Ein Studium oder eine Berufsausbildung ist eine Investition in die eigene Zukunft. Doch nicht immer reichen Ausbildungsvergütung, Unterstützung durch die Eltern oder ein Nebenjob aus, um Miete, Lebensmittel, Lernmaterialien und weitere Ausgaben zu bezahlen.
In Deutschland stehen dafür verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Neben dem BAföG kommen beispielsweise die Berufsausbildungsbeihilfe, Kindergeld, Stipendien, der staatliche Bildungskredit und der KfW-Studienkredit infrage.
Wichtig ist, die verschiedenen Angebote richtig einzuordnen: Einige Leistungen werden als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt, andere müssen später ganz oder teilweise zurückgezahlt werden.
Wir erklären, wie sich Studium und Ausbildung 2026 finanzieren lassen, welche Förderungen besonders interessant sind und worauf bei Studienkrediten und Bildungsfonds zu achten ist. Außerdem zeigen wir, welche Finanzierungsmöglichkeiten bei einer beruflichen Weiterbildung zum Fachwirt oder Meister besser geeignet sind.
Studium und Ausbildung finanzieren 2026: Das Wichtigste
- BAföG: Staatliche Ausbildungsförderung für bestimmte schulische Ausbildungen und Studiengänge. Bei Studierenden sind unter den Voraussetzungen des Jahres 2026 bis zu 992 Euro monatlich möglich; in bestimmten Fällen gelten höhere Bedarfssätze.
- Berufsausbildungsbeihilfe (BAB): Monatlicher Zuschuss der Agentur für Arbeit für bestimmte betriebliche und außerbetriebliche Ausbildungen.
- Kindergeld: Im Jahr 2026 beträgt das Kindergeld 259 Euro monatlich. Bei volljährigen Kindern gelten zusätzliche Voraussetzungen.
- Stipendien: Finanzielle und teilweise ideelle Unterstützung, beispielsweise durch Begabtenförderungswerke oder das Deutschlandstipendium.
- Staatlicher Bildungskredit: Bis zu 7.200 Euro für bestimmte fortgeschrittene Ausbildungs- und Studienphasen.
- KfW-Studienkredit: Je nach Voraussetzungen monatliche Auszahlungen von 100 bis 650 Euro. Die Finanzierung ist verzinslich und rückzahlungspflichtig.
- Nebenjob: Eigenes Einkommen kann zur Finanzierung beitragen. Auswirkungen auf BAföG und Sozialversicherung müssen berücksichtigt werden.
- Berufliche Aufstiegsfortbildung: Für Fachwirte und Meister ist häufig das Aufstiegs-BAföG besser geeignet als ein Studienkredit.
Stand: 12. Oktober 2026. Förderhöhen, Einkommensgrenzen und insbesondere Kreditzinsen können sich verändern. Maßgeblich sind die aktuellen Bestimmungen der jeweiligen Förderstelle.
Welche Kosten entstehen bei Studium und Ausbildung?
Vor der Wahl einer Finanzierung sollte zunächst geklärt werden, wie viel Geld monatlich tatsächlich benötigt wird.
Ein großer Teil der Ausgaben entfällt häufig auf die laufenden Lebenshaltungskosten. Hinzu kommen Kosten, die unmittelbar mit der Ausbildung oder dem Studium verbunden sind.
Typische monatliche Ausgaben
- Miete und Nebenkosten,
- Lebensmittel und Haushaltsbedarf,
- Kranken- und Pflegeversicherung, soweit eigene Beiträge anfallen,
- Fahrtkosten und öffentliche Verkehrsmittel,
- Telefon und Internet,
- Lernmaterialien und technische Ausstattung,
- Semesterbeiträge oder weitere Ausbildungskosten,
- persönliche Ausgaben und finanzielle Rücklagen.
Die tatsächlichen Kosten unterscheiden sich erheblich. Wer bei den Eltern wohnt, benötigt häufig weniger Geld als jemand, der eine Wohnung in einer teuren Universitätsstadt finanzieren muss.
Auch die Art der Ausbildung ist entscheidend. Während eine duale Berufsausbildung normalerweise vergütet wird, steht bei einem Vollzeitstudium meist kein regelmäßiges Ausbildungsentgelt zur Verfügung.
Beispiel: Monatliche Kosten eines Studiums
Die folgende Rechnung beschreibt eine beispielhafte studentische Lebenssituation mit eigener Unterkunft. Sie ist keine statistische Durchschnittsberechnung.
| Monatliche Ausgabe | Betrag |
|---|---|
| Miete einschließlich Nebenkosten | 550 € |
| Lebensmittel und Haushalt | 250 € |
| Kranken- und Pflegeversicherung | 145 € |
| Mobilität | 55 € |
| Telefon und Internet | 35 € |
| Lernmaterialien und Semesterkosten, monatlich umgelegt | 65 € |
| Persönliche Ausgaben und Rücklagen | 100 € |
| Monatlicher Gesamtbedarf | 1.200 € |
In diesem Beispiel werden monatlich 1.200 Euro benötigt. Entscheidend ist nun, welche Einnahmen zuverlässig zur Verfügung stehen und ob zusätzliche Förderungen genutzt werden können.
BAföG: Staatliche Unterstützung für Studium und schulische Ausbildung
Das Bundesausbildungsförderungsgesetz, kurz BAföG, ist eine zentrale staatliche Förderung für Studierende und bestimmte Schülerinnen und Schüler.
Die Förderung soll dazu beitragen, dass eine geeignete Ausbildung nicht allein an fehlenden finanziellen Möglichkeiten scheitert.
Ob und in welcher Höhe BAföG gezahlt wird, hängt unter anderem von der Ausbildungsart, der persönlichen Lebenssituation, dem eigenen Einkommen und Vermögen sowie gegebenenfalls dem Einkommen der Eltern oder des Ehe- beziehungsweise Lebenspartners ab.
Wie hoch ist das BAföG 2026?
Die Bedarfssätze unterscheiden sich danach, ob Studierende bei den Eltern oder auswärts wohnen und welche Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge berücksichtigt werden.
Für Studierende gelten 2026 beispielsweise folgende monatliche Bedarfssätze:
| Situation | Monatlicher Bedarfssatz |
|---|---|
| Bis 24 Jahre, familienversichert, eigene Wohnung | 855 € |
| Bis 24 Jahre, familienversichert, bei den Eltern wohnend | 534 € |
| 25 bis 29 Jahre, studentische Kranken- und Pflegeversicherung, eigene Wohnung | 992 € |
| 25 bis 29 Jahre, studentische Kranken- und Pflegeversicherung, bei den Eltern wohnend | 671 € |
| Ab 30 Jahre, eigene Wohnung, mit entsprechend erhöhten Versicherungszuschlägen | Bis zu 1.088 € |
Die Angaben stellen gesetzliche Bedarfssätze dar. Die tatsächlich ausgezahlte Förderung kann durch Einkommens- und Vermögensanrechnung niedriger ausfallen.
Für Schülerinnen und Schüler gelten andere Bedarfssätze. Auch ein Kinderbetreuungszuschlag kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen hinzukommen.
Muss das BAföG zurückgezahlt werden?
Hier ist zwischen schulischer Ausbildungsförderung und Studienförderung zu unterscheiden.
Schüler-BAföG wird bei den üblichen förderfähigen schulischen Ausbildungen grundsätzlich als Zuschuss gewährt.
Bei einem regulären Hochschulstudium wird das BAföG grundsätzlich zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als zinsloses Staatsdarlehen gezahlt.
Für dieses Staatsdarlehen gelten besondere Rückzahlungsregeln, einschließlich einer gesetzlichen Begrenzung der Rückzahlungssumme für entsprechende neuere Förderfälle.
BAföG ist somit nicht mit einem gewöhnlichen Bankkredit gleichzusetzen.
Spielt das Einkommen der Eltern eine Rolle?
Bei vielen BAföG-Anträgen wird das Einkommen der Eltern berücksichtigt.
Das bedeutet jedoch nicht, dass bereits ein durchschnittliches oder höheres Einkommen der Eltern automatisch jede Förderung ausschließt.
Es gelten gesetzliche Freibeträge. Außerdem können beispielsweise die familiäre Situation, Geschwister in Ausbildung und weitere Umstände relevant sein.
Eine allgemeine Einkommensgrenze, bis zu der sämtliche Studierende denselben BAföG-Betrag erhalten, gibt es nicht.
Wann gibt es elternunabhängiges BAföG?
Unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen wird das Einkommen der Eltern nicht berücksichtigt.
Das kann beispielsweise bei einem entsprechenden beruflichen Werdegang nach einer abgeschlossenen Ausbildung oder nach mehreren Jahren eigenständiger Erwerbstätigkeit der Fall sein.
Auch das Alter zu Beginn eines Ausbildungsabschnitts kann eine Rolle spielen.
Ob die Voraussetzungen erfüllt sind, prüft das zuständige BAföG-Amt anhand der gesetzlichen Regelungen.
Was tun, wenn die Eltern keinen Unterhalt zahlen?
Wenn im BAföG-Bescheid ein Unterhaltsbeitrag der Eltern berücksichtigt wird, dieser aber tatsächlich nicht geleistet wird, kann unter den Voraussetzungen von § 36 BAföG ein Antrag auf Vorausleistung infrage kommen.
Das Amt prüft dann die Voraussetzungen und gegebenenfalls bestehende Unterhaltsansprüche.
Betroffene sollten sich frühzeitig beraten lassen, statt wegen ausbleibender Unterstützung auf ein Studium zu verzichten.
Informationen und Antrag: BAföG Digital.
Studienstarthilfe: Unterstützung beim Studienbeginn
Für bestimmte junge Menschen aus einkommensschwachen Haushalten gibt es zusätzlich die Studienstarthilfe.
Sie beträgt einmalig 1.000 Euro und soll besondere Ausgaben zum Beginn eines ersten Studiums abfedern.
Dazu gehören beispielsweise die Anschaffung eines Computers, Lernmaterialien oder Kosten im Zusammenhang mit einem Umzug.
Zu den gesetzlichen Voraussetzungen zählen insbesondere ein Studienbeginn vor Vollendung des 25. Lebensjahres sowie der Bezug bestimmter Sozialleistungen im Monat vor dem Studienbeginn.
Die Studienstarthilfe ist nicht mit der laufenden BAföG-Förderung gleichzusetzen.
Sie muss gesondert und innerhalb der geltenden Fristen beantragt werden.
Berufsausbildungsbeihilfe: Finanzierung einer dualen Ausbildung
Wer eine betriebliche oder außerbetriebliche Berufsausbildung absolviert, kann unter bestimmten Voraussetzungen Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.
Diese Leistung wird als BAB bezeichnet und von der Bundesagentur für Arbeit gezahlt.
Sie ist insbesondere für Auszubildende interessant, die nicht mehr bei ihren Eltern wohnen können oder bei denen andere persönliche Voraussetzungen erfüllt sind.
Wer kann BAB erhalten?
Eine Förderung kommt beispielsweise infrage, wenn:
- eine anerkannte betriebliche oder außerbetriebliche Berufsausbildung absolviert wird,
- der Ausbildungsbetrieb vom Elternhaus aus nicht angemessen erreichbar ist,
- bestimmte persönliche Voraussetzungen hinsichtlich Alter oder familiärer Situation vorliegen,
- die weiteren gesetzlichen Förderbedingungen erfüllt sind.
Bei der Berechnung können insbesondere die Ausbildungsvergütung, das Einkommen der Eltern und die individuellen Bedarfe berücksichtigt werden.
Ist BAB ein Kredit?
Nein. Die Berufsausbildungsbeihilfe wird bei ordnungsgemäßer Bewilligung als Zuschuss gewährt und muss grundsätzlich nicht zurückgezahlt werden.
Für rein schulische Ausbildungen kommt BAB normalerweise nicht infrage. Dort sollte gegebenenfalls ein Anspruch auf Schüler-BAföG geprüft werden.
Weitere Informationen: Bundesagentur für Arbeit – Berufsausbildungsbeihilfe.
Kindergeld und finanzielle Unterstützung durch die Eltern
Eine weitere wichtige Finanzierungskomponente kann das Kindergeld sein.
Seit dem 1. Januar 2026 beträgt das Kindergeld 259 Euro monatlich je Kind.
Bei volljährigen Kindern kann der Anspruch unter anderem bestehen, solange sie sich in einer berücksichtigungsfähigen Berufsausbildung oder einem Studium befinden.
Grundsätzlich ist die Berücksichtigung während einer Ausbildung oder eines Studiums bis zum 25. Geburtstag möglich. Für bestimmte Situationen gelten besondere Regeln.
Wird das Kindergeld automatisch an Studierende ausgezahlt?
Nein. Kindergeld wird grundsätzlich an die kindergeldberechtigte Person, häufig einen Elternteil, ausgezahlt.
Bei der finanziellen Planung sollte deshalb geklärt werden, in welchem Umfang diese Leistung für den Unterhalt des studierenden oder auszubildenden Kindes zur Verfügung steht.
Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch eine direkte Auszahlung an das volljährige Kind beantragt werden.
Wie lange müssen Eltern ihre Kinder unterstützen?
Die zivilrechtliche Unterhaltspflicht hängt von verschiedenen Umständen ab.
Eltern müssen ihre Kinder unter den gesetzlichen Voraussetzungen grundsätzlich während einer angemessenen ersten Berufsausbildung unterstützen, soweit sie leistungsfähig sind.
Allerdings lässt sich daraus nicht für jede Ausbildungssituation ein identischer monatlicher Unterhaltsbetrag ableiten.
Eine bereits abgeschlossene Ausbildung, anschließende Berufstätigkeit oder ein späterer Studienwechsel können die rechtliche Beurteilung beeinflussen.
Für die Finanzierung sollte deshalb zwischen gesetzlichem Unterhaltsanspruch und tatsächlich freiwillig geleisteter Unterstützung unterschieden werden.
Nebenjob während des Studiums: Wie viel darf man verdienen?
Viele Studierende finanzieren einen Teil ihres Lebensunterhalts durch einen Nebenjob.
Die Aussage, dass dies aufgrund moderner Studienstrukturen grundsätzlich kaum noch möglich sei, wäre allerdings zu pauschal.
Ob und in welchem Umfang ein Nebenjob sinnvoll ist, hängt unter anderem vom Studiengang, dem Stundenplan, dem individuellen Lernaufwand und der finanziellen Situation ab.
Minijob und BAföG 2026
Im Jahr 2026 liegt die monatliche Minijob-Grenze bei 603 Euro.
Bei der üblichen BAföG-Berechnung bleibt ein entsprechendes geringfügiges Arbeitseinkommen innerhalb der geltenden Grenzen grundsätzlich anrechnungsfrei.
Bei höheren Einkünften kann sich die BAföG-Förderung reduzieren.
Die genaue Berechnung hängt von den maßgeblichen Einkommens- und Freibetragsregelungen ab.
Werkstudentenjob
Ein Werkstudentenjob kann besonders interessant sein, wenn die ausgeübte Tätigkeit einen fachlichen Bezug zum Studium hat.
Dadurch lassen sich Einkommen und berufliche Praxiserfahrung miteinander verbinden.
Bei der Sozialversicherung gelten besondere Regeln für ordentlich Studierende, insbesondere hinsichtlich des Umfangs der Beschäftigung während des Semesters.
Eine pauschale Aussage, dass Werkstudierende keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen müssten, wäre falsch.
Welche Rolle spielen Nebenjobs bei der Studienfinanzierung?
Ein Nebenjob kann helfen, eine monatliche Finanzierungslücke zu schließen.
Er sollte jedoch so geplant werden, dass genügend Zeit für Lehrveranstaltungen, Prüfungsvorbereitung und notwendige Erholungsphasen bleibt.
Außerdem ist zu berücksichtigen, dass sich eine Veränderung des Einkommens auf Förderleistungen oder den Krankenversicherungsschutz auswirken kann.
Stipendien: Studium finanzieren ohne klassische Kreditaufnahme
Stipendien gehören zu den interessantesten Finanzierungsmöglichkeiten, weil sie häufig nicht zurückgezahlt werden müssen.
Viele Menschen verbinden Stipendien ausschließlich mit außergewöhnlichen Schulnoten. Tatsächlich berücksichtigen verschiedene Förderprogramme auch gesellschaftliches Engagement, berufliche Leistungen und persönliche Lebensumstände.
Begabtenförderungswerke
In Deutschland gibt es 13 staatlich unterstützte Begabtenförderungswerke.
Sie fördern geeignete Studierende und teilweise Promovierende nach ihren jeweiligen Auswahlkriterien.
Die Förderung umfasst häufig finanzielle Leistungen und eine zusätzliche ideelle Unterstützung, beispielsweise durch Seminare, Beratung oder Bildungsangebote.
Zu den bekannten Einrichtungen gehört die Studienstiftung des deutschen Volkes.
Die einzelnen Förderwerke haben unterschiedliche Schwerpunkte. Interessierte sollten deshalb die jeweiligen Bewerbungsbedingungen vergleichen.
Deutschlandstipendium
Das Deutschlandstipendium unterstützt leistungsstarke und engagierte Studierende an teilnehmenden Hochschulen.
Im Jahr 2026 beträgt die Förderung 300 Euro monatlich.
Die Finanzierung erfolgt je zur Hälfte aus öffentlichen Mitteln und privaten Förderbeiträgen.
Die Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten übernehmen die jeweiligen Hochschulen.
Die Förderung ist grundsätzlich unabhängig vom BAföG möglich und wird nicht als Einkommen auf das BAföG angerechnet.
Offizielle Informationen: Deutschlandstipendium.
Aufstiegsstipendium für Berufserfahrene
Das Aufstiegsstipendium richtet sich an besonders leistungsstarke berufserfahrene Fachkräfte, die ein erstes akademisches Hochschulstudium aufnehmen möchten.
Es wird von der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) betreut.
Zu den wesentlichen Voraussetzungen gehören eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung, mindestens zwei Jahre anschließende Berufspraxis, besondere berufliche Leistungen und die erfolgreiche Teilnahme am Auswahlverfahren.
Eine formale Altersgrenze besteht nicht.
Die Förderhöhe hängt davon ab, ob das Studium in Vollzeit oder berufsbegleitend durchgeführt wird.
Weitere Informationen: SBB – Aufstiegsstipendium.
Hochschulstipendien und private Stiftungen
Neben den großen Begabtenförderungswerken gibt es weitere Stiftungen, Hochschulprogramme und private Stipendiengeber.
Manche Programme richten sich an bestimmte Studienfächer, Zielgruppen oder persönliche Lebenssituationen.
Eine systematische Suche kann sich daher auch dann lohnen, wenn kein Anspruch auf eines der bekannteren Förderprogramme besteht.
Wichtig ist, auf seriöse Anbieter, nachvollziehbare Vergabekriterien und gegebenenfalls bestehende Bewerbungsfristen zu achten.
KfW-Studienkredit: Studium durch ein Darlehen finanzieren
Wenn Zuschüsse, eigene Einnahmen und familiäre Unterstützung nicht ausreichen, kann ein Studienkredit eine ergänzende Finanzierungsmöglichkeit sein.
Zu den bekannten Angeboten gehört der KfW-Studienkredit (Programm 174).
Er unterstützt förderberechtigte Studierende an staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland.
Wie hoch ist der KfW-Studienkredit?
Die KfW bietet unter den geltenden Bedingungen monatliche Auszahlungen zwischen 100 und 650 Euro.
Die mögliche Auszahlungsdauer hängt unter anderem von der Studienart und dem Alter bei Finanzierungsbeginn ab.
Bei einem Erst- oder Zweitstudium kann die Förderung unter den regulären Voraussetzungen bis zu 14 Semester umfassen.
Der maximal mögliche Darlehensbetrag kann damit erheblich höher sein als beim staatlichen Bildungskredit.
Wie hoch sind die Zinsen 2026?
Der KfW-Studienkredit wird variabel verzinst.
Die Konditionen können jeweils zum 1. April und 1. Oktober angepasst werden.
Deshalb ist ein bei Vertragsabschluss angegebener Zinssatz keine Garantie für die gesamte Kreditlaufzeit.
Während der Auszahlungsphase werden die laufenden Zinsen grundsätzlich bereits von der monatlichen Auszahlung abgezogen. Dadurch kann sich der tatsächlich auf dem Konto eingehende Betrag im Laufe der Zeit verringern.
Ein vereinbarter Auszahlungsbetrag von beispielsweise 400 Euro bedeutet deshalb nicht zwangsläufig, dass dauerhaft 400 Euro monatlich ausgezahlt werden.
Die aktuellen Konditionen sollten unmittelbar vor Antragstellung geprüft werden.
Offizielle Informationen: KfW – Studienkredit (174).
Welche Risiken hat ein Studienkredit?
Ein Studienkredit kann die laufenden Finanzen entlasten, führt allerdings zu einer späteren Rückzahlungsverpflichtung.
Zu den wichtigsten Risiken gehören:
- variable Zinsen und damit veränderliche Gesamtkosten,
- eine steigende Darlehensschuld bei längerer Inanspruchnahme,
- eine mögliche finanzielle Belastung während des Berufseinstiegs,
- unvorhergesehene Entwicklungen wie Studienabbruch oder geringeres Einkommen nach Studienabschluss.
Deshalb sollte möglichst nur der Betrag aufgenommen werden, der nach Berücksichtigung anderer Finanzierungsquellen tatsächlich fehlt.
Beispiel: 300 Euro monatlicher Studienkredit
Wer über drei Jahre monatlich 300 Euro als Darlehen aufnimmt, erhält rechnerisch:
| Position | Betrag |
|---|---|
| Monatlicher Darlehensbetrag | 300 € |
| Auszahlungsdauer | 36 Monate |
| Rechnerischer Gesamtdarlehensbetrag | 10.800 € |
Die 10.800 Euro stellen die Summe der vereinbarten Darlehensbeträge ohne eine individuelle Zinsberechnung dar.
Die tatsächlichen Kontoeingänge, die verbleibende Schuld und die gesamten Finanzierungskosten hängen von den Vertragsbedingungen und der Zinsentwicklung ab.
Die spätere Rückzahlung kann deshalb deutlich höher ausfallen als die ursprünglich für den Lebensunterhalt genutzten Beträge.
Staatlicher Bildungskredit: Bis zu 7.200 Euro
Neben dem KfW-Studienkredit gibt es den staatlichen Bildungskredit des Bundes.
Dieser wird über das Bundesverwaltungsamt beantragt und von der KfW als Programm 173 ausgezahlt.
Der Bildungskredit ist insbesondere für bestimmte fortgeschrittene Ausbildungs- und Studienabschnitte gedacht.
Welche Förderhöhe gilt?
Der Kredit kann über maximal 24 Monate in monatlichen Beträgen von 100, 200 oder 300 Euro ausgezahlt werden.
Dadurch ergibt sich ein maximaler Kreditbetrag von 7.200 Euro.
Unter den Voraussetzungen des Programms kann ein Teilbetrag von bis zu 3.600 Euro als Einmalzahlung genutzt werden. Dieser wird auf den Gesamtkreditrahmen angerechnet.
Wann beginnt die Rückzahlung?
Die Rückzahlung beginnt grundsätzlich vier Jahre nach der ersten Auszahlung.
Die monatliche Rate beträgt regelmäßig 120 Euro einschließlich Zins und Tilgung.
Anders als ein Zuschuss muss der Bildungskredit einschließlich Zinsen zurückgezahlt werden.
Was ist der Unterschied zum Studienkredit?
Der staatliche Bildungskredit richtet sich an eine enger abgegrenzte Zielgruppe und bestimmte fortgeschrittene Ausbildungsabschnitte.
Der KfW-Studienkredit dagegen kann bei erfüllten Voraussetzungen über einen längeren Zeitraum zur Finanzierung der Lebenshaltungskosten während eines Studiums genutzt werden.
Beide Produkte besitzen unterschiedliche Voraussetzungen, Zinsregelungen und Rückzahlungsbedingungen.
Offizielle Informationen: KfW – Bildungskredit (173).
Bildungsfonds und private Studienfinanzierung
Neben staatlichen Förderprogrammen gibt es private Finanzierungsmodelle, die sich teilweise deutlich von einem klassischen Bankkredit unterscheiden.
Dazu gehören insbesondere Studien- oder Bildungsfonds.
Wie funktioniert ein Bildungsfonds?
Bei bestimmten Bildungsfonds erhalten Studierende während des Studiums finanzielle Mittel.
Im Gegenzug verpflichten sie sich, nach dem Abschluss über einen festgelegten Zeitraum einen vertraglich vereinbarten Anteil ihres späteren Einkommens zurückzuzahlen.
Je nach Modell gelten Einkommensschwellen, Rückzahlungshöchstbeträge und weitere vertragliche Regelungen.
Solche Modelle sind nicht automatisch günstiger als klassische Kredite.
Welche Punkte sollten verglichen werden?
- Wie hoch ist die maximale Förderung?
- Welcher Anteil des späteren Einkommens muss zurückgezahlt werden?
- Wie lange läuft die Rückzahlungsverpflichtung?
- Gibt es einen Höchstbetrag für die gesamte Rückzahlung?
- Was passiert bei Arbeitslosigkeit, Elternzeit oder längerer Krankheit?
- Welche Folgen hat ein Studienabbruch?
- Welche zusätzlichen Gebühren oder Verpflichtungen bestehen?
Wer ein solches Angebot nutzt, sollte die möglichen Rückzahlungen bei verschiedenen späteren Einkommen durchrechnen.
Auch private Studienkredite von Banken sollten anhand des effektiven Jahreszinses, der Auszahlung, der Karenzzeit, der Sicherheiten und der Rückzahlungsregeln verglichen werden.
Eine Immatrikulationsbescheinigung allein reicht nicht bei jedem Kreditgeber für eine Bewilligung aus.
Berufsbegleitendes Studium finanzieren
Wer neben dem Beruf studiert, verfügt häufig weiterhin über ein Arbeitseinkommen.
Gleichzeitig können zusätzliche Studiengebühren, Lernmaterialien, Fahrtkosten und ein erhöhter Zeitaufwand entstehen.
Die Finanzierung unterscheidet sich daher von einem klassischen Vollzeitstudium.
Welche Möglichkeiten gibt es?
Je nach persönlicher Situation kommen beispielsweise infrage:
- Finanzierung aus dem laufenden Arbeitseinkommen,
- Unterstützung durch den Arbeitgeber,
- ein geeignetes Aufstiegsstipendium,
- einzelne regionale Weiterbildungsförderungen,
- steuerliche Berücksichtigung beruflich veranlasster Studienkosten.
Nicht jedes berufsbegleitende Studium ist automatisch BAföG-förderfähig.
Für die Förderung nach dem BAföG gelten insbesondere Anforderungen an die Ausbildungsart und den zeitlichen Umfang.
Weitere Informationen zu flexiblen Studien- und Weiterbildungsangeboten finden Interessierte in unserem Fernstudium-Ratgeber.
Fachwirt oder Meister finanzieren: Welche Förderung passt?
Die Finanzierung eines beruflichen Fortbildungsabschlusses unterscheidet sich von der Finanzierung eines Hochschulstudiums.
Ein Fachwirt- oder Meisterabschluss gehört grundsätzlich zur beruflichen Fortbildung und ist nicht automatisch einem akademischen Studiengang gleichzusetzen.
Für viele anerkannte Aufstiegsfortbildungen ist deshalb das Aufstiegs-BAföG besonders relevant.
Aufstiegs-BAföG statt Studienkredit
Das Aufstiegs-BAföG unterstützt geeignete Lehrgangs- und Prüfungsgebühren bis zu einem gesetzlich vorgesehenen Höchstbetrag von 15.000 Euro.
50 Prozent der förderfähigen Gebühren werden als Zuschuss gewährt.
Für den verbleibenden Betrag kann ein zinsgünstiges KfW-Darlehen genutzt werden. Bei erfolgreichem Prüfungsabschluss ist unter den gesetzlichen Voraussetzungen ein teilweiser Darlehenserlass möglich.
Auch berufsbegleitende Fachwirt-Lehrgänge können gefördert werden, wenn sie die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen.
Weiterbildungsstipendium für besonders leistungsstarke Fachkräfte
Junge Fachkräfte mit besonders guten Ausbildungsleistungen können unter bestimmten Voraussetzungen zusätzlich das Weiterbildungsstipendium prüfen.
Im Jahr 2026 stehen dafür bis zu 9.135 Euro im persönlichen Förderzeitraum zur Verfügung.
Auch geeignete Weiterbildungen zum Fachwirt, Meister oder Techniker kommen dafür infrage.
Das Programm besitzt unter anderem besondere Anforderungen an Alter und berufliche Leistungen.
Weitere berufliche Förderwege
Je nach persönlicher Situation können weitere Möglichkeiten relevant sein:
- Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit,
- regionale Weiterbildungszuschüsse der Bundesländer,
- berufliche Rehabilitation,
- Unterstützung durch den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr,
- Finanzierung durch den Arbeitgeber.
Welche Förderung tatsächlich infrage kommt, hängt vom angestrebten Abschluss und den jeweiligen gesetzlichen Voraussetzungen ab.
Eine Übersicht der möglichen Fachwirt-Abschlüsse bietet unser Fachwirt-Ratgeber.
Welche Finanzierungsmöglichkeiten lassen sich kombinieren?
Eine Finanzierung muss nicht zwangsläufig aus einer einzigen Geldquelle bestehen.
Häufig setzt sich das verfügbare Budget aus mehreren Einnahmen zusammen.
Ob Leistungen miteinander kombiniert werden können, hängt allerdings von den gesetzlichen beziehungsweise vertraglichen Regeln ab.
| Finanzierungsart | Rückzahlung? | Besonderheit |
|---|---|---|
| BAföG im Studium | Regelmäßig zur Hälfte, mit besonderen Rückzahlungsregeln | Einkommens- und Vermögensprüfung |
| Schüler-BAföG | Grundsätzlich nein | Förderfähigkeit der schulischen Ausbildung entscheidend |
| Berufsausbildungsbeihilfe | Grundsätzlich nein | Für bestimmte betriebliche Ausbildungen |
| Kindergeld | Nein, bei rechtmäßigem Bezug | Anspruch hängt von Alter und weiteren Voraussetzungen ab |
| Deutschlandstipendium | Nein | 300 Euro monatlich |
| Nebenjob | Nein | Eigeneinkommen kann Förderleistungen beeinflussen |
| KfW-Studienkredit | Ja, einschließlich Zinsen | Variabler Zinssatz |
| Bildungskredit | Ja, einschließlich Zinsen | Maximal 7.200 Euro |
| Aufstiegs-BAföG | Zuschuss nein, aufgenommenes Darlehen grundsätzlich ja | Für geeignete berufliche Fortbildungen |
Vor allem bei der gleichzeitigen Nutzung mehrerer Zuschussprogramme sollte die Anrechnung anderer Leistungen geprüft werden.
Eine Kombination von staatlichen Förderungen und Krediten ist nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Sie kann jedoch zusätzliche Verpflichtungen und eine höhere spätere Rückzahlung mit sich bringen.
Praxisbeispiel: Ein Studium ohne große Kreditaufnahme finanzieren
Wie könnte eine monatliche Finanzierung aussehen, wenn verschiedene Einnahmen miteinander kombiniert werden?
Wir greifen das zuvor dargestellte Beispiel mit monatlichen Ausgaben von 1.200 Euro auf.
Beispielhafte monatliche Einnahmen
| Einnahme | Monatlicher Betrag |
|---|---|
| BAföG, angenommener individueller Bewilligungsbetrag | 450 € |
| Unterstützung aus Kindergeld | 259 € |
| Nettoeinnahmen aus Nebenjob | 400 € |
| Gesamteinnahmen | 1.109 € |
| Monatliche Ausgaben | 1.200 € |
| Verbleibende Finanzierungslücke | 91 € |
Die Beträge sind bewusst als Rechenbeispiel gewählt und stellen keinen individuellen Förderanspruch dar.
Insbesondere wird der BAföG-Betrag in der Praxis nach den jeweiligen persönlichen Verhältnissen ermittelt. Die Bereitstellung des Kindergeldes durch die Eltern muss ebenfalls geklärt sein.
In diesem Beispiel beträgt die monatliche Finanzierungslücke nur 91 Euro.
Bevor dafür ein Studienkredit abgeschlossen wird, könnten beispielsweise noch günstigere Wohnmöglichkeiten, weitere Zuschüsse oder ein geeignetes Stipendium geprüft werden.
Warum sich kleine Finanzierungslücken langfristig summieren
Eine monatliche Finanzierungslücke von 200 Euro ergibt über drei Jahre bereits 7.200 Euro.
Wird dieser Betrag vollständig über einen Kredit finanziert, kommen je nach Vertragsbedingungen zusätzlich Zinsen hinzu.
Deshalb lohnt sich eine sorgfältige Budgetplanung bereits vor Studien- oder Ausbildungsbeginn.
Studium oder Ausbildung finanzieren: In welcher Reihenfolge sollte man vorgehen?
Für eine möglichst tragfähige Finanzierung ist es sinnvoll, zunächst nicht rückzahlungspflichtige Leistungen und eigene Einnahmen zu prüfen.
Schritt 1: Tatsächlichen Finanzbedarf berechnen
Erfassen Sie alle regelmäßigen Ausgaben und berücksichtigen Sie auch einmalige Kosten wie Kaution, Computer oder Semesterbeiträge.
Schritt 2: Staatliche Förderungen prüfen
Je nach Ausbildungsart sollten insbesondere BAföG, BAB und weitere passende Zuschüsse geprüft werden.
Schritt 3: Familienunterstützung und Kindergeld berücksichtigen
Klären Sie, welche Beträge während des Studiums oder der Ausbildung tatsächlich zur Verfügung stehen.
Schritt 4: Stipendien recherchieren
Prüfen Sie das Deutschlandstipendium, Begabtenförderungswerke und passende weitere Förderprogramme.
Schritt 5: Eigene Einnahmen realistisch planen
Ein Nebenjob kann hilfreich sein, sollte aber mit Studium und Prüfungsphasen vereinbar bleiben.
Schritt 6: Kreditbedarf möglichst gering halten
Wenn weiterhin eine Finanzierungslücke besteht, können Kredite oder andere Finanzierungsmodelle verglichen werden.
Entscheidend sind die Gesamtkosten und die spätere finanzielle Belastung – nicht nur die Höhe der monatlichen Auszahlung.
Häufige Fragen zur Finanzierung von Studium und Ausbildung
Wie kann ich mein Studium ohne BAföG finanzieren?
Je nach Situation kommen Kindergeld, familiäre Unterstützung, Nebenjobs, Stipendien, Bildungsfonds und Studienkredite infrage. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt vom individuellen Finanzbedarf und den persönlichen Voraussetzungen ab.
Wie hoch ist das BAföG 2026?
Bei Studierenden mit eigener Wohnung und studentischer Kranken- und Pflegeversicherung sind unter den Voraussetzungen des Jahres 2026 grundsätzlich bis zu 992 Euro monatlich möglich. Je nach Alter und Versicherungsstatus gelten andere Bedarfssätze.
Wie viel Kindergeld gibt es 2026?
Seit Januar 2026 beträgt das Kindergeld 259 Euro monatlich je Kind. Bei volljährigen Kindern gelten zusätzliche Anspruchsvoraussetzungen.
Kann man BAföG und einen Nebenjob kombinieren?
Ja. Eigenes Einkommen ist grundsätzlich möglich. Innerhalb der geltenden Freibeträge bleibt es bei der BAföG-Berechnung unberücksichtigt. Bei höherem Einkommen kann sich die Förderung reduzieren.
Ist ein Studienkredit günstiger als BAföG?
BAföG und Studienkredit sind nicht gleichzusetzen. BAföG enthält bei regulären Studiengängen grundsätzlich einen Zuschussanteil und ein zinsloses Staatsdarlehen. Ein Studienkredit ist dagegen ein verzinsliches Bankdarlehen. Deshalb sollten beide Angebote nicht allein anhand der monatlichen Auszahlung verglichen werden.
Kann ich ein Studium vollständig mit dem KfW-Studienkredit finanzieren?
Der KfW-Studienkredit ermöglicht unter den gesetzlichen und vertraglichen Voraussetzungen monatliche Auszahlungen bis 650 Euro. Ob dieser Betrag sämtliche Studien- und Lebenshaltungskosten deckt, hängt vom tatsächlichen Bedarf ab.
Ist der staatliche Bildungskredit für jedes Studium geeignet?
Nein. Er richtet sich insbesondere an bestimmte fortgeschrittene Ausbildungs- und Studienabschnitte. Die Förderbedingungen müssen im Einzelfall erfüllt sein.
Kann ich als berufserfahrener Arbeitnehmer ein Studium gefördert bekommen?
Unter bestimmten Voraussetzungen kommen beispielsweise das Aufstiegsstipendium oder andere Förderangebote infrage. Bei einem berufsbegleitenden Studium kann außerdem eine Unterstützung durch den Arbeitgeber möglich sein.
Welche Förderung gibt es für eine duale Berufsausbildung?
Neben der Ausbildungsvergütung können je nach persönlicher Situation die Berufsausbildungsbeihilfe und Kindergeld relevant sein.
Gibt es Stipendien ohne Einser-Abitur?
Ja. Einige Förderprogramme berücksichtigen neben schulischen Leistungen auch gesellschaftliches Engagement, berufliche Qualifikationen und persönliche Lebensumstände. Die Auswahlkriterien unterscheiden sich je nach Stipendiengeber.
Was eignet sich für die Finanzierung einer Fachwirt-Weiterbildung?
Für viele anerkannte Fachwirt-Fortbildungen ist das Aufstiegs-BAföG die wichtigste staatliche Fördermöglichkeit. Je nach Situation kommen außerdem Weiterbildungsstipendien, Bildungsgutscheine oder andere berufliche Förderprogramme infrage.
Fazit: Erst Zuschüsse prüfen, dann Kredite vergleichen
Für die Finanzierung eines Studiums oder einer Berufsausbildung gibt es unterschiedliche Wege. Besonders wichtig ist, die jeweils passenden staatlichen Leistungen frühzeitig zu prüfen.
BAföG, Berufsausbildungsbeihilfe, Kindergeld und Stipendien können dazu beitragen, den notwendigen eigenen Finanzierungsanteil zu reduzieren.
Ein Studienkredit oder Bildungskredit kann eine verbleibende Lücke schließen. Allerdings entstehen dadurch Schulden und gegebenenfalls erhebliche Zinskosten.
Eine sinnvolle Finanzierungsplanung beginnt deshalb mit einer realistischen Übersicht der monatlichen Ausgaben und Einnahmen. Erst danach sollte entschieden werden, ob zusätzliche Kredite erforderlich sind.
Wer statt eines akademischen Studiums eine berufliche Aufstiegsfortbildung plant, sollte die dafür vorgesehenen Förderprogramme berücksichtigen. Gerade für Fachwirte und Meister können andere Finanzierungswege deutlich geeigneter sein.
Weitere Orientierung bei der Wahl des passenden Bildungswegs bietet unser Ratgeber Weiterbildung finden.
Offizielle Quellen und weiterführende Informationen
- BAföG Digital – Informationen und Antragstellung
- Deutsches Studierendenwerk – BAföG und Studienfinanzierung
- Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG)
- Bundesagentur für Arbeit – Berufsausbildungsbeihilfe
- Bundesagentur für Arbeit – BAB-Rechner
- Familienkasse – Kindergeld und Voraussetzungen
- Deutschlandstipendium – Offizielle Informationen
- SBB – Aufstiegsstipendium
- KfW – Studienkredit (174)
- KfW – Bildungskredit (173)
- Aufstiegs-BAföG – Berufliche Fortbildung finanzieren
Redaktioneller Stand: 12. Oktober 2026. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information. Verbindliche Entscheidungen über Förderansprüche treffen die zuständigen Stellen. Die Konditionen von Krediten ergeben sich aus dem jeweiligen Kreditangebot und Vertrag.
