Personalsachbearbeiter: Weiterbildung, Kosten & Gehalt

Wer als Personalsachbearbeiter oder Personalsachbearbeiterin arbeiten möchte, benötigt Kenntnisse in Personalverwaltung, Arbeitsrecht, Sozialversicherung und Lohn- und Gehaltsabrechnung. Die Tätigkeit gehört zu den wichtigen organisatorischen Aufgaben einer Personalabteilung und verbindet kaufmännische Sachbearbeitung mit dem Umgang mit vertraulichen Beschäftigtendaten.

Eine berufsbegleitende Weiterbildung zum Personalsachbearbeiter im Fernstudium kann helfen, diese Fachkenntnisse systematisch aufzubauen. Die Fernschulen ILS, SGD und Fernakademie bieten dafür entsprechende Lehrgänge mit einer Regelstudiendauer von 18 Monaten an.

Besonders interessant ist die Weiterbildung für kaufmännische Beschäftigte, Bürofachkräfte und Mitarbeiter aus der Verwaltung, die künftig in einer Personalabteilung arbeiten oder ihre bisherigen Kenntnisse erweitern möchten.

Doch welche Aufgaben übernimmt ein Personalsachbearbeiter? Welche Voraussetzungen gelten, wie funktioniert die praktische Lohnabrechnung und welchen Wert besitzt das Abschlusszeugnis der Fernschule?

In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige zu Aufgaben, Voraussetzungen, Lerninhalten, Kosten, Gehalt und beruflichen Möglichkeiten. Außerdem vergleichen wir die Fernlehrgänge von ILS, SGD und Fernakademie und erläutern die Unterschiede zum Personalreferenten sowie zum Geprüften Personalfachkaufmann (IHK).

Was ist ein Personalsachbearbeiter?

Ein Personalsachbearbeiter übernimmt vor allem administrative und organisatorische Aufgaben innerhalb des betrieblichen Personalwesens.

Dazu gehört beispielsweise, Beschäftigtendaten zu verwalten, personelle Veränderungen zu dokumentieren, arbeitsvertragliche Unterlagen vorzubereiten und Informationen für die Lohn- und Gehaltsabrechnung bereitzustellen.

Je nach Stelle führt ein Personalsachbearbeiter die Entgeltabrechnung auch selbst durch oder arbeitet mit einer spezialisierten Abrechnungsstelle zusammen.

Darüber hinaus unterstützt er Führungskräfte, Beschäftigte und andere Personalverantwortliche bei organisatorischen Fragen.

Die Aufgaben können sich zwischen kleinen Betrieben, größeren Unternehmen und Organisationen deutlich unterscheiden.

Beispiel aus dem Arbeitsalltag

Ein Unternehmen stellt eine neue kaufmännische Mitarbeiterin ein.

Die Personalsachbearbeitung bereitet nach den Vorgaben der zuständigen Personalverantwortlichen die erforderlichen Unterlagen vor, erfasst die Stammdaten und organisiert die notwendigen administrativen Schritte.

Außerdem werden beispielsweise Informationen zur Arbeitszeit, zum vereinbarten Entgelt, zur Sozialversicherung und zu weiteren abrechnungsrelevanten Sachverhalten erfasst.

Während des Beschäftigungsverhältnisses werden Änderungen dokumentiert, Abwesenheiten bearbeitet und benötigte Informationen für die Entgeltabrechnung bereitgestellt.

Das Beispiel zeigt: Personalsachbearbeitung sorgt dafür, dass viele wiederkehrende Personalprozesse zuverlässig funktionieren.

Welche Aufgaben hat ein Personalsachbearbeiter?

Das Tätigkeitsfeld umfasst verschiedene Aufgaben der Personalverwaltung und Personalbetreuung.

Typische Tätigkeiten sind:

  • Pflege und Verwaltung von Personalstammdaten
  • Vorbereitung von Arbeitsverträgen und Vertragsänderungen
  • Organisation von Einstellungs- und Austrittsprozessen
  • Führung beziehungsweise Pflege von Personalakten
  • Bearbeitung von Urlaubs- und Abwesenheitsinformationen
  • Vorbereitung oder Durchführung der Entgeltabrechnung
  • Berücksichtigung abrechnungsrelevanter Steuer- und Sozialversicherungsdaten
  • Vorbereitung von Bescheinigungen und Dokumenten
  • Unterstützung bei Arbeitszeugnissen
  • Dokumentation von Arbeitszeiten und personellen Veränderungen
  • Pflege von Personalverwaltungssystemen
  • Unterstützung bei Personalstatistiken und Auswertungen
  • Zusammenarbeit mit Personalreferenten und Führungskräften

Je nach Organisation können auch Aufgaben der Personalbeschaffung, Ausbildung oder Weiterbildung hinzukommen.

Entscheidend ist, welche Zuständigkeiten der Arbeitgeber der konkreten Stelle zuordnet.

Personalsachbearbeiter oder Personalreferent: Was ist der Unterschied?

Die beiden Tätigkeiten gehören zum Personalwesen und können sich überschneiden.

Der Personalsachbearbeiter konzentriert sich häufig stärker auf die laufende Personalverwaltung und administrative Prozesse.

Ein Personalreferent beschäftigt sich dagegen oft umfassender mit personalwirtschaftlichen Fachfragen, etwa Personalplanung, Personalbeschaffung, Personalbetreuung oder Personalentwicklung.

Personalsachbearbeiter Personalreferent
Schwerpunkt auf administrativen Personalprozessen Häufig breitere personalwirtschaftliche Fachaufgaben
Pflege von Personaldaten und Unterlagen Beratung zu personalwirtschaftlichen Fragestellungen
Entgeltabrechnung oder Abrechnungsvorbereitung Personalplanung, Beschaffung und Entwicklung
Organisation wiederkehrender Abläufe Mitwirkung an Fachkonzepten und Personalmaßnahmen

Eine gesetzlich einheitliche Abgrenzung der beiden Funktionsbezeichnungen gibt es nicht. Deshalb sind die tatsächlichen Stellenanforderungen ausschlaggebend.

Wer einen breiter ausgerichteten personalwirtschaftlichen Abschluss anstrebt, findet weitere Informationen in unserem Ratgeber Geprüfte/r Personalreferent/in (bSb): Fernstudium und Abschluss.

Für wen eignet sich die Weiterbildung zum Personalsachbearbeiter?

Die Fernlehrgänge richten sich besonders an Personen mit kaufmännischen Kenntnissen oder entsprechender beruflicher Erfahrung.

Kaufmännische Angestellte

Wer bisher im Einkauf, Vertrieb, Sekretariat oder in der allgemeinen Verwaltung arbeitet, kann sich für Aufgaben im Personalbereich qualifizieren.

Beschäftigte im Büromanagement

Organisatorische Kenntnisse und Erfahrungen im Umgang mit Geschäftsunterlagen können eine gute Grundlage für die Weiterbildung darstellen.

Mitarbeiter aus der Personalverwaltung

Wer bereits in einer Personalabteilung arbeitet, kann seine Kenntnisse zu Arbeitsrecht, Sozialversicherung, Personalverwaltung und Entgeltabrechnung systematisch ergänzen.

Berufstätige mit kaufmännischer Praxis

Auch ohne einschlägige Berufsausbildung kann der Lehrgang infrage kommen, wenn ausreichend kaufmännische Berufspraxis vorhanden ist.

Quereinsteiger mit Verwaltungserfahrung

Für Menschen, die bisher außerhalb einer Personalabteilung tätig waren, kann die Weiterbildung eine fachliche Grundlage für den Wechsel ins Personalwesen schaffen.

Ob eine spätere Einstellung möglich ist, hängt jedoch zusätzlich von der praktischen Erfahrung und den Anforderungen des Arbeitgebers ab.

Welche Voraussetzungen gelten für das Fernstudium?

ILS, SGD und Fernakademie nennen als Teilnahmevoraussetzung eine kaufmännische Ausbildung oder kaufmännische Berufspraxis.

Ein bestimmter Hochschulabschluss ist für diese Lehrgänge nicht erforderlich.

Hilfreich sind insbesondere:

  • Grundkenntnisse kaufmännischer Arbeitsabläufe
  • Sicherer Umgang mit Zahlen und Tabellen
  • Interesse an Arbeitsrecht und Personalverwaltung
  • Sorgfältige und zuverlässige Arbeitsweise
  • Diskretion im Umgang mit Beschäftigtendaten
  • Bereitschaft, sich mit steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Fragen zu befassen
  • Ausreichend Zeit für das selbstständige Lernen

Für die praktischen Softwareübungen nennen die Anbieter einen Windows-PC beziehungsweise einen geeigneten Windows-Laptop mit Internetzugang.

Wenn Sie ausschließlich einen Mac besitzen, sollten Sie vor der Anmeldung prüfen, unter welchen Bedingungen die benötigte Software verwendet werden kann.

Welche Inhalte vermittelt die Weiterbildung zum Personalsachbearbeiter?

Die untersuchten Fernlehrgänge verbinden Personalverwaltung, betriebswirtschaftliche Grundlagen, Arbeitsrecht, Steuer- und Sozialversicherungsrecht sowie praktische Lohn- und Gehaltsabrechnung.

Die wichtigsten Themenbereiche sind die folgenden.

1. Grundlagen des betrieblichen Personalwesens

Zu Beginn beschäftigen sich die Teilnehmer mit den Aufgaben und der Organisation der Personalwirtschaft.

Dazu gehören unter anderem:

  • Aufbau und Organisation des Personalbereichs
  • Personalverwaltung
  • Personalplanung
  • Personalbeschaffung
  • Personaleinstellung
  • Grundlagen der Personalentwicklung
  • Personalmarketing
  • Grundzüge der betrieblichen Ausbildung

Damit entsteht ein Überblick darüber, wie einzelne Personalprozesse zusammenhängen.

2. Personalverwaltung in der Praxis

Eine wesentliche Aufgabe besteht darin, Personalinformationen vollständig und nachvollziehbar zu verwalten.

Typische Themen sind:

  • Erfassung von Personalstammdaten
  • Verwaltung von Beschäftigungsunterlagen
  • Dokumentation personeller Veränderungen
  • Bearbeitung organisatorischer Personalvorgänge
  • Pflege von Personalinformationen
  • Unterstützung des laufenden Personalbetriebs

Bei der praktischen Verarbeitung personenbezogener Daten müssen die geltenden Datenschutzvorschriften und betrieblichen Zugriffsregelungen eingehalten werden.

3. Personalplanung und Personalbeschaffung

Die Weiterbildung vermittelt auch Grundlagen der Planung und Gewinnung von Beschäftigten.

Dabei geht es beispielsweise darum, wie Unternehmen ihren Personalbedarf erkennen und geeignete Mitarbeiter suchen.

  • Personalbedarf
  • Anforderungsprofile
  • Stellenausschreibungen
  • Personalgewinnung
  • Organisation von Bewerbungsverfahren
  • Vorbereitung von Einstellungen

Vertiefende Informationen finden Sie in unseren Fachwissenbereichen zur Personalbedarfsermittlung und Personalauswahl.

4. Buchführung und kaufmännische Grundlagen

Personalsachbearbeiter benötigen grundlegendes Verständnis für die wirtschaftlichen Zusammenhänge eines Unternehmens.

Deshalb gehören Buchführung und kaufmännische Grundlagen zum Lehrgang.

Die Teilnehmer befassen sich unter anderem mit Geschäftsvorfällen, buchhalterischen Zusammenhängen und deren Bedeutung für die Entgeltabrechnung.

5. Lohn- und Gehaltsabrechnung

Ein wichtiger Schwerpunkt ist die praktische Entgeltabrechnung.

Die Teilnehmer lernen, wie aus einem vereinbarten Bruttoentgelt unter Berücksichtigung der maßgeblichen gesetzlichen und individuellen Faktoren eine Abrechnung entsteht.

Zu den Lerninhalten gehören:

  • Grundlagen der Lohnbuchführung
  • Brutto- und Nettoentgelt
  • Bestandteile einer Entgeltabrechnung
  • Abrechnungsrelevante Stammdaten
  • Lohnsteuerliche Abzüge
  • Sozialversicherungsbeiträge
  • Praktische Abrechnungsfälle
  • Zusammenhang zwischen Entgeltabrechnung und Buchführung

ILS und Fernakademie nennen ausdrücklich die Software Lexware lohn+gehalt als Bestandteil des Lehrgangs.

Die Abrechnungsvorschriften können sich ändern. Deshalb müssen bei der späteren beruflichen Anwendung stets die jeweils aktuellen gesetzlichen Werte und Regelungen verwendet werden.

6. Steuerrecht und Lohnsteuer

Die Entgeltabrechnung setzt Kenntnisse über die lohnsteuerliche Behandlung von Arbeitsentgelt voraus.

Behandelt werden unter anderem:

  • Grundlagen der Einkommensteuer
  • Einkommensteuerpflicht
  • Einkunftsarten
  • Grundlagen der Lohnsteuer
  • Lohnsteuerliche Abzugsverfahren
  • Relevante steuerliche Informationen für die Abrechnung

Der Lehrgang vermittelt Grundlagen für die Personalsachbearbeitung und ersetzt keine steuerberatende Berufszulassung.

7. Sozialversicherung

In der Personalsachbearbeitung spielen sozialversicherungsrechtliche Fragen eine wichtige Rolle.

Wesentliche Themen sind:

  • Krankenversicherung
  • Pflegeversicherung
  • Rentenversicherung
  • Arbeitslosenversicherung
  • Grundlagen der Beitragsermittlung
  • Sozialversicherungsrechtliche Einordnung von Beschäftigungen
  • Zusammenhang zwischen Sozialversicherung und Entgeltabrechnung

Bei der praktischen Abrechnung sind insbesondere aktuelle Beitragssätze, Beitragsbemessungsgrenzen und individuelle Besonderheiten zu berücksichtigen.

8. Arbeitsrecht

Personalsachbearbeiter arbeiten regelmäßig mit Unterlagen und Abläufen, die arbeitsrechtliche Bedeutung besitzen.

Der Lehrgang behandelt deshalb unter anderem:

  • Begründung eines Arbeitsverhältnisses
  • Grundlagen des Arbeitsvertrags
  • Rechte und Pflichten aus dem Arbeitsverhältnis
  • Arbeitszeit und Urlaub
  • Tarifverträge und betriebliche Regelungen
  • Grundlagen des Kündigungsrechts
  • Jugendarbeitsschutz
  • Berufsbildungsrecht

Arbeitsrechtliche Vorgänge müssen immer anhand der aktuell geltenden gesetzlichen, tariflichen und vertraglichen Regelungen beurteilt werden.

9. Kollektives Arbeitsrecht und betriebliche Zusammenarbeit

Zum Personalwesen gehört auch die Zusammenarbeit mit betrieblichen Interessenvertretungen.

Je nach Aufgabenbereich sind Kenntnisse über betriebliche Beteiligungsrechte, Tarifverträge und organisatorische Abläufe wichtig.

Im Geltungsbereich des Betriebsverfassungsgesetzes müssen beispielsweise die gesetzlich vorgesehenen Beteiligungsrechte des Betriebsrats berücksichtigt werden.

Für Dienststellen des öffentlichen Dienstes gelten gegebenenfalls besondere Personalvertretungsgesetze.

10. Arbeitszeugnisse und Personalunterlagen

Der Lehrgang behandelt auch Grundlagen rund um Arbeitszeugnisse und personalbezogene Dokumente.

Dabei geht es beispielsweise um die rechtlichen Anforderungen, die notwendigen Informationen und die sorgfältige Vorbereitung solcher Unterlagen.

Die inhaltliche Verantwortung für Zeugnisse und personelle Entscheidungen richtet sich nach der betrieblichen Zuständigkeitsverteilung.

11. Statistik, EDV und Tabellenkalkulation

Personalabteilungen erstellen und verwenden unterschiedliche Auswertungen.

Deshalb gehören auch Grundlagen der Statistik, EDV und Tabellenkalkulation zum Fernlehrgang.

Mögliche Aufgaben sind beispielsweise:

  • Strukturierung von Personaldaten
  • Erstellung einfacher Personalstatistiken
  • Auswertung von Beschäftigtenzahlen
  • Arbeit mit Tabellen und Berechnungen
  • Interpretation grundlegender Kennzahlen

12. Menschenführung und Zusammenarbeit im Unternehmen

Personalsachbearbeiter haben häufig Kontakt mit Mitarbeitern, Führungskräften und externen Stellen.

Die Weiterbildung vermittelt daher auch Grundlagen zur Kommunikation und Zusammenarbeit im Unternehmen.

Dazu gehören unter anderem formelle und informelle Beziehungen sowie allgemeine Fragen der Mitarbeiterführung.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum Personalsachbearbeiter?

Die Regelstudiendauer beträgt bei allen drei untersuchten Fernschulen 18 Monate.

Der empfohlene Lernaufwand liegt bei ungefähr zehn Stunden pro Woche.

Anbieter Regeldauer Lernaufwand Verlängerung
ILS 18 Monate ca. 10 Std./Woche 12 Monate kostenlos
SGD 18 Monate ca. 10 Std./Woche Bis zu 30 Monate Gesamtlaufzeit
Fernakademie 18 Monate ca. 10 Std./Woche 12 Monate kostenlos

Der Studienbeginn ist bei allen drei Anbietern grundsätzlich jederzeit möglich.

Die tatsächliche Bearbeitungszeit hängt von Ihren Vorkenntnissen und der verfügbaren Lernzeit ab.

Im Unterschied zu Lehrgängen mit zusätzlicher IHK- oder Verbandsprüfung müssen für diesen regulären Abschluss keine gesonderten externen Prüfungstermine eingeplant werden.

Welche Studienmaterialien werden verwendet?

Die drei Fernschulen nennen für den regulären Lehrgang jeweils 46 Studienhefte.

Ergänzend stehen Übungen, Einsendeaufgaben, digitale Lernangebote und eine persönliche Studienbetreuung zur Verfügung.

ILS

Beim ILS gehören Arbeitsmaterialien zur Buchführung und Lohnbuchführung sowie die Software Lexware lohn+gehalt zum Lehrgang.

Der Anbieter nennt außerdem einen Informationsservice zu Änderungen im Steuer- und Rechtsbereich.

SGD

Die SGD nennt 46 Studienhefte, Lernvideos, Excel-Übungsdateien, Gesetzestexte, zusätzliche Unterlagen zur Buchführung und den OnlineCampus.

Darüber hinaus steht nach den Anbieterinformationen eine digitale KI-Lernassistenz zur Verfügung.

Fernakademie

Die Fernakademie stellt ebenfalls 46 Studienhefte bereit.

Ergänzend nennt sie Unterlagen zur praktischen Buchführung und Lohnbuchführung, die Software Lexware lohn+gehalt sowie einen Informationsservice zu Änderungen im Rechts- und Steuerbereich.

Wie läuft das Fernstudium ab?

Die Teilnehmer bearbeiten die Studieninhalte weitgehend selbstständig.

Die Studienhefte vermitteln das notwendige Wissen Schritt für Schritt und enthalten Übungen zur Überprüfung des Lernfortschritts.

Bearbeitete Einsendeaufgaben werden eingereicht und durch Fernlehrer bewertet.

Zusätzlich können digitale Lernplattformen für den Zugriff auf Materialien, die Organisation des Lernens und die Kommunikation mit Ansprechpartnern genutzt werden.

Die praktische Lohnbuchführung wird durch entsprechende Übungsaufgaben und Softwareangebote unterstützt.

Für viele Berufstätige ist die flexible Einteilung der Lernzeiten ein Vorteil. Allerdings erfordert das Fernstudium Eigeninitiative und eine regelmäßige Beschäftigung mit den Unterlagen.

Welchen Abschluss erhält man?

Nach erfolgreicher Bearbeitung der vorgesehenen Einsendeaufgaben erhalten Teilnehmer ein Abschlusszeugnis der jeweiligen Fernschule.

Die Anbieter verwenden folgende Abschlussbezeichnungen:

  • ILS-Abschlusszeugnis „Personalsachbearbeiter/in“
  • SGD-Abschlusszeugnis „Personalsachbearbeiter/in“
  • Fernakademie-Zeugnis „Personalsachbearbeiter/in“

Die Anbieter ermöglichen auf Wunsch außerdem eine englischsprachige Fassung des Abschlussnachweises.

Eine zusätzliche öffentlich-rechtliche IHK-Fortbildungsprüfung ist für den regulären Fernschulabschluss nicht vorgesehen.

Ist der Abschluss staatlich anerkannt?

Die Fernlehrgänge sind durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) zugelassen.

Diese Zulassung bezieht sich auf das Fernunterrichtsangebot nach den geltenden gesetzlichen Anforderungen.

Sie bedeutet nicht, dass das Abschlusszeugnis automatisch einem staatlich geregelten Berufsabschluss oder einer öffentlich-rechtlichen IHK-Fortbildungsprüfung gleichgestellt wäre.

Personalsachbearbeiter/in ist zudem keine eigenständige, einheitlich gesetzlich geregelte Ausbildungsberufsbezeichnung.

Die Fernschulen nehmen teilweise eigene beziehungsweise verbandliche Niveaueinstufungen ihrer Fernlehrgänge vor.

Solche Angaben sind von der offiziellen Zuordnung staatlich geregelter Berufs- und Fortbildungsabschlüsse zum Deutschen Qualifikationsrahmen zu unterscheiden.

Wichtig: Der erfolgreiche Abschluss eines Personalsachbearbeiter-Fernlehrgangs berechtigt nicht zur Führung eines IHK-Fortbildungsabschlusses oder der Bezeichnung Bachelor Professional.

Personalsachbearbeiter: ILS, SGD und Fernakademie im Vergleich

Alle drei Anbieter vermitteln Kenntnisse für eine qualifizierte Tätigkeit in der Personalsachbearbeitung.

Die wesentlichen Eckdaten sind ähnlich. Deshalb sollten Interessenten besonders auf die konkrete Zusammenstellung der Studienmaterialien, die Softwareübungen, den Betreuungsumfang und die Gesamtkosten achten.

Merkmal ILS SGD Fernakademie
Regelstudiendauer 18 Monate 18 Monate 18 Monate
Lernaufwand 10 Std./Woche 10 Std./Woche 10 Std./Woche
Studienhefte 46 46 46
Verlängerung 12 Monate kostenlos Bis 30 Monate Gesamtlaufzeit 12 Monate kostenlos
Abschlusszeugnis ILS SGD Fernakademie
Lohnbuchführungsübungen Ja Ja Ja
Lexware lohn+gehalt ausdrücklich genannt Ja Auf Kursseite nicht ausdrücklich genannt Ja
Zusätzliche IHK-Prüfung Nein Nein Nein

Stand der Anbieterprüfung: Oktober 2026. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen Angaben der Fernschulen.

ILS: Personalsachbearbeiter/in

Das ILS bietet den Fernlehrgang „Personalsachbearbeiter/in“ mit einer Regelstudiendauer von 18 Monaten an.

Der empfohlene Lernaufwand beträgt ungefähr zehn Stunden pro Woche. Eine kostenlose Verlängerung um zwölf Monate ist möglich.

Der Lehrgang umfasst 46 Studienhefte sowie Materialien zur praktischen Buchführung und Lohnbuchführung.

Die Software Lexware lohn+gehalt ist nach den aktuellen Angaben Bestandteil des Lehrgangs.

Inhaltlich werden unter anderem betriebliches Personalwesen, Arbeitsrecht, Sozialversicherung, Steuern und Entgeltabrechnung behandelt.

Der erfolgreiche Abschluss wird durch das ILS-Abschlusszeugnis bestätigt.

Das ILS nennt zudem die Möglichkeit einer Förderung über einen Bildungsgutschein bei Vorliegen der Voraussetzungen.

SGD: Personalsachbearbeiter/in

Die Studiengemeinschaft Darmstadt bietet ebenfalls einen regulären 18-monatigen Lehrgang an.

Der empfohlene Lernaufwand beträgt ungefähr zehn Stunden pro Woche. Die Lehrgangslaufzeit kann auf insgesamt 30 Monate verlängert werden.

Zum Studienmaterial gehören 46 Studienhefte, Lernvideos, Excel-Übungsdateien, Gesetzestexte und zusätzliche Unterlagen zur Buchführung.

Ergänzend erhalten Teilnehmer Zugang zum SGD-OnlineCampus.

Nach erfolgreichem Abschluss wird das SGD-Abschlusszeugnis „Personalsachbearbeiter/in“ ausgestellt.

Die SGD bietet außerdem einen Kompaktkurs mit eigener Kursvariante an. Für den Vergleich auf dieser Seite betrachten wir jedoch den regulären 18-monatigen Lehrgang.

Auch die SGD weist auf mögliche Förderungen über Bildungsgutschein hin.

Fernakademie: Personalsachbearbeiter/in

Die Fernakademie für Erwachsenenbildung bietet den Lehrgang „Personalsachbearbeiter/in“ ebenfalls mit einer Regelstudiendauer von 18 Monaten an.

Vorgesehen sind ungefähr zehn Stunden wöchentlicher Lernaufwand. Eine kostenlose Verlängerung um zwölf Monate ist möglich.

Der Lehrgang umfasst 46 Studienhefte sowie zusätzliche Materialien zur praktischen Buchführung und Lohnbuchführung.

Für die Übungen wird die Software Lexware lohn+gehalt bereitgestellt.

Die Inhalte umfassen Personalverwaltung, Personalplanung, Arbeitsrecht, Sozialversicherung, Steuerwesen und Entgeltabrechnung.

Nach erfolgreicher Bearbeitung aller Einsendeaufgaben erhalten Teilnehmer das Abschlusszeugnis der Fernakademie.

Was kostet das Fernstudium zum Personalsachbearbeiter?

Die Studiengebühren unterscheiden sich je nach Anbieter und aktuellem Vertragsangebot.

Da die Fernschulen teilweise individuelle Preisangaben und weitere Informationen über ihre Kursseiten bereitstellen, verzichten wir auf pauschale Festpreise.

Für einen zuverlässigen Kostenvergleich sollten folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • Monatliche Studiengebühren
  • Gesamtkosten über die Regelstudiendauer
  • Gedruckte und digitale Studienmaterialien
  • Arbeitsmaterialien zur Lohnbuchführung
  • Bereitgestellte Übungssoftware und deren Nutzungsbedingungen
  • Persönliche Betreuung und Korrektur von Einsendeaufgaben
  • Vertragslaufzeit und Kündigungsbedingungen
  • Mögliche Förderung oder Arbeitgeberunterstützung

Da keine zusätzliche IHK- oder Verbandsprüfung vorgesehen ist, müssen für den regulären Abschluss keine entsprechenden externen Prüfungsgebühren eingeplant werden.

Vor Vertragsabschluss sollten die tatsächlich vereinbarten Leistungen und Gebühren geprüft werden.

Welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Bildungsgutschein

ILS und SGD weisen für entsprechende Kursangebote auf die Möglichkeit einer Förderung über einen Bildungsgutschein hin.

Ob eine Förderung tatsächlich bewilligt werden kann, hängt von den individuellen Voraussetzungen, der konkreten Kurszulassung und der Entscheidung der zuständigen Stelle ab.

Eine Anbieterangabe zur Förderfähigkeit bedeutet nicht, dass jeder Interessent automatisch einen Bildungsgutschein erhält.

Unterstützung durch den Arbeitgeber

Wenn Beschäftigte künftig Aufgaben in der Personalverwaltung oder Entgeltabrechnung übernehmen sollen, kann eine vollständige oder teilweise Kostenübernahme durch den Arbeitgeber infrage kommen.

Steuerliche Berücksichtigung

Beruflich veranlasste Weiterbildungskosten können unter den geltenden gesetzlichen Voraussetzungen steuerlich berücksichtigt werden.

Die genaue Behandlung hängt vom Einzelfall ab.

Ist Aufstiegs-BAföG möglich?

Der hier vorgestellte Fernlehrgang mit schuleigenem Abschlusszeugnis ist nicht automatisch eine nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz förderfähige Aufstiegsfortbildung.

Wer gezielt eine solche Förderung nutzen möchte, sollte die Voraussetzungen einer entsprechend geregelten beruflichen Aufstiegsfortbildung prüfen.

Personalsachbearbeiter Gehalt: Was kann man verdienen?

Das Gehalt eines Personalsachbearbeiters hängt von unterschiedlichen Faktoren ab.

Wesentliche Einflussgrößen sind:

  • Berufserfahrung
  • Branche
  • Region
  • Unternehmensgröße
  • Umfang der Aufgaben
  • Verantwortung für die Entgeltabrechnung
  • Verwendete Personalsoftware
  • Tarifvertragliche beziehungsweise betriebliche Vergütungsregelungen

Ein Personalsachbearbeiter, der hauptsächlich Stammdaten pflegt und administrative Vorgänge vorbereitet, übernimmt andere Aufgaben als eine Fachkraft, die eigenverantwortlich komplexe Entgeltabrechnungen bearbeitet.

Entsprechend können die Vergütungen unterschiedlich ausfallen.

Für einen aussagekräftigen Vergleich sollten aktuelle Stellenangebote und Gehaltsdaten für vergleichbare Tätigkeiten herangezogen werden.

Wichtig: Der erfolgreiche Abschluss des Fernlehrgangs garantiert weder eine bestimmte Stelle noch eine Gehaltserhöhung.

Welche Karrierechancen bietet die Weiterbildung?

Der Lehrgang kann vorhandene kaufmännische Kenntnisse ergänzen und den Wechsel in eine Personalabteilung unterstützen.

Mögliche Tätigkeitsfelder sind beispielsweise:

  • Personalsachbearbeitung
  • Personalverwaltung
  • HR-Administration
  • Entgeltabrechnung
  • Unterstützung im Recruiting
  • Personalservice
  • Verwaltung von Beschäftigtendaten
  • Organisation administrativer Personalprozesse

Mit zusätzlicher Berufserfahrung und weiteren Qualifikationen können sich Entwicklungsmöglichkeiten in stärker spezialisierten oder verantwortungsvollen Personalfunktionen ergeben.

Personalsachbearbeiter oder Lohn- und Gehaltsbuchhalter?

Beide Tätigkeiten überschneiden sich bei der Entgeltabrechnung.

Ein Personalsachbearbeiter besitzt häufig ein breiteres administratives Aufgabenspektrum innerhalb einer Personalabteilung.

Ein Lohn- und Gehaltsbuchhalter konzentriert sich dagegen stärker auf die fachliche Durchführung und Kontrolle von Entgeltabrechnungen.

Personalsachbearbeiter Lohn- und Gehaltsbuchhalter
Breite Aufgaben der Personaladministration Schwerpunkt Entgeltabrechnung
Personalstammdaten, Unterlagen und organisatorische Vorgänge Brutto-Netto-Abrechnung, Steuer- und Sozialversicherungsfragen
Je nach Stelle Vorbereitung oder Durchführung der Abrechnung Häufig eigenständige Bearbeitung von Abrechnungsfällen
Unterstützung verschiedener Personalprozesse Spezialisierung auf abrechnungsbezogene Prozesse

In kleineren Unternehmen kann eine Person beide Aufgabenbereiche übernehmen.

Personalsachbearbeiter oder Personalentwicklung (IHK)?

Auch diese beiden Weiterbildungen verfolgen unterschiedliche Ziele.

Der Personalsachbearbeiter-Lehrgang konzentriert sich stärker auf Personalverwaltung, Arbeitsrecht, Entgeltabrechnung und organisatorische Personalprozesse.

Die Weiterbildung Personalentwicklung (IHK) beschäftigt sich dagegen vor allem mit Qualifikationsbedarf, Kompetenzförderung und der Planung betrieblicher Entwicklungsmaßnahmen.

Wer gezielt Aufgaben in der Weiterbildung und Mitarbeiterförderung übernehmen möchte, sollte auch unseren Beitrag Personalentwicklung (IHK): Fernstudium, Kosten und Karriere lesen.

Personalsachbearbeiter oder Personalfachkaufmann (IHK)?

Der Geprüfte Personalfachkaufmann (IHK) ist eine öffentlich-rechtliche berufliche Aufstiegsfortbildung.

Der Personalsachbearbeiter-Fernlehrgang führt dagegen zu einem schuleigenen Abschlusszeugnis.

Der Unterschied betrifft sowohl den formalen Abschlussstatus als auch die Prüfungsanforderungen.

Wer eine geregelte Aufstiegsfortbildung im Personalwesen anstrebt, sollte deshalb die Zulassungsvoraussetzungen des Personalfachkaufmanns (IHK) prüfen.

Eine automatische Gleichstellung oder Anrechnung des Fernschulzeugnisses auf die IHK-Fortbildungsprüfung darf nicht vorausgesetzt werden.

Praxisbeispiel: Eine Lohnabrechnung vorbereiten

Ein Unternehmen beschäftigt eine kaufmännische Angestellte mit monatlichem Festgehalt.

Für die Abrechnung eines Monats müssen unterschiedliche Informationen berücksichtigt werden.

Schritt 1: Stammdaten prüfen

Zunächst wird kontrolliert, ob die erforderlichen Daten vollständig und aktuell sind.

Dazu gehören beispielsweise Angaben zum Beschäftigungsverhältnis sowie steuerliche und sozialversicherungsrechtlich relevante Informationen.

Schritt 2: Entgeltbestandteile erfassen

Das vereinbarte Grundgehalt wird berücksichtigt. Hinzukommen können beispielsweise vereinbarte Zuschläge oder andere abzurechnende Bestandteile.

Schritt 3: Abrechnungsrelevante Besonderheiten prüfen

Je nach Einzelfall können Abwesenheiten oder weitere Vorgänge für die Abrechnung bedeutsam sein.

Schritt 4: Gesetzliche Abzüge berücksichtigen

Die Abrechnung erfolgt unter Berücksichtigung der geltenden lohnsteuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Regelungen.

Schritt 5: Abrechnung kontrollieren

Vor der Freigabe werden die Ergebnisse auf Plausibilität und erkennbare Fehler geprüft.

Schritt 6: Ergebnisse dokumentieren

Die erforderlichen Unterlagen und Daten werden entsprechend den gesetzlichen und betrieblichen Anforderungen verarbeitet beziehungsweise aufbewahrt.

Die konkrete Umsetzung hängt vom verwendeten Abrechnungssystem und den jeweiligen betrieblichen Zuständigkeiten ab.

Welche Rolle spielt Software in der Personalsachbearbeitung?

Moderne Personalabteilungen verwenden digitale Systeme zur Verwaltung von Beschäftigtendaten und zur Unterstützung personalwirtschaftlicher Abläufe.

Typische Anwendungen sind:

  • Digitale Personalakten
  • Personalstammdatenverwaltung
  • Entgeltabrechnungssoftware
  • Zeiterfassung
  • Abwesenheitsverwaltung
  • Elektronische Dokumentenverwaltung
  • Personalstatistiken

ILS und Fernakademie setzen im Fernlehrgang die Software Lexware lohn+gehalt für praktische Übungen ein.

Die Kenntnis einer bestimmten Software ist nützlich, ersetzt aber nicht das Verständnis der zugrunde liegenden rechtlichen und abrechnungstechnischen Vorgänge.

Bei einem späteren Arbeitsplatzwechsel kann die Einarbeitung in andere Programme erforderlich sein.

Datenschutz in der Personalsachbearbeitung

In Personalabteilungen werden regelmäßig vertrauliche personenbezogene Daten verarbeitet.

Dazu können beispielsweise Kontaktdaten, Vertragsinformationen, Entgeltdaten und unter bestimmten Voraussetzungen besonders schutzbedürftige Angaben gehören.

Für die Verarbeitung müssen die jeweils geltenden Datenschutzvorschriften eingehalten werden.

Wichtige organisatorische Fragen sind:

  • Welche Daten werden für den konkreten Zweck benötigt?
  • Auf welcher Rechtsgrundlage werden sie verarbeitet?
  • Welche Mitarbeiter dürfen darauf zugreifen?
  • Wie werden Daten sicher gespeichert?
  • Welche Aufbewahrungs- und Löschfristen gelten?
  • Wie wird ein unberechtigter Zugriff verhindert?

Eine sorgfältige Arbeitsweise und Diskretion sind deshalb zentrale Anforderungen an Personalsachbearbeiter.

Wie verändert künstliche Intelligenz die Personalsachbearbeitung?

Digitale Anwendungen und KI können bestimmte Aufgaben im Personalwesen unterstützen.

Denkbare Einsatzfelder sind:

  • Strukturierung allgemeiner Arbeitsabläufe
  • Erstellung von Entwürfen für interne Informationen
  • Vorbereitung von Checklisten
  • Unterstützung beim Verständnis allgemeiner Fachfragen
  • Auswertung geeigneter anonymisierter Informationen
  • Organisation wiederkehrender Verwaltungsprozesse

Gerade im Personalwesen ist der Umgang mit vertraulichen Informationen besonders sensibel.

Personenbezogene Beschäftigtendaten dürfen deshalb nicht ohne entsprechende rechtliche und organisatorische Grundlage in externe KI-Anwendungen übertragen werden.

Auch KI-generierte arbeitsrechtliche oder abrechnungstechnische Aussagen müssen fachlich überprüft werden.

Die Verantwortung für rechtlich korrekte Personalprozesse verbleibt bei den zuständigen Personen und dem Arbeitgeber.

Personalsachbearbeiter im Lebenslauf angeben

Nach erfolgreichem Abschluss kann die Weiterbildung unter „Fort- und Weiterbildung“ aufgeführt werden.

Beispiel:

2026 – Fernlehrgang Personalsachbearbeiter/in, ILS-Abschlusszeugnis

Oder:

2026 – Weiterbildung Personalsachbearbeiter/in, SGD-Abschlusszeugnis

Wer die Weiterbildung noch absolviert, sollte dies entsprechend kennzeichnen.

Beispiel:

Seit 04/2026 – Fernlehrgang Personalsachbearbeiter/in, Abschluss voraussichtlich 2027

Das schuleigene Abschlusszeugnis darf nicht als öffentlich-rechtlicher IHK-Fortbildungsabschluss bezeichnet werden.

Vorteile und mögliche Nachteile der Weiterbildung

Vorteile

  • Berufsbegleitendes Lernen mit flexiblem Studienbeginn
  • Umfangreiche Kenntnisse in Personalverwaltung und Arbeitsrecht
  • Praxisbezogene Lohn- und Gehaltsabrechnung
  • Arbeit mit digitalen Lernmaterialien
  • Individuelle Studienbetreuung
  • Keine zusätzliche externe IHK-Prüfung für den regulären Abschluss
  • Ergänzung vorhandener kaufmännischer Berufserfahrung
  • Grundlage für eine mögliche Tätigkeit im Personalbereich

Mögliche Nachteile

  • Regelstudiendauer von 18 Monaten
  • Wöchentlicher Lernaufwand von ungefähr zehn Stunden
  • Kaufmännische Ausbildung oder Berufspraxis erforderlich
  • Für praktische Softwareübungen wird ein Windows-System genannt
  • Kein öffentlich-rechtlicher IHK-Fortbildungsabschluss
  • Keine Garantie für eine Anstellung oder Gehaltserhöhung
  • Laufende Weiterbildung zu Änderungen im Arbeits-, Steuer- und Sozialversicherungsrecht notwendig

Checkliste: Welcher Personalsachbearbeiter-Lehrgang passt zu Ihnen?

  • Passt der Lehrgang zu Ihren beruflichen Zielen?
  • Verfügen Sie über eine kaufmännische Ausbildung oder geeignete Berufspraxis?
  • Können Sie ungefähr zehn Stunden pro Woche lernen?
  • Welche Studienmaterialien werden bereitgestellt?
  • Wie werden praktische Lohnabrechnungen geübt?
  • Welche Software gehört zum Kurs?
  • Ist Ihr Computer für die Software geeignet?
  • Wie erfolgt die Lernbetreuung?
  • Welche kostenlosen Verlängerungsmöglichkeiten bestehen?
  • Welche Gesamtkosten entstehen?
  • Kommt eine Förderung über einen Bildungsgutschein infrage?
  • Benötigen Sie ein Fernschulzeugnis oder einen öffentlich-rechtlichen Fortbildungsabschluss?

Häufige Fragen zur Weiterbildung Personalsachbearbeiter

Was macht ein Personalsachbearbeiter?

Ein Personalsachbearbeiter übernimmt organisatorische und administrative Aufgaben innerhalb einer Personalabteilung. Dazu können die Verwaltung von Personaldaten, die Vorbereitung von Verträgen und die Entgeltabrechnung gehören.

Wie wird man Personalsachbearbeiter?

Ein möglicher Einstieg erfolgt über eine kaufmännische Ausbildung und praktische Berufserfahrung. Ein berufsbegleitender Fernlehrgang kann die erforderlichen Fachkenntnisse ergänzen.

Kann man Personalsachbearbeiter im Fernstudium werden?

Ja. ILS, SGD und Fernakademie bieten entsprechende Fernlehrgänge an, die mit einem Abschlusszeugnis der jeweiligen Fernschule enden.

Wie lange dauert die Weiterbildung?

Bei den drei untersuchten Anbietern beträgt die Regelstudiendauer 18 Monate bei etwa zehn Stunden Lernaufwand pro Woche.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Die Anbieter nennen eine kaufmännische Ausbildung oder kaufmännische Berufspraxis als Teilnahmevoraussetzung.

Welchen Abschluss erhält man?

Nach erfolgreicher Bearbeitung der vorgesehenen Studienleistungen erhalten Teilnehmer ein Abschlusszeugnis von ILS, SGD oder Fernakademie.

Ist der Abschluss ein IHK-Zertifikat?

Nein. Der reguläre Lehrgang führt zu einem schuleigenen Abschlusszeugnis und nicht zu einem IHK-Zertifikat.

Ist der Fernlehrgang staatlich zugelassen?

Ja. Die untersuchten Fernlehrgänge besitzen eine staatliche ZFU-Zulassung. Diese bedeutet jedoch keine Gleichstellung des Abschlusszeugnisses mit einem öffentlich-rechtlichen IHK-Fortbildungsabschluss.

Ist Personalsachbearbeiter ein geschützter Beruf?

Die Tätigkeit ist nicht an eine einheitlich gesetzlich geregelte Ausbildung mit geschützter Berufsbezeichnung gebunden. Arbeitgeber können unterschiedliche Qualifikationen voraussetzen.

Muss man eine externe Prüfung ablegen?

Für den regulären Abschluss der untersuchten Lehrgänge ist keine zusätzliche IHK- oder Verbandsprüfung erforderlich. Maßgeblich ist die erfolgreiche Bearbeitung der vorgesehenen Studienleistungen.

Welche Software wird im Fernlehrgang verwendet?

ILS und Fernakademie nennen Lexware lohn+gehalt. Die SGD beschreibt unter anderem Übungen zur Lohnbuchführung, Excel-Dateien und digitale Lernangebote.

Was kostet das Fernstudium?

Die Studiengebühren unterscheiden sich nach Anbieter und Vertragsangebot. Für einen zuverlässigen Vergleich sollten die vollständigen Gesamtkosten geprüft werden.

Kann die Weiterbildung gefördert werden?

Bei geeigneten Kursvarianten ist eine Förderung über einen Bildungsgutschein möglich. Die Bewilligung hängt von den gesetzlichen und individuellen Voraussetzungen ab.

Gibt es Aufstiegs-BAföG?

Der hier behandelte Fernlehrgang mit schuleigenem Zeugnis ist nicht automatisch eine nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz förderfähige Aufstiegsfortbildung.

Was verdient ein Personalsachbearbeiter?

Das Gehalt hängt unter anderem von Berufserfahrung, Branche, Region, Unternehmensgröße und Aufgabenbereich ab. Besonders die Verantwortung für die Entgeltabrechnung kann das Stellenprofil beeinflussen.

Kann man ohne kaufmännische Ausbildung teilnehmen?

Eine Teilnahme kann möglich sein, wenn geeignete kaufmännische Berufspraxis vorhanden ist. Die konkreten Voraussetzungen sollten vor der Anmeldung mit dem Anbieter geklärt werden.

Ist die Weiterbildung für Quereinsteiger geeignet?

Ja, insbesondere für Menschen mit kaufmännischer oder verwaltender Erfahrung, die künftig im Personalbereich arbeiten möchten.

Was ist der Unterschied zum Personalreferenten?

Personalsachbearbeiter konzentrieren sich häufig auf administrative Personalprozesse. Personalreferenten übernehmen oftmals breitere personalwirtschaftliche Fachaufgaben.

Was ist der Unterschied zum Personalfachkaufmann (IHK)?

Der Geprüfte Personalfachkaufmann (IHK) ist ein öffentlich-rechtlicher Fortbildungsabschluss. Der Personalsachbearbeiter-Fernlehrgang endet dagegen mit einem Zeugnis der Fernschule.

Kann man den Lehrgang berufsbegleitend machen?

Ja. Die Weiterbildung ist als zeitlich flexibler Fernlehrgang konzipiert und kann grundsätzlich neben einer Berufstätigkeit absolviert werden.

Welche Anbieter bieten den Fernlehrgang an?

Nach der Anbieterprüfung im Oktober 2026 bieten ILS, SGD und Fernakademie entsprechende Fernlehrgänge zum Personalsachbearbeiter beziehungsweise zur Personalsachbearbeiterin an.

Fazit: Lohnt sich die Weiterbildung zum Personalsachbearbeiter?

Die Weiterbildung zum Personalsachbearbeiter kann eine sinnvolle Qualifikation für Menschen sein, die ihre kaufmännischen Kenntnisse erweitern und künftig Aufgaben in einer Personalabteilung übernehmen möchten.

Die Fernlehrgänge von ILS, SGD und Fernakademie vermitteln Kenntnisse in Personalverwaltung, Arbeitsrecht, Sozialversicherung, Steuerwesen, Buchführung und Entgeltabrechnung.

Besonders interessant ist die Verbindung zwischen theoretischem Fachwissen und praktischen Übungen zur Lohn- und Gehaltsabrechnung.

Die Lehrgänge sind berufsbegleitend aufgebaut und sehen eine Regelstudiendauer von 18 Monaten vor.

Der Abschluss ist korrekt einzuordnen: Es handelt sich um ein Abschlusszeugnis der Fernschule und nicht um eine öffentlich-rechtliche IHK-Aufstiegsfortbildung.

Unsere Empfehlung: Vergleichen Sie die Anbieter insbesondere hinsichtlich Lernmaterialien, Softwareübungen, Studienbetreuung, Gesamtkosten und Fördermöglichkeiten. Wenn Sie vor allem eine Tätigkeit in der Personalverwaltung oder Entgeltabrechnung anstreben, kann dieser Fernlehrgang gut zu Ihrem Qualifikationsziel passen. Wer dagegen einen öffentlich-rechtlichen Aufstiegsabschluss im Personalwesen sucht, sollte zusätzlich den Geprüften Personalfachkaufmann (IHK) prüfen.

Quellen und weiterführende Informationen

Stand: Oktober 2026. Studiengebühren, Lehrgangsbedingungen, Softwareausstattung und Fördermöglichkeiten können sich ändern. Maßgeblich sind die aktuellen Informationen der Fernschulen.