Energiemanager werden: Fernstudium, Aufgaben & Kosten

Energiekosten senken, den Energieverbrauch analysieren und den Einsatz von Strom, Wärme und anderen Energieträgern wirtschaftlich optimieren: Mit diesen Aufgaben beschäftigen sich Energiemanager in Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und Organisationen. Die Weiterbildung zum Geprüften Energiemanager vermittelt das technische und betriebswirtschaftliche Fachwissen, um solche Aufgaben systematisch anzugehen.

Ein professionelles Energiemanagement wird für viele Unternehmen zunehmend wichtig. Neben den Energiekosten spielen gesetzliche Anforderungen, Klimaschutzziele und die wirtschaftliche Nutzung vorhandener Ressourcen eine Rolle. Energiemanager identifizieren Einsparmöglichkeiten, bewerten Investitionen und unterstützen die Einführung von Energiemanagementsystemen nach DIN EN ISO 50001.

Die Fernschulen ILS, SGD und Fernakademie bieten berufsbegleitende Weiterbildungen mit einer Regelstudiendauer von jeweils 15 Monaten an. Die Lehrgänge verbinden Energietechnik, Energiewirtschaft und Betriebswirtschaft. Im Rahmen einer abschließenden Projektarbeit können Teilnehmer ein institutseigenes Zertifikat als „Geprüfte/r Energiemanager/in“ erwerben.

Doch welche Voraussetzungen gelten? Was lernen die Teilnehmer über Energieaudits, Energieeffizienz und ISO 50001? Welche Karrierechancen gibt es und wie unterscheiden sich die drei Anbieter?

Dieser Ratgeber erklärt Aufgaben, Voraussetzungen, Lerninhalte, Studiendauer, Kosten, Abschluss und berufliche Perspektiven und vergleicht die Fernlehrgänge von ILS, SGD und Fernakademie.

Was ist ein Energiemanager?

Ein Energiemanager beschäftigt sich mit der systematischen Erfassung, Bewertung und Verbesserung des Energieeinsatzes innerhalb eines Unternehmens oder einer Organisation.

Ziel ist es, Energie möglichst effizient zu nutzen, unnötige Verbräuche zu vermeiden und wirtschaftlich sinnvolle Verbesserungen umzusetzen.

Dazu müssen sowohl technische als auch kaufmännische Aspekte berücksichtigt werden. Eine Anlage kann beispielsweise besonders effizient sein, aber aufgrund hoher Anschaffungskosten oder geringer Nutzungsdauer dennoch unwirtschaftlich sein.

Energiemanager helfen dabei, solche Zusammenhänge zu beurteilen.

Welche Aufgaben hat ein Energiemanager?

Die Aufgaben unterscheiden sich je nach Unternehmen, Branche und Verantwortungsbereich.

  • Energieverbräuche erfassen und auswerten
  • Strom-, Wärme- und Brennstoffkosten analysieren
  • Energiedaten und Kennzahlen aufbereiten
  • Einsparpotenziale identifizieren
  • Maßnahmen zur Energieeffizienz entwickeln
  • Investitionen wirtschaftlich bewerten
  • Den Energieeinkauf unterstützen
  • Lastspitzen und Lastprofile analysieren
  • Energiemanagementsysteme nach DIN EN ISO 50001 unterstützen
  • Interne Energieaudits vorbereiten und begleiten
  • Abwärmenutzung prüfen
  • Projekte zur Senkung des Energieverbrauchs koordinieren
  • Ergebnisse der Unternehmensleitung präsentieren
  • Wirksamkeit umgesetzter Maßnahmen kontrollieren

Ein Energiemanager muss dabei nicht alle technischen Maßnahmen selbst planen oder installieren. Häufig arbeitet er eng mit Technikern, Ingenieuren, der Instandhaltung, dem Einkauf und der Geschäftsführung zusammen.

Für wen eignet sich die Weiterbildung zum Energiemanager?

Technische Fachkräfte

Elektrotechniker, Versorgungstechniker und Beschäftigte aus der Gebäudetechnik können ihre praktischen Kenntnisse durch wirtschaftliche und organisatorische Kompetenzen im Energiemanagement erweitern.

Ingenieure und Techniker

Wer bereits technische Anlagen betreut oder Produktionsprozesse optimiert, kann lernen, den Energieeinsatz systematisch zu analysieren und Verbesserungen wirtschaftlich zu beurteilen.

Kaufmännische Fachkräfte

Beschäftigte aus Einkauf, Controlling und Betriebswirtschaft können sich mit den technischen Grundlagen des Energieeinsatzes vertraut machen und beispielsweise den Energieeinkauf oder Energieeffizienzprojekte unterstützen.

Facility Manager und Gebäudeverantwortliche

In größeren Gebäuden entstehen Energieverbräuche vor allem durch Heizung, Lüftung, Klimatisierung, Beleuchtung und technische Anlagen.

Die Weiterbildung kann dabei helfen, Betriebskosten zu analysieren und technische Verbesserungen vorzubereiten.

Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung

Auch Kommunen, Behörden und öffentliche Einrichtungen verfügen über Gebäude und technische Anlagen mit erheblichem Energiebedarf.

Eine systematische Erfassung der Energieverbräuche kann dort Grundlage wirtschaftlicher und klimapolitischer Maßnahmen sein.

Fachwirte und Führungskräfte

Für Fachwirte, Betriebswirte und Führungskräfte mit Aufgaben in Einkauf, Produktion, Technik oder Unternehmenssteuerung kann das Energiemanagement eine interessante Spezialisierung sein.

Welche Voraussetzungen gelten für die Weiterbildung?

Die untersuchten Anbieter richten sich überwiegend an Berufstätige, die bereits kaufmännische oder technische Kenntnisse mitbringen.

ILS und Fernakademie unterscheiden dabei zwei mögliche Zugangsrichtungen.

Bei kaufmännischer Vorbildung

  • Eine kaufmännische Berufsausbildung oder mindestens drei Jahre einschlägige kaufmännische Berufserfahrung
  • Grundlegendes technisch-mathematisches Verständnis
  • Kenntnisse im Umgang mit technischen Normen und Berechnungen

Bei technischer Vorbildung

  • Eine technische Berufsausbildung oder mindestens drei Jahre einschlägige technische Berufserfahrung
  • Grundlegendes kaufmännisch-mathematisches Verständnis
  • Kenntnisse im Umgang mit kaufmännischen Normen und Berechnungen

Die SGD richtet ihren Lehrgang ebenfalls an Personen mit entsprechender beruflicher Erfahrung sowie kaufmännischem und mathematischem Verständnis.

Wer unsicher ist, ob die vorhandenen Voraussetzungen ausreichen, sollte sich vor der Anmeldung direkt vom gewünschten Anbieter beraten lassen.

Technische Voraussetzungen

ILS und Fernakademie ermöglichen die Nutzung eines aktuellen Windows-PCs oder Macs mit Internetverbindung.

Die SGD nennt einen Windows-PC oder ein entsprechendes Laptop und einen aktuellen Browser.

Welche Inhalte vermittelt das Energiemanager-Fernstudium?

Die Weiterbildung verbindet Grundlagen der Energietechnik mit Kenntnissen über Energiemärkte, Managementsysteme und betriebswirtschaftliche Entscheidungen.

1. Grundlagen der Energiewirtschaft

Die Teilnehmer lernen, wie Energieversorgung und Energiemärkte organisiert sind.

  • Strukturen der Energiewirtschaft
  • Wichtige Energieträger
  • Zusammenhang zwischen Erzeugung, Transport und Verbrauch
  • Aufgaben von Netzbetreibern
  • Rahmenbedingungen des Energiemarkts
  • Wirtschaftliche und regulatorische Einflussfaktoren

2. Energiemärkte und Energiehandel

Strom und andere Energieträger werden über unterschiedliche Märkte und Vertragsmodelle gehandelt.

Die Teilnehmer beschäftigen sich unter anderem mit dem Energiehandel und der Energiebörse EEX.

Für Unternehmen kann es wirtschaftlich wichtig sein, Verbrauchsprofile, Preisrisiken und Beschaffungszeitpunkte zu berücksichtigen.

3. Grundlagen des Energiemanagements

Energiemanagement bezeichnet den systematischen Umgang mit Energieverbräuchen und Energiekosten.

Wichtige Aufgaben sind:

  • Den Energieeinsatz erfassen
  • Wesentliche Energieverbraucher identifizieren
  • Energiekennzahlen entwickeln
  • Verbesserungsmaßnahmen planen
  • Energieziele festlegen
  • Ergebnisse überprüfen

4. Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001

Ein wichtiger Bestandteil der Lehrgänge ist die Norm DIN EN ISO 50001.

Sie legt Anforderungen an ein Energiemanagementsystem fest, mit dem Unternehmen ihre energiebezogene Leistung systematisch verbessern können.

Die Norm orientiert sich an einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess.

5. Energieaudits

Ein Energieaudit untersucht den Energieeinsatz und zeigt wirtschaftlich relevante Verbesserungsmöglichkeiten auf.

Dazu gehören die Erfassung und Analyse der Verbrauchsdaten sowie die Bewertung geeigneter Effizienzmaßnahmen.

Ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 ist nicht mit einem vollständig eingerichteten Energiemanagementsystem nach ISO 50001 gleichzusetzen.

6. Physikalische Grundlagen der Energie

Für die technische Bewertung von Energieverbräuchen sind grundlegende physikalische Kenntnisse erforderlich.

  • Leistung und Energie
  • Elektrische Energie
  • Wärme und Wärmeübertragung
  • Wirkungsgrad
  • Technische Energieumwandlung
  • Energieverluste

7. Energieeffizienz in Gebäuden

Gebäude benötigen Energie insbesondere für Heizung, Warmwasser, Lüftung, Kühlung und Beleuchtung.

Die Weiterbildung vermittelt Grundlagen zur energetischen Bewertung solcher Systeme.

Dies umfasst technische Zusammenhänge und Möglichkeiten zur Reduzierung von Energieverlusten.

8. Energieeffiziente Beleuchtung

Bei der Beleuchtung können beispielsweise moderne Leuchtmittel, geeignete Steuerungen und bedarfsgerechte Betriebszeiten zur Reduzierung des Stromverbrauchs beitragen.

Entscheidend ist eine Planung, die Energieeinsparung, Beleuchtungsqualität und Investitionskosten berücksichtigt.

9. Energieeffizienz in der Prozesstechnik

In industriellen Produktionsprozessen entstehen Energieverbräuche unter anderem durch elektrische Antriebe, Druckluft, Prozesswärme und Kälteanlagen.

Ein Energiemanager muss erkennen können, welche technischen Systeme besonders relevante Verbrauchsanteile aufweisen.

10. Nutzung von Abwärme

Bei vielen technischen Prozessen entsteht Wärme, die nicht vollständig für den ursprünglichen Prozess benötigt wird.

Unter geeigneten technischen Bedingungen lässt sich diese Abwärme beispielsweise für Heizung, Warmwasser oder andere Prozesse nutzen.

Ob eine solche Maßnahme sinnvoll ist, hängt unter anderem vom Temperaturniveau, der zeitlichen Verfügbarkeit, den Transportwegen und den Investitionskosten ab.

11. Energieeinkauf und Lastmanagement

Unternehmen können ihre Energiekosten nicht nur durch geringeren Verbrauch, sondern teilweise auch durch eine geeignete Beschaffungs- und Laststrategie beeinflussen.

Zum Lernstoff gehören:

  • Strom- und Gasbeschaffung
  • Energiepreisentwicklung
  • Lastprofile
  • Lastspitzen
  • Lastmanagement
  • Portfoliomanagement im Energieeinkauf

12. Umweltwirkungen und Emissionshandel

Energieeinsatz und Klimaschutz stehen in einem engen Zusammenhang.

Die Teilnehmer beschäftigen sich mit Emissionen, relevanten energiepolitischen Rahmenbedingungen und dem Emissionshandel.

Auch das Erneuerbare-Energien-Gesetz und wirtschaftliche Möglichkeiten eines effizienteren Energieeinsatzes gehören zum Themenfeld.

13. Wirtschaftlichkeitsberechnungen

Eine technisch mögliche Energiesparmaßnahme muss nicht automatisch wirtschaftlich sinnvoll sein.

Deshalb vermittelt der Lehrgang Methoden der Investitions- und Wirtschaftlichkeitsrechnung.

Die Teilnehmer lernen beispielsweise, Einsparpotenziale zu ermitteln und Investitionskosten mit erwarteten Einsparungen zu vergleichen.

14. Projektmanagement

Maßnahmen zur Energieeinsparung werden häufig als betriebliche Projekte umgesetzt.

Dafür sind Kenntnisse in Planung, Organisation und Erfolgskontrolle erforderlich.

Weitere Grundlagen zum Thema vermittelt die Weiterbildung Projektmanagement (IHK).

15. Integrierte Managementsysteme

Unternehmen können unterschiedliche Managementsysteme miteinander verbinden, beispielsweise Qualitäts-, Umwelt- und Energiemanagement.

Die Teilnehmer lernen die grundlegenden Zusammenhänge und organisatorischen Schnittstellen kennen.

16. Projektarbeit zum Energiemanagement

Zum Abschluss setzen die Teilnehmer ihre Kenntnisse anhand einer praktischen Aufgabenstellung ein.

Ein mögliches Thema ist die Analyse von Energieeinsparpotenzialen in einem Unternehmen.

Dabei werden Verbrauchsdaten untersucht, Maßnahmen bewertet und wirtschaftliche Auswirkungen berechnet.

Die erfolgreich abgeschlossene Projektarbeit bildet die Grundlage für das zusätzliche institutseigene Energiemanager-Zertifikat.

Was bedeutet DIN EN ISO 50001?

Die DIN EN ISO 50001 beschreibt Anforderungen an ein systematisches Energiemanagementsystem.

Unternehmen können damit ihre energiebezogene Leistung erfassen, steuern und fortlaufend verbessern.

Ein wesentliches Grundprinzip ist der PDCA-Zyklus:

  1. Plan: Energieverbräuche analysieren, Ziele festlegen und Verbesserungsmaßnahmen planen.
  2. Do: Maßnahmen im Betrieb umsetzen.
  3. Check: Energieverbrauch, Kennzahlen und Ergebnisse überprüfen.
  4. Act: Verbesserungen ableiten und Prozesse weiterentwickeln.

Ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001 betrifft das Managementsystem des Unternehmens. Das persönliche Fernschulzertifikat eines Energiemanagers ist davon zu unterscheiden.

Welche gesetzlichen Anforderungen gelten für Unternehmen?

Ein wichtiger rechtlicher Rahmen ist das Energieeffizienzgesetz (EnEfG).

Nach § 8 EnEfG müssen Unternehmen, deren durchschnittlicher jährlicher Gesamtendenergieverbrauch in den letzten drei abgeschlossenen Kalenderjahren mehr als 7,5 Gigawattstunden beträgt, ein Energie- oder Umweltmanagementsystem nach den gesetzlichen Anforderungen einrichten.

Die zulässigen Systeme und die Fristen richten sich nach dem Gesetz. Je nach Zeitpunkt, zu dem die Verbrauchsschwelle erreicht wird, gelten unterschiedliche Fristen.

Weitere Pflichten können sich beispielsweise aus gesetzlichen Vorgaben zu Energieaudits, Umsetzungsplänen und der Nutzung von Abwärme ergeben.

Die Anforderungen müssen anhand des konkreten Unternehmens und der jeweils geltenden Rechtslage geprüft werden.

Die gesetzlichen Pflichten lassen sich nicht allein durch die Beschäftigung einer Person mit einem Energiemanager-Zertifikat erfüllen. Maßgeblich sind die tatsächlich erforderlichen Systeme, Prüfungen und Nachweise.

Energiemanager und Energieberater: Was ist der Unterschied?

Die beiden Begriffe beschreiben unterschiedliche Tätigkeitsschwerpunkte.

Energiemanager Gebäudeenergieberater
Systematische Optimierung des Energieeinsatzes in Unternehmen oder Organisationen Energetische Bewertung von Gebäuden und Modernisierungsmöglichkeiten
Energiemanagementsysteme und betriebliche Kennzahlen Gebäudehülle, Anlagentechnik und Energiebedarf
Energieeinkauf, Lastmanagement und betriebliche Effizienz Energetische Sanierungsplanung und gebäudebezogene Nachweise
Technisch-kaufmännische Projekte Gebäudebezogene Beratungs- und Planungsaufgaben

Die Aufgaben können sich überschneiden, etwa bei der Optimierung großer Betriebsgebäude.

Wichtig: Ein Fernschulzertifikat als Energiemanager berechtigt nicht automatisch zur Ausstellung von Energieausweisen oder zur Durchführung staatlich geförderter Gebäudeenergieberatungen.

Für bestimmte Tätigkeiten gelten zusätzliche Qualifikations- und Zulassungsvoraussetzungen.

Wie lange dauert die Energiemanager-Weiterbildung?

Bei allen drei Fernschulen beträgt die Regelstudiendauer 15 Monate bei ungefähr zehn Stunden wöchentlichem Lernaufwand.

Anbieter Regeldauer Lernaufwand Kostenlose Verlängerung
ILS 15 Monate ca. 10 Std./Woche 9 Monate
SGD 15 Monate ca. 10 Std./Woche 6 Monate
Fernakademie 15 Monate ca. 10 Std./Woche 9 Monate

Der Studienbeginn ist grundsätzlich jederzeit möglich.

Der tatsächliche Zeitaufwand hängt von den technischen und kaufmännischen Vorkenntnissen sowie vom Umfang der gewählten Projektarbeit ab.

Welche Studienmaterialien erhalten die Teilnehmer?

Merkmal ILS SGD Fernakademie
Studienhefte 19 20 19
Fachbuch Energieeffizienz Ja Ja Ja
Begleitheft Ja Nicht separat ausgewiesen Ja
Projektarbeit Ja Ja Ja
Online-Lernplattform Ja Ja Ja
Fachliche Betreuung Ja Ja Ja

ILS und Fernakademie nennen außerdem einen Leitfaden zur Projektarbeit. Die SGD stellt ihren Teilnehmern den SGD-OnlineCampus zur Verfügung.

Welchen Abschluss erhält man als Energiemanager?

Alle drei untersuchten Fernschulen unterscheiden zwischen einem Abschlusszeugnis und einem zusätzlichen Zertifikat.

ILS: Geprüfte/r Energiemanager/in (ILS)

Nach erfolgreicher Bearbeitung des Fernlehrgangs erhalten Teilnehmer zunächst ein ILS-Abschlusszeugnis.

Nach erfolgreicher Abschlussprüfung in Form einer Projektarbeit stellt das ILS das Zertifikat „Geprüfte/r Energiemanager/in (ILS)“ aus.

SGD: Geprüfte/r Energiemanager/in (SGD)

Die SGD vergibt nach erfolgreicher Lehrgangsteilnahme ein Abschlusszeugnis.

Nach bestandener schriftlicher Abschlussprüfung in Form einer Projektarbeit erhalten Teilnehmer das SGD-Zertifikat „Geprüfte/r Energiemanager/in (SGD)“.

Fernakademie: Geprüfte/r Energiemanager/in (Fernakademie)

Die Fernakademie stellt nach erfolgreichem Lehrgangsabschluss ein Zeugnis aus.

Wer darüber hinaus die Abschlussprüfung in Form einer Projektarbeit besteht, erhält das Zertifikat „Geprüfte/r Energiemanager/in (Fernakademie)“.

Die Anbieter ermöglichen außerdem englischsprachige Fassungen der Abschlussnachweise.

Ist Energiemanager ein staatlich anerkannter Abschluss?

Die drei Fernlehrgänge besitzen eine Zulassung der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU).

Das bedeutet, dass der jeweilige Fernlehrgang staatlich zugelassen ist.

Die Zulassung ist jedoch nicht mit einer staatlichen Anerkennung als geregelter Berufsabschluss gleichzusetzen.

Auch die Bezeichnung „Geprüfte/r Energiemanager/in“ bezieht sich bei den hier vorgestellten Angeboten auf eine Prüfung der jeweiligen Fernschule.

Es handelt sich nicht um einen öffentlich-rechtlichen IHK-Abschluss oder einen akademischen Hochschulabschluss.

Energiemanager: ILS, SGD und Fernakademie im Vergleich

Merkmal ILS SGD Fernakademie
Kursbezeichnung Geprüfte/r Energiemanager/in Geprüfte/r Energiemanager/in (SGD) Geprüfte/r Energiemanager/in
Regeldauer 15 Monate 15 Monate 15 Monate
Lernaufwand 10 Std./Woche 10 Std./Woche 10 Std./Woche
Studienhefte 19 20 19
Kostenlose Verlängerung 9 Monate 6 Monate 9 Monate
Zusätzliche Projektarbeit Ja Ja Ja
Institutseigenes Zertifikat Ja Ja Ja
IHK-Abschluss Nein Nein Nein
ZFU-Zulassung 7510925 7504425 7238012

Stand der Anbieterprüfung: Oktober 2026. Verbindlich sind die aktuellen Studienbedingungen der Fernschulen.

ILS: Geprüfte/r Energiemanager/in

Das ILS bietet einen 15-monatigen Fernlehrgang mit ungefähr zehn Stunden Lernaufwand pro Woche an.

Die Teilnehmer erhalten 19 Studienhefte, ein Fachbuch zur Energieeffizienz, ein Begleitheft und einen Leitfaden zur Projektarbeit.

Die Studieninhalte umfassen Energiewirtschaft, Energiehandel, Lastmanagement, Energiemanagementsysteme nach ISO 50001, Energieaudits und technische Effizienzmaßnahmen.

Zusätzlich werden betriebswirtschaftliche Grundlagen sowie Wirtschaftlichkeitsberechnungen und Projektmanagement behandelt.

Teilnehmer können bei Bedarf ein freiwilliges Mathematik-Repetitorium nutzen.

Nach erfolgreicher Kursteilnahme wird ein ILS-Zeugnis ausgestellt. Das zusätzliche Zertifikat „Geprüfte/r Energiemanager/in (ILS)“ setzt eine erfolgreich abgeschlossene Projektarbeit voraus.

Die kostenlose Verlängerung beträgt neun Monate.

Das ILS nennt die ZFU-Zulassungsnummer 7510925.

SGD: Geprüfte/r Energiemanager/in (SGD)

Die SGD bietet den Fernlehrgang ebenfalls mit einer Regelstudiendauer von 15 Monaten bei ungefähr zehn Lernstunden pro Woche an.

Das Studienmaterial umfasst 20 Studienhefte und ein Fachbuch. Zusätzlich steht der SGD-OnlineCampus zur Verfügung.

Die Weiterbildung vermittelt technische und kaufmännische Kenntnisse über Energieeffizienz, Energiewirtschaft, Energieeinkauf und Energiemanagementsysteme.

Nach erfolgreicher Lehrgangsteilnahme erhalten Teilnehmer ein SGD-Abschlusszeugnis.

Durch eine zusätzliche schriftliche Projektarbeit kann das SGD-Zertifikat „Geprüfte/r Energiemanager/in (SGD)“ erworben werden.

Der Lehrgang kann kostenlos bis zu einer Gesamtlaufzeit von 21 Monaten verlängert werden.

Die ZFU-Zulassungsnummer lautet 7504425.

Fernakademie: Geprüfte/r Energiemanager/in

Die Fernakademie für Erwachsenenbildung bietet ebenfalls einen 15-monatigen Lehrgang mit ungefähr zehn Wochenstunden an.

Zum Lernmaterial gehören 19 Studienhefte, ein Lehrbuch zur Energieeffizienz, ein Begleitheft und ein Leitfaden zur Projektarbeit.

Die Teilnehmer beschäftigen sich mit Energiemärkten, Energieeffizienz, Lastmanagement, ISO 50001 und betrieblichen Wirtschaftlichkeitsberechnungen.

Ergänzend werden Kenntnisse im Projektmanagement und in integrierten Managementsystemen vermittelt.

Auch hier besteht die Möglichkeit eines freiwilligen Mathematik-Repetitoriums.

Nach erfolgreichem Lehrgangsabschluss erhalten Teilnehmer zunächst ein Fernakademie-Zeugnis.

Die zusätzliche erfolgreich abgeschlossene Projektarbeit führt zum Zertifikat „Geprüfte/r Energiemanager/in (Fernakademie)“.

Eine kostenlose Verlängerung um neun Monate ist möglich.

Der Lehrgang besitzt die ZFU-Zulassungsnummer 7238012.

Was kostet die Weiterbildung zum Energiemanager?

Die Studiengebühren unterscheiden sich nach Anbieter und aktuellem Vertragsangebot.

Bei einem Vergleich sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  • Monatliche Studiengebühren
  • Gesamtkosten über 15 Monate
  • Studienmaterialien und Fachbücher
  • Fachliche Lernbetreuung
  • Unterstützung bei der Projektarbeit
  • Digitale Lernangebote und Webinare
  • Kosten der zusätzlichen Zertifikatsprüfung, soweit gesondert berechnet
  • Vertragslaufzeit und Kündigungsbedingungen
  • Mögliche Förderprogramme

Da nicht alle Anbieter ihre aktuellen Gebühren ohne zusätzliche Anmeldung frei vergleichbar ausweisen, nennen wir keine ungeprüften Festpreise.

Welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Bildungsgutschein

ILS und SGD weisen auf eine mögliche Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit hin.

Bei Vorliegen der persönlichen Voraussetzungen und einer entsprechend zugelassenen Maßnahme ist eine Förderung bis zur vollständigen Übernahme der förderfähigen Kosten möglich.

Die Entscheidung trifft die zuständige Stelle.

Kostenübernahme durch den Arbeitgeber

Wenn Mitarbeiter künftig Aufgaben im Energiemanagement übernehmen sollen, kann eine Übernahme der Weiterbildungskosten durch den Arbeitgeber infrage kommen.

Besonders interessant ist dies für Unternehmen, die ihre Energieverbräuche systematisch reduzieren oder ein Energiemanagementsystem einführen möchten.

Steuerliche Berücksichtigung

Beruflich veranlasste Weiterbildungskosten können unter den gesetzlichen Voraussetzungen steuerlich berücksichtigt werden.

Aufstiegs-BAföG

Die hier verglichenen Lehrgänge führen zu institutseigenen Zertifikaten und sind nicht automatisch förderfähige Aufstiegsfortbildungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz.

Was verdient ein Energiemanager?

Das Gehalt eines Energiemanagers hängt wesentlich von den konkreten Aufgaben und dem Verantwortungsbereich ab.

Wichtige Einflussfaktoren sind:

  • Berufserfahrung
  • Technische oder kaufmännische Grundqualifikation
  • Branche und Unternehmensgröße
  • Region
  • Verantwortung für Projekte und Investitionen
  • Erfahrung mit ISO 50001 und Energieaudits
  • Umfang der betreuten Anlagen und Standorte
  • Führungs- und Budgetverantwortung

Ein Mitarbeiter, der intern die Energiedaten eines Standorts auswertet, übernimmt andere Aufgaben als ein erfahrener Energiemanagementverantwortlicher in einem großen Industrieunternehmen.

Für eine konkrete Gehaltseinschätzung sollten aktuelle Stellenangebote mit vergleichbaren Anforderungen geprüft werden.

Das Fernschulzertifikat allein garantiert keine bestimmte Position oder Vergütung.

Welche Karrierechancen bietet das Energiemanagement?

Kenntnisse im Energiemanagement können in unterschiedlichen Branchen eingesetzt werden.

Beispiele sind:

  • Industrieunternehmen
  • Produktion und Fertigung
  • Gebäude- und Facility Management
  • Energieversorgungsunternehmen
  • Technische Betriebsführung
  • Öffentliche Verwaltung
  • Kommunale Einrichtungen
  • Unternehmensberatung
  • Energieeinkauf
  • Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement

Je nach bisheriger Qualifikation kommen Aufgaben in der Energieverbrauchsanalyse, Projektkoordination, Energieeffizienzplanung oder Betreuung eines Energiemanagementsystems infrage.

Für spezialisierte technische Planungen, bestimmte gesetzlich geregelte Beratungsleistungen oder Auditfunktionen können zusätzliche Nachweise erforderlich sein.

Energiemanager oder Nachhaltigkeitsmanager?

Beide Tätigkeitsfelder beschäftigen sich mit einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Der Schwerpunkt ist jedoch unterschiedlich.

Energiemanager Nachhaltigkeitsmanager
Energieeinsatz und Energieeffizienz Ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit
Energiekennzahlen und ISO 50001 Nachhaltigkeitsziele und entsprechende Managementprozesse
Energieeinsparmaßnahmen und Energiekosten Breiteres Ressourcen-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement
Energietechnik und Wirtschaftlichkeitsanalysen Nachhaltigkeitsstrategie und Berichterstattung

In größeren Unternehmen arbeiten Energiemanagement und Nachhaltigkeitsmanagement häufig zusammen.

Praxisbeispiel: Energieeinsparung durch moderne Beleuchtung

Ein Unternehmen betreibt eine Produktionshalle mit 100 Leuchten.

Die bisherigen Leuchten benötigen jeweils 150 Watt. Sie sind durchschnittlich 3.000 Stunden pro Jahr in Betrieb.

Die geplanten neuen Leuchten haben eine Leistungsaufnahme von jeweils 60 Watt. Für die Berechnung wird angenommen, dass sie dieselben Betriebsstunden erreichen.

Schritt 1: Bisherigen Stromverbrauch berechnen

100 Leuchten × 0,15 kW × 3.000 Stunden = 45.000 kWh pro Jahr.

Schritt 2: Stromverbrauch der neuen Beleuchtung berechnen

100 Leuchten × 0,06 kW × 3.000 Stunden = 18.000 kWh pro Jahr.

Schritt 3: Energieeinsparung ermitteln

45.000 kWh − 18.000 kWh = 27.000 kWh pro Jahr.

Schritt 4: Jährliche Stromkostenersparnis berechnen

Bei einem angenommenen Strompreis von 0,20 Euro pro kWh ergibt sich:

27.000 kWh × 0,20 Euro = 5.400 Euro jährliche Stromkostenersparnis.

Schritt 5: Investition bewerten

Angenommen, die Anschaffung und Installation kostet insgesamt 18.000 Euro.

Eine vereinfachte statische Amortisationsrechnung ergibt:

18.000 Euro / 5.400 Euro = rund 3,3 Jahre.

Die Berechnung dient ausschließlich der Veranschaulichung. In der Praxis müssen unter anderem Beleuchtungsqualität, Wartung, tatsächliche Betriebszeiten, Fördermittel, Strompreisentwicklung und mögliche weitere Kosten geprüft werden.

Wie unterscheiden sich Energieeinsparung und Energieeffizienz?

Die beiden Begriffe werden häufig gemeinsam verwendet, bezeichnen aber unterschiedliche Aspekte.

Energieeinsparung bedeutet, dass insgesamt weniger Energie verbraucht wird.

Energieeffizienz beschreibt dagegen das Verhältnis zwischen dem erzielten Nutzen und dem dafür eingesetzten Energieaufwand.

Ein Unternehmen kann beispielsweise seinen Energieverbrauch reduzieren, indem es weniger produziert. Dadurch steigt aber nicht automatisch die Energieeffizienz.

Wird dagegen dieselbe Produktionsmenge mit geringerem Energieeinsatz hergestellt, verbessert sich die Energieeffizienz.

Welche Rolle spielen Photovoltaik, Speicher und Lastmanagement?

Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher können Teil eines betrieblichen Energiekonzepts sein.

Der Nutzen hängt jedoch von Verbrauchsprofil, Eigenverbrauch, Investitionskosten und technischen Rahmenbedingungen ab.

Energiemanager betrachten deshalb nicht nur die erzeugte Strommenge, sondern auch die Frage, zu welchen Zeiten Energie benötigt wird.

Wichtige Themen sind:

  • Erzeugungs- und Verbrauchsprofile
  • Eigenverbrauch von Solarstrom
  • Elektrische Lastspitzen
  • Verschiebung steuerbarer Verbraucher
  • Energiespeicherung
  • Wirtschaftlichkeit der Eigenversorgung

Die Weiterbildung zum Energiemanager ist allerdings keine eigenständige Qualifikation zur elektrotechnischen Planung oder Installation von Photovoltaikanlagen.

Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz im Energiemanagement?

KI-Anwendungen können die Auswertung betrieblicher Energiedaten unterstützen.

Denkbare Einsatzbereiche sind:

  • Analyse großer Verbrauchsdatenmengen
  • Erkennung ungewöhnlicher Verbrauchsmuster
  • Unterstützung von Energieverbrauchsprognosen
  • Optimierung bestimmter Betriebsabläufe
  • Vorbereitung von Berichten und Auswertungen

Entscheidend bleibt die Qualität der Ausgangsdaten.

Außerdem müssen technische Entscheidungen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen nachvollziehbar und fachlich überprüfbar sein.

Das ILS bietet zusätzlich seine KI-Lernbegleitung KILEA zur Unterstützung beim Lernen an.

Energiemanager im Lebenslauf angeben

Nach dem erfolgreichen Abschluss sollte die tatsächlich erworbene Qualifikation korrekt angegeben werden.

Beispiel:

2026 – Geprüfte/r Energiemanager/in (ILS), institutseigenes Abschlusszertifikat nach Projektarbeit

Bei SGD oder Fernakademie ist entsprechend die jeweilige Institutsbezeichnung zu verwenden.

Wer lediglich das Abschlusszeugnis, aber nicht das zusätzliche Zertifikat erworben hat, sollte dies ebenfalls korrekt unterscheiden.

Vorteile und mögliche Nachteile der Weiterbildung

Vorteile

  • Berufsbegleitendes Lernen
  • Technische und kaufmännische Inhalte
  • Grundlagen der ISO 50001
  • Kenntnisse über Energieeffizienz und Lastmanagement
  • Wirtschaftlichkeitsberechnungen
  • Praxisorientierte Projektarbeit
  • Institutseigenes Abschlusszertifikat
  • Zusatzqualifikation für technische und kaufmännische Fachkräfte

Mögliche Nachteile

  • 15 Monate Regelstudienzeit
  • Mathematische und technische Kenntnisse erforderlich
  • Kein öffentlich-rechtlicher IHK-Abschluss
  • Keine automatische Berechtigung zur Gebäudeenergieberatung
  • Technische Vorschriften und rechtliche Anforderungen ändern sich
  • Keine Garantie für eine bestimmte berufliche Position

Checkliste vor der Anmeldung

  • Bringen Sie kaufmännische oder technische Berufserfahrung mit?
  • Reichen Ihre mathematischen Grundlagen aus?
  • Können Sie ungefähr zehn Stunden pro Woche lernen?
  • Welche Studienmaterialien werden bereitgestellt?
  • Wie wird die Projektarbeit betreut?
  • Welche Voraussetzungen gelten für das zusätzliche Zertifikat?
  • Wie hoch sind die gesamten Studiengebühren?
  • Kann der Arbeitgeber die Weiterbildung unterstützen?
  • Kommt eine Förderung über Bildungsgutschein infrage?
  • Benötigen Sie langfristig zusätzliche Qualifikationen als Auditor oder Energieberater?

Häufige Fragen zur Energiemanager-Weiterbildung

Was macht ein Energiemanager?

Ein Energiemanager analysiert Energieverbräuche, identifiziert Einsparpotenziale und unterstützt die Planung sowie Umsetzung wirtschaftlich sinnvoller Energieeffizienzmaßnahmen.

Wie wird man Energiemanager?

Der Einstieg erfolgt häufig über eine technische oder kaufmännische Berufsausbildung und zusätzliche Kenntnisse des betrieblichen Energiemanagements.

Kann man Energiemanager im Fernstudium werden?

Ja. ILS, SGD und Fernakademie bieten entsprechende berufsbegleitende Fernlehrgänge an.

Wie lange dauert die Weiterbildung?

Bei allen drei untersuchten Fernschulen beträgt die Regelstudiendauer 15 Monate.

Wie viele Stunden muss man pro Woche lernen?

Die Anbieter empfehlen ungefähr zehn Stunden wöchentlichen Lernaufwand.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Die Anbieter erwarten in der Regel eine kaufmännische oder technische Vorbildung beziehungsweise entsprechende Berufserfahrung sowie ausreichende mathematische Grundkenntnisse.

Welchen Abschluss erhält man?

Nach erfolgreichem Fernlehrgang erhalten Teilnehmer ein Institutszeugnis. Nach bestandener Projektarbeit kann zusätzlich ein institutseigenes Energiemanager-Zertifikat erworben werden.

Ist Geprüfter Energiemanager ein IHK-Abschluss?

Nein. Die hier vorgestellten Zertifikate werden von ILS, SGD und Fernakademie vergeben und sind keine öffentlich-rechtlichen IHK-Fortbildungsabschlüsse.

Ist die Weiterbildung staatlich zugelassen?

Ja. Alle drei untersuchten Fernlehrgänge verfügen über eine Zulassung der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht.

Was ist ISO 50001?

Die DIN EN ISO 50001 legt Anforderungen an Energiemanagementsysteme fest und unterstützt Organisationen dabei, ihre energiebezogene Leistung systematisch zu verbessern.

Was ist ein Energieaudit?

Ein Energieaudit ist eine systematische Untersuchung des Energieeinsatzes, bei der Einsparmöglichkeiten und wirtschaftlich sinnvolle Verbesserungsmaßnahmen ermittelt werden.

Kann man mit dem Abschluss Energieberater werden?

Das Fernschulzertifikat vermittelt Kenntnisse für Tätigkeiten im Energiemanagement. Es ersetzt jedoch nicht automatisch besondere Qualifikationsnachweise für gesetzlich geregelte oder geförderte Energieberatungen.

Muss man eine Projektarbeit schreiben?

Ja. Für das zusätzliche institutseigene Abschlusszertifikat sehen alle drei Anbieter eine erfolgreich abgeschlossene Projektarbeit vor.

Was kostet die Energiemanager-Weiterbildung?

Die Studiengebühren unterscheiden sich nach Anbieter und aktuellem Vertragsangebot. Interessenten sollten die gesamten Gebühren und möglichen Zusatzkosten vergleichen.

Kann die Weiterbildung gefördert werden?

ILS und SGD weisen auf die Möglichkeit einer Förderung durch Bildungsgutschein hin. Die Bewilligung hängt von den individuellen Voraussetzungen und der Zulassung der konkreten Maßnahme ab.

Was verdient ein Energiemanager?

Das Gehalt hängt von Branche, Berufserfahrung, Aufgabenbereich, technischer Qualifikation und Verantwortungsumfang ab.

Wo arbeiten Energiemanager?

Mögliche Tätigkeitsfelder sind Industrieunternehmen, Energieversorger, öffentliche Einrichtungen, Facility Management und andere Organisationen mit relevantem Energieverbrauch.

Ist der Lehrgang für Fachwirte geeignet?

Ja. Fachwirte mit kaufmännischen Kenntnissen und Interesse an technischen Fragestellungen können die Weiterbildung als Spezialisierung nutzen, sofern sie die Teilnahmevoraussetzungen erfüllen.

Ist die Weiterbildung auch für Techniker geeignet?

Ja. Techniker können vorhandene technische Kenntnisse um Energieeinkauf, Kostenrechnung, Projektmanagement und systematisches Energiemanagement ergänzen.

Fazit: Lohnt sich die Weiterbildung zum Energiemanager?

Die Weiterbildung zum Geprüften Energiemanager ist eine interessante Zusatzqualifikation für Berufstätige, die Energieverbräuche systematisch analysieren und wirtschaftlich sinnvolle Verbesserungen vorbereiten möchten.

Die Fernlehrgänge von ILS, SGD und Fernakademie vermitteln technische und betriebswirtschaftliche Grundlagen zu Energieeffizienz, Energiemärkten, ISO 50001, Lastmanagement und Wirtschaftlichkeitsberechnungen.

Alle drei Anbieter sehen 15 Monate Regelstudienzeit vor. Nach erfolgreicher Projektarbeit können Teilnehmer ein institutseigenes Zertifikat als Geprüfter Energiemanager erwerben.

Besonders geeignet ist die Weiterbildung für technische und kaufmännische Fachkräfte mit Berufserfahrung, die zusätzliche Aufgaben im Energiemanagement übernehmen möchten.

Unsere Empfehlung: Vergleichen Sie ILS, SGD und Fernakademie insbesondere hinsichtlich der Gesamtkosten, der persönlichen Betreuung und der Begleitung der Projektarbeit. Wenn Sie die Möglichkeit haben, eine echte Aufgabenstellung aus Ihrem Unternehmen zu bearbeiten, können Sie das Gelernte unmittelbar praktisch anwenden und zugleich ein aussagekräftiges Beispiel für Ihre beruflichen Kompetenzen entwickeln.

Quellen und weiterführende Informationen

Stand: Oktober 2026. Kursangebote, Gebühren, Fördermöglichkeiten und rechtliche Rahmenbedingungen können sich ändern. Verbindlich sind die jeweils aktuellen Angaben der Anbieter und die geltenden gesetzlichen Vorschriften.