Train the Trainer (IHK): Weiterbildung, Inhalte, Kosten & Abschluss

Fachwissen zu besitzen und dieses Wissen erfolgreich an andere Menschen weiterzugeben, sind zwei unterschiedliche Fähigkeiten. Wer eine Schulung durchführt, muss Lernziele festlegen, Inhalte verständlich erklären, Teilnehmer aktiv einbeziehen und auf unterschiedliche Vorkenntnisse reagieren können. Genau diese Kompetenzen vermittelt die Train-the-Trainer-Weiterbildung.

In Unternehmen werden interne und externe Trainer für die Einarbeitung neuer Mitarbeiter, Produktschulungen, fachliche Weiterbildungen und die Entwicklung beruflicher Kompetenzen eingesetzt. Dabei reicht es nicht aus, eine Präsentation vorzubereiten: Gute Trainings benötigen eine nachvollziehbare Struktur, passende Methoden und eine wirksame Lernerfolgskontrolle.

Mit den Fernlehrgängen Train the Trainer (IHK) von SGD und Fernakademie können sich Berufstätige auf die professionelle Planung, Durchführung und Auswertung von Seminaren vorbereiten. Beide Lehrgänge dauern regulär zwölf Monate und vermitteln neben theoretischen Grundlagen auch praxisorientierte Methoden.

Nach erfolgreicher Bearbeitung der Studienleistungen erhalten Teilnehmer das Abschlusszeugnis ihrer Fernschule. Wer zusätzlich die vorgesehenen Veranstaltungen absolviert und den IHK-Zertifikatstest besteht, kann das IHK-Zertifikat „Train the Trainer (IHK)“ erwerben.

Dieser Ratgeber erklärt Aufgaben, Voraussetzungen, Lerninhalte, Praxisseminare, Prüfungsablauf, Kosten, Fördermöglichkeiten und berufliche Perspektiven. Außerdem vergleichen wir die Lehrgänge von SGD und Fernakademie und erläutern den wichtigen Unterschied zum Ausbilderschein nach AEVO.

Was bedeutet Train the Trainer?

„Train the Trainer“ bezeichnet die Qualifizierung von Personen, die ihr Fachwissen professionell an andere Menschen weitergeben möchten.

Im Mittelpunkt steht nicht die Vermittlung eines bestimmten technischen oder kaufmännischen Fachthemas. Vielmehr lernen die Teilnehmer, wie sie Trainings und Seminare unabhängig vom jeweiligen Fachgebiet sinnvoll planen, gestalten und durchführen.

Der Lehrgang vermittelt damit vor allem didaktische, methodische, kommunikative und organisatorische Kompetenzen.

Diese Kompetenzen können beispielsweise für interne Firmenschulungen, fachliche Seminare, Verkaufstrainings oder die Weiterbildung von Mitarbeitern eingesetzt werden.

Was macht ein Trainer in der Erwachsenenbildung?

Ein Trainer entwickelt und führt Lernveranstaltungen durch, die auf die jeweiligen Ziele und Teilnehmer abgestimmt sind.

Dazu gehören insbesondere folgende Aufgaben:

  • Weiterbildungsbedarf ermitteln
  • Lernziele festlegen
  • Teilnehmer und deren Vorkenntnisse berücksichtigen
  • Schulungsinhalte auswählen
  • Seminarkonzepte erstellen
  • Geeignete Lehr- und Lernmethoden auswählen
  • Präsentationen und Arbeitsmaterialien vorbereiten
  • Trainings und Workshops durchführen
  • Gruppengespräche moderieren
  • Teilnehmer zur aktiven Mitarbeit motivieren
  • Mit Störungen und Konflikten umgehen
  • Lernergebnisse überprüfen
  • Teilnehmerfeedback auswerten
  • Seminare nachbereiten und verbessern
  • Die Wirksamkeit von Weiterbildungsmaßnahmen beurteilen

Die konkreten Aufgaben unterscheiden sich nach Branche, Zielgruppe und Art der Lernveranstaltung.

Für wen eignet sich die Train-the-Trainer-Weiterbildung?

Fachkräfte, die ihr Wissen weitergeben möchten

Wer über fundierte berufliche Fachkenntnisse verfügt und künftig Kollegen oder Kunden schulen möchte, kann mit der Weiterbildung die dafür notwendigen didaktischen Grundlagen erwerben.

Interne Trainer

Beschäftigte, die bereits Einarbeitungen, Produktschulungen oder interne Seminare übernehmen, können ihre bestehenden Erfahrungen um systematische Trainingsmethoden ergänzen.

Ausbilder mit AEVO-Prüfung

Ausbilder können von zusätzlichen Kenntnissen in der Erwachsenenbildung, Moderation und Gestaltung umfangreicher Weiterbildungsveranstaltungen profitieren.

Personalentwickler

Wer Weiterbildungsangebote plant und organisiert, kann lernen, Schulungsmaßnahmen selbst durchzuführen und ihre Wirksamkeit zu beurteilen.

Führungskräfte und Teamleiter

Für Führungskräfte kann die Weiterbildung interessant sein, wenn sie regelmäßig Workshops moderieren, Mitarbeiter schulen oder Wissen innerhalb ihres Teams vermitteln.

Selbstständige Trainer und Berater

Wer eigene Seminare oder Workshops anbieten möchte, kann die Weiterbildung als methodische Grundlage nutzen. Zusätzlich sind fachliche Spezialisierung und unternehmerische Kenntnisse erforderlich.

Welche Voraussetzungen gelten?

SGD und Fernakademie nennen keine besonderen formalen Zugangsvoraussetzungen für den Lehrgang.

Empfohlen werden jedoch:

  • Fachkenntnisse in einem späteren Trainingsgebiet
  • Praktische Berufserfahrung
  • Interesse am Umgang mit Gruppen
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Freude an der Wissensvermittlung
  • Bereitschaft zur praktischen Anwendung des Lernstoffs

Erste Unterrichts- oder Trainingserfahrung ist hilfreich, aber nicht grundsätzlich erforderlich.

Die Weiterbildung vermittelt vor allem, wie Wissen vermittelt wird. Das Fachwissen zu einem konkreten Unterrichtsthema müssen angehende Trainer bereits mitbringen oder zusätzlich erwerben.

Welche Inhalte vermittelt Train the Trainer (IHK)?

Die beiden untersuchten Lehrgänge beschäftigen sich mit dem gesamten Ablauf einer professionellen Trainingsmaßnahme: von der Vorbereitung über die Durchführung bis zur Nachbereitung und Erfolgskontrolle.

1. Grundlagen der Trainertätigkeit

Die Teilnehmer lernen die Aufgaben und Verantwortlichkeiten eines Trainers kennen.

Dabei geht es beispielsweise um die professionelle Haltung, das eigene Rollenverständnis sowie die Erwartungen von Auftraggebern und Seminarteilnehmern.

2. Trainerpersönlichkeit und Auftreten

Ein souveränes Auftreten kann die Verständlichkeit und Akzeptanz eines Trainings unterstützen.

Die Weiterbildung vermittelt, wie Sprache, Körpersprache, Stimme und persönliche Wirkung bewusst eingesetzt werden können.

3. Grundlagen des Lernens

Menschen bringen unterschiedliche Vorkenntnisse, Erfahrungen und Lernbedingungen mit.

Die Teilnehmer beschäftigen sich deshalb mit grundlegenden Lernprozessen und der Frage, wie Lerninhalte verständlich vermittelt und nachhaltig geübt werden können.

4. Motivation von Teilnehmern

Die Lernmotivation beeinflusst, wie aktiv Menschen an einer Weiterbildungsveranstaltung teilnehmen.

Trainer lernen, wie sie Lernziele transparent machen, die praktische Bedeutung eines Themas erklären und Teilnehmer zur Mitarbeit anregen können.

5. Weiterbildungsbedarf analysieren

Vor einer Schulung sollte geklärt werden, welche Kompetenzen tatsächlich benötigt werden.

Dazu können beispielsweise Gespräche mit Führungskräften, Tätigkeitsanalysen oder Ergebnisse betrieblicher Leistungsbeurteilungen herangezogen werden.

6. Lernziele formulieren

Ein gutes Lernziel beschreibt möglichst konkret, was Teilnehmer nach einer Veranstaltung wissen oder anwenden können sollen.

Beispielsweise ist „Die Teilnehmer können ein Verkaufsgespräch anhand eines vorgegebenen Gesprächsmodells strukturieren“ präziser als „Die Teilnehmer verstehen den Vertrieb“.

7. Zielgruppenanalyse

Seminarinhalte müssen zum Kenntnisstand und zu den Aufgaben der Teilnehmer passen.

Eine Schulung für Berufseinsteiger benötigt beispielsweise andere Beispiele und Übungen als eine Fortbildung für erfahrene Fachkräfte.

8. Seminare konzipieren

Bei der Seminarkonzeption werden Lernziele, Inhalte, Methoden, Zeitplanung und Materialien aufeinander abgestimmt.

Die Teilnehmer lernen, einen nachvollziehbaren Ablaufplan für eine Schulung zu entwickeln.

9. Aufbau einer Unterrichtseinheit

Eine Unterrichtseinheit kann beispielsweise folgende Phasen umfassen:

  1. Einstieg und Aktivierung des Vorwissens
  2. Einführung in das Thema
  3. Erarbeitung neuer Inhalte
  4. Praktische Anwendung
  5. Wiederholung und Sicherung
  6. Auswertung und Transfer

Die genaue Gestaltung hängt vom Lernziel, der Gruppe und den verfügbaren Rahmenbedingungen ab.

10. Lehr- und Lernmethoden

Unterschiedliche Trainingssituationen erfordern unterschiedliche Methoden.

Mögliche Methoden sind:

  • Lehrgespräch
  • Kurzvortrag
  • Gruppenarbeit
  • Partnerarbeit
  • Fallstudie
  • Rollenspiel
  • Praktische Demonstration
  • Diskussion
  • Moderierter Workshop
  • Einzel- und Gruppenreflexion

Die Weiterbildung vermittelt, welche Methoden sich für bestimmte Lernziele eignen und wie sie sinnvoll kombiniert werden können.

11. Präsentations- und Visualisierungstechniken

Trainer müssen komplexe Inhalte verständlich darstellen.

Dazu gehören eine geeignete Präsentationsstruktur, lesbare Visualisierungen und der bewusste Umgang mit digitalen und analogen Medien.

12. Moderationstechniken

Bei Workshops und interaktiven Seminaren steht die aktive Beteiligung der Teilnehmer im Vordergrund.

Moderationstechniken helfen dabei, Beiträge zu strukturieren, Diskussionen zu steuern und gemeinsame Ergebnisse festzuhalten.

13. Gruppendynamik

In Lerngruppen können unterschiedliche Rollen, Erwartungen und Verhaltensweisen auftreten.

Die Teilnehmer lernen, wie Gruppenprozesse entstehen und welche Möglichkeiten Trainer haben, eine konstruktive Lernatmosphäre zu fördern.

14. Umgang mit Störungen und Konflikten

Nicht jede Schulung verläuft ohne Schwierigkeiten.

Mögliche Situationen sind beispielsweise:

  • Wiederholte Zwischenfragen
  • Abschweifende Diskussionen
  • Desinteressierte Teilnehmer
  • Konflikte zwischen Gruppenmitgliedern
  • Starke Unterschiede im Vorwissen
  • Zeitprobleme während des Seminars

Trainer lernen, solche Situationen zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren.

15. Seminarabschluss und Feedback

Zum Ende einer Schulung sollten die wichtigsten Ergebnisse gesichert und offene Fragen geklärt werden.

Feedback ermöglicht es, die Veranstaltung aus Sicht der Teilnehmer zu bewerten.

16. Qualitätssicherung in der Weiterbildung

Qualitätssicherung bedeutet, Trainingsmaßnahmen nicht nur durchzuführen, sondern ihre Ergebnisse systematisch zu überprüfen und Verbesserungsmöglichkeiten abzuleiten.

Dazu gehören beispielsweise Teilnehmerfeedback, die Überprüfung von Lernzielen und die Auswertung praktischer Lernergebnisse.

17. Bildungscontrolling

Im Bildungscontrolling werden Aufwand und Ergebnisse von Weiterbildungsmaßnahmen betrachtet.

Ein Unternehmen kann beispielsweise prüfen, wie viele Mitarbeiter geschult wurden, welche Kompetenzen erworben wurden und ob sich diese im Arbeitsalltag anwenden lassen.

Die berufliche Wirkung einer Schulung lässt sich jedoch nicht immer unmittelbar auf eine einzelne Kennzahl zurückführen.

18. Der Trainer als Dienstleister

Trainer müssen ihre Leistungen auf die Anforderungen des Auftraggebers abstimmen.

Bei selbstständigen Trainern kommen beispielsweise die Erstellung von Angeboten, die Abstimmung des Leistungsumfangs und die Organisation von Seminaren hinzu.

Wie plant man ein erfolgreiches Seminar?

Eine professionelle Seminarplanung beginnt mit einer klaren Zielsetzung.

  1. Bedarf bestimmen: Welche Kenntnisse oder Fähigkeiten fehlen?
  2. Zielgruppe analysieren: Wer nimmt teil und welche Erfahrungen sind vorhanden?
  3. Lernziele formulieren: Was sollen die Teilnehmer anschließend können?
  4. Inhalte auswählen: Welche Themen sind dafür notwendig?
  5. Methoden festlegen: Wie werden die Inhalte vermittelt und geübt?
  6. Zeitplan erstellen: Wie viel Zeit wird für die einzelnen Phasen benötigt?
  7. Materialien vorbereiten: Welche Präsentationen und Übungen werden benötigt?
  8. Seminar durchführen: Die Lernveranstaltung moderieren und steuern.
  9. Ergebnisse sichern: Lernerfolg und Rückmeldungen überprüfen.
  10. Transfer unterstützen: Die Anwendung des Gelernten im Arbeitsalltag vorbereiten.

Welche Rolle spielt die Lernpsychologie?

Ein wirksames Training berücksichtigt, dass Lernen ein aktiver Prozess ist.

Teilnehmer profitieren häufig davon, wenn neue Inhalte mit vorhandenem Wissen verbunden, praktisch angewendet und später wiederholt werden.

Dabei gibt es keine einheitliche Lernmethode, die für jeden Menschen und jedes Thema gleichermaßen optimal ist.

Trainer sollten ihre Methoden daher vor allem an Lernzielen, Inhalten und tatsächlichen Lernbedingungen ausrichten.

Train the Trainer und der AdA-Schein: Was ist der Unterschied?

Die beiden Qualifikationen beschäftigen sich mit beruflichem Lernen, verfolgen aber unterschiedliche Ziele.

Train the Trainer (IHK) Ausbilderschein nach AEVO
Professionelle Gestaltung von Trainings und Seminaren Nachweis berufs- und arbeitspädagogischer Eignung für die betriebliche Ausbildung
Erwachsenenbildung, Moderation und Gruppenprozesse Ausbildung vorbereiten, durchführen und abschließen
IHK-Zertifikatslehrgang Öffentlich-rechtliche Eignungsprüfung nach AEVO
Für interne und externe Trainer Für betriebliche Ausbilder
Kein automatischer Ersatz für die AEVO-Prüfung Kein automatischer Ersatz für eine umfassende Trainerausbildung

Die AEVO regelt den Nachweis berufs- und arbeitspädagogischer Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten für die betriebliche Ausbildung.

Der Train-the-Trainer-Lehrgang konzentriert sich dagegen stärker auf die professionelle Durchführung von Seminaren und Weiterbildungsveranstaltungen.

Wer betriebliche Auszubildende verantwortlich ausbilden möchte, sollte prüfen, welche Anforderungen nach Berufsbildungsgesetz und AEVO gelten.

Weitere Informationen bietet unser Ratgeber zum AdA-Schein und zur Ausbildereignungsprüfung.

Train the Trainer oder E-Learning-Trainer?

Beide Weiterbildungen beschäftigen sich mit der Vermittlung von Wissen. Der Schwerpunkt unterscheidet sich jedoch.

Train the Trainer E-Learning-Trainer
Seminare, Workshops und Gruppentrainings Digitale Lehr- und Lernangebote
Präsentation, Moderation und Gruppendynamik Digitale Lernmedien und Lernplattformen
Schwerpunkt auf Trainingsplanung und Durchführung Schwerpunkt auf digital gestützten Lernprozessen
Auch für Präsenzveranstaltungen ausgelegt Besonders für Online- und Blended-Learning-Angebote geeignet

Für Personen, die schwerpunktmäßig digitale Schulungen und Lernmedien entwickeln möchten, kann die Weiterbildung zum E-Learning-Trainer eine interessante Alternative sein.

Wie sieht ein praxisnahes Trainingskonzept aus?

Ein Unternehmen möchte seine Mitarbeiter im Kundenservice im Umgang mit schwierigen Gesprächssituationen schulen.

Schritt 1: Weiterbildungsbedarf bestimmen

Die verantwortlichen Führungskräfte erläutern, welche Gesprächssituationen besondere Schwierigkeiten bereiten.

Schritt 2: Lernziele festlegen

Die Teilnehmer sollen beispielsweise Beschwerden strukturiert aufnehmen und geeignete Gesprächstechniken anwenden können.

Schritt 3: Lerninhalte auswählen

Der Trainer wählt passende Grundlagen zu Kommunikation, Fragetechniken und Einwandbehandlung aus.

Schritt 4: Übungen vorbereiten

Die Teilnehmer bearbeiten kurze Fallbeispiele und führen Rollenspiele durch.

Schritt 5: Schulung durchführen

Der Trainer erklärt die wesentlichen Grundlagen, moderiert Übungen und gibt konstruktives Feedback.

Schritt 6: Lernergebnisse überprüfen

Am Ende bearbeiten die Teilnehmer eine praktische Übung, um die Anwendung des Gelernten zu demonstrieren.

Schritt 7: Transfer begleiten

Die Teilnehmer erhalten Hinweise, wie sie die Gesprächstechniken im Arbeitsalltag anwenden und weiter üben können.

Das Beispiel zeigt, warum eine gute Schulung nicht allein aus einer Präsentation besteht.

Wie misst man den Erfolg einer Weiterbildung?

Die Qualität eines Trainings kann aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden.

Bereich Mögliche Auswertung
Teilnehmerreaktion Feedback zur Veranstaltung
Lernerfolg Tests, Übungen oder praktische Aufgaben
Anwendung Beobachtung oder Rückmeldung zum Transfer in den Arbeitsalltag
Betriebliche Wirkung Geeignete betriebliche Kennzahlen und qualitative Rückmeldungen

Eine positive Seminarbewertung allein beweist noch nicht, dass Teilnehmer die erworbenen Kompetenzen später erfolgreich einsetzen.

Deshalb sollten Lernziele und geeignete Verfahren zur Erfolgskontrolle möglichst bereits bei der Planung berücksichtigt werden.

Wie lange dauert Train the Trainer (IHK)?

Merkmal SGD Fernakademie
Regelstudiendauer 12 Monate 12 Monate
Lernaufwand ca. 10 Stunden/Woche ca. 10 Stunden/Woche
Kostenlose Verlängerung 6 Monate 6 Monate
Studienbeginn Jederzeit Jederzeit
Präsenzveranstaltungen 2 Tage in Bremen Insgesamt 5 Seminartage in Bremen

Bei der SGD kommt zusätzlich eine zweitägige Online-Veranstaltung hinzu. Für den IHK-Zertifikatsabschluss sind beide Veranstaltungen erforderlich.

Die Gesamtdauer kann von der persönlichen Lerngeschwindigkeit und den verfügbaren Veranstaltungsterminen abhängen.

Welche Studienmaterialien erhalten die Teilnehmer?

Merkmal SGD Fernakademie
Studienhefte 26 26
Fallstudien 4 4
Ergänzende Lernprogramme Digitale Lernangebote Ergänzende Lernprogramme
Online-Lernplattform SGD-OnlineCampus Fernakademie-Online-Studienzentrum
Einsendeaufgaben Ja Ja
Persönliche Lernbetreuung Ja Ja
Vorbereitung auf das IHK-Zertifikat Zwei Veranstaltungen Zwei Praxisseminare

Welchen Abschluss erhält man?

Bei beiden Fernschulen muss zwischen dem Fernschulzeugnis und dem zusätzlichen IHK-Zertifikat unterschieden werden.

Abschlusszeugnis der SGD

Nach erfolgreicher Bearbeitung der vorgesehenen Studienleistungen erhalten Teilnehmer das SGD-Abschlusszeugnis „Train the Trainer“.

Dieser Nachweis bestätigt den erfolgreichen Abschluss des Fernlehrgangs, ist aber noch kein IHK-Zertifikat.

Abschlusszeugnis der Fernakademie

Die Fernakademie stellt nach erfolgreicher Bearbeitung aller Einsendeaufgaben ihr Abschlusszeugnis aus.

Eine englischsprachige Certificate-Fassung des Zeugnisses ist auf Wunsch möglich. Diese ist nicht mit einer zusätzlich bestandenen IHK-Prüfung gleichzusetzen.

IHK-Zertifikat „Train the Trainer (IHK)“

Das zusätzliche IHK-Zertifikat wird nur vergeben, wenn die vorgeschriebenen Veranstaltungen absolviert und der Zertifikatstest erfolgreich bestanden wurden.

Die genauen Termine und organisatorischen Anforderungen richten sich nach dem jeweiligen Anbieter.

Wie läuft das IHK-Testverfahren ab?

SGD: Online-Veranstaltung, Präsenzseminar und Test

Die SGD bietet in ihrer IHK-Zertifikatsvariante zwei zweitägige Veranstaltungen an.

Die erste Veranstaltung findet online statt. Die zweite wird nach den aktuellen Kursinformationen in Präsenz in Bremen durchgeführt.

Im Anschluss an die zweite Veranstaltung findet der lehrgangsinterne IHK-Zertifikatstest statt.

Die Teilnahme an beiden Veranstaltungen ist Voraussetzung für den Erwerb des IHK-Zertifikats.

Die SGD weist darauf hin, dass für diese Pflichtveranstaltungen keine zusätzlichen Teilnahmegebühren anfallen.

Fernakademie: Zwei Praxisseminare und IHK-Test

Die Fernakademie sieht zwei Praxisseminare in Bremen vor, die zusammen fünf Tage dauern.

In den Seminaren vertiefen die Teilnehmer ihre methodischen und didaktischen Kompetenzen.

Ein Bestandteil ist die praktische Konzeption und Präsentation einer Trainingsveranstaltung.

Nach erfolgreichem IHK-Zertifikatstest kann das Zertifikat „Train the Trainer (IHK)“ erworben werden.

Die Seminargebühren sind in der Studiengebühr enthalten.

Hinweis: Bei beiden Anbietern sollten die aktuellen Prüfungsbedingungen, Termine, die ausstellende Industrie- und Handelskammer und mögliche Zusatzkosten vor der Anmeldung bestätigt werden.

Ist Train the Trainer (IHK) ein staatlich anerkannter Abschluss?

Die beiden untersuchten Fernlehrgänge verfügen über eine Zulassung durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht.

Diese ZFU-Zulassung betrifft das jeweilige Fernunterrichtsangebot.

Das zusätzlich mögliche IHK-Zertifikat wird nach erfolgreichem Absolvieren der entsprechenden Zusatzleistungen vergeben.

Es handelt sich jedoch nicht um eine öffentlich-rechtliche IHK-Fortbildungsprüfung wie beispielsweise beim Wirtschaftsfachwirt oder beim Geprüften Personalfachkaufmann.

Auch ein akademischer Hochschulabschluss wird nicht erworben.

Train the Trainer (IHK): SGD und Fernakademie im Vergleich

Merkmal SGD Fernakademie
Kursbezeichnung Train the Trainer mit IHK-Zertifikat Train the Trainer (IHK)
Regelstudienzeit 12 Monate 12 Monate
Wöchentlicher Lernaufwand ca. 10 Stunden ca. 10 Stunden
Kostenlose Verlängerung 6 Monate 6 Monate
Studienhefte 26 26
Fallstudien 4 4
Besondere Teilnahmevoraussetzungen Keine Keine
Fernschulzeugnis Ja Ja
IHK-Zertifikat möglich Ja Ja
Zusatzveranstaltungen 2 Tage online, 2 Tage Präsenz 2 Praxisseminare, insgesamt 5 Tage
Präsenzort Bremen Bremen
Prüfung Lehrgangsinterner IHK-Zertifikatstest IHK-Zertifikatstest mit praktischer Vorbereitung
ZFU-Zulassungsnummer 5153725 585512

Stand der Anbieterprüfung: Oktober 2026. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen Studien-, Seminar- und Prüfungsbedingungen.

SGD: Train the Trainer mit IHK-Zertifikat

Die Studiengemeinschaft Darmstadt bietet den Fernlehrgang mit zwölf Monaten Regelstudienzeit und etwa zehn Lernstunden pro Woche an.

Die Studienmaterialien umfassen 26 Studienhefte und vier Fallstudien.

Zusätzlich erhalten Teilnehmer Zugang zum SGD-OnlineCampus und können die persönliche Lernbetreuung nutzen.

Die Lerninhalte umfassen Trainerrolle, Lernpsychologie, Trainingsplanung, Präsentationstechniken, Methodenwahl, Gruppendynamik sowie Qualitätssicherung und Bildungscontrolling.

Nach erfolgreicher Kursteilnahme erhalten Teilnehmer das SGD-Abschlusszeugnis.

Wer zusätzlich das IHK-Zertifikat erwerben möchte, nimmt an einer zweitägigen Online-Veranstaltung und einer zweitägigen Präsenzveranstaltung in Bremen teil.

Im Anschluss an die zweite Veranstaltung findet der lehrgangsinterne IHK-Zertifikatstest statt.

Die Teilnahme an beiden Veranstaltungen ist für den IHK-Zertifikatsweg verpflichtend und nach den Anbieterangaben ohne zusätzliche Veranstaltungsgebühren möglich.

Die kostenlose Verlängerung beträgt sechs Monate. Die ZFU-Zulassungsnummer lautet 5153725.

Fernakademie: Train the Trainer (IHK)

Die Fernakademie für Erwachsenenbildung bietet den Lehrgang mit einer Regelstudiendauer von zwölf Monaten und etwa zehn Wochenstunden an.

Das Studienmaterial besteht aus 26 Studienheften, vier Fallstudien und ergänzenden Lernprogrammen.

Teilnehmer erhalten Zugang zum Online-Studienzentrum sowie persönliche fachliche und organisatorische Betreuung.

Der Lehrgang wurde in Zusammenarbeit mit der Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven entwickelt.

Zu den Lerninhalten gehören Grundlagen des Lernens, Seminarplanung, Methodenwahl, Moderation, Gruppendynamik sowie die Bewertung von Trainingsmaßnahmen.

Nach erfolgreicher Bearbeitung der Einsendeaufgaben erhalten Teilnehmer das Fernakademie-Zeugnis.

Für das zusätzliche IHK-Zertifikat sind zwei Praxisseminare in Bremen mit insgesamt fünf Tagen Dauer vorgesehen.

In diesen Seminaren wird unter anderem eine eigene Trainingsveranstaltung vorbereitet und präsentiert.

Nach erfolgreichem IHK-Zertifikatstest wird das zusätzliche Zertifikat „Train the Trainer (IHK)“ ausgestellt.

Die kostenlose Verlängerung beträgt sechs Monate. Die ZFU-Zulassungsnummer lautet 585512.

Was kostet die Train-the-Trainer-Weiterbildung?

Die Studiengebühren unterscheiden sich nach Anbieter und Vertragsangebot.

Bei der Auswahl sollten folgende Kosten berücksichtigt werden:

  • Monatliche Studiengebühren
  • Gesamtkosten über zwölf Monate
  • Studienmaterialien und digitale Lernangebote
  • Persönliche Lernbetreuung
  • Vorbereitungsveranstaltungen
  • IHK-Zertifikatstest
  • Reise- und Übernachtungskosten für Bremen
  • Gegebenenfalls Kosten bei Wiederholung des Tests
  • Vertrags- und Verlängerungsbedingungen

Die vorgesehenen Pflichtveranstaltungen für den IHK-Zertifikatsweg sind nach den aktuellen Angaben von SGD und Fernakademie ohne zusätzliche Seminarteilnahmegebühr enthalten.

Reise-, Verpflegungs- und Übernachtungskosten sollten dennoch berücksichtigt werden.

Da die Gesamtkosten auf den Kursseiten nicht einheitlich öffentlich ausgewiesen werden, nennen wir keine ungeprüften Festpreise.

Welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Bildungsgutschein

Die SGD bewirbt für entsprechend zugelassene Kursvarianten eine Förderung über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit.

Bei erfüllten persönlichen Voraussetzungen und einer entsprechend zugelassenen Maßnahme können förderfähige Kosten vollständig übernommen werden.

Eine ZFU-Zulassung allein ist kein Nachweis dafür, dass jeder Kurs automatisch mit einem Bildungsgutschein gefördert werden kann.

Kostenübernahme durch den Arbeitgeber

Wenn Mitarbeiter künftig interne Schulungen oder Workshops durchführen sollen, kann eine Finanzierung durch den Arbeitgeber sinnvoll sein.

Steuerliche Berücksichtigung

Beruflich veranlasste Weiterbildungskosten können unter den gesetzlichen Voraussetzungen steuerlich berücksichtigt werden.

Aufstiegs-BAföG

Der hier vorgestellte IHK-Zertifikatslehrgang ist nicht automatisch eine nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz förderfähige öffentlich-rechtliche Aufstiegsfortbildung.

Welche beruflichen Möglichkeiten bietet Train the Trainer?

Die Weiterbildung kann für verschiedene berufliche Tätigkeiten eingesetzt werden.

  • Interner Unternehmenstrainer
  • Seminartrainer
  • Trainer im Vertrieb und Kundenservice
  • Fachtrainer für technische Themen
  • Schulungsreferent
  • Personalentwicklung
  • Interne Weiterbildung
  • Produktschulungen
  • Workshopmoderation
  • Selbstständige Trainertätigkeit

Die beruflichen Perspektiven hängen insbesondere vom vorhandenen Fachwissen und der Erfahrung mit Zielgruppen ab.

Für spezialisierte Tätigkeiten können zusätzliche didaktische, pädagogische oder fachliche Qualifikationen erforderlich sein.

Was verdient ein Trainer in der Erwachsenenbildung?

Für die Bezeichnung „Trainer“ gibt es kein einheitliches Berufsgehalt.

Die Vergütung hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:

  • Fachlicher Spezialisierung
  • Berufserfahrung
  • Art des Arbeitgebers
  • Branche
  • Teilnehmergruppen
  • Trainingsumfang
  • Fester Anstellung oder Selbstständigkeit
  • Verantwortung für Lernprogramme
  • Reise- und Vorbereitungstätigkeiten

Selbstständige Trainer vereinbaren häufig Honorare pro Veranstaltung, Trainingstag oder Projekt.

Solche Honorare sind nicht mit einem festen Arbeitnehmerbruttogehalt gleichzusetzen. Von den Einnahmen müssen unter anderem Vorbereitungszeiten, Akquise, Versicherungen, Reisekosten und andere betriebliche Aufwendungen gedeckt werden.

Ein IHK-Zertifikat allein garantiert weder Aufträge noch ein bestimmtes Einkommen.

Kann man sich als Trainer selbstständig machen?

Eine selbstständige Trainertätigkeit ist grundsätzlich möglich.

Neben der didaktischen Ausbildung benötigen Interessenten dafür aber auch ein geeignetes fachliches Leistungsangebot.

Wichtige Fragen sind:

  • Welche Themen möchten Sie vermitteln?
  • Welche Zielgruppen sollen angesprochen werden?
  • Welche praktische Erfahrung bringen Sie mit?
  • Welche Leistungen können Sie konkret anbieten?
  • Wie werden Seminare kalkuliert?
  • Welche Vertragsbedingungen gelten?
  • Wie werden Kunden gewonnen?
  • Wie werden Datenschutz und Urheberrechte berücksichtigt?
  • Welche steuerlichen und versicherungsrechtlichen Fragen müssen geklärt werden?

Ob eine Tätigkeit steuerlich als freiberuflich oder gewerblich einzuordnen ist, hängt von ihrer konkreten Ausgestaltung ab.

Welche Rolle spielen digitale Trainings?

Viele Unternehmen kombinieren Präsenzveranstaltungen mit digitalen Lernangeboten.

Trainer können beispielsweise Videokonferenzen, digitale Whiteboards, Lernplattformen und interaktive Übungen einsetzen.

Eine gute digitale Schulung erfordert jedoch mehr als die Übertragung einer herkömmlichen Präsentation.

Wichtig sind die sinnvolle Beteiligung der Teilnehmer, geeignete Aufgaben und eine verständliche technische Organisation.

Kann künstliche Intelligenz Trainer unterstützen?

KI-Anwendungen können Trainer bei verschiedenen Arbeitsschritten unterstützen.

  • Erstellung erster Seminarentwürfe
  • Formulierung von Lernzielen
  • Entwicklung von Übungsaufgaben
  • Vorbereitung von Fallbeispielen
  • Strukturierung von Präsentationsinhalten
  • Erstellung von Wissenstests
  • Zusammenfassung anonymisierter Rückmeldungen

Die Ergebnisse müssen fachlich geprüft werden. Insbesondere können KI-Anwendungen unzutreffende Informationen erzeugen oder didaktisch ungeeignete Vorschläge machen.

Vertrauliche Unternehmens- und Teilnehmerinformationen dürfen nur im Rahmen der geltenden Datenschutz- und Unternehmensvorgaben verarbeitet werden.

Wie gibt man Train the Trainer (IHK) im Lebenslauf an?

Die tatsächlich erworbene Qualifikation sollte klar bezeichnet werden.

Nach bestandenem IHK-Zertifikatstest:

2026 – Train the Trainer (IHK), IHK-Zertifikat nach erfolgreichem Zertifikatstest

Ohne zusätzlichen IHK-Test:

2026 – Train the Trainer, Abschlusszeugnis der SGD beziehungsweise Fernakademie

Die Angabe eines erworbenen IHK-Zertifikats setzt voraus, dass die entsprechenden Zusatzleistungen tatsächlich erfolgreich abgeschlossen wurden.

Vorteile und mögliche Nachteile der Weiterbildung

Vorteile

  • Berufsbegleitendes Lernen
  • Zwölf Monate Regelstudiendauer
  • Keine besonderen formalen Zugangsvoraussetzungen
  • Systematische Seminarkonzeption
  • Grundlagen der Lernpsychologie
  • Präsentations- und Moderationsmethoden
  • Umgang mit Gruppen und Konflikten
  • Praxisorientierte Fallstudien
  • Zusätzliches IHK-Zertifikat möglich
  • Breite Einsatzmöglichkeiten in der betrieblichen Weiterbildung

Mögliche Nachteile

  • Regelmäßiger Lernaufwand erforderlich
  • Eigenes Fachwissen wird für die spätere Trainertätigkeit vorausgesetzt
  • Praktische Trainingserfahrung muss aufgebaut werden
  • Für das IHK-Zertifikat sind Zusatzveranstaltungen erforderlich
  • Reise nach Bremen notwendig
  • Keine öffentlich-rechtliche IHK-Aufstiegsfortbildung
  • Kein automatischer Ersatz für den AdA-Schein
  • Keine Garantie für eine bestimmte berufliche Position

Checkliste vor der Anmeldung

  • In welchem Fachgebiet möchten Sie später Trainings anbieten?
  • Verfügen Sie über ausreichende fachliche Grundkenntnisse?
  • Möchten Sie interne oder externe Seminare durchführen?
  • Können Sie ungefähr zehn Stunden pro Woche lernen?
  • Wie umfangreich sind die praktischen Übungen?
  • Welche Betreuung erhalten Sie bei der Entwicklung eines Trainingskonzepts?
  • Wie sind die IHK-Pflichtveranstaltungen organisiert?
  • Können Sie die Präsenztermine in Bremen wahrnehmen?
  • Welche Kosten sind in den Studiengebühren enthalten?
  • Wie hoch sind die vollständigen Gesamtkosten?
  • Welche IHK stellt das Zertifikat aus?
  • Ist die Weiterbildung für Ihren Beruf oder eine geplante Selbstständigkeit geeignet?
  • Benötigen Sie zusätzlich den AdA-Schein nach AEVO?
  • Kommt eine Förderung oder Kostenübernahme infrage?

Häufige Fragen zu Train the Trainer (IHK)

Was bedeutet Train the Trainer?

Train the Trainer bezeichnet eine Weiterbildung für Menschen, die Wissen und Fähigkeiten professionell in Seminaren, Workshops oder anderen Lernveranstaltungen vermitteln möchten.

Welche Aufgaben hat ein Trainer?

Ein Trainer analysiert Weiterbildungsbedarf, formuliert Lernziele, plant Seminare, wählt geeignete Methoden aus, führt Lernveranstaltungen durch und überprüft deren Ergebnisse.

Wie lange dauert das Fernstudium?

Die untersuchten Lehrgänge von SGD und Fernakademie dauern jeweils zwölf Monate.

Wie hoch ist der Lernaufwand?

Beide Anbieter empfehlen ungefähr zehn Stunden pro Woche.

Welche Voraussetzungen gelten?

Es bestehen keine besonderen formalen Zugangsvoraussetzungen. Hilfreich sind Kenntnisse im späteren Trainingsgebiet und erste Unterrichtserfahrungen.

Welche Themen werden behandelt?

Zum Lernstoff gehören Trainertätigkeit, Lernpsychologie, Trainingsplanung, Präsentation, Moderation, Gruppendynamik, Umgang mit Konflikten und Bildungscontrolling.

Kann man Train the Trainer berufsbegleitend absolvieren?

Ja. Beide Fernlehrgänge sind auf selbstständiges Lernen neben dem Beruf ausgelegt.

Welche Abschlüsse erhält man?

Nach erfolgreicher Bearbeitung der Studienleistungen erhalten Teilnehmer ein Abschlusszeugnis der jeweiligen Fernschule. Zusätzlich kann durch die vorgesehenen Veranstaltungen und einen bestandenen Test das IHK-Zertifikat erworben werden.

Ist Train the Trainer ein IHK-Abschluss?

Das zusätzliche Zertifikat stammt aus einem IHK-Zertifikatslehrgang. Es ist jedoch keine öffentlich-rechtliche IHK-Fortbildungsprüfung.

Erhält man das IHK-Zertifikat automatisch?

Nein. Die vorgeschriebenen Veranstaltungen müssen absolviert und der Zertifikatstest erfolgreich bestanden werden.

Wo finden die Praxisseminare statt?

Die Fernakademie nennt Bremen für ihre zwei Praxisseminare. Bei der SGD findet die erste Veranstaltung online und die zweite in Bremen statt.

Wie viele Präsenztage sind notwendig?

Bei der SGD sind aktuell zwei Präsenztage in Bremen vorgesehen. Die Fernakademie nennt insgesamt fünf Praxisseminartage in Bremen.

Ist Train the Trainer dasselbe wie der AdA-Schein?

Nein. Die AEVO-Prüfung betrifft die berufs- und arbeitspädagogische Eignung für die betriebliche Ausbildung. Train the Trainer konzentriert sich auf die professionelle Gestaltung von Trainings und Seminaren.

Kann man mit dem Abschluss Auszubildende ausbilden?

Der Train-the-Trainer-Abschluss allein ersetzt nicht die für verantwortliche betriebliche Ausbilder gegebenenfalls notwendige Ausbildereignung nach AEVO und die weiteren gesetzlichen Anforderungen.

Kann man sich als Trainer selbstständig machen?

Eine selbstständige Tätigkeit ist grundsätzlich möglich. Dafür sind neben didaktischen Kenntnissen insbesondere Fachkompetenz, Praxiserfahrung und eine tragfähige unternehmerische Planung wichtig.

Was kostet die Weiterbildung?

Die Gebühren hängen vom Anbieter und dem aktuellen Vertragsangebot ab. Zusätzlich sollten insbesondere mögliche Reise- und Übernachtungskosten berücksichtigt werden.

Kann der Lehrgang gefördert werden?

Die SGD bewirbt eine Förderung geeigneter Maßnahmen über Bildungsgutschein. Die tatsächliche Förderung hängt von der Zulassung der gewählten Maßnahme und den individuellen Voraussetzungen ab.

Was verdient ein Seminartrainer?

Die Vergütung unterscheidet sich nach Fachgebiet, Erfahrung, Arbeitgeber und Beschäftigungsform. Für selbstständige Trainer gelten andere wirtschaftliche Rahmenbedingungen als für angestellte Mitarbeiter.

Ist der Lehrgang für Fachwirte geeignet?

Ja. Gerade Fachwirte, die ihr Wissen in Unternehmen oder Weiterbildungsveranstaltungen vermitteln möchten, können von einer ergänzenden didaktischen Qualifikation profitieren.

Was ist der Unterschied zum E-Learning-Trainer?

Train the Trainer legt den Schwerpunkt auf professionelle Trainingsgestaltung, Moderation und Gruppenprozesse. Die Weiterbildung zum E-Learning-Trainer konzentriert sich stärker auf digitale Lernangebote und entsprechende Werkzeuge.

Fazit: Lohnt sich Train the Trainer (IHK)?

Die Train-the-Trainer-Weiterbildung kann eine sinnvolle Zusatzqualifikation für Berufstätige sein, die ihr vorhandenes Fachwissen professionell an andere Menschen weitergeben möchten.

SGD und Fernakademie bieten zwölfmonatige Fernlehrgänge an, die Seminarkonzeption, Lernpsychologie, Moderation, Präsentationstechniken und den Umgang mit Gruppen miteinander verbinden.

Beide Fernschulen vergeben nach erfolgreichem Lehrgangsabschluss ein eigenes Zeugnis. Durch zusätzliche Veranstaltungen und einen bestandenen IHK-Zertifikatstest kann das Zertifikat „Train the Trainer (IHK)“ erworben werden.

Unterschiede bestehen insbesondere in der Organisation der Praxisveranstaltungen: Die SGD bietet eine zweitägige Online-Veranstaltung und eine zweitägige Präsenzveranstaltung in Bremen an. Die Fernakademie sieht zwei Praxisseminare mit insgesamt fünf Tagen in Bremen vor.

Wer als Trainer arbeiten möchte, sollte außerdem beachten, dass die Weiterbildung didaktische Fähigkeiten vermittelt, aber keine beliebige fachliche Spezialisierung ersetzt.

Unsere Empfehlung: Vergleichen Sie die beiden Anbieter vor allem hinsichtlich der Praxisveranstaltungen, Studienbetreuung, Gesamtkosten und IHK-Zertifikatsbedingungen. Wer bereits über fundierte Berufserfahrung verfügt, kann mit dieser Weiterbildung eine gute Grundlage schaffen, um sein Fachwissen künftig strukturiert und verständlich zu vermitteln.

Quellen und weiterführende Informationen

Stand: Oktober 2026. Studiengebühren, Seminarorte, Fördermöglichkeiten und Prüfungsbedingungen können sich ändern. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen Angaben der Fernschulen und der beteiligten Industrie- und Handelskammer.