berufliche Perspektiven im Bauhandwerk.

Betriebsleitung und Bauorganisation

Maurer- und Betonbauermeister können technische Leitungsaufgaben in Handwerksbetrieben und Bauunternehmen übernehmen.

Dazu gehören die Organisation von Aufträgen, die Überwachung der Ausführung und die wirtschaftliche Steuerung von Bauprojekten.

Bauleitung und Projektkoordination

In größeren Unternehmen können Meister auch Funktionen in der Bauleitung oder Projektkoordination übernehmen.

Hier stehen Terminplanung, Kostenkontrolle, Arbeitsvorbereitung, Qualität und die Abstimmung mit anderen Gewerken im Mittelpunkt.

Welche bauordnungsrechtlichen Verantwortlichkeiten übernommen werden dürfen, richtet sich nach den gesetzlichen Vorgaben und den persönlichen Voraussetzungen.

Spezialisierung auf Betonbau und Bauwerksinstandsetzung

Eine fachliche Spezialisierung ist beispielsweise im Stahlbetonbau, bei Betonreparaturen oder bei der Sanierung bestehender Bauwerke möglich.

Für bestimmte Instandsetzungsarbeiten können zusätzliche Qualifikationen oder betriebliche Nachweise erforderlich sein.

Energetische Sanierung

Auch die energetische Modernisierung bestehender Gebäude bietet Tätigkeitsfelder für qualifizierte Bauhandwerker.

Interessante Bereiche sind Wärmedämmung, Bauwerksabdichtung, Feuchteschutz und die fachgerechte Ausführung energetischer Sanierungsmaßnahmen.

Für besondere Beratungsleistungen oder geförderte Energieeffizienzmaßnahmen können zusätzliche Qualifikationen erforderlich sein.

Restaurierung und Denkmalpflege

Wer sich für historische Bauwerke interessiert, kann sich auf die Erhaltung und Restaurierung von Mauerwerk und mineralischen Baustoffen spezialisieren.

Hierfür kommen spezielle Weiterbildungen im Bereich Restaurierung im Handwerk infrage.

Weiterbildung zum Betriebswirt nach der Handwerksordnung

Wer nach der Meisterprüfung stärker kaufmännische und strategische Aufgaben übernehmen möchte, kann eine Weiterbildung zum Geprüften Betriebswirt nach der Handwerksordnung in Betracht ziehen.

Diese Qualifikation beschäftigt sich insbesondere mit Unternehmensführung, Personalmanagement, Finanzierung und Strategie.

Studium nach dem Meisterabschluss

Der Meisterabschluss kann außerdem den Hochschulzugang ohne klassisches Abitur eröffnen.

Die konkreten Voraussetzungen richten sich nach dem Hochschulrecht des jeweiligen Bundeslandes.

Passende Studienrichtungen können beispielsweise Bauingenieurwesen, Baumanagement oder Betriebswirtschaft sein.

Maurer- und Betonbauermeister, Polier oder staatlich geprüfter Techniker?

Im Bauwesen gibt es verschiedene Aufstiegsfortbildungen. Neben dem Maurer- und Betonbauermeister kommen insbesondere die Qualifikation zum Polier oder eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker infrage.

Die Abschlüsse unterscheiden sich in ihrer fachlichen und beruflichen Ausrichtung.

Kriterium Maurer- und Betonbauermeister Geprüfter Polier Staatlich geprüfter Techniker
Ausrichtung Handwerk und Betriebsführung Baustellenorganisation und Mitarbeiterführung Technische Planung und Vertiefung
Typische Aufgaben Betriebsleitung, Bauprojekte, Ausbildung Baustellenführung und Bauabläufe Planung, Konstruktion, technische Projektarbeit
Selbstständigkeit im zulassungspflichtigen Maurer- und Betonbauerhandwerk Meisterabschluss ist ein üblicher Eintragungsweg Keine automatische Gleichstellung mit dem Meisterbrief für die Handwerksrolleneintragung Eintragungsmöglichkeit abhängig von der konkreten Qualifikation und den gesetzlichen Voraussetzungen

Wer langfristig einen eigenen Bauhandwerksbetrieb führen oder Auszubildende betreuen möchte, findet im Meisterabschluss häufig den unmittelbar passenden Weg.

Wer sich vor allem auf die Führung von Baustellen konzentrieren möchte, sollte auch die Fortbildung zum Geprüften Polier prüfen.

Wer stärker in der technischen Planung und Konstruktion arbeiten möchte, kann sich über passende Techniker-Fachrichtungen informieren.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber zum staatlich geprüften Techniker.

Häufige Fragen zum Maurer- und Betonbauermeister

Wie lange dauert es, Maurermeister zu werden?

Die Dauer hängt von der Unterrichtsform und den enthaltenen Prüfungsteilen ab. Vollzeitkurse für die Teile I und II dauern beispielsweise sieben bis zehn Monate. Berufsbegleitende Kurse können rund zwei Jahre oder länger dauern.

Wie viel kostet die Maurermeisterschule?

Die Lehrgangsgebühren unterscheiden sich je nach Anbieter. Bei den hier vorgestellten Kursen liegen sie für die Teile I und II zwischen 6.900 und 11.500 Euro. Weitere Kosten können insbesondere für Prüfungen, Materialien, Lernmittel und die Teile III und IV entstehen.

Kann man ohne Berufserfahrung Maurermeister werden?

Ja. Wer eine entsprechende einschlägige Gesellenprüfung nach einer regulären mindestens dreijährigen Ausbildung bestanden hat, benötigt grundsätzlich keine zusätzlichen Gesellenjahre. Bei anderen Berufsabschlüssen können weitere Voraussetzungen gelten.

Kann man die Meisterschule berufsbegleitend absolvieren?

Ja. Verschiedene Handwerkskammern bieten Teilzeitkurse an. Diese können Unterricht am Abend, freitags und samstags sowie zusätzliche Vollzeitwochen umfassen.

Ist der Maurermeister das Gleiche wie der Betonbauermeister?

Die offizielle Meisterprüfung wird im Maurer- und Betonbauerhandwerk abgelegt und führt zum Abschluss Maurer- und Betonbauermeister.

Die umgangssprachlichen Bezeichnungen Maurermeister und Betonbauermeister beziehen sich häufig auf denselben geregelten Meisterabschluss.

Braucht man einen Meisterbrief für ein eigenes Bauunternehmen?

Für den selbstständigen Betrieb eines zulassungspflichtigen Maurer- und Betonbauerhandwerks ist grundsätzlich eine Eintragung in die Handwerksrolle erforderlich.

Der Meisterbrief ist ein üblicher Qualifikationsnachweis. Daneben bestehen weitere gesetzlich geregelte Eintragungsmöglichkeiten.

Ist der Maurer- und Betonbauermeister ein Bachelor Professional?

Ja. Mit der bestandenen Meisterprüfung wird gemäß Handwerksordnung zusätzlich der Fortbildungsabschluss Bachelor Professional im Maurer- und Betonbauer-Handwerk erlangt.

Der Abschluss ist auf DQR-Niveau 6 eingeordnet, stellt aber keinen akademischen Bachelorabschluss dar.

Kann ein Maurermeister Baupläne erstellen?

Die technische Planung und Erstellung von Bau- und Ausführungsunterlagen gehören zu den Anforderungen des Meisterberufs.

Ob bestimmte Bauvorlagen eigenverantwortlich bei einer Bauaufsichtsbehörde eingereicht werden dürfen, richtet sich nach dem jeweiligen Landesbaurecht und den persönlichen Voraussetzungen der Bauvorlageberechtigung.

Wie viel verdient ein Maurer- und Betonbauermeister?

Das Gehalt hängt unter anderem von Berufserfahrung, Region und Verantwortung ab. Der Entgeltatlas weist für die breitere Berufsgruppe der Aufsichtskräfte im Hochbau einen Median von 5.422 Euro brutto monatlich aus. Dieser Wert ist kein ausschließlich für Maurer- und Betonbauermeister ermittelter Durchschnitt.

Wird die Meisterschule gefördert?

Ja. Geeignete Meistervorbereitungslehrgänge können unter den gesetzlichen Voraussetzungen durch das Aufstiegs-BAföG gefördert werden. Je nach Bundesland können weitere Fördermöglichkeiten bestehen.

Lohnt sich die Weiterbildung zum Maurer- und Betonbauermeister?

Der Meisterabschluss kann sich besonders für Fachkräfte lohnen, die mehr Verantwortung übernehmen, Bauprojekte leiten oder einen eigenen Betrieb führen möchten.

Ob sich die Weiterbildung finanziell rechnet, hängt von den Kosten, Fördermöglichkeiten und späteren beruflichen Perspektiven ab.

Fazit: Maurer- und Betonbauermeister als nächster Karriereschritt

Die Weiterbildung zum Maurer- und Betonbauermeister eröffnet Fachkräften des Bauhandwerks zahlreiche berufliche Perspektiven.

Der Abschluss verbindet anspruchsvolle technische und handwerkliche Kenntnisse mit Betriebsführung, Bauorganisation und Mitarbeiterleitung.

Besonders interessant ist die Meisterprüfung für Beschäftigte, die langfristig einen eigenen Bauhandwerksbetrieb führen, verantwortliche Aufgaben auf Baustellen übernehmen oder sich auf komplexe Bau- und Sanierungsprojekte spezialisieren möchten.

Vor der Anmeldung sollten Interessierte die individuellen Zulassungsvoraussetzungen, die enthaltenen Prüfungsteile, die Gesamtkosten und mögliche Förderleistungen sorgfältig prüfen.

Wer im Maurer- und Betonbauerhandwerk mehr Verantwortung übernehmen möchte, schafft mit dem Meisterbrief eine wichtige berufliche Grundlage.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Überblick über die Handwerksmeister.

Fachlich verwandte Weiterbildungen stellen wir außerdem in unseren Ratgebern zum Zimmerermeister und Dachdeckermeister vor.

Offizielle Quellen und weiterführende Informationen