Wer als staatlich geprüfter Techniker im Bereich erneuerbare Energien und Energietechnik arbeiten möchte, kann zwischen verschiedenen beruflichen Weiterbildungswegen wählen. Die Bildungsgänge verbinden technische Grundlagen mit der Planung, Nutzung und Optimierung moderner Energiesysteme.
Wichtig ist dabei die genaue Abschlussbezeichnung: Einen bundesweit einheitlich verwendeten Fachschulabschluss mit dem Titel „Staatlich geprüfter Techniker für erneuerbare Energien“ gibt es nicht. Stattdessen werden beispielsweise die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker für Umweltschutztechnik und regenerative Energien und die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Elektrotechnik mit Schwerpunkt Energietechnik angeboten.
Beide Bildungswege können für Fachkräfte interessant sein, die sich mit Stromerzeugung, Energieversorgung, technischen Anlagen und Energieeffizienz beschäftigen möchten. Die fachlichen Schwerpunkte und die späteren Abschlusszeugnisse unterscheiden sich jedoch.
Dieser Ratgeber erklärt die Unterschiede zwischen den Weiterbildungswegen, typische Aufgaben, Voraussetzungen, Lerninhalte und Prüfungen. Außerdem stellen wir aktuelle Fachschulangebote vor und informieren über Dauer, Kosten, Förderung, Gehalt und Karrierechancen.
- Abschluss: Staatlich geprüfter Techniker beziehungsweise staatlich geprüfte Technikerin in einer einschlägigen Fachrichtung.
- Möglicher Bildungsweg: Umweltschutztechnik und regenerative Energien.
- Weiterer Bildungsweg: Elektrotechnik mit Schwerpunkt Energietechnik beziehungsweise Energietechnik und Prozessautomatisierung.
- Rechtsgrundlage: Landesrechtlich geregelte Fachschulabschlüsse.
- Qualifikationsniveau: DQR 6.
- Zusatzbezeichnung: Bachelor Professional in Technik nach den geltenden Landesvorschriften.
- Zulassung: In der Regel geeignete Berufsausbildung und einschlägige Berufspraxis.
- Dauer: Häufig zwei Jahre Vollzeit oder drei bis vier Jahre berufsbegleitend.
- Inhalte: Regenerative Energiesysteme, elektrische Energietechnik, Energieeffizienz, technische Anlagen und Projektmanagement.
- Prüfung: Staatliche Fachschulprüfung, keine reguläre IHK-Fortbildungsprüfung.
- Förderung: Aufstiegs-BAföG bei erfüllten Voraussetzungen möglich.
Welche staatlich geprüften Technikerabschlüsse gibt es für erneuerbare Energien?
Für eine berufliche Qualifikation im Bereich erneuerbare Energien stehen unterschiedliche staatlich geregelte Fachschulbildungsgänge zur Verfügung.
Die Begriffe Energietechnik, regenerative Energien und erneuerbare Energien beschreiben fachliche Schwerpunkte. Entscheidend für die rechtliche Einordnung ist jedoch, welche Fachrichtung und welcher Schwerpunkt im staatlichen Abschlusszeugnis ausgewiesen werden.
Staatlich geprüfter Techniker für Umweltschutztechnik und regenerative Energien
Dieser Bildungsgang verbindet Umwelttechnik mit der Nutzung erneuerbarer Energien und der Bewertung technischer Energiesysteme.
Aktuelle Angebote bestehen beispielsweise an der Städtischen Fachschule für Umweltschutztechnik und regenerative Energien in München sowie an der entsprechenden Fachschule in Triesdorf.
Zu den möglichen Inhalten gehören regenerative Energieerzeugung, Energieeffizienz, Verfahrenstechnik, Umweltmanagement sowie technische und wirtschaftliche Fragen der Energienutzung.
Staatlich geprüfter Techniker Elektrotechnik – Schwerpunkt Energietechnik
Ein anderer Weg führt über die staatliche Fachrichtung Elektrotechnik.
Hier steht die elektrische Energietechnik stärker im Vordergrund. Dazu zählen beispielsweise elektrische Netze, Maschinen, Antriebe, Energieverteilung und die Einbindung unterschiedlicher Energieerzeugungsanlagen.
Die Staatliche Technikerschule Berlin führt einen entsprechenden Bildungsgang mit dem Schwerpunkt Energietechnik.
Elektrotechnik – Schwerpunkt Energietechnik und Prozessautomatisierung
Dieser Schwerpunkt verbindet energietechnische Kenntnisse mit Steuerungs- und Automatisierungstechnik.
Das kann beispielsweise für Fachkräfte interessant sein, die sich mit der Steuerung elektrischer Anlagen, der Integration technischer Systeme oder industriellen Energieprozessen beschäftigen möchten.
Das DAA-Technikum bietet dazu einen berufsbegleitenden Lehrgang im Rahmen der Fachrichtung Elektrotechnik an.
Wichtig: Die genannten Bildungswege können zu unterschiedlichen staatlichen Abschlussbezeichnungen führen. Sie sollten vor der Anmeldung anhand der jeweils geltenden Fachschul- und Prüfungsregelungen geprüft werden.
Was macht ein Techniker für erneuerbare Energien und Energietechnik?
Staatlich geprüfte Techniker mit einem Schwerpunkt in erneuerbaren Energien oder Energietechnik können technische Aufgaben bei der Planung, Entwicklung, Errichtung und Optimierung von Energieanlagen übernehmen.
Welche Tätigkeiten infrage kommen, hängt insbesondere vom absolvierten Bildungsgang und von der bisherigen Berufserfahrung ab.
Typische Aufgaben
- Technische Energieanlagen planen und projektieren
- Erneuerbare Energiesysteme bewerten
- Elektrische Anlagen und Komponenten dimensionieren
- Technische und wirtschaftliche Anlagenkonzepte vergleichen
- Energieverbräuche und Wirkungsgrade analysieren
- Energieeffizienzmaßnahmen entwickeln
- Mess- und Regelungssysteme einsetzen
- Technische Zeichnungen und Planungsunterlagen erstellen
- Bei Ausschreibung, Beschaffung und Projektierung mitwirken
- Montage und Inbetriebnahme koordinieren
- Betriebsdaten auswerten
- Technische Störungen untersuchen
- Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen unterstützen
- Technische Projekte dokumentieren
- Bei entsprechender Position Mitarbeiter oder Projektteams führen
Welche Rolle spielen erneuerbare Energien?
Bei der Energiewende werden unterschiedliche Technologien zur Erzeugung, Speicherung und Nutzung von Energie miteinander kombiniert.
Dazu gehören beispielsweise Photovoltaikanlagen, Windenergieanlagen, Energiespeicher, Wärmepumpen und technische Steuerungssysteme.
Für Techniker sind dabei nicht nur einzelne Anlagenkomponenten relevant, sondern auch deren Einbindung in bestehende Energie- und Versorgungssysteme.
Die Weiterbildung kann die fachlichen Grundlagen vermitteln, um entsprechende Projekte zu unterstützen und technische Entscheidungen vorzubereiten.
Energietechnik oder Umweltschutztechnik: Welche Weiterbildung ist besser?
Die beiden Bildungswege besitzen gemeinsame Berührungspunkte, unterscheiden sich jedoch in ihren fachlichen Schwerpunkten.
Umweltschutztechnik und regenerative Energien
Bei diesem Bildungsweg stehen technische Umweltfragen und erneuerbare Energiesysteme im Mittelpunkt.
Zu den möglichen Themen gehören:
- Regenerative Energieerzeugung
- Energieeffizienz und Klimaschutz
- Umwelt- und Verfahrenstechnik
- Ressourcenschonende Energiesysteme
- Umweltrecht und Umweltmanagement
- Technische Projektarbeit
Elektrotechnik mit Schwerpunkt Energietechnik
Die elektrotechnische Fachrichtung legt einen stärkeren Schwerpunkt auf elektrische Anlagen und Systeme.
Dazu können gehören:
- Elektrische Energieerzeugung und -verteilung
- Elektrische Maschinen
- Antriebstechnik
- Elektrische Schutz- und Schalttechnik
- Mess- und Regelungstechnik
- Integration elektrischer Energiesysteme
Welche Fachrichtung passt zu welchem Berufsziel?
Wer sich besonders für regenerative Energiesysteme, Energieeffizienz und Umwelttechnik interessiert, sollte die Bildungsgänge in München und Triesdorf näher betrachten.
Wer hingegen elektrische Energieanlagen planen, betreiben oder technisch optimieren möchte, kann mit einem staatlichen Elektrotechnikerabschluss und entsprechendem Schwerpunkt besser aufgestellt sein.
Eine vertiefende Darstellung der Fachrichtung finden Sie in unserem Ratgeber zum staatlich geprüften Elektrotechniker.
Weitere Informationen zur Umwelttechnik bietet der Artikel zum staatlich geprüften Umweltschutztechniker.
In welchen Bereichen arbeiten Techniker für erneuerbare Energien?
Energietechnische Kenntnisse werden in unterschiedlichen Bereichen der Energieversorgung, Industrie und Gebäudetechnik benötigt.
Photovoltaik und Solarenergie
Im Bereich Photovoltaik können Techniker bei der technischen Planung, der Dimensionierung von Anlagenkomponenten, der Projektkoordination und der Inbetriebnahme mitwirken.
Je nach Stelle können auch Energiespeicher, Wechselrichter, Netzanschlüsse und Steuerungssysteme eine Rolle spielen.
Welche elektrotechnischen Arbeiten selbstständig durchgeführt werden dürfen, hängt von der fachlichen Befähigung und den jeweils geltenden Sicherheits- und Anschlussvorschriften ab.
Windenergie
Windenergieanlagen bestehen aus mechanischen, elektrischen und elektronischen Komponenten.
Techniker können abhängig von ihrer Spezialisierung in der technischen Planung, Instandhaltung, Betriebsüberwachung und Projektkoordination tätig sein.
Elektrische Energienetze
Netzbetreiber und energietechnische Unternehmen benötigen Fachkräfte für die technische Planung, Überwachung und Weiterentwicklung elektrischer Versorgungsanlagen.
Insbesondere bei der Integration dezentraler Erzeugungsanlagen entstehen anspruchsvolle technische Aufgaben.
Energiespeicher und Energiemanagement
Die Speicherung und bedarfsgerechte Nutzung elektrischer Energie ist ein wichtiger Bestandteil moderner Energieversorgungssysteme.
Zu möglichen Aufgaben gehören die technische Bewertung von Speichersystemen, die Analyse von Lastprofilen und die Abstimmung verschiedener Anlagenkomponenten.
Gebäudetechnik und Wärmepumpen
Auch im Gebäudebereich werden erneuerbare Energien eingesetzt.
Die Fachrichtung Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik beschäftigt sich dabei besonders intensiv mit Wärmeerzeugung, Wärmeverteilung und der energetischen Optimierung von Gebäuden.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber zum staatlich geprüften HLK-Techniker.
Industrie und technische Projektentwicklung
Industrieunternehmen müssen Energieversorgung, Betriebskosten und technische Zuverlässigkeit berücksichtigen.
Techniker können bei der Entwicklung effizienterer Energieanlagen und der Optimierung technischer Prozesse mitwirken.
Welche Voraussetzungen gelten für die Weiterbildung?
Die Zulassung zu einer staatlichen Fachschule für Technik richtet sich nach den jeweiligen landesrechtlichen Fachschulbestimmungen.
In der Regel sind eine fachlich geeignete abgeschlossene Berufsausbildung und einschlägige Berufserfahrung erforderlich.
Welche Ausbildungsberufe kommen infrage?
Je nach Fachrichtung und Fachschule können beispielsweise folgende Berufe eine geeignete Vorbildung darstellen:
- Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik
- Elektroniker für Betriebstechnik
- Elektroniker für Automatisierungstechnik
- Mechatroniker
- Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
- Industriemechaniker
- Technische Berufe der Umwelt- und Verfahrenstechnik
- Weitere einschlägige Berufe bei fachlicher Eignung
Eine bestimmte Berufsbezeichnung begründet keinen automatischen Zulassungsanspruch.
Wie viel Berufserfahrung ist erforderlich?
Häufig verlangen Fachschulen mindestens ein Jahr einschlägige Berufspraxis.
Wie die berufliche Tätigkeit nachgewiesen werden muss und ob sie teilweise während der Weiterbildung erworben werden kann, richtet sich nach dem jeweiligen Landesrecht.
Zulassung in Triesdorf
Die Fachschule in Triesdorf nennt als regulären Zugang eine geeignete, mindestens zweijährige abgeschlossene Berufsausbildung sowie mindestens ein Jahr einschlägige Berufserfahrung.
Die Schule berücksichtigt unterschiedliche technische und berufliche Ausgangsqualifikationen.
Techniker für erneuerbare Energien ohne Ausbildung
Je nach Landesrecht können alternative Zugangswege über eine längere einschlägige Berufspraxis bestehen.
Die konkreten Voraussetzungen müssen bei der jeweiligen Fachschule erfragt werden.
Empfehlung: Lassen Sie sich vor einer verbindlichen Anmeldung schriftlich bestätigen, dass Ihre berufliche Vorbildung und die nachgewiesene Berufspraxis anerkannt werden.
Welche Inhalte werden in der Weiterbildung vermittelt?
Die konkreten Lerninhalte unterscheiden sich nach Fachrichtung, Schwerpunkt und Bundesland.
Staatliche Technikerweiterbildungen verbinden fachrichtungsübergreifende Grundlagen mit spezialisierten technischen Lernbereichen und projektorientiertem Arbeiten.
Fachrichtungsübergreifende Lerninhalte
- Deutsch und berufliche Kommunikation
- Technisches Englisch
- Mathematik und Naturwissenschaften
- Betriebswirtschaftliche Grundlagen
- Projektmanagement
- Technische Dokumentation
- Qualitätsmanagement
- Arbeitsorganisation
- Rechtliche Grundlagen
- Mitarbeiterführung und Zusammenarbeit
Photovoltaik und Solarenergie
Bei entsprechend ausgerichteten Bildungsgängen können Planung, Aufbau, Betrieb und Bewertung von Photovoltaikanlagen behandelt werden.
Dazu gehören unter anderem die Grundlagen der Solarstromerzeugung, Anlagentechnik, Wechselrichter, Energiespeicher und die wirtschaftliche Bewertung.
Windenergietechnik
Windenergieanlagen wandeln Bewegungsenergie des Windes in elektrische Energie um.
Die Weiterbildung kann grundlegende Kenntnisse zur Anlagentechnik, Energieerzeugung, technischen Überwachung und Wirtschaftlichkeit vermitteln.
Elektrische Energietechnik
In elektrotechnischen Bildungsgängen werden die Erzeugung, Übertragung, Verteilung und Nutzung elektrischer Energie behandelt.
Typische Themen können sein:
- Elektrische Maschinen
- Leistungselektronik
- Elektrische Antriebe
- Netztechnik
- Schutz- und Schalttechnik
- Mess- und Regelungstechnik
- Technische Berechnungen
Energiespeicherung und Systemintegration
In modernen Energiesystemen müssen Erzeugung, Verbrauch und Speicherung aufeinander abgestimmt werden.
Je nach Lehrplan werden Grundlagen unterschiedlicher Speichertechnologien und deren Einbindung in Energieversorgungssysteme vermittelt.
Steuerungs- und Automatisierungstechnik
Viele energie- und verfahrenstechnische Anlagen arbeiten mit automatisierten Mess-, Steuer- und Regelungssystemen.
Im Schwerpunkt Energietechnik und Prozessautomatisierung werden deshalb technische Steuerungen und die Optimierung von Prozessen besonders berücksichtigt.
Energieeffizienz und Energieanalyse
Die Bewertung des Energieeinsatzes ist ein wichtiger Bestandteil energietechnischer Aufgaben.
Dazu können die Erfassung von Verbrauchsdaten, technische Wirkungsgrade und der Vergleich unterschiedlicher Anlagenkonzepte gehören.
Umweltrecht und Nachhaltigkeit
Bei Bildungsgängen mit Schwerpunkt regenerative Energien werden häufig auch umweltrechtliche und ökologische Zusammenhänge behandelt.
Hierzu können beispielsweise Anforderungen an technische Anlagen, Ressourcennutzung, Umweltmanagement und Klimaschutz gehören.
Technische Projektarbeit
Projektorientiertes Arbeiten gehört zu den wesentlichen Bestandteilen vieler staatlicher Technikerweiterbildungen.
Eine mögliche Aufgabenstellung ist beispielsweise die Planung eines regenerativen Energiesystems für einen Gewerbebetrieb.
Dabei können technische Dimensionierung, Wirtschaftlichkeit, Energiebedarf, Anlagensteuerung und Dokumentation untersucht werden.
Wie läuft die staatliche Technikerprüfung ab?
Die Weiterbildung endet mit einer staatlichen Fachschulprüfung nach den jeweils geltenden landesrechtlichen Regelungen.
Es handelt sich nicht um eine reguläre IHK-Fortbildungsprüfung.
Die Prüfung kann je nach Fachschule unter anderem folgende Elemente umfassen:
- Schriftliche Abschlussprüfungen
- Gegebenenfalls mündliche Prüfungen
- Leistungsnachweise während des Bildungsgangs
- Fachrichtungsbezogene Projektarbeit
- Präsentation und Fachgespräch
Welche Prüfungsfächer sind besonders wichtig?
Die verbindlichen Prüfungsfächer hängen vom gewählten Bildungsgang ab.
In der Elektrotechnik können energietechnische Berechnungen, elektrische Anlagen und technische Systeme wichtige Prüfungsbereiche sein.
Bei der Umweltschutztechnik und regenerativen Energien können neben technischen Energiesystemen auch Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und projektbezogene Aufgabenstellungen relevant sein.
Welche Bedeutung hat die Projektarbeit?
Die Projektarbeit bietet die Möglichkeit, erworbene Kenntnisse praktisch anzuwenden.
Dabei kann beispielsweise ein technisches Anlagenkonzept erstellt und hinsichtlich Funktion, Wirtschaftlichkeit und Umweltauswirkungen bewertet werden.
Ob und in welchem Umfang diese Arbeit in die staatliche Abschlussbewertung einfließt, richtet sich nach der Prüfungsordnung.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum Techniker für erneuerbare Energien?
Die Dauer hängt von der Fachschule und der Unterrichtsform ab.
- München: Zwei Jahre Vollzeit.
- Triesdorf: Zwei Jahre Vollzeit.
- Berlin: Je nach angebotenem Fachschulmodell Vollzeit oder Teilzeit.
- DAA-Technikum: Berufsbegleitender Lehrgang über 3,5 Jahre.
Vollzeitweiterbildung
Ein Vollzeitbildungsgang ermöglicht eine konzentrierte Weiterbildung.
Während dieser Zeit müssen jedoch mögliche Einkommenseinbußen und die Finanzierung des Lebensunterhalts berücksichtigt werden.
Berufsbegleitende Weiterbildung
Berufsbegleitende Modelle verteilen die Unterrichts- und Lernzeiten auf einen längeren Zeitraum.
Dadurch kann die bisherige Berufstätigkeit in vielen Fällen fortgesetzt werden.
Allerdings müssen Selbstlernphasen, Unterricht, Prüfungen und Projektarbeiten mit dem Berufsalltag vereinbart werden.
Wo kann man sich im Bereich erneuerbare Energien und Energietechnik zum Techniker weiterbilden?
Aktuelle Fachschulangebote bestehen in unterschiedlichen Bundesländern. Die folgenden Schulen verfolgen teilweise verschiedene fachliche Schwerpunkte und führen zu unterschiedlichen Abschlussbezeichnungen.
Städtische Fachschule München – Umweltschutztechnik und regenerative Energien
Die Städtische Fachschule für Umweltschutztechnik und regenerative Energien in München bietet einen zweijährigen Vollzeitbildungsgang an.
Die Weiterbildung verbindet klassische Umwelttechnik mit regenerativen Energien, Energieeffizienz und technischen Projekten.
- Standort: München
- Dauer: Zwei Jahre Vollzeit
- Umfang: Nach Schulangaben rund 2.600 Unterrichtsstunden
- Abschlussziel: Staatlich geprüfter Techniker für Umweltschutztechnik und regenerative Energien
- Qualifikationsniveau: DQR 6
- Zusatzangebote: Nach Schulangaben Möglichkeiten im Bereich Energieeffizienzberatung
Wer zusätzlich eine Anerkennung als Energieeffizienz-Experte anstrebt, muss die dafür geltenden Qualifikations- und Eintragungsvoraussetzungen gesondert prüfen.
Städtische Fachschule München – Aktuelle Informationen
Fachschule Triesdorf – Umweltschutztechnik und regenerative Energien
Das Berufliche Schulzentrum Ansbach-Triesdorf bietet ebenfalls eine staatliche Technikerweiterbildung mit dem Schwerpunkt Umweltschutztechnik und regenerative Energien an.
Die Weiterbildung verbindet technische Umweltfragen mit der Nutzung erneuerbarer Energien und entsprechenden Praxisanteilen.
- Standort: Triesdorf
- Dauer: Zwei Jahre Vollzeit
- Praxis: Betriebspraktika im Rahmen des Bildungsgangs
- Voraussetzungen: Geeignete mindestens zweijährige Berufsausbildung und mindestens einjährige Berufserfahrung
- Abschlussziel: Staatlich geprüfter Techniker für Umweltschutztechnik und regenerative Energien
BSZ Ansbach-Triesdorf – Weiterbildung und Zulassung
Staatliche Technikerschule Berlin – Schwerpunkt Energietechnik
Die Staatliche Technikerschule Berlin führt einen Bildungsgang im Bereich Elektrotechnik mit Schwerpunkt Energietechnik.
Hier werden insbesondere elektrotechnische und energietechnische Inhalte vermittelt.
Der Schwerpunkt kann interessant sein, wenn die berufliche Entwicklung in Richtung elektrischer Energieversorgung, Anlagentechnik und technischer Projektplanung gehen soll.
Wichtig: Der Abschluss gehört zur Fachrichtung Elektrotechnik. Er ist nicht identisch mit dem Abschluss für Umweltschutztechnik und regenerative Energien.
Staatliche Technikerschule Berlin – Energietechnik
DAA-Technikum – Energietechnik und Prozessautomatisierung
Das DAA-Technikum bietet einen berufsbegleitenden Lehrgang zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Elektrotechnik mit Schwerpunkt Energietechnik und Prozessautomatisierung an.
Der Bildungsgang verbindet elektrotechnische Kenntnisse mit Steuerungs- und Automatisierungstechnik.
- Unterrichtsform: Berufsbegleitend
- Dauer: 3,5 Jahre
- Fachrichtung: Elektrotechnik
- Schwerpunkt: Energietechnik und Prozessautomatisierung
- ZFU-Zulassung: 1115521
- Unterrichtsmodell: Kombination aus Selbstlernphasen und Präsenzunterricht
Der Abschluss ist insbesondere für Fachkräfte interessant, die ihre Kenntnisse in elektrischer Energietechnik und industrieller Prozesssteuerung vertiefen möchten.
Er ersetzt jedoch nicht den eigenständigen Bildungsgang Umweltschutztechnik und regenerative Energien.
DAA-Technikum – Aktuelle Lehrgangsübersicht
Welche Fachschule passt zu mir?
Vor einer Anmeldung sollten insbesondere folgende Kriterien geprüft werden:
- Genaue staatliche Abschlussbezeichnung
- Fachrichtung und Schwerpunkt
- Zulassungsvoraussetzungen
- Unterrichtsform und Dauer
- Technische Inhalte und Praxisanteile
- Projekt- und Prüfungsanforderungen
- Schul- beziehungsweise Lehrgangsgebühren
- Fördermöglichkeiten
- Unterrichtsstandort und Anfahrtswege
- Verfügbarkeit eines passenden Starttermins
Die vorgestellten Bildungsangebote sind anhand der veröffentlichten Schulinformationen eingeordnet. Eine Platzverfügbarkeit zu einem bestimmten Termin ist damit nicht bestätigt.
Gibt es ein Fernstudium zum Techniker für erneuerbare Energien?
Viele Berufstätige möchten eine entsprechende Weiterbildung möglichst flexibel absolvieren.
Hier muss jedoch zwischen staatlich geprüften Technikerabschlüssen und anderen Fernlehrgängen unterschieden werden.
Staatlicher Technikerabschluss im berufsbegleitenden Unterricht
Das DAA-Technikum bietet einen berufsbegleitenden Bildungsgang zum staatlich geprüften Elektrotechniker mit dem Schwerpunkt Energietechnik und Prozessautomatisierung an.
Der Lehrgang verbindet Selbstlernphasen mit Präsenzunterricht und bereitet auf den staatlichen Abschluss vor.
Fernlehrgänge zu erneuerbaren Energien
Daneben existieren Weiterbildungsangebote zu einzelnen Themen wie Photovoltaik, Energieberatung oder Energiemanagement.
Solche Kurse können sinnvoll sein, führen aber nicht automatisch zu einem staatlichen Technikerabschluss.
Wer ausdrücklich einen staatlich geregelten Fachschulabschluss erwerben möchte, sollte prüfen, welcher Abschluss tatsächlich vorbereitet wird und welche staatliche Prüfungsstelle zuständig ist.
Was kostet die Weiterbildung zum Techniker für erneuerbare Energien?
Die Kosten hängen vom jeweiligen Bildungsgang, der Schule und der Unterrichtsform ab.
Bei öffentlichen Fachschulen können die Unterrichtsgebühren entfallen oder vergleichsweise gering sein. Private oder berufsbegleitende Anbieter erheben dagegen häufig Lehrgangsgebühren.
Welche Kosten können entstehen?
- Schul- beziehungsweise Lehrgangsgebühren
- Prüfungsgebühren, soweit gesondert erhoben
- Fachbücher und Lernmaterialien
- Computer und technische Ausstattung
- Softwarelizenzen, soweit nicht enthalten
- Fahrt- und Übernachtungskosten
- Lebenshaltungskosten während einer Vollzeitweiterbildung
- Mögliche Verdienstausfälle
Eine pauschale bundesweite Gesamtgebühr wäre deshalb nicht aussagekräftig.
Die aktuellen Gebühren und vertraglichen Leistungen sollten direkt bei der Fachschule beziehungsweise dem Lehrgangsanbieter erfragt werden.
Aufstiegs-BAföG für Techniker der Energietechnik
Staatlich geregelte Technikerweiterbildungen gehören grundsätzlich zu den beruflichen Aufstiegsfortbildungen, für die eine Förderung nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz möglich ist.
Voraussetzung ist, dass der jeweilige Bildungsgang und die persönlichen Verhältnisse die gesetzlichen Anforderungen erfüllen.
Wie hoch ist die Förderung?
Nach der im Oktober 2026 geltenden Rechtslage können förderfähige Lehrgangs- und Prüfungsgebühren bis zu einem Gesamtbetrag von 15.000 Euro berücksichtigt werden.
Davon werden grundsätzlich 50 Prozent als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt.
Für den verbleibenden förderfähigen Teil kann ein KfW-Darlehen genutzt werden. Die Aufnahme ist freiwillig.
Nach bestandener Abschlussprüfung kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen ein teilweiser Erlass des noch nicht fällig gewordenen Maßnahmedarlehens erfolgen.
Förderung des Lebensunterhalts
Bei förderfähigen Vollzeitmaßnahmen können zusätzlich Leistungen zum Lebensunterhalt infrage kommen.
Die konkreten Ansprüche hängen unter anderem von den persönlichen Voraussetzungen und der jeweiligen Maßnahme ab.
Weitere Informationen bietet das offizielle Portal aufstiegs-bafoeg.de.
Weitere Finanzierungsmöglichkeiten
Je nach Situation kommen Arbeitgeberzuschüsse, regionale Förderprogramme und steuerliche Entlastungen für beruflich veranlasste Weiterbildungskosten infrage.
Welche Förderungen tatsächlich genutzt und miteinander kombiniert werden können, muss im Einzelfall geprüft werden.
Techniker Energietechnik: DQR 6 und Bachelor Professional
Staatlich geregelte Technikerabschlüsse sind dem DQR-Niveau 6 zugeordnet.
Auf derselben Qualifikationsstufe befinden sich auch akademische Bachelorabschlüsse und zahlreiche anerkannte Meisterabschlüsse.
Die Zuordnung bedeutet jedoch keine Identität der Abschlüsse.
Ist der Techniker für erneuerbare Energien ein Bachelor?
Nein. Bei den vorgestellten Bildungsgängen handelt es sich um berufliche Fachschulabschlüsse.
Ein staatlicher Technikerabschluss ist kein akademischer Bachelor of Engineering oder Bachelor of Science.
Was bedeutet Bachelor Professional in Technik?
Die zusätzliche Abschlussbezeichnung Bachelor Professional in Technik kann nach Maßgabe der jeweils geltenden Landesvorschriften geführt werden.
Entscheidend ist die Bezeichnung, die nach der staatlichen Abschlussprüfung tatsächlich verliehen und im Zeugnis ausgewiesen wird.
Wie viel verdient ein Techniker für erneuerbare Energien?
Das Gehalt hängt insbesondere vom tatsächlich ausgeübten Beruf, der Berufserfahrung, dem Arbeitgeber, der Branche und der übernommenen Verantwortung ab.
Beschäftigte in der elektrischen Energietechnik, technischen Projektplanung, Anlagenüberwachung oder regenerativen Energieerzeugung können unterschiedliche Aufgaben und Vergütungsstrukturen haben.
Ein allgemeingültiges bundesweites Einstiegsgehalt allein aufgrund eines staatlichen Technikerabschlusses besteht nicht.
Welche Faktoren beeinflussen den Verdienst?
- Technische Spezialisierung
- Berufserfahrung
- Projekt- und Budgetverantwortung
- Branche und Unternehmensgröße
- Tarifbindung und Eingruppierung
- Region und Arbeitsort
- Reise- und Montagetätigkeiten
- Führungsverantwortung
Führt die Weiterbildung automatisch zu mehr Gehalt?
Nein. Der erfolgreiche staatliche Technikerabschluss begründet nicht automatisch einen Anspruch auf eine Gehaltserhöhung.
Ein höheres Einkommen kann sich ergeben, wenn anschließend eine anspruchsvollere oder höher bewertete Position übernommen wird.
Wo findet man aktuelle Gehaltsdaten?
Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit bietet statistische Orientierungswerte für unterschiedliche technische Berufe.
Die ausgewiesenen Berufsgruppen umfassen jedoch nicht ausschließlich Absolventen eines bestimmten Technikerabschlusses.
Deshalb sollten solche Werte nicht als garantiertes Einstiegsgehalt interpretiert werden.
Welche Karrierechancen bietet die Weiterbildung?
Die Weiterbildung kann neue berufliche Möglichkeiten in technischen Fach- und Projektpositionen eröffnen.
Abhängig vom absolvierten Bildungsgang und der beruflichen Erfahrung kommen beispielsweise folgende Tätigkeiten infrage:
- Technischer Projektkoordinator für Energieanlagen
- Techniker für regenerative Energiesysteme
- Technischer Mitarbeiter in der Photovoltaikplanung
- Techniker für elektrische Energieversorgung
- Fachkraft für Energieeffizienzprojekte
- Technischer Mitarbeiter in der Anlagenoptimierung
- Inbetriebnahmetechniker
- Technischer Mitarbeiter bei Netzbetreibern
- Fachkraft für technische Anlagenüberwachung
- Technischer Kundenberater für Energiesysteme
- Team- oder Gruppenleiter bei entsprechender Eignung
Welche Stelle tatsächlich erreichbar ist, hängt von den vorhandenen Kenntnissen und der praktischen Berufserfahrung ab.
Welche Rolle spielen Digitalisierung und Energiemanagement?
Moderne Energieanlagen werden zunehmend digital überwacht und gesteuert.
Die Erfassung von Energieverbrauch, Erzeugungsleistung und Betriebszuständen ermöglicht es, technische Anlagen zu analysieren und zu optimieren.
Zusätzliche Kenntnisse in Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Datenanalyse und Energiemanagement können deshalb für bestimmte Aufgaben nützlich sein.
Ist die Weiterbildung eine Garantie für einen beruflichen Aufstieg?
Nein. Der staatliche Technikerabschluss kann eine wichtige fachliche Grundlage bilden, garantiert jedoch keine Beförderung.
Die tatsächlichen beruflichen Möglichkeiten hängen vom Arbeitsmarkt, den Anforderungen der Arbeitgeber und den persönlichen Kompetenzen ab.
Kann man sich mit dem Technikerabschluss selbstständig machen?
Grundsätzlich können technische Beratungs-, Planungs- oder Dienstleistungen je nach Tätigkeitsbereich selbstständig erbracht werden.
Allerdings sind insbesondere elektrotechnische Installationsarbeiten und bestimmte Tätigkeiten im Handwerk rechtlich geregelt.
Darf ein Techniker Photovoltaikanlagen installieren?
Die Berechtigung zur eigenverantwortlichen Durchführung bestimmter elektrotechnischer Arbeiten ergibt sich nicht automatisch allein aus dem Abschluss.
Für Arbeiten an elektrischen Anlagen und insbesondere für bestimmte Netzanschlussarbeiten müssen die geltenden technischen, sicherheitsrechtlichen und gegebenenfalls handwerksrechtlichen Anforderungen erfüllt sein.
Kann man einen Elektrobetrieb gründen?
Das Elektrotechnikerhandwerk gehört zu den zulassungspflichtigen Handwerken.
Ein einschlägiger staatlich geprüfter Technikerabschluss kann unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen für eine Eintragung in die Handwerksrolle relevant sein.
Die zuständige Handwerkskammer entscheidet anhand der konkreten Qualifikation und der rechtlichen Voraussetzungen.
Ist man automatisch Energieberater?
Nein. Die Befugnis zur Durchführung bestimmter Energieberatungen oder die Eintragung als Energieeffizienz-Experte richtet sich nach zusätzlichen Qualifikations- und Anerkennungsvoraussetzungen.
Eine Technikerschule kann entsprechende Zusatzqualifikationen anbieten. Deren konkrete Anerkennung muss jedoch gesondert geprüft werden.
Kann man nach dem Technikerabschluss studieren?
Ein staatlich geregelter Fachschulabschluss kann auch ohne Abitur den Zugang zu einem Hochschulstudium ermöglichen.
Die konkreten Zulassungsbedingungen richten sich nach dem jeweiligen Hochschulrecht.
Für Absolventen können beispielsweise folgende Studienrichtungen interessant sein:
- Erneuerbare Energien
- Energietechnik
- Elektrotechnik
- Umwelttechnik
- Energiemanagement
- Wirtschaftsingenieurwesen
- Gebäude- und Versorgungstechnik
Eine Anrechnung bereits erworbener beruflicher Kompetenzen auf Studienleistungen kann möglich sein.
Sie erfolgt jedoch nicht automatisch aufgrund der Zuordnung zum DQR-Niveau 6.
Häufige Fragen zum Techniker für erneuerbare Energien und Energietechnik
Gibt es den staatlich geprüften Techniker für erneuerbare Energien?
Es gibt aktuelle staatliche Technikerweiterbildungen mit einem Schwerpunkt auf erneuerbaren beziehungsweise regenerativen Energien. Die genaue Fachrichtungsbezeichnung unterscheidet sich jedoch. Ein Beispiel ist der staatlich geprüfte Techniker für Umweltschutztechnik und regenerative Energien.
Ist Energietechnik eine eigenständige staatliche Fachrichtung?
Energietechnik kann als Schwerpunkt innerhalb der Fachrichtung Elektrotechnik angeboten werden. Die konkrete staatliche Abschlussbezeichnung richtet sich nach den landesrechtlichen Vorgaben.
Wie lange dauert die Weiterbildung?
Die Bildungsgänge in München und Triesdorf dauern zwei Jahre in Vollzeit. Beim DAA-Technikum wird eine berufsbegleitende Elektrotechnikerweiterbildung über 3,5 Jahre angeboten.
Welche Ausbildung benötigt man?
Üblicherweise eine geeignete technische Berufsausbildung und einschlägige Berufserfahrung. Welche Berufe anerkannt werden, richtet sich nach der jeweiligen Fachschule und Prüfungsregelung.
Kann man die Weiterbildung berufsbegleitend absolvieren?
Ja. Es gibt berufsbegleitende Bildungsgänge in verwandten Fachrichtungen, beispielsweise Elektrotechnik mit Schwerpunkt Energietechnik und Prozessautomatisierung beim DAA-Technikum.
Gibt es ein Fernstudium für erneuerbare Energien?
Es gibt unterschiedliche Fernlehr- und Weiterbildungsangebote im Energiebereich. Nicht alle führen jedoch zu einem staatlichen Technikerabschluss. Vor einer Anmeldung muss das genaue Abschlussziel geprüft werden.
Ist die staatliche Technikerprüfung eine IHK-Prüfung?
Nein. Der staatlich geprüfte Techniker ist ein Fachschulabschluss nach Landesrecht.
Welche Fachschulen bieten passende Abschlüsse?
Beispiele sind die Fachschulen in München und Triesdorf für Umweltschutztechnik und regenerative Energien sowie die Staatliche Technikerschule Berlin im Bereich Elektrotechnik und Energietechnik.
Ist der Abschluss auf Bachelor-Niveau?
Ja. Staatlich geregelte Technikerabschlüsse sind DQR-Niveau 6 zugeordnet. Das entspricht demselben Qualifikationsniveau wie ein akademischer Bachelor, ist jedoch kein identischer Abschluss.
Was bedeutet Bachelor Professional in Technik?
Dies ist eine zusätzliche berufliche Abschlussbezeichnung, die nach Maßgabe der geltenden Landesvorschriften geführt werden kann.
Was kostet die Weiterbildung?
Die Kosten hängen von der Schule und Unterrichtsform ab. An öffentlichen Fachschulen können Unterrichtsgebühren entfallen. Zusätzliche Kosten für Lernmaterialien, Fahrten und Lebensunterhalt sind möglich.
Kann man Aufstiegs-BAföG beantragen?
Ja. Für förderfähige staatliche Technikerweiterbildungen kommt Aufstiegs-BAföG grundsätzlich infrage, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
Wie viel verdient ein Techniker für erneuerbare Energien?
Das Einkommen hängt von der konkreten Tätigkeit, Berufserfahrung, Branche, Tarifbindung und Verantwortung ab. Ein einheitliches Einstiegsgehalt allein aufgrund des staatlichen Abschlusses besteht nicht.
Was ist der Unterschied zum Elektrotechniker?
Ein Elektrotechnikerabschluss kann einen Schwerpunkt in Energietechnik besitzen. Andere Bildungsgänge verbinden regenerative Energien stärker mit Umweltschutz- und Verfahrenstechnik. Deshalb ist die genaue Fachrichtung entscheidend.
Kann man danach Energietechnik studieren?
Ja. Ein staatlich geregelter Fachschulabschluss kann den Hochschulzugang auch ohne Abitur ermöglichen. Die konkreten Zulassungsvoraussetzungen richten sich nach dem jeweiligen Hochschulrecht.
Fazit: Für wen lohnt sich die Weiterbildung im Bereich erneuerbare Energien?
Eine staatliche Technikerweiterbildung mit Schwerpunkt erneuerbare Energien oder Energietechnik kann für Fachkräfte sinnvoll sein, die künftig anspruchsvollere Aufgaben in der Energieversorgung, technischen Anlagenplanung oder Energieeffizienz übernehmen möchten.
Wichtig ist die Wahl des richtigen Bildungswegs. Die Weiterbildung zum Techniker für Umweltschutztechnik und regenerative Energien verbindet technische Umweltfragen mit der Nutzung erneuerbarer Energiequellen.
Der staatlich geprüfte Elektrotechniker mit Schwerpunkt Energietechnik legt dagegen einen stärkeren Schwerpunkt auf elektrische Anlagen und die technische Energieversorgung.
Mit München, Triesdorf und Berlin bestehen aktuelle staatliche Fachschulangebote. Das DAA-Technikum bietet außerdem eine berufsbegleitende Weiterbildung im Bereich Energietechnik und Prozessautomatisierung an.
Vor der Anmeldung sollten insbesondere die genaue staatliche Abschlussbezeichnung, die Zulassungsvoraussetzungen, die Unterrichtsform und die vollständigen Kosten geprüft werden.
Weitere Fachrichtungen finden Sie in unserer Techniker-Übersicht. Fachlich verwandt sind außerdem die Ratgeber zum staatlich geprüften Elektrotechniker, zum Umweltschutztechniker und zum HLK-Techniker.
Quellen und weiterführende Informationen
- Städtische Fachschule München – Umweltschutztechnik und regenerative Energien
- BSZ Ansbach-Triesdorf – Umweltschutztechnik und regenerative Energien
- Staatliche Technikerschule Berlin – Energietechnik
- DAA-Technikum – Staatliche Technikerlehrgänge
- Bundesagentur für Arbeit – Landesrechtlich geregelte Fortbildungsabschlüsse
- Kultusministerkonferenz – Fachschulen und berufliche Weiterbildung
- Aufstiegs-BAföG – Offizielle Förderinformationen
- Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz
- Bundesagentur für Arbeit – Entgeltatlas
- Handwerksordnung
Redaktioneller Stand: Oktober 2026. Die vorgestellten Bildungswege führen zu unterschiedlichen staatlichen Abschlussbezeichnungen. Zulassung, Prüfungsbedingungen und Zusatzbezeichnungen richten sich nach dem jeweiligen Landesrecht. Die aktuellen Unterrichtsangebote, Gebühren und Starttermine sollten vor einer verbindlichen Anmeldung direkt mit den Fachschulen geklärt werden.
