Staatlich geprüfter Holztechniker: Weiterbildung, Prüfung, Kosten und Gehalt

Der staatlich geprüfte Holztechniker ist eine berufliche Aufstiegsqualifikation für Fachkräfte aus der Holzverarbeitung, dem Tischlerhandwerk und verwandten technischen Berufen. Die Weiterbildung vermittelt vertiefte Kenntnisse in Konstruktion, Werkstofftechnik, Fertigung, CAD und CNC sowie Produktionsplanung und Betriebsorganisation.

Der Abschluss Staatlich geprüfter Techniker der Fachrichtung Holztechnik ist landesrechtlich geregelt und dem DQR-Niveau 6 zugeordnet. Je nach Landesrecht wird die Zusatzbezeichnung Bachelor Professional in Technik geführt.

Holztechniker können beispielsweise Möbel und Bauelemente konstruieren, Fertigungsabläufe verbessern, Projekte im Innenausbau koordinieren oder Aufgaben in der industriellen Holzverarbeitung und Arbeitsvorbereitung übernehmen.

Die Weiterbildung ist sowohl an Fachschulen in Vollzeit als auch berufsbegleitend möglich. Einen entsprechenden Fernunterrichtslehrgang mit staatlichem Abschlussziel bietet beispielsweise das DAA-Technikum an.

Dieser Ratgeber erklärt die Voraussetzungen, Inhalte und staatliche Prüfung. Außerdem stellen wir aktuelle Fachschulen und den berufsbegleitenden Bildungsweg vor und informieren über Dauer, Kosten, Aufstiegs-BAföG, Gehalt und Karrierechancen.

Staatlich geprüfter Holztechniker – das Wichtigste

  • Abschluss: Staatlich geprüfter Techniker beziehungsweise staatlich geprüfte Technikerin der Fachrichtung Holztechnik.
  • Abschlussart: Staatlicher Fachschulabschluss nach Landesrecht.
  • Qualifikationsniveau: DQR 6.
  • Zusatzbezeichnung: Bachelor Professional in Technik nach den jeweiligen Landesvorschriften.
  • Voraussetzungen: In der Regel einschlägige Berufsausbildung und Berufspraxis; alternative Zugänge je nach Landesrecht.
  • Dauer: Häufig zwei Jahre Vollzeit oder drei bis vier Jahre berufsbegleitend.
  • Fernunterricht: Beim DAA-Technikum berufsbegleitend in 3,5 Jahren mit regelmäßigen Präsenzveranstaltungen.
  • Inhalte: Holzwerkstoffe, Konstruktion, CAD, CNC, Fertigungstechnik, Produktionsplanung, Qualitätsmanagement und Betriebswirtschaft.
  • Prüfung: Staatliche Fachschulprüfung, keine reguläre IHK-Fortbildungsprüfung.
  • Fachschulen: Unter anderem Hildesheim, Melle, Beckum und Stuttgart.
  • Förderung: Aufstiegs-BAföG bei erfüllten Voraussetzungen möglich.

Was macht ein staatlich geprüfter Holztechniker?

Staatlich geprüfte Holztechniker übernehmen technische, organisatorische und teilweise gestalterische Aufgaben in Unternehmen der Holzbe- und -verarbeitung.

Sie können beispielsweise Möbel und Bauelemente entwickeln, Konstruktionen erstellen, Produktionsabläufe planen und technische Fertigungsprozesse überwachen.

Die Weiterbildung verbindet praktische Kenntnisse der Holzverarbeitung mit technischen Berechnungen, moderner Fertigungstechnologie und betriebswirtschaftlichem Wissen.

Typische Aufgaben eines Holztechnikers

  • Möbel und technische Holzbauteile konstruieren
  • Technische Zeichnungen und 3D-CAD-Modelle erstellen
  • Fertigungsunterlagen vorbereiten
  • CNC-Bearbeitungsprogramme erstellen beziehungsweise anpassen
  • Produktionsprozesse planen und überwachen
  • Materialbedarf und Fertigungskosten kalkulieren
  • Fertigungstechnische Probleme analysieren
  • Holzwerkstoffe und Materialien auswählen
  • Arbeitsabläufe verbessern
  • Qualitätskontrollen organisieren
  • Fertigungs- und Montageprojekte koordinieren
  • Technische Kundenberatung übernehmen
  • Bei Produktentwicklung und Konstruktion mitwirken
  • Ressourcen- und Materialeinsatz optimieren
  • Bei entsprechender Qualifikation Mitarbeiter und Projekte führen

Die konkreten Aufgaben hängen von der Berufserfahrung, dem Schwerpunkt der Weiterbildung und den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens ab.

Welche Bedeutung haben CAD und CNC?

In vielen Betrieben der Holzverarbeitung werden Bauteile digital konstruiert und anschließend mit computergesteuerten Maschinen gefertigt.

CAD steht für Computer Aided Design und bezeichnet die rechnergestützte Konstruktion. CNC steht für Computerized Numerical Control und beschreibt die computergestützte Steuerung von Maschinen.

Holztechniker können die Verbindung zwischen digitaler Konstruktion, Arbeitsvorbereitung und industrieller Fertigung herstellen.

Welche Fachrichtungen und Schwerpunkte gibt es?

Die offizielle staatliche Fachrichtung heißt Holztechnik. In einzelnen Bundesländern werden besondere Schwerpunkte angeboten.

Die Bundesagentur für Arbeit führt beispielsweise die Schwerpunkte Möbelbau und Raumgestaltung sowie Modell- und Formenbau auf.

Holztechnik ohne speziellen Schwerpunkt

Diese Weiterbildung vermittelt breit angelegte Kenntnisse zur Verarbeitung von Holz und Holzwerkstoffen.

Im Mittelpunkt können Konstruktion, Fertigung, Werkstofftechnik, Produktionsplanung und Betriebsorganisation stehen.

Möbelbau und Raumgestaltung

Dieser Schwerpunkt beschäftigt sich insbesondere mit der Konstruktion und Herstellung von Möbeln, Einrichtungssystemen und Elementen des Innenausbaus.

Je nach Lehrplan spielen Gestaltung, Konstruktion, Oberflächentechnik und die Planung von Fertigungs- und Montageprozessen eine wichtige Rolle.

Modell- und Formenbau

Beim Modell- und Formenbau werden technische Modelle, Formen und entsprechende Bauteile entwickelt und hergestellt.

Hier können besondere Anforderungen an Konstruktion, Maßhaltigkeit und Fertigungstechnik bestehen.

Holztechnik und Holzgestaltung

Einige Schulen bieten neben der technischen Weiterbildung zusätzliche gestalterische Bildungsgänge an.

Die Fachschule für Holztechnik und Gestaltung in Hildesheim unterscheidet beispielsweise zwischen der Weiterbildung zum staatlich geprüften Holztechniker und dem gesonderten Bildungsweg Holzgestaltung.

Wichtig: Der staatlich geprüfte Holzgestalter ist nicht automatisch derselbe Abschluss wie der staatlich geprüfte Holztechniker.

Wo arbeiten staatlich geprüfte Holztechniker?

Die Weiterbildung kann berufliche Perspektiven im Tischler- und Schreinerhandwerk, in der holzverarbeitenden Industrie und in weiteren technischen Unternehmen eröffnen.

Möbelindustrie

In der Möbelindustrie können Holztechniker bei Konstruktion, Produktentwicklung, Arbeitsvorbereitung und Produktionsoptimierung mitwirken.

Innenausbau und Ladenbau

Im Innenausbau entstehen häufig individuelle Konstruktionen und komplexe Projekte.

Holztechniker können technische Planungen erstellen, Fertigungs- und Montageabläufe koordinieren sowie Materialbedarf und Kosten ermitteln.

Fenster- und Türenhersteller

Bei Herstellern von Fenstern, Türen und anderen Bauelementen sind Kenntnisse in Konstruktion, Werkstoffen und Fertigungstechnik wichtig.

Je nach Unternehmen kommen Aufgaben in Entwicklung, Qualitätssicherung und Arbeitsvorbereitung infrage.

Industrielle Holzverarbeitung

Größere Produktionsbetriebe benötigen Fachkräfte für Prozessplanung, Maschinenbelegung, Produktionssteuerung und technische Qualitätssicherung.

Holzbau

Auch in Unternehmen des Holzbaus können Holztechniker tätig sein, sofern die jeweilige Stelle zu ihren fachlichen Kenntnissen passt.

Für bestimmte statische Nachweise, Planungsverantwortlichkeiten und bauordnungsrechtliche Aufgaben können zusätzliche Voraussetzungen gelten.

Maschinen- und Anlagenbau

Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen und Fertigungsanlagen benötigen technische Fachkräfte, die die Anforderungen industrieller Holzverarbeitung verstehen.

Technischer Vertrieb

Auch Hersteller und Händler von Holzwerkstoffen, Beschlägen, Maschinen und technischen Systemen beschäftigen Fachkräfte für Beratung und Anwendungstechnik.

Welche Voraussetzungen gelten für die Weiterbildung zum Holztechniker?

Die Aufnahmebedingungen richten sich nach der geltenden Fachschulverordnung und den Anforderungen des jeweiligen Bildungswegs.

Üblicherweise wird eine einschlägige abgeschlossene Berufsausbildung mit anschließender Berufspraxis vorausgesetzt.

Welche Ausbildungsberufe kommen infrage?

Eine geeignete Vorbildung können beispielsweise folgende Berufe bilden:

  • Tischler beziehungsweise Schreiner
  • Holzmechaniker
  • Holzbearbeitungsmechaniker
  • Zimmerer
  • Parkettleger
  • Bootsbauer
  • Modellbauer
  • Technischer Produktdesigner mit fachlichem Bezug
  • Weitere einschlägige Berufe der Holzverarbeitung und Konstruktion

Diese Aufzählung ist beispielhaft. Ob eine bestimmte Berufsausbildung anerkannt wird, richtet sich nach der Prüfungsordnung und der Entscheidung der zuständigen Stelle.

Wie viel Berufserfahrung benötigt man?

Die erforderliche Berufserfahrung unterscheidet sich nach Bundesland und Schule.

Die Fachschule in Hildesheim nennt für ihre zweijährige Vollzeitweiterbildung mindestens ein Jahr Gesellentätigkeit beziehungsweise Berufserfahrung im holzverarbeitenden Gewerbe.

Die Fachschule in Stuttgart empfiehlt vor der Aufnahme abhängig vom Schulabschluss unterschiedliche Zeiten praktischer Berufserfahrung.

Kann man Holztechniker ohne Ausbildung werden?

Ein alternativer Zugang über mehrjährige einschlägige Berufstätigkeit kann je nach Fachschulordnung möglich sein.

Das Berufskolleg Beckum nennt beispielsweise neben einer geeigneten Berufsausbildung auch einen Zugangsweg über mindestens fünf Jahre einschlägige Berufserfahrung.

Ob dieser Weg im Einzelfall offensteht, muss mit der Fachschule geklärt werden.

Welche Voraussetzungen gelten beim DAA-Technikum?

Das DAA-Technikum informiert ausdrücklich darüber, dass für die Zulassung zur staatlichen Prüfung bestimmte schulische und berufliche Voraussetzungen erfüllt sein müssen.

Der Anbieter bietet hierfür einen individuellen Zulassungscheck an.

Eine Anmeldung zum Fernlehrgang ersetzt nicht automatisch die spätere Zulassung zur staatlichen Prüfung.

Empfehlung: Lassen Sie sich Ihre schulische und berufliche Vorbildung vor einer verbindlichen Anmeldung schriftlich bestätigen.

Welche Inhalte umfasst die Weiterbildung zum Holztechniker?

Die Weiterbildung verbindet technische Grundlagen, holzbezogene Fachkenntnisse und betriebswirtschaftliche Lernbereiche.

Die konkrete Stundentafel hängt vom jeweiligen Landeslehrplan und der Schule ab.

Fachrichtungsübergreifende Inhalte

  • Deutsch und berufliche Kommunikation
  • Technisches Englisch
  • Mathematik und Naturwissenschaften
  • Betriebswirtschaft
  • Projektmanagement
  • Qualitätsmanagement
  • Arbeitsorganisation
  • Informationstechnik
  • Technische Dokumentation
  • Mitarbeiterführung und Zusammenarbeit

Holz- und Werkstofftechnik

Die Werkstofftechnik vermittelt vertiefte Kenntnisse über die Eigenschaften und Verwendung von Holz und Holzwerkstoffen.

Dazu gehören beispielsweise Massivholz, Holzwerkstoffplatten, Verbundmaterialien und ergänzende Werkstoffe.

Wichtige Themen sind Materialeigenschaften, Feuchteverhalten, Verarbeitbarkeit, geeignete Verbindungen und der wirtschaftliche Materialeinsatz.

Konstruktion und technisches Zeichnen

Holztechniker lernen, technische Bauteile und Produkte unter Berücksichtigung ihrer Funktion, Belastung und Fertigbarkeit zu konstruieren.

Die Konstruktion kann beispielsweise Möbel, Türen, Fenster, Innenausbauten und andere Holzbauelemente betreffen.

CAD und digitale Konstruktion

Mit CAD-Programmen lassen sich technische Zeichnungen und dreidimensionale Modelle erstellen.

Die Weiterbildung kann vermitteln, wie aus solchen Modellen Fertigungszeichnungen, Stücklisten und weitere Produktionsunterlagen entstehen.

Das DAA-Technikum nennt beispielsweise SolidWorks und SWOOD als Softwarelösungen, die im Rahmen des Holztechniklehrgangs eingesetzt werden können.

CNC-Technik und computergestützte Fertigung

CNC-Maschinen werden unter anderem zum Fräsen, Bohren und Bearbeiten von Holzbauteilen eingesetzt.

Zu den möglichen Lerninhalten gehören:

  • Grundlagen computergesteuerter Fertigungsmaschinen
  • Erstellung und Anpassung von Bearbeitungsprogrammen
  • Werkzeugauswahl
  • Fertigungsparameter
  • Maschinenbedienung und Prozessüberwachung
  • Qualitätssicherung
  • Verbindung zwischen CAD und CAM

Fertigungstechnik

Die Fertigungstechnik beschäftigt sich mit geeigneten Verfahren zur Herstellung von Holzbauteilen.

Je nach Bildungsgang werden beispielsweise Zuschnitt, spanende Bearbeitung, Verbindungstechniken, Klebetechnik und Oberflächenbehandlung vermittelt.

Oberflächentechnik

Oberflächen beeinflussen das Aussehen, die Gebrauchseigenschaften und teilweise den Schutz von Holzprodukten.

Die Weiterbildung kann Kenntnisse zu Beschichtungen, Oberflächenverfahren und deren fachgerechter Anwendung vermitteln.

Arbeitsvorbereitung und Produktionsplanung

Holztechniker können Aufgaben zwischen Konstruktion und Fertigung übernehmen.

Dazu gehören unter anderem:

  • Stücklisten und Materialplanung
  • Arbeitspläne erstellen
  • Fertigungszeiten kalkulieren
  • Maschinen und Betriebsmittel planen
  • Produktionsabläufe koordinieren
  • Termine und Kapazitäten überwachen
  • Fertigungskosten auswerten

Produktionssteuerung und ERP-Systeme

In größeren Betrieben werden Aufträge, Materialien, Arbeitsgänge und Kapazitäten häufig digital organisiert.

Die Weiterbildung kann deshalb Kenntnisse in Produktionsplanung und -steuerung sowie im Umgang mit entsprechenden Softwaresystemen vermitteln.

Bauphysik und technische Berechnungen

Bei bestimmten Holzbauteilen und Konstruktionen spielen bauphysikalische Eigenschaften eine wichtige Rolle.

Dazu gehören beispielsweise Wärme- und Feuchteschutz sowie die technische Bewertung einzelner Bauelemente.

Die Berechtigung zur Erstellung bauordnungsrechtlich erforderlicher Nachweise ergibt sich jedoch nicht automatisch allein aus dem Abschluss.

Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Seine umweltbezogene Bewertung hängt jedoch unter anderem von Herkunft, Verarbeitung, Transport, Nutzungsdauer und Entsorgung ab.

Holztechniker können sich mit materialeffizienter Konstruktion, Verschnittreduzierung, Wiederverwendung und Recycling beschäftigen.

Projektarbeit

In praxisorientierten Projektarbeiten können komplexe technische Aufgabenstellungen bearbeitet werden.

Ein mögliches Projekt ist beispielsweise die Konstruktion eines Möbelstücks einschließlich Materialauswahl, CAD-Modell, Fertigungsplanung und Kalkulation.

Wie läuft die staatliche Holztechnikerprüfung ab?

Der Abschluss wird durch eine staatliche Fachschulprüfung nach Landesrecht erworben.

Es handelt sich nicht um eine reguläre IHK-Fortbildungsprüfung.

Die verbindlichen Prüfungsfächer und Prüfungselemente hängen von der jeweiligen Fachschulordnung ab.

Welche Prüfungsfächer sind wichtig?

Die Fachschule in Hildesheim nennt für ihre staatliche Abschlussprüfung insbesondere folgende Kernbereiche:

  • Konstruktion
  • Fertigungstechnik
  • Betriebsplanung und Arbeitsvorbereitung
  • Rechnungswesen

Andere Schulen beziehungsweise Landesregelungen können abweichende Prüfungsfächer und modulbezogene Prüfungsstrukturen vorsehen.

Welche Prüfungselemente gibt es?

Je nach Fachschule können schriftliche Prüfungen, weitere Leistungsnachweise und projektbezogene Prüfungsbestandteile vorgesehen sein.

Beim DAA-Technikum finden Prüfungen teilweise bereits während des Lehrgangs statt. Das Abschlussprojekt ist im veröffentlichten Lehrgangsplan gesondert ausgewiesen.

Wie wichtig ist die Projektarbeit?

Die Projektarbeit bietet die Möglichkeit, erworbene Kenntnisse auf eine praxisnahe Aufgabenstellung anzuwenden.

Dabei müssen beispielsweise Konstruktion, Werkstoffauswahl, Fertigungsverfahren und Wirtschaftlichkeit berücksichtigt werden.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum Holztechniker?

Die Dauer hängt von der Unterrichtsform und der Fachschule ab.

  • DAA-Technikum: 3,5 Jahre berufsbegleitend.
  • Hildesheim: Zwei Jahre Vollzeit.
  • Melle: Zwei Jahre Vollzeit.
  • Beckum: Zwei Jahre Vollzeit mit 2.400 Unterrichtsstunden.
  • Stuttgart: Zwei Jahre Vollzeit.

Vollzeitweiterbildung

Ein Vollzeitbildungsgang ermöglicht eine konzentrierte Weiterbildung innerhalb von ungefähr zwei Jahren.

Allerdings müssen während dieser Zeit mögliche Einkommensausfälle und Lebenshaltungskosten berücksichtigt werden.

Berufsbegleitende Weiterbildung

Bei einem berufsbegleitenden Bildungsgang können die Lernphasen auf einen längeren Zeitraum verteilt werden.

Das DAA-Technikum kombiniert dafür Selbstlernphasen, Samstagsunterricht und zusätzliche Präsenzveranstaltungen.

Diese Unterrichtsform kann die Vereinbarkeit mit dem Beruf erleichtern, erfordert aber eine kontinuierliche Lernorganisation.

Kann man Holztechniker im Fernstudium werden?

Ja. Das DAA-Technikum bietet einen berufsbegleitenden Lehrgang mit Fernunterricht und regelmäßigen Präsenzveranstaltungen an, der zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Holztechnik führt.

Damit gibt es für Holztechnik einen konkreten Bildungsweg, der berufsbegleitendes Lernen mit einer staatlichen Abschlussprüfung verbindet.

DAA-Technikum – Staatlich geprüfter Holztechniker

Das DAA-Technikum bietet die Weiterbildung zum staatlich geprüften Holztechniker als berufsbegleitenden Lehrgang an.

  • Abschlussziel: Staatlich geprüfter Techniker der Fachrichtung Holztechnik
  • Zusatzbezeichnung: Bachelor Professional in Technik nach der maßgeblichen Landesregelung
  • Dauer: 3,5 Jahre
  • Unterrichtsmodell: Fernunterricht und begleitende Präsenzveranstaltungen
  • Samstagsunterricht: An mehr als 50 Studienorten
  • Weitere Präsenz: Mehrtägige Fachseminare an Seminarzentren
  • Lehrgangsbeginn: Nach Anbieterangaben jährlich im April und Oktober
  • ZFU-Zulassung: 1130922
  • Software: Nach Anbieterangaben erforderliche Softwarelizenzen im Lehrgangspreis enthalten
  • Zusatzmöglichkeit: Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung

Der Lehrgang behandelt unter anderem CAD-Konstruktion, Fertigungsplanung, technische Prozessoptimierung, Projektmanagement und betriebswirtschaftliche Aufgaben.

Der Anbieter nennt beispielsweise SolidWorks, SWOOD und weitere Programme als mögliche Bestandteile seiner Softwareausstattung.

Ist der Abschluss staatlich anerkannt?

Der Lehrgang bereitet auf den staatlichen Technikerabschluss vor. Entscheidend für den Erwerb der geschützten Berufsbezeichnung ist das Bestehen der entsprechenden staatlichen Prüfungen.

Die ZFU-Zulassung bestätigt die fernunterrichtsrechtliche Zulassung des Lehrgangs, ersetzt jedoch nicht die staatliche Abschlussprüfung.

Vor der Anmeldung sollten die persönlichen Zulassungsvoraussetzungen geprüft werden.

DAA-Technikum – Staatlich geprüfter Holztechniker

Gibt es Holztechniker-Fernlehrgänge bei ILS oder SGD?

Bei ILS, SGD und Fernakademie konnte kein aktuell buchbarer eigenständiger Fernlehrgang mit dem staatlichen Abschlussziel Holztechnik bestätigt werden.

Wer die Weiterbildung neben dem Beruf absolvieren möchte, sollte deshalb das konkrete Angebot des DAA-Technikums prüfen und mit den Unterrichtsformen der Fachschulen vergleichen.

Wo kann man staatlich geprüfter Holztechniker werden?

Neben dem berufsbegleitenden Lehrgang des DAA-Technikums bestehen aktuelle Vollzeitangebote an verschiedenen Fachschulen.

Fachschule Holztechnik und Gestaltung Hildesheim

Die Fachschule für Holztechnik und Gestaltung in Hildesheim bietet eine zweijährige Vollzeitweiterbildung zum staatlich geprüften Holztechniker an.

Die Schule legt einen starken Schwerpunkt auf die Verbindung von praktischer Holzverarbeitung, Konstruktion, Fertigungstechnik und Betriebsplanung.

  • Standort: Hildesheim, Niedersachsen
  • Dauer: Zwei Jahre Vollzeit
  • Unterricht: Nach Schulangaben gebührenfrei
  • Voraussetzung: Geeignete berufliche Vorbildung und mindestens ein Jahr Gesellentätigkeit beziehungsweise einschlägige Berufserfahrung
  • Inhalte: CAD, CNC, Werkstofftechnik, Oberflächentechnik, Betriebswirtschaft und Fertigungsplanung
  • Zusatzangebote: Unter anderem Meistervorbereitung und REFA-Qualifikation

Die Schule verfügt über Werkstätten und EDV-Räume für praxisorientierten Unterricht.

Weitere Informationen:

Fachschule Hildesheim – Holztechniker

Fachschule Holztechnik Melle

Die Fachschule Holztechnik Melle bietet eine zweijährige Vollzeitweiterbildung mit praxisorientierten Projekten an.

  • Standort: Melle, Niedersachsen
  • Dauer: Zwei Jahre Vollzeit
  • Abschlussziel: Staatlich geprüfter Techniker der Fachrichtung Holztechnik
  • Zusätzliche Möglichkeiten: Nach Schulangaben unter anderem Fachhochschulreife, REFA-Grundausbildung, Ausbildereignungsprüfung und eine Meisterprüfung in Kooperation mit der Handwerkskammer
  • Bewerbungsfrist: Nach Schulangaben jährlich Ende Februar
  • Unterrichtsbeginn: Nach den niedersächsischen Sommerferien

Die Schule verbindet fachliche Weiterbildung mit Projektarbeit und zusätzlichen beruflichen Qualifikationsmöglichkeiten.

Fachschule Holztechnik Melle

Berufskolleg Beckum – Fachschule Holztechnik

Das Berufskolleg Beckum bietet eine staatliche Fachschulweiterbildung im Bereich Holztechnik an.

  • Standort: Beckum, Nordrhein-Westfalen
  • Dauer: Zwei Jahre Vollzeit
  • Unterrichtsumfang: 2.400 Unterrichtsstunden
  • Abschlussziel: Staatlich geprüfter Techniker, Bachelor Professional in Technik
  • Unterricht: In der Regel montags bis freitags
  • Digitales Lernen: Ergänzende Distanzunterrichtsphasen und digitale Lernplattform
  • Anmeldung: Nach Schulangaben ohne festen Anmeldezeitraum möglich

Das Angebot eignet sich insbesondere für Fachkräfte, die eine zweijährige Vollzeitweiterbildung mit modernen Unterrichtsformen suchen.

Berufskolleg Beckum – Holztechnik

Fachschule für Holztechnik Stuttgart

Die Fachschule für Holztechnik in Stuttgart bietet eine zweijährige Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Holztechnik an.

Im Mittelpunkt stehen technische Konstruktion, Werkstoffkenntnisse und die Optimierung von Produktionsprozessen.

  • Standort: Stuttgart, Baden-Württemberg
  • Dauer: Zwei Jahre Vollzeit
  • Abschlussziel: Staatlich geprüfter Techniker der Fachrichtung Holztechnik
  • Zusatzbezeichnung: Bachelor Professional nach den geltenden Regelungen
  • Berufliche Vorbildung: Geeigneter Abschluss im Berufsfeld Holztechnik und Berufserfahrung
  • Zusatzmöglichkeit: Meisterprüfung mit ergänzender Vorbereitung

Die Schule legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Planung und Optimierung technischer Lösungen.

Fachschule für Holztechnik Stuttgart

Welche Schule passt zu mir?

Wer die Weiterbildung möglichst innerhalb von zwei Jahren absolvieren möchte, sollte die Vollzeitangebote der Fachschulen vergleichen.

Für Berufstätige, die parallel zum Lehrgang weiterarbeiten möchten, bietet das DAA-Technikum einen berufsbegleitenden Bildungsweg an.

Vor der Anmeldung sollten insbesondere folgende Kriterien geprüft werden:

  • Genaue Abschlussbezeichnung und Landesregelung
  • Aufnahme- und Prüfungsvoraussetzungen
  • Unterrichtsform und Dauer
  • Präsenzanteile und Unterrichtsstandorte
  • Schwerpunkte und eingesetzte Software
  • Schul- und Lehrgangsgebühren
  • Weitere Kosten für Material, Unterkunft und Fahrten
  • Fördermöglichkeiten
  • Aktuelle Starttermine und Schulplätze

Was kostet die Weiterbildung zum Holztechniker?

Die Kosten hängen vom Bildungsträger, dem Bundesland und der Unterrichtsform ab.

Ein einheitlicher bundesweiter Lehrgangspreis besteht nicht.

Kosten an öffentlichen Fachschulen

Die Fachschule in Hildesheim bezeichnet ihre zweijährige Vollzeitweiterbildung ausdrücklich als gebührenfrei.

Das bedeutet jedoch nicht, dass während der Ausbildung keine Ausgaben entstehen.

Insbesondere Fahrtkosten, Lernmittel, Unterkunft und Lebenshaltungskosten müssen berücksichtigt werden.

Kosten beim DAA-Technikum

Beim DAA-Technikum fallen Lehrgangsgebühren an.

Die genaue Höhe hängt vom verbindlichen Fortbildungsvertrag für den jeweiligen Starttermin und den enthaltenen Leistungen ab.

Nach Anbieterangaben sind bestimmte Softwarelizenzen bereits in den Lehrgangsgebühren enthalten.

Interessenten sollten eine vollständige aktuelle Gebührenübersicht anfordern und dabei auch die Kosten für Präsenzseminare, Prüfungen und Reisen berücksichtigen.

Weitere mögliche Ausgaben

  • Fachbücher und ergänzende Lernmaterialien
  • Computer und technische Ausstattung
  • Fahrtkosten
  • Übernachtungskosten für Seminare
  • Prüfungsgebühren, soweit gesondert erhoben
  • Lebenshaltungskosten während einer Vollzeitweiterbildung
  • Mögliche Verdienstausfälle

Aufstiegs-BAföG für staatlich geprüfte Holztechniker

Staatlich geregelte Technikerweiterbildungen gehören grundsätzlich zu den beruflichen Aufstiegsfortbildungen, für die eine Förderung nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz möglich ist.

Die konkrete Maßnahme und die persönlichen Verhältnisse müssen die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen.

Wie hoch ist die Förderung?

Nach der im Oktober 2026 geltenden Rechtslage können förderfähige Lehrgangs- und Prüfungsgebühren bis zu 15.000 Euro berücksichtigt werden.

Davon werden grundsätzlich 50 Prozent als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt.

Für den verbleibenden förderfähigen Teil kann ein freiwilliges KfW-Darlehen genutzt werden.

Nach erfolgreich bestandener Abschlussprüfung kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen ein teilweiser Erlass des noch nicht fällig gewordenen Maßnahmedarlehens beantragt werden.

Förderung des Lebensunterhalts

Bei förderfähigen Vollzeitmaßnahmen kann zusätzlich ein Beitrag zum Lebensunterhalt infrage kommen.

Die konkrete Höhe hängt von den persönlichen und gesetzlichen Voraussetzungen ab.

Weitere Fördermöglichkeiten

Je nach Situation können auch Arbeitgeberzuschüsse, regionale Förderprogramme oder steuerliche Entlastungen für beruflich veranlasste Weiterbildungskosten infrage kommen.

Eine mögliche Förderung sollte vor Beginn der Weiterbildung geklärt werden.

Aufstiegs-BAföG – Offizielle Informationen

Holztechniker: DQR 6 und Bachelor Professional in Technik

Der staatlich geprüfte Techniker der Fachrichtung Holztechnik ist dem DQR-Niveau 6 zugeordnet.

Auf demselben Qualifikationsniveau befinden sich unter anderem akademische Bachelorabschlüsse und Handwerksmeisterabschlüsse.

Die Einstufung bedeutet jedoch keine Identität der Bildungswege oder Abschlüsse.

Ist der Holztechniker ein akademischer Bachelor?

Nein. Der staatlich geprüfte Holztechniker ist ein beruflicher Fachschulabschluss.

Er ist kein akademischer Bachelor of Engineering oder Bachelor of Science.

Was bedeutet Bachelor Professional in Technik?

Je nach geltender Landesregelung kann die Zusatzbezeichnung Bachelor Professional in Technik zum staatlichen Technikerabschluss geführt werden.

Maßgeblich ist die tatsächlich verliehene Berufsbezeichnung im staatlichen Abschlusszeugnis.

Wie viel verdient ein staatlich geprüfter Holztechniker?

Das Gehalt hängt von der ausgeübten Tätigkeit, der Berufserfahrung, dem Arbeitgeber und dem Umfang der Verantwortung ab.

In der Möbelindustrie, der technischen Konstruktion, der Produktionsplanung und im Innenausbau können unterschiedliche Vergütungsstrukturen gelten.

Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt?

  • Berufserfahrung
  • Arbeitgeber und Unternehmensgröße
  • Tarifbindung
  • Technische Spezialisierung
  • CAD- und CNC-Kenntnisse
  • Projekt- und Budgetverantwortung
  • Führungsverantwortung
  • Region und Arbeitsort

Steigt das Gehalt nach der Weiterbildung automatisch?

Nein. Der erfolgreiche Abschluss führt nicht automatisch zu einem Anspruch auf eine höhere Vergütung.

Ein höheres Einkommen kann sich insbesondere ergeben, wenn anschließend eine anspruchsvollere oder höher bewertete Position übernommen wird.

Wo findet man aktuelle Gehaltsdaten?

Eine Orientierung bietet der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit.

Die dort ausgewiesenen Berufsgruppen erfassen jedoch nicht ausschließlich Absolventen einer bestimmten Technikerweiterbildung.

Ein statistisches Medianentgelt sollte deshalb nicht als garantiertes Einstiegsgehalt verstanden werden.

Welche Karrierechancen bietet der Holztechnikerabschluss?

Die Weiterbildung kann neue berufliche Perspektiven in der Holzverarbeitung und in verwandten technischen Tätigkeitsfeldern eröffnen.

Je nach Erfahrung und fachlichem Schwerpunkt kommen beispielsweise folgende Positionen infrage:

  • Holztechniker in der Fertigung
  • Technischer Konstrukteur
  • CAD-Konstrukteur im Holzbereich
  • CNC-Programmierer
  • Arbeitsvorbereiter
  • Technischer Projektkoordinator
  • Fertigungsplaner
  • Fachkraft für Produktionssteuerung
  • Techniker in der Qualitätssicherung
  • Technischer Kundenberater
  • Team- oder Fertigungsleiter bei entsprechender Erfahrung
  • Projektleiter im Innenausbau bei entsprechender Qualifikation

Ein bestimmter beruflicher Aufstieg wird durch den Abschluss nicht garantiert.

Welche Bedeutung hat die Digitalisierung?

Digitale Konstruktion, vernetzte Fertigungsmaschinen und datenbasierte Produktionsplanung spielen in modernen Holzverarbeitungsbetrieben eine wichtige Rolle.

Zusätzliche Kenntnisse in CAD, CAM, CNC und Produktionssteuerung können deshalb die Einsatzmöglichkeiten erweitern.

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit?

Die ressourcenschonende Verarbeitung von Holz und anderen Werkstoffen ist ein wichtiges Thema der Branche.

Holztechniker können beispielsweise bei der Reduzierung von Materialverlusten, der Auswahl geeigneter Werkstoffe und der Verbesserung von Produktionsabläufen mitwirken.

Holztechniker oder Tischlermeister: Was ist besser?

Der staatlich geprüfte Holztechniker und der Tischlermeister beziehungsweise Schreinermeister sind unterschiedliche berufliche Aufstiegsqualifikationen.

Staatlich geprüfter Holztechniker

Die Technikerweiterbildung legt einen starken Schwerpunkt auf Konstruktion, moderne Fertigungstechnik, digitale Planung, Produktionsorganisation und betriebswirtschaftliche Aufgaben.

Sie kann insbesondere für Beschäftigte interessant sein, die stärker in der technischen Planung, industriellen Produktion oder Projektkoordination arbeiten möchten.

Tischlermeister

Der Tischlermeister ist ein Handwerksmeisterabschluss nach der Handwerksordnung.

Die Weiterbildung vermittelt neben fachpraktischen und fachtheoretischen Kompetenzen auch betriebswirtschaftliche und berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse.

Sie kann insbesondere für Fachkräfte interessant sein, die einen Handwerksbetrieb führen, ausbilden oder entsprechende Führungsaufgaben im Tischlerhandwerk übernehmen möchten.

Welche Weiterbildung passt besser?

Wer sich für Konstruktion, CNC-Technik, Produktionsplanung und industrielle Fertigungsabläufe interessiert, sollte die Technikerweiterbildung genauer betrachten.

Wer hingegen gezielt einen Handwerksbetrieb übernehmen oder einen Meisterabschluss erwerben möchte, kann den Tischlermeister bevorzugen.

Beide Qualifikationen sind dem DQR-Niveau 6 zugeordnet, unterscheiden sich jedoch hinsichtlich Rechtsgrundlage, Lerninhalten und Prüfung.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber zum Tischlermeister.

Kann man sich als Holztechniker selbstständig machen?

Eine selbstständige Tätigkeit in der technischen Planung, Konstruktion oder Beratung kann je nach Geschäftsmodell möglich sein.

Wer dagegen ein zulassungspflichtiges Handwerk selbstständig ausüben möchte, muss die Voraussetzungen der Handwerksordnung beachten.

Kann ein Holztechniker einen Tischlereibetrieb gründen?

Das Tischlerhandwerk gehört zu den zulassungspflichtigen Handwerken.

Für die selbstständige Ausübung ist grundsätzlich eine Eintragung in die Handwerksrolle erforderlich.

Ein einschlägiger staatlich geprüfter Technikerabschluss kann unter den Voraussetzungen der Handwerksordnung für die Eintragung relevant sein.

Ob die konkrete Qualifikation hierfür ausreicht, sollte die zuständige Handwerkskammer vor einer Betriebsgründung verbindlich prüfen.

Ersetzt der Holztechniker den Meisterbrief?

Nein. Der Technikerabschluss ist ein eigenständiger Fachschulabschluss und kein Handwerksmeisterbrief.

Einzelne Fachschulen bieten zusätzlich eine Vorbereitung auf die Meisterprüfung an.

Wer diese Möglichkeit nutzen möchte, sollte klären, welche Prüfungsteile gesondert abgelegt werden müssen.

Kann man nach dem Holztechniker studieren?

Ein staatlich geregelter Fachschulabschluss kann auch ohne Abitur den Zugang zu einem Hochschulstudium ermöglichen.

Die konkreten Voraussetzungen richten sich nach dem jeweiligen Hochschulrecht.

Für Holztechniker können beispielsweise folgende Studienrichtungen interessant sein:

  • Holztechnik
  • Holzwirtschaft
  • Holzingenieurwesen
  • Produktionstechnik
  • Maschinenbau
  • Werkstofftechnik
  • Wirtschaftsingenieurwesen
  • Technisches Management

Eine Anrechnung beruflich erworbener Kompetenzen auf Studienleistungen kann möglich sein.

Sie erfolgt jedoch nicht automatisch allein aufgrund der Einstufung auf DQR-Niveau 6.

Häufige Fragen zum staatlich geprüften Holztechniker

Ist der staatlich geprüfte Holztechniker ein anerkannter Abschluss?

Ja. Die Fachrichtung Holztechnik ist ein landesrechtlich geregelter staatlicher Fachschulabschluss.

Wie lange dauert die Weiterbildung?

In Vollzeit dauert sie häufig zwei Jahre. Beim DAA-Technikum wird ein berufsbegleitender Lehrgang über 3,5 Jahre angeboten.

Welche Ausbildung benötigt man?

In der Regel eine einschlägige abgeschlossene Berufsausbildung und Berufspraxis. Geeignet können beispielsweise Berufe wie Tischler, Holzmechaniker oder Zimmerer sein.

Kann man Holztechniker ohne Ausbildung werden?

Je nach Landesrecht kann ein alternativer Zugang über mehrjährige einschlägige Berufserfahrung möglich sein.

Gibt es einen Holztechniker-Fernlehrgang?

Ja. Das DAA-Technikum bietet einen berufsbegleitenden Lehrgang mit Fernunterricht und verpflichtenden Präsenzveranstaltungen an.

Wie lange dauert der DAA-Lehrgang?

Die reguläre Dauer beträgt 3,5 Jahre. Der Anbieter nennt außerdem Möglichkeiten einer verkürzten Lehrgangsteilnahme bei entsprechenden Vorkenntnissen und verfügbaren Plätzen.

Welche Fachschulen bieten Holztechnik an?

Aktuelle Angebote bestehen unter anderem in Hildesheim, Melle, Beckum und Stuttgart. Hinzu kommt der berufsbegleitende Lehrgang des DAA-Technikums.

Welche Inhalte werden vermittelt?

Unter anderem Werkstofftechnik, Konstruktion, CAD, CNC, Fertigungstechnik, Arbeitsvorbereitung, Produktionsplanung, Qualitätsmanagement und Betriebswirtschaft.

Ist die staatliche Holztechnikerprüfung eine IHK-Prüfung?

Nein. Der staatlich geprüfte Holztechniker ist ein Fachschulabschluss nach Landesrecht.

Was kostet die Weiterbildung?

Die Kosten unterscheiden sich nach Anbieter und Unterrichtsform. Hildesheim bezeichnet seine Vollzeitweiterbildung als gebührenfrei. Beim DAA-Technikum fallen Lehrgangsgebühren an.

Kann man Aufstiegs-BAföG beantragen?

Für förderfähige staatliche Technikerweiterbildungen kommt Aufstiegs-BAföG grundsätzlich infrage, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Ist der Holztechniker auf Bachelor-Niveau?

Ja. Der staatliche Technikerabschluss ist dem DQR-Niveau 6 zugeordnet. Er ist jedoch kein akademischer Bachelorabschluss.

Was bedeutet Bachelor Professional in Technik?

Die Zusatzbezeichnung kann nach den jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften zum staatlichen Technikerabschluss geführt werden.

Wie viel verdient ein Holztechniker?

Das Gehalt hängt von Tätigkeit, Berufserfahrung, Branche, Unternehmensgröße und Verantwortung ab. Ein einheitliches garantiertes Einstiegsgehalt besteht nicht.

Was ist der Unterschied zum Tischlermeister?

Der Holztechniker ist ein staatlicher Fachschulabschluss mit technischem und organisatorischem Schwerpunkt. Der Tischlermeister ist ein Handwerksmeisterabschluss nach der Handwerksordnung.

Darf ein Holztechniker einen Tischlereibetrieb führen?

Unter den gesetzlichen Voraussetzungen kann ein einschlägiger Technikerabschluss für eine Eintragung in die Handwerksrolle relevant sein. Die konkrete Berechtigung sollte mit der zuständigen Handwerkskammer geklärt werden.

Kann man nach dem Holztechniker studieren?

Ja. Ein staatlich geregelter Fachschulabschluss kann auch ohne Abitur den Hochschulzugang ermöglichen. Die konkreten Zulassungsbedingungen richten sich nach dem Hochschulrecht.

Fazit: Für wen lohnt sich die Weiterbildung zum Holztechniker?

Die Weiterbildung zum staatlich geprüften Holztechniker kann für Fachkräfte aus der Holzverarbeitung und dem Tischlerhandwerk sinnvoll sein, die ihr technisches und organisatorisches Wissen vertiefen möchten.

Besonders relevant sind Kenntnisse in Konstruktion, CAD, CNC, moderner Fertigungstechnik, Arbeitsvorbereitung und Produktionsplanung.

Wer die Weiterbildung in Vollzeit absolvieren möchte, findet beispielsweise an den Fachschulen in Hildesheim, Melle, Beckum und Stuttgart entsprechende Bildungsangebote.

Für Berufstätige steht mit dem DAA-Technikum außerdem ein berufsbegleitender Fernunterrichtslehrgang über 3,5 Jahre zur Verfügung.

Vor einer Anmeldung sollten insbesondere die Voraussetzungen für die staatliche Prüfung, die Unterrichtsorganisation und die gesamten Kosten verglichen werden.

Weitere Fachrichtungen finden Sie in unserer Techniker-Übersicht. Eine alternative Aufstiegsfortbildung erläutern wir im Beitrag zum Tischlermeister.

Quellen und weiterführende Informationen

Redaktioneller Stand: Oktober 2026. Die genaue staatliche Abschlussbezeichnung sowie Zulassung und Prüfung richten sich nach dem jeweiligen Landesrecht. Schulgebühren, Lehrgangsstarts und Unterrichtsorganisation können sich ändern. Vor einer Anmeldung sollten die aktuellen Konditionen direkt bei den Anbietern bestätigt werden.