Personalreferent (bSb): Fernstudium, Kosten & Abschluss

Wer als Geprüfte/r Personalreferent/in (bSb) arbeiten möchte, beschäftigt sich mit zentralen Aufgaben des Personalwesens: von der Personalplanung und Personalbeschaffung über die Betreuung und Entwicklung von Mitarbeitern bis hin zu Arbeitsrecht, Vergütung und Personalbeurteilung.

Die berufsbegleitende Weiterbildung richtet sich insbesondere an Beschäftigte aus Sekretariat, Assistenz, Sachbearbeitung und kaufmännischer Verwaltung, die sich für anspruchsvollere Aufgaben in einer Personalabteilung qualifizieren möchten.

Die Fernschulen ILS, SGD und Fernakademie bieten einen entsprechenden Fernlehrgang an. Die Regelstudiendauer beträgt jeweils zwölf Monate bei ungefähr acht Stunden Lernaufwand pro Woche. Neben dem Abschlusszeugnis der Fernschule können Teilnehmer nach bestandener Verbandsprüfung das bSb-Diplom „Geprüfte/r Personalreferent/in“ erwerben.

Doch welche Voraussetzungen gelten für die bSb-Prüfung? Wie läuft das Fernstudium ab, welche Kosten entstehen und welchen Wert besitzt der Abschluss im Vergleich zum Geprüften Personalfachkaufmann (IHK)?

In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige zu Aufgaben, Weiterbildung, Prüfungsanforderungen, Kosten, Gehalt und Karrierechancen. Außerdem vergleichen wir die drei Fernlehrgänge und erläutern die rechtliche Einordnung des bSb-Diploms.

Was ist ein Personalreferent?

Ein Personalreferent übernimmt fachliche und organisatorische Aufgaben innerhalb des Personalwesens. Er beschäftigt sich mit der Gewinnung, Betreuung, Entwicklung und gegebenenfalls Beurteilung von Mitarbeitern.

Personalreferenten arbeiten häufig eng mit Führungskräften, der Personalabteilung, der Geschäftsführung und den Beschäftigten zusammen.

Zu ihren Aufgaben kann beispielsweise gehören, den Personalbedarf einer Abteilung zu untersuchen, eine Stellenbesetzung vorzubereiten, Bewerbungsverfahren zu begleiten oder Weiterbildungsmaßnahmen zu organisieren.

Je nach Unternehmen übernehmen Personalreferenten außerdem Aufgaben aus der Personalverwaltung, dem Arbeitsrecht, der Personalentwicklung oder dem Personalcontrolling.

Die Berufsbezeichnung allein legt allerdings keine einheitliche Zuständigkeit fest. Umfang und Verantwortung unterscheiden sich nach Branche, Unternehmensgröße und konkreter Stelle.

Beispiel aus dem Unternehmensalltag

Ein mittelständisches Unternehmen möchte seine Produktion erweitern und benötigt zusätzliche Fachkräfte.

Der Personalreferent bespricht zunächst mit den zuständigen Führungskräften, welche Tätigkeiten künftig übernommen werden sollen und welche Qualifikationen notwendig sind.

Auf dieser Grundlage unterstützt er die Personalbedarfsplanung, bereitet Stellenausschreibungen vor und organisiert die Auswahl geeigneter Bewerber.

Nach der Einstellung begleitet er die organisatorische Einarbeitung und stimmt mögliche Qualifizierungsmaßnahmen ab.

Das Beispiel zeigt, dass Personalarbeit weit über die reine Verwaltung von Personalakten hinausgeht.

Welche Aufgaben hat ein Personalreferent?

Personalreferenten sind häufig für mehrere personalwirtschaftliche Bereiche zuständig.

Typische Tätigkeiten sind:

  • Analyse und Planung des Personalbedarfs
  • Mitwirkung bei der Personalbeschaffung
  • Erstellung und Betreuung von Stellenausschreibungen
  • Organisation von Bewerbungsverfahren
  • Vorbereitung personeller Entscheidungen
  • Betreuung von Mitarbeitern und Führungskräften
  • Mitwirkung bei arbeitsvertraglichen Fragen
  • Organisation der Personalentwicklung
  • Unterstützung von Personalbeurteilungen
  • Begleitung betrieblicher Aus- und Weiterbildungen
  • Mitwirkung an Vergütungs- und Arbeitszeitfragen
  • Erstellung personalwirtschaftlicher Auswertungen
  • Zusammenarbeit mit betrieblichen Interessenvertretungen

Welche dieser Aufgaben tatsächlich übernommen werden, hängt vom jeweiligen Arbeitsplatz ab.

Personalreferent, Personalsachbearbeiter und Personalleiter: Was ist der Unterschied?

Im Personalwesen gibt es zahlreiche Berufs- und Funktionsbezeichnungen. Ihre Verwendung ist nicht in allen Unternehmen identisch.

Funktion Typischer Schwerpunkt
Personalsachbearbeiter Administrative Personalprozesse, Dokumentation, Vertragsunterlagen und laufende Verwaltung
Personalreferent Fachliche Betreuung personalwirtschaftlicher Themen und Beratung von Führungskräften
Personalentwickler Qualifizierung, Kompetenzentwicklung, Weiterbildung und Talentförderung
Personalleiter Übergreifende Steuerung des Personalbereichs, Personalstrategie und häufig Führungsverantwortung

Ein Personalreferent kann beispielsweise in einem größeren Unternehmen auf Personalbeschaffung spezialisiert sein, während er in einem kleineren Betrieb verschiedene Aufgaben gleichzeitig bearbeitet.

Die Bezeichnungen sind deshalb keine verlässliche Aussage über die Hierarchie oder das jeweilige Gehalt.

Was bedeutet der Abschluss Personalreferent (bSb)?

Die Abkürzung bSb steht im Zusammenhang mit dem Bundesverband Sekretariat und Büromanagement.

Der hier vorgestellte Fernlehrgang bereitet auf eine Verbandsprüfung vor. Nach erfolgreichem Bestehen erhalten die Teilnehmer das bSb-Diplom mit der Abschlussbezeichnung „Geprüfte/r Personalreferent/in (bSb)“.

Es handelt sich damit um eine verbandlich organisierte berufliche Qualifikation.

Der Abschluss ist kein Hochschulabschluss und auch kein öffentlich-rechtlicher IHK-Fortbildungsabschluss.

Er dokumentiert jedoch die erfolgreiche Absolvierung des vorgesehenen Prüfungsverfahrens und kann für Arbeitgeber ein zusätzlicher Qualifikationsnachweis sein.

Ob ein Unternehmen den Abschluss für eine bestimmte Stelle als ausreichend oder besonders relevant bewertet, hängt von den Anforderungen der Position ab.

Ist der bSb-Abschluss staatlich anerkannt?

Bei der Beurteilung des Abschlusses müssen mehrere Begriffe unterschieden werden.

Die Fernlehrgänge von ILS, SGD und Fernakademie besitzen eine staatliche Zulassung durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU).

Diese Zulassung betrifft das Fernunterrichtsangebot und die dafür maßgeblichen gesetzlichen Anforderungen.

Sie bedeutet jedoch nicht, dass das bSb-Diplom ein staatlicher Berufsabschluss oder eine öffentlich-rechtliche IHK-Fortbildungsprüfung wäre.

Merkmal Personalreferent (bSb) Personalfachkaufmann (IHK)
Abschluss bSb-Verbandsdiplom Öffentlich-rechtlicher IHK-Fortbildungsabschluss
Prüfung Prüfung nach den Vorgaben des bSb IHK-Fortbildungsprüfung
Organisation Verbandsbezogenes Prüfungsverfahren Gesetzlich geregeltes Fortbildungsprüfungsverfahren
Qualifikationsrahmen Keine pauschale Gleichstellung mit DQR-Niveau 6 Geprüfter Personalfachkaufmann ist DQR-Niveau 6 zugeordnet
Hauptziel Personalwirtschaftliche Kenntnisse und bSb-Abschluss Öffentlich-rechtlicher beruflicher Fortbildungsabschluss im Personalwesen

Das bSb-Diplom und der Personalfachkaufmann (IHK) können beide für Tätigkeiten im Personalwesen relevant sein. Sie sind jedoch weder rechtlich noch hinsichtlich ihrer formalen Einordnung gleichwertig.

Für wen eignet sich die Weiterbildung zum Personalreferenten (bSb)?

Der Fernlehrgang richtet sich insbesondere an Personen, die bereits in einem kaufmännischen oder verwaltenden Beruf arbeiten und ihr Tätigkeitsfeld in Richtung Personalwesen erweitern möchten.

Beschäftigte im Sekretariat und in der Assistenz

Wer bereits organisatorische Aufgaben übernimmt und eng mit Führungskräften zusammenarbeitet, kann vorhandene Kenntnisse durch personalwirtschaftliches Fachwissen ergänzen.

Kaufmännische Sachbearbeiter

Die Weiterbildung kann eine Möglichkeit sein, sich für Aufgaben in der Personalabteilung zu qualifizieren.

Mitarbeiter der Personalverwaltung

Wer bereits Personalakten bearbeitet, Arbeitsverträge vorbereitet oder organisatorische Personalprozesse begleitet, kann sich stärker mit Personalplanung, Personalentwicklung und arbeitsrechtlichen Themen beschäftigen.

Berufserfahrene aus verwaltenden Tätigkeiten

Auch Personen aus Verwaltung, Büromanagement und verwandten Berufsfeldern können von der Weiterbildung profitieren, wenn sie die jeweiligen Zulassungsvoraussetzungen erfüllen.

Berufstätige mit Interesse am Personalmanagement

Wer langfristig eine fachliche Tätigkeit im Personalwesen anstrebt, kann mit dem Lehrgang eine systematische Grundlage erwerben.

Für anspruchsvolle Stellen werden allerdings häufig zusätzliche praktische Erfahrungen oder weitere formale Qualifikationen verlangt.

Welche Voraussetzungen gelten für die Weiterbildung?

Bei den untersuchten Fernschulen werden für den Prüfungsweg zum bSb-Diplom konkrete berufliche Voraussetzungen genannt.

Nach den aktuellen Angaben kommen grundsätzlich folgende Zugangswege infrage:

  • Eine abgeschlossene kaufmännische oder verwaltende Berufsausbildung und mindestens zwei Jahre einschlägige Berufspraxis im kaufmännisch-verwaltenden Bereich
  • Oder mindestens ein mittlerer Bildungsabschluss und vier Jahre Berufspraxis im Büromanagement
  • Oder ein anderer geeigneter Nachweis, der die für eine erfolgreiche Lehrgangsteilnahme notwendigen Kenntnisse und Erfahrungen glaubhaft macht

Die SGD weist darauf hin, dass die Voraussetzungen für die bSb-Prüfung erst zum Ende des Lehrgangs erfüllt sein müssen.

Wichtig: Die Teilnahme am Fernunterricht und die Zulassung zur externen bSb-Prüfung sollten nicht ungeprüft gleichgesetzt werden.

Interessenten, die einen alternativen Zugangsweg nutzen möchten oder sich hinsichtlich ihrer Berufspraxis unsicher sind, sollten ihre Prüfungszulassung vor Vertragsabschluss schriftlich klären.

Welche Inhalte vermittelt der Personalreferent-Fernlehrgang?

Die drei Fernschulen orientieren sich an den Vorgaben für den bSb-Abschluss.

Im Mittelpunkt stehen die wichtigsten fachlichen Aufgaben einer Personalabteilung.

1. Personalpolitik und Personalplanung

Unternehmen müssen frühzeitig erkennen, welche Beschäftigten und Qualifikationen sie künftig benötigen.

Zu den typischen Lerninhalten gehören:

  • Grundlagen der Personalpolitik
  • Personalbedarfsplanung
  • Personalbestandsanalyse
  • Personaleinsatzplanung
  • Arbeitsplatz- und Arbeitszeitgestaltung
  • Personalwirtschaftliche Zielsetzungen

Personalreferenten lernen damit, welche Informationen für eine vorausschauende Personalplanung notwendig sind.

2. Personalbeschaffung und Personalauswahl

Ein weiterer Themenbereich beschäftigt sich mit der Gewinnung geeigneter Mitarbeiter.

  • Interne und externe Personalbeschaffung
  • Anforderungsprofile
  • Stellenausschreibungen
  • Bewerbungsunterlagen
  • Auswahlverfahren
  • Vorbereitung von Vorstellungsgesprächen
  • Grundlagen der Personalentscheidung

Für eine professionelle Personalauswahl sind nachvollziehbare Anforderungskriterien und die Beachtung rechtlicher Vorgaben besonders wichtig.

3. Personalführung und Mitarbeitermotivation

Auch Führung und Zusammenarbeit gehören zu den Lerninhalten.

Behandelt werden unter anderem:

  • Führungstheorien
  • Führungsverhalten
  • Motivation von Mitarbeitern
  • Kommunikation im Unternehmen
  • Zusammenarbeit zwischen Führungskräften und Beschäftigten
  • Umgang mit betrieblichen Konflikten

4. Personalentwicklung und betriebliche Ausbildung

Die Personalentwicklung beschäftigt sich damit, welche Kompetenzen Mitarbeiter besitzen und wie sie weiterentwickelt werden können.

Wichtige Themen sind:

  • Ermittlung des Qualifizierungsbedarfs
  • Potenzialanalysen
  • Planung von Weiterbildungsmaßnahmen
  • Organisation betrieblicher Ausbildung
  • Entwicklung beruflicher Perspektiven
  • Bewertung von Personalentwicklungsmaßnahmen

Personalreferenten sollen dadurch in die Lage versetzt werden, Fachabteilungen bei Qualifizierungsfragen zu unterstützen.

5. Personalbeurteilung

Personalbeurteilungen können helfen, Leistungen, Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten strukturiert zu besprechen.

Der Lehrgang behandelt Grundlagen und Instrumente der Beurteilung sowie deren Einsatz im Unternehmen.

Wichtig sind sachliche Kriterien, Transparenz und eine möglichst nachvollziehbare Bewertung.

6. Personalentlohnung und Vergütung

Personalreferenten müssen grundlegende Entgeltformen und deren Bedeutung für Beschäftigte und Unternehmen kennen.

Zu den Lerninhalten gehören unter anderem:

  • Grundlagen betrieblicher Entgeltgestaltung
  • Unterschiedliche Entgeltformen
  • Vergütungsgrundsätze
  • Zusammenhang zwischen Tätigkeit, Leistung und Entlohnung
  • Rechtliche Rahmenbedingungen der Vergütung

Der Fernlehrgang ist allerdings nicht automatisch eine spezialisierte Ausbildung zur Lohn- und Gehaltsabrechnung.

7. Individualarbeitsrecht

Der Bereich Arbeitsrecht ist für Personalreferenten besonders relevant.

Das Individualarbeitsrecht behandelt das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und einzelnen Arbeitnehmern.

Wichtige Themen sind beispielsweise:

  • Arbeitsvertragliche Rechte und Pflichten
  • Begründung eines Arbeitsverhältnisses
  • Arbeitszeit und Urlaub
  • Änderungen von Arbeitsbedingungen
  • Beendigung von Arbeitsverhältnissen
  • Grundlagen des Kündigungsrechts

Bei der praktischen Anwendung müssen stets die jeweils geltenden Gesetze, Tarifverträge und individuellen Vereinbarungen berücksichtigt werden.

8. Kollektivarbeitsrecht

Im Kollektivarbeitsrecht geht es unter anderem um die rechtlichen Beziehungen zwischen Arbeitgebern, Gewerkschaften und betrieblichen Interessenvertretungen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Grundlagen des Tarifvertragsrechts
  • Betriebliche Mitbestimmung
  • Aufgaben betrieblicher Interessenvertretungen
  • Arbeitsrechtliche Beteiligungsverfahren
  • Grundzüge der Arbeitsgerichtsbarkeit

Die konkrete Rechtslage hängt auch davon ab, ob ein Unternehmen dem Betriebsverfassungsrecht unterliegt oder im öffentlichen Dienst besondere personalvertretungsrechtliche Vorschriften gelten.

9. Betriebspsychologie und Betriebssoziologie

Personalreferenten arbeiten mit Menschen in unterschiedlichen beruflichen Situationen.

Deshalb vermitteln die Lehrgänge auch Grundlagen zum menschlichen Verhalten in Organisationen.

Behandelt werden unter anderem:

  • Grundlagen der Betriebspsychologie
  • Zusammenarbeit in Gruppen
  • Individuelles Verhalten am Arbeitsplatz
  • Soziale Strukturen in Unternehmen
  • Kommunikation und Konflikte
  • Motivation und organisationale Veränderungen

10. Betriebliches Sozialwesen

Das betriebliche Sozialwesen umfasst Maßnahmen und Rahmenbedingungen, die Beschäftigte im Berufsalltag unterstützen können.

Je nach Unternehmen gehören dazu beispielsweise betriebliche Sozialleistungen, Unterstützungsangebote und soziale Aspekte der Personalpolitik.

11. Arbeitsmethodik und Präsentation

Neben dem personalwirtschaftlichen Fachwissen werden methodische Kompetenzen vermittelt.

Die Teilnehmer sollen lernen, komplexe Aufgaben strukturiert zu bearbeiten und Ergebnisse verständlich darzustellen.

Dies ist auch für die spätere bSb-Prüfung wichtig.

Wie lange dauert das Fernstudium zum Personalreferenten?

Die Regelstudiendauer beträgt bei ILS, SGD und Fernakademie jeweils zwölf Monate.

Der empfohlene Lernaufwand liegt bei ungefähr acht Stunden pro Woche.

Anbieter Regeldauer Lernaufwand Verlängerung
ILS 12 Monate ca. 8 Stunden pro Woche 6 Monate kostenlos
SGD 12 Monate ca. 8 Stunden pro Woche Bis insgesamt 18 Monate
Fernakademie 12 Monate ca. 8 Stunden pro Woche 6 Monate kostenlos

Der Lehrgangsbeginn ist bei allen drei Fernschulen grundsätzlich jederzeit möglich.

Die persönliche Lernzeit kann je nach Vorkenntnissen und Lerngeschwindigkeit abweichen.

Zusätzlich müssen für den Erwerb des bSb-Diploms die vorgeschriebenen Prüfungsveranstaltungen eingeplant werden.

Welche Studienmaterialien werden verwendet?

Die drei Anbieter nennen jeweils 13 Studienhefte.

Die Teilnehmer bearbeiten die Inhalte weitgehend selbstständig und erhalten ergänzend Unterstützung durch Fernlehrer sowie die jeweilige Studienbetreuung.

Digitale Lernplattformen ermöglichen unter anderem den Zugriff auf Studienunterlagen, die Organisation des Lernfortschritts und den Austausch zu fachlichen Fragen.

Auch Einsendeaufgaben gehören zum Fernlehrgang. Sie dienen dazu, die erarbeiteten Kenntnisse zu überprüfen und Rückmeldungen zum Lernstand zu erhalten.

Wie läuft die Prüfung zum Personalreferenten (bSb) ab?

Für den Erwerb des bSb-Diploms müssen die vorgeschriebenen Prüfungsanforderungen erfüllt werden.

Der Fernlehrgang bereitet gezielt auf diese externe Verbandsprüfung vor.

Die Anbieter sehen dafür zusätzliche intensive Veranstaltungen vor, in denen die Lerninhalte wiederholt, praktisch angewendet und auf die Prüfung übertragen werden.

Prüfungsvorbereitung bei ILS und Fernakademie

ILS und Fernakademie nennen ein fünftägiges Webinar sowie ein fünftägiges Seminar in Wiesbaden einschließlich der vorgesehenen Prüfungstage.

Die Veranstaltungen werden nach den Anbieterangaben durch die Obermayr Business School organisiert.

Diese übernimmt im Rahmen der Kooperation auch die Durchführung der bSb-Prüfung.

Die Teilnahme an den vorgesehenen Veranstaltungen ist Voraussetzung für den Erwerb des bSb-Diploms.

Prüfungsvorbereitung bei der SGD

Die SGD nennt zwei ergänzende Intensivveranstaltungen mit insgesamt 80 Unterrichtseinheiten.

Die Veranstaltungen können nach den veröffentlichten Angaben Präsenz- beziehungsweise Online-Anteile umfassen.

Zum Abschluss gehören eine Prüfung vor dem bSb-Prüfungsausschuss sowie die vorgesehenen Leistungsnachweise.

Welche Rolle spielt die Projektarbeit?

Die SGD beschreibt eine berufsbezogene Projektarbeit, die im Rahmen der Abschlussprüfung präsentiert wird.

Auch ILS und Fernakademie beziehen die praktische Anwendung des Fachwissens und die Vorbereitung auf die Prüfungsleistungen in ihr Lehrgangskonzept ein.

Die genaue Zusammensetzung der Prüfungsteile und die jeweils geltenden Prüfungsbedingungen sollten vor der Anmeldung bei der Fernschule beziehungsweise beim Prüfungsanbieter erfragt werden.

Wo findet die bSb-Prüfung statt?

Für die von ILS und Fernakademie angebotene Prüfungsvorbereitung wird Wiesbaden als Veranstaltungs- und Prüfungsort genannt.

Interessenten der SGD sollten sich die konkrete Organisation und den Veranstaltungsort ihres Prüfungstermins ebenfalls vor Vertragsabschluss bestätigen lassen.

Wichtig: Die bSb-Prüfung darf nicht mit einer IHK-Prüfung verwechselt werden.

Welchen Abschluss erhält man?

Die untersuchten Fernschulen unterscheiden zwischen einem schuleigenen Abschlusszeugnis und dem zusätzlichen bSb-Diplom.

Abschlusszeugnis der Fernschule

Nach erfolgreicher Bearbeitung der vorgesehenen Studien- und Einsendeaufgaben erhalten Teilnehmer das Abschlusszeugnis ihrer Fernschule.

Es dokumentiert die erfolgreiche Teilnahme am jeweiligen Fernlehrgang.

bSb-Diplom „Geprüfte/r Personalreferent/in“

Nach Erfüllung der vorgeschriebenen Teilnahmebedingungen und bestandener bSb-Prüfung erhalten Absolventen das entsprechende Verbandsdiplom beziehungsweise Prüfungszeugnis.

Damit können sie die durch den bSb-Abschluss verliehene Bezeichnung „Geprüfte/r Personalreferent/in (bSb)“ verwenden.

Wichtig: Wer lediglich das Fernschulzeugnis erworben hat, sollte nicht behaupten, bereits die bSb-Prüfung bestanden zu haben.

Personalreferent (bSb): ILS, SGD und Fernakademie im Vergleich

Alle drei Fernschulen bieten eine berufsbegleitende Weiterbildung mit dem Ziel des zusätzlichen bSb-Abschlusses an.

Die grundlegenden Studiendaten sind ähnlich. Deshalb lohnt sich insbesondere der Vergleich der Betreuung, Prüfungsorganisation und Gesamtkosten.

Merkmal ILS SGD Fernakademie
Regelstudiendauer 12 Monate 12 Monate 12 Monate
Lernaufwand ca. 8 Std./Woche ca. 8 Std./Woche ca. 8 Std./Woche
Studienhefte 13 13 13
Verlängerung 6 Monate Bis 18 Monate Gesamtlaufzeit 6 Monate
Schulabschlusszeugnis Ja Ja Ja
bSb-Abschluss möglich Ja, nach Prüfung Ja, nach Prüfung Ja, nach Prüfung
Zusätzliche Intensivveranstaltungen 5 Tage Webinar und 5 Tage Seminar 2 Veranstaltungen, insgesamt 80 Unterrichtseinheiten 5 Tage Webinar und 5 Tage Seminar
Explizite Angabe zum Prüfungsort Wiesbaden Beim Anbieter bestätigen lassen Wiesbaden

Stand der Anbieterprüfung: Oktober 2026. Die jeweils aktuellen Teilnahme-, Seminar- und Prüfungsbedingungen sind maßgeblich.

ILS: Geprüfte/r Personalreferent/in (bSb)

Das ILS bietet den Fernlehrgang „Geprüfte/r Personalreferent/in (bSb)“ mit einer Regelstudiendauer von zwölf Monaten an.

Der empfohlene Lernaufwand beträgt ungefähr acht Stunden pro Woche. Die Studiendauer kann kostenlos um sechs Monate verlängert werden.

Das Studienmaterial umfasst 13 Studienhefte. Ergänzend stehen das ILS-Online-Studienzentrum und die persönliche Lernbetreuung zur Verfügung.

Zu den inhaltlichen Schwerpunkten gehören Personalplanung, Personalbeschaffung, Personalführung, Personalentwicklung, Vergütung, Arbeitsrecht und betriebliche Psychologie.

Für das bSb-Diplom sind ein fünftägiges Webinar und ein fünftägiges Seminar in Wiesbaden einschließlich der Prüfungstage vorgesehen.

Die Kosten der vorgesehenen Webinare und Seminare sind nach den ILS-Angaben in den Studiengebühren enthalten. Die eigentlichen Prüfungsgebühren sind jedoch nicht eingeschlossen.

SGD: Gepr. Personalreferent/in (bSb)

Die Studiengemeinschaft Darmstadt bietet ebenfalls einen entsprechenden Fernlehrgang an.

Die empfohlene Dauer beträgt zwölf Monate bei acht Stunden wöchentlichem Lernaufwand. Eine Verlängerung auf insgesamt 18 Monate ist möglich.

Die Teilnehmer erhalten 13 Studienhefte und Zugang zum SGD-OnlineCampus.

Zu den Lerninhalten gehören unter anderem Personalpolitik, Personalplanung, Personalentwicklung, Personalbeurteilung, Arbeitsrecht, Personalentlohnung und betriebliche Psychologie.

Für den bSb-Abschluss sind zwei ergänzende Intensivveranstaltungen mit insgesamt 80 Unterrichtseinheiten vorgesehen.

Die SGD beschreibt darüber hinaus eine berufsbezogene Projektarbeit sowie die Prüfung vor dem bSb-Prüfungsausschuss.

Nach erfolgreicher Bearbeitung der Studienleistungen erhalten Teilnehmer das SGD-Abschlusszeugnis. Das bSb-Diplom wird nach erfolgreichem Abschluss des entsprechenden Prüfungsverfahrens erworben.

Fernakademie: Geprüfte/r Personalreferent/in (bSb)

Die Fernakademie für Erwachsenenbildung bietet den Fernlehrgang ebenfalls mit einer Regelstudiendauer von zwölf Monaten an.

Der Lernaufwand beträgt ungefähr acht Stunden pro Woche. Eine kostenlose Verlängerung um weitere sechs Monate ist möglich.

Die Studienmaterialien umfassen 13 Studienhefte, ergänzt durch Einsendeaufgaben und die Betreuung über das Online-Studienzentrum.

Der Lehrgang behandelt die zentralen Bereiche der Personalwirtschaft einschließlich Personalplanung, Personalbeschaffung, Personalführung, Personalentwicklung, Arbeitsrecht und betrieblicher Psychologie.

Für das bSb-Diplom gehören ein fünftägiges Webinar und ein fünftägiges Seminar in Wiesbaden einschließlich Prüfungstagen zum vorgesehenen Ablauf.

Die Webinar- und Seminargebühren sind nach den aktuellen Anbieterangaben im Studienpreis enthalten. Die bSb-Prüfungsgebühren müssen zusätzlich berücksichtigt werden.

Was kostet die Weiterbildung zum Personalreferenten (bSb)?

Die Studiengebühren können sich zwischen den Anbietern unterscheiden und durch aktuelle Vertragsangebote verändern.

Deshalb sollten Interessenten nicht nur die monatliche Studienrate, sondern die tatsächlichen Gesamtkosten vergleichen.

Besonders wichtig ist bei dieser Weiterbildung, dass zusätzliche Prüfungsgebühren entstehen können.

Für den Kostenvergleich sollten folgende Bestandteile geprüft werden:

  • Monatliche Studiengebühren
  • Gesamtkosten des zwölfmonatigen Lehrgangs
  • Gedruckte und digitale Studienmaterialien
  • Korrektur von Einsendeaufgaben
  • Persönliche Studienbetreuung
  • Webinar- und Seminargebühren
  • Zusätzliche bSb-Prüfungsgebühren
  • Reisekosten zum Prüfungs- beziehungsweise Seminarort
  • Mögliche Übernachtungs- und Verpflegungskosten
  • Vertrags- und Kündigungsbedingungen

Bei ILS und Fernakademie sind die vorgesehenen Webinar- und Seminargebühren nach den aktuellen Angaben enthalten, die eigentlichen Prüfungsgebühren jedoch nicht.

Wer die SGD bevorzugt, sollte sich ebenfalls vor Vertragsabschluss schriftlich bestätigen lassen, welche Kosten für die zusätzlichen Veranstaltungen und die bSb-Prüfung entstehen.

Die Fernschulen stellen aktuelle Preisangaben über ihre jeweiligen Informationsangebote bereit.

Welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Abhängig von der beruflichen und persönlichen Situation können verschiedene Möglichkeiten zur Finanzierung einer Weiterbildung infrage kommen.

Unterstützung durch den Arbeitgeber

Wenn ein Mitarbeiter künftig zusätzliche Aufgaben im Personalwesen übernehmen soll, kann eine vollständige oder teilweise Kostenübernahme durch den Arbeitgeber sinnvoll sein.

Auch eine Freistellung für erforderliche Seminar- und Prüfungstage kann vereinbart werden.

Bildungsgutschein

Eine Förderung über einen Bildungsgutschein setzt voraus, dass die individuellen gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind und die konkrete Weiterbildungsmaßnahme entsprechend zugelassen ist.

Interessenten sollten daher direkt bei der jeweiligen Fernschule und der Agentur für Arbeit beziehungsweise dem Jobcenter nachfragen.

Steuerliche Berücksichtigung

Beruflich veranlasste Weiterbildungskosten können unter den gesetzlichen Voraussetzungen steuerlich berücksichtigt werden.

Dies kann gegebenenfalls auch bestimmte Nebenaufwendungen betreffen.

Ist Aufstiegs-BAföG möglich?

Das bSb-Diplom ist nicht automatisch ein nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz förderfähiger Fortbildungsabschluss.

Interessenten sollten deshalb nicht allein aufgrund der Abschlussbezeichnung „Geprüfte/r Personalreferent/in“ von einem Anspruch auf Aufstiegs-BAföG ausgehen.

Personalreferent Gehalt: Was kann man verdienen?

Das Gehalt eines Personalreferenten hängt von der tatsächlichen Tätigkeit, der bisherigen Qualifikation und der übernommenen Verantwortung ab.

Wichtige Einflussfaktoren sind:

  • Berufserfahrung
  • Branche
  • Unternehmensgröße
  • Region
  • Verantwortung für Personalprozesse
  • Umfang der arbeitsrechtlichen Aufgaben
  • Spezialisierung, beispielsweise im Recruiting
  • Tarifvertragliche oder betriebliche Vergütungsregelungen
  • Gegebenenfalls Führungsverantwortung

Ein Personalreferent mit Schwerpunkt Personaladministration übernimmt häufig andere Aufgaben als ein erfahrener HR Business Partner oder ein leitender Personalreferent.

Entsprechend können sich auch die Gehälter deutlich unterscheiden.

Für einen aussagekräftigen Vergleich sollten aktuelle Stellenangebote und Gehaltsdaten für vergleichbare Aufgaben, Regionen und Erfahrungsstufen herangezogen werden.

Wichtig: Das bSb-Diplom führt nicht automatisch zu einer bestimmten Gehaltserhöhung. Entscheidend ist insbesondere, welche zusätzlichen Aufgaben und Verantwortlichkeiten damit tatsächlich übernommen werden können.

Welche Karrierechancen bietet der Abschluss?

Die Weiterbildung kann eine sinnvolle Ergänzung für Menschen darstellen, die künftig im Personalwesen arbeiten möchten.

Abhängig von vorhandenen Berufserfahrungen und den Anforderungen des Arbeitgebers kommen beispielsweise folgende Tätigkeitsfelder infrage:

  • Personalsachbearbeitung
  • Personalreferat
  • Personalbeschaffung und Recruiting
  • Personalbetreuung
  • Personalentwicklung
  • Organisation betrieblicher Weiterbildung
  • Personaladministration
  • Unterstützung des Personalmanagements

Für spezialisierte oder leitende Tätigkeiten können zusätzliche fachliche Qualifikationen und mehrjährige Berufspraxis notwendig sein.

Die Weiterbildung allein garantiert deshalb keine bestimmte Position.

Personalreferent (bSb) oder Personalfachkaufmann (IHK)?

Beide Weiterbildungen beschäftigen sich mit dem Personalwesen. Bei Abschlussstatus und Prüfungsverfahren bestehen jedoch wesentliche Unterschiede.

Personalreferent (bSb)

Der Lehrgang bereitet auf ein Verbandsdiplom vor. Er richtet sich besonders an Berufstätige, die bereits organisatorische, kaufmännische oder verwaltende Erfahrung besitzen.

Die Weiterbildung vermittelt einen umfassenden Überblick über personalwirtschaftliche Aufgaben und deren praktische Anwendung.

Geprüfter Personalfachkaufmann (IHK)

Der Geprüfte Personalfachkaufmann ist ein öffentlich-rechtlicher IHK-Fortbildungsabschluss auf DQR-Niveau 6.

Für die Prüfungszulassung gelten die jeweils maßgeblichen gesetzlichen Anforderungen.

Die Fortbildung ist auf anspruchsvolle Fachaufgaben im Personalmanagement ausgerichtet und besitzt einen anderen formalen Status als das bSb-Verbandsdiplom.

Welche Weiterbildung ist sinnvoller?

Das hängt vom persönlichen Qualifikationsziel ab.

Wer vor allem personalwirtschaftliche Grundlagen und praktische Fachkenntnisse erwerben und diese durch ein Verbandsdiplom nachweisen möchte, kann den Personalreferent-Lehrgang prüfen.

Wer gezielt einen öffentlich-rechtlichen Fortbildungsabschluss im Personalwesen anstrebt und die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt, sollte den Personalfachkaufmann (IHK) in Betracht ziehen.

Beide Wege können unter bestimmten Voraussetzungen auch nacheinander sinnvoll sein. Eine automatische Anrechnung des bSb-Diploms auf die IHK-Fortbildungsprüfung sollte jedoch nicht vorausgesetzt werden.

Personalreferent oder Personalentwickler?

Ein Personalreferent beschäftigt sich in der Regel mit mehreren Bereichen der Personalwirtschaft.

Ein Personalentwickler konzentriert sich dagegen auf die systematische Förderung und Weiterentwicklung der Kompetenzen von Mitarbeitern.

Personalreferent Personalentwickler
Breites personalwirtschaftliches Tätigkeitsfeld Schwerpunkt Kompetenzentwicklung und Qualifizierung
Personalplanung, Beschaffung, Betreuung und weitere HR-Aufgaben Weiterbildungsbedarf, Qualifizierungsmaßnahmen und Talententwicklung
Arbeitsrechtliche und administrative Aufgaben möglich Planung und Bewertung von Lern- und Entwicklungsprozessen

In kleineren Unternehmen können beide Aufgabenbereiche von denselben Mitarbeitern übernommen werden.

Praxisbeispiel: Neue Mitarbeiter gewinnen und entwickeln

Ein Unternehmen stellt fest, dass mehrere erfahrene Mitarbeiter in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen werden.

Um rechtzeitig geeigneten Ersatz zu finden, soll die Personalplanung verbessert werden.

Schritt 1: Personalbedarf ermitteln

Zunächst wird untersucht, welche Stellen voraussichtlich frei werden und welche Qualifikationen künftig benötigt werden.

Schritt 2: Interne Möglichkeiten prüfen

Das Unternehmen überprüft, ob bereits beschäftigte Mitarbeiter durch Weiterbildung oder berufliche Entwicklung für neue Aufgaben infrage kommen.

Schritt 3: Personalbeschaffung vorbereiten

Für verbleibende offene Stellen werden Anforderungsprofile erstellt und geeignete Rekrutierungswege ausgewählt.

Schritt 4: Personalauswahl organisieren

Die eingehenden Bewerbungen werden anhand der erforderlichen Qualifikationen ausgewertet.

Gegebenenfalls folgen Vorstellungsgespräche und weitere geeignete Auswahlverfahren.

Schritt 5: Einarbeitung gestalten

Nach einer Einstellung werden Einarbeitungsmaßnahmen und Zuständigkeiten abgestimmt.

Schritt 6: Personalentwicklung begleiten

Im weiteren Verlauf wird geprüft, welche zusätzlichen Qualifizierungen sinnvoll sind.

Das Beispiel zeigt, wie Personalplanung, Personalbeschaffung und Personalentwicklung zusammenwirken.

Arbeitsrecht in der Personalarbeit: Warum ist es so wichtig?

Personalreferenten müssen ihre Aufgaben innerhalb der geltenden arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen erfüllen.

Das betrifft beispielsweise Stellenausschreibungen, Arbeitsverträge, Arbeitszeitfragen und die Beendigung von Arbeitsverhältnissen.

Auch die Zusammenarbeit mit Betriebsräten oder anderen zuständigen Interessenvertretungen kann eine wichtige Rolle spielen.

Je nach Arbeitgeber sind unterschiedliche gesetzliche und tarifliche Regelungen zu beachten.

Das im Fernlehrgang vermittelte Arbeitsrechtswissen bildet dafür eine Grundlage. Bei komplexen oder streitigen Einzelfällen kann zusätzlich spezialisierte arbeitsrechtliche Beratung erforderlich sein.

Welche Bedeutung haben Digitalisierung und KI im Personalwesen?

Digitale Anwendungen unterstützen zahlreiche Aufgaben in Personalabteilungen.

Hierzu gehören beispielsweise Bewerbermanagementsysteme, elektronische Personalakten, Lernplattformen und digitale Auswertungen.

KI-Anwendungen können unter geeigneten Rahmenbedingungen unterstützen bei:

  • Strukturierung von Aufgaben und Prozessen
  • Entwürfen für interne Informationsmaterialien
  • Vorbereitung von Schulungsunterlagen
  • Zusammenfassung nichtvertraulicher Fachinformationen
  • Erstellung von Gesprächsleitfäden
  • Auswertung geeigneter anonymisierter Daten

Der Umgang mit personenbezogenen Beschäftigtendaten erfordert allerdings besondere Sorgfalt.

Bei automatisierten Entscheidungen und KI-Anwendungen im Personalbereich können zudem besondere gesetzliche Anforderungen gelten.

Personalreferenten sollten deshalb nicht nur die technischen Möglichkeiten kennen, sondern auch Datenschutz, Transparenz, menschliche Kontrolle und die jeweils geltenden Beteiligungsrechte berücksichtigen.

Personalreferent (bSb) im Lebenslauf angeben

Nach erfolgreichem Bestehen der bSb-Prüfung kann der Abschluss im Lebenslauf unter „Fort- und Weiterbildung“ aufgeführt werden.

Beispiel:

2026 – Geprüfter Personalreferent (bSb), Verbandsdiplom

Bei einer erfolgreichen Teilnahme am Fernlehrgang ohne anschließende bSb-Prüfung muss die Angabe entsprechend angepasst werden.

Beispiel:

2026 – Fernlehrgang Personalreferent, ILS-Abschlusszeugnis

Die Abschlussbezeichnung sollte immer dem tatsächlich erworbenen Qualifikationsnachweis entsprechen.

Vorteile und mögliche Nachteile des Fernlehrgangs

Vorteile

  • Berufsbegleitendes Lernen
  • Flexibler Lehrgangsbeginn
  • Umfassende Grundlagen des Personalwesens
  • Verbindung von Personalwirtschaft und Arbeitsrecht
  • Praxisbezogene Einsendeaufgaben
  • Begleitung durch Fernlehrer und Studienbetreuung
  • Möglichkeit zum Erwerb eines bSb-Verbandsdiploms
  • Ergänzung bestehender kaufmännischer Qualifikationen

Mögliche Nachteile

  • Berufliche Voraussetzungen für den Prüfungsweg
  • Regelmäßiger eigenständiger Lernaufwand
  • Zusätzliche Intensivveranstaltungen
  • Mögliche Reise- und Übernachtungskosten
  • Gesonderte Prüfungsgebühren möglich
  • Kein öffentlich-rechtlicher IHK-Fortbildungsabschluss
  • Keine Garantie für eine neue Stelle oder Gehaltserhöhung

Checkliste: Welcher Personalreferent-Lehrgang passt zu Ihnen?

  • Entspricht die Weiterbildung Ihrem beruflichen Ziel?
  • Erfüllen Sie die Voraussetzungen für die bSb-Prüfung?
  • Wurde ein möglicher alternativer Zulassungsweg geklärt?
  • Haben Sie ungefähr acht Stunden pro Woche Zeit zum Lernen?
  • Welche Studienmaterialien sind enthalten?
  • Wie funktioniert die Lernbetreuung?
  • Welche zusätzlichen Seminare und Webinare sind vorgeschrieben?
  • Wo findet die Prüfung statt?
  • Welche bSb-Prüfungsgebühren fallen an?
  • Welche Reise- und Übernachtungskosten sind zu erwarten?
  • Kommt eine Förderung oder Arbeitgeberunterstützung infrage?
  • Benötigen Sie ein Verbandsdiplom oder einen öffentlich-rechtlichen Fortbildungsabschluss?

Häufige Fragen zum Personalreferenten (bSb)

Was macht ein Personalreferent?

Ein Personalreferent übernimmt unterschiedliche fachliche Aufgaben im Personalwesen. Dazu können Personalplanung, Personalbeschaffung, Personalbetreuung, Personalentwicklung und arbeitsrechtliche Fragestellungen gehören.

Was bedeutet bSb?

Die Abkürzung bSb steht im Zusammenhang mit dem Bundesverband Sekretariat und Büromanagement. Das bSb-Diplom ist ein Verbandsabschluss und kein öffentlich-rechtlicher IHK-Fortbildungsabschluss.

Wie wird man Geprüfter Personalreferent (bSb)?

Ein möglicher Weg führt über einen entsprechenden Fernlehrgang bei ILS, SGD oder Fernakademie. Für das bSb-Diplom müssen außerdem die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt und die vorgesehene Verbandsprüfung bestanden werden.

Wie lange dauert das Fernstudium?

Die Regelstudiendauer beträgt bei den drei untersuchten Fernschulen zwölf Monate bei etwa acht Stunden Lernaufwand pro Woche.

Welche Voraussetzungen gelten?

Grundsätzlich werden eine kaufmännische oder verwaltende Ausbildung mit mindestens zwei Jahren einschlägiger Berufspraxis oder ein mittlerer Bildungsabschluss mit vier Jahren Berufspraxis im Büromanagement genannt. Andere geeignete Nachweise können ebenfalls berücksichtigt werden.

Müssen die Voraussetzungen bereits zu Beginn erfüllt sein?

Die SGD weist darauf hin, dass die Voraussetzungen für die bSb-Prüfung erst am Ende des Lehrgangs vorliegen müssen. Bei Unsicherheiten sollte die spätere Prüfungszulassung vorher schriftlich geklärt werden.

Ist das Fernstudium vollständig online möglich?

Die Lerninhalte werden weitgehend im Fernunterricht vermittelt. Für das zusätzliche bSb-Diplom sind jedoch die vorgeschriebenen Intensivveranstaltungen und die Verbandsprüfung zu absolvieren. ILS und Fernakademie nennen dafür auch ein Präsenzseminar in Wiesbaden.

Wo findet die bSb-Prüfung statt?

Bei den untersuchten Angeboten von ILS und Fernakademie ist Wiesbaden als Ort des Präsenzseminars einschließlich Prüfungstagen angegeben. Die konkrete Veranstaltungsorganisation sollte beim jeweiligen Anbieter bestätigt werden.

Welchen Abschluss erhält man?

Nach erfolgreich absolviertem Fernlehrgang erhalten die Teilnehmer ein Abschlusszeugnis der jeweiligen Fernschule. Nach zusätzlich bestandener bSb-Prüfung wird das entsprechende Verbandsdiplom erworben.

Ist der Personalreferent (bSb) ein IHK-Abschluss?

Nein. Es handelt sich um eine Qualifikation des bSb. Sie ist vom öffentlich-rechtlichen Fortbildungsabschluss „Geprüfter Personalfachkaufmann (IHK)“ zu unterscheiden.

Ist das bSb-Diplom einem Bachelor gleichgestellt?

Nein. Eine pauschale Gleichstellung mit einem akademischen Bachelorabschluss oder einer öffentlich-rechtlichen Aufstiegsfortbildung auf DQR-Niveau 6 besteht nicht.

Ist der Fernlehrgang staatlich zugelassen?

Die hier untersuchten Fernlehrgänge verfügen über eine ZFU-Zulassung. Diese betrifft das Fernunterrichtsangebot und bedeutet keine staatliche Gleichstellung des bSb-Diploms mit einem öffentlich-rechtlichen Fortbildungsabschluss.

Was kostet die Weiterbildung?

Die Gebühren unterscheiden sich nach Anbieter und Vertragsangebot. Neben den Studiengebühren sollten insbesondere mögliche Prüfungs-, Reise- und Übernachtungskosten berücksichtigt werden.

Sind die bSb-Prüfungsgebühren enthalten?

ILS und Fernakademie geben ausdrücklich an, dass zwar die vorgesehenen Webinar- und Seminargebühren enthalten sind, die eigentlichen Prüfungsgebühren jedoch nicht.

Kann die Weiterbildung mit Bildungsgutschein gefördert werden?

Eine Förderung hängt von der zugelassenen Kursvariante und den individuellen gesetzlichen Voraussetzungen ab. Ob ein Bildungsgutschein bewilligt wird, entscheidet die zuständige Stelle.

Gibt es Aufstiegs-BAföG?

Das bSb-Diplom begründet nicht automatisch einen Anspruch auf Aufstiegs-BAföG. Die Förderfähigkeit richtet sich nach den gesetzlichen Anforderungen an die konkrete Fortbildung.

Was verdient ein Personalreferent?

Das Gehalt hängt unter anderem von Branche, Region, Berufserfahrung und dem Umfang der übernommenen Personalaufgaben ab. Ein bSb-Abschluss garantiert kein bestimmtes Einkommen.

Kann man mit dem Abschluss in einer Personalabteilung arbeiten?

Der Lehrgang vermittelt personalwirtschaftliche Fachkenntnisse und kann eine passende Qualifikation ergänzen. Ob eine Einstellung möglich ist, hängt von den Anforderungen des Arbeitgebers und der vorhandenen Berufserfahrung ab.

Was ist der Unterschied zum Personalfachkaufmann?

Der Personalreferent (bSb) ist ein Verbandsabschluss. Der Geprüfte Personalfachkaufmann (IHK) ist dagegen ein öffentlich-rechtlicher beruflicher Fortbildungsabschluss auf DQR-Niveau 6.

Ist der Lehrgang für Quereinsteiger geeignet?

Der Fernlehrgang kann für Personen aus verschiedenen kaufmännischen und verwaltenden Tätigkeiten interessant sein. Die vorhandene Berufspraxis und die konkreten Zulassungsvoraussetzungen müssen jedoch berücksichtigt werden.

Welche Fernschulen bieten den Personalreferent-Lehrgang an?

Nach der Anbieterprüfung im Oktober 2026 bieten ILS, SGD und Fernakademie für Erwachsenenbildung entsprechende Fernlehrgänge zur Vorbereitung auf das bSb-Diplom an.

Fazit: Für wen lohnt sich die Weiterbildung zum Personalreferenten (bSb)?

Die Weiterbildung zum Geprüften Personalreferenten (bSb) kann eine sinnvolle Qualifikation für Berufstätige sein, die künftig im Personalwesen arbeiten oder ihre vorhandenen Kenntnisse gezielt erweitern möchten.

Die Lehrgänge von ILS, SGD und Fernakademie verbinden Personalplanung, Personalbeschaffung, Personalentwicklung, Vergütung, Arbeitsrecht und betriebliche Psychologie.

Besonders interessant kann die Weiterbildung für Beschäftigte aus Sekretariat, Assistenz und kaufmännischer Verwaltung sein, die bereits relevante Berufserfahrung besitzen.

Das zusätzliche bSb-Diplom bietet die Möglichkeit, die erworbenen Kenntnisse durch eine Verbandsprüfung nachzuweisen. Es ist jedoch nicht mit einem öffentlich-rechtlichen IHK-Fortbildungsabschluss gleichzusetzen.

Unsere Empfehlung: Prüfen Sie vor der Anmeldung unbedingt die Voraussetzungen für die spätere bSb-Prüfung. Vergleichen Sie anschließend die drei Fernschulen anhand von Lernbetreuung, Studienmaterialien, Prüfungsvorbereitung, Gesamtkosten und den zusätzlichen Prüfungsgebühren. Wer gezielt einen öffentlich-rechtlichen Fortbildungsabschluss sucht, sollte alternativ den Geprüften Personalfachkaufmann (IHK) berücksichtigen.

Quellen und weiterführende Informationen

Stand: Oktober 2026. Studiengebühren, Zulassungsvoraussetzungen, Prüfungsgebühren und Veranstaltungsbedingungen können sich ändern. Maßgeblich sind die aktuellen Informationen der Anbieter und der zuständigen Prüfungsstelle.