E-Learning-Trainer: Fernstudium, Aufgaben & Kosten

Digitale Weiterbildung gehört inzwischen zum Alltag vieler Unternehmen und Bildungseinrichtungen. Mitarbeiter absolvieren Online-Schulungen, Auszubildende nutzen digitale Lernmaterialien und Teilnehmer beruflicher Weiterbildungen lernen über Lernplattformen oder virtuelle Klassenzimmer. Damit diese Angebote nicht nur technisch funktionieren, sondern auch einen tatsächlichen Lernerfolg ermöglichen, werden passende Konzepte und gut aufbereitete Lerninhalte benötigt. Genau hier setzt die Weiterbildung zum E-Learning-Trainer an.

E-Learning-Trainer planen digitale Lernangebote, entwickeln geeignete Unterrichtsmaterialien und unterstützen Teilnehmer beim Lernen. Sie beschäftigen sich sowohl mit didaktischen Fragen als auch mit der technischen Umsetzung, beispielsweise über die Lernplattform Moodle, interaktive Präsentationen oder Bildschirmvideos.

Wer sich berufsbegleitend qualifizieren möchte, findet bei ILS und Fernakademie entsprechende Fernlehrgänge. Beide dauern regulär zwölf Monate bei ungefähr sieben Stunden wöchentlichem Lernaufwand. Nach erfolgreicher Bearbeitung der Studienleistungen erhalten Teilnehmer ein Abschlusszeugnis der jeweiligen Fernschule.

Doch was macht ein E-Learning-Trainer genau? Welche Software wird verwendet, wie unterscheidet sich die Tätigkeit von einem E-Learning-Manager und welche beruflichen Möglichkeiten ergeben sich nach der Weiterbildung?

In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige zu Aufgaben, Voraussetzungen, Lerninhalten, Dauer, Kosten, Abschluss und Karrierechancen. Außerdem vergleichen wir die Angebote von ILS und Fernakademie und zeigen anhand eines Beispiels, wie ein digitales Schulungskonzept entwickelt werden kann.

Was ist ein E-Learning-Trainer?

Ein E-Learning-Trainer beschäftigt sich mit der Planung, Gestaltung und Durchführung digital unterstützter Lernangebote.

Das Ziel besteht darin, Lerninhalte so aufzubereiten, dass Teilnehmer sie möglichst verständlich und zielgerichtet bearbeiten können. Dafür werden unterschiedliche digitale Medien, Unterrichtsmethoden und Kommunikationsformen eingesetzt.

E-Learning kann sowohl vollständig online stattfinden als auch den klassischen Präsenzunterricht ergänzen.

Typische Beispiele sind:

  • Digitale Schulungen für Mitarbeiter
  • Online-Unterricht und virtuelle Seminare
  • Interaktive Lernmodule
  • Digitale Prüfungsvorbereitung
  • Web-Based Trainings
  • Schulungsvideos und Screencasts
  • Lernangebote auf Plattformen wie Moodle
  • Digitale Lernmaterialien für Auszubildende

Ein E-Learning-Trainer muss daher nicht nur die eingesetzte Technik verstehen. Besonders wichtig ist die Frage, welche Lernziele erreicht werden sollen und wie sich die Inhalte dafür didaktisch sinnvoll vermitteln lassen.

Welche Aufgaben hat ein E-Learning-Trainer?

Die Aufgaben hängen vom jeweiligen Arbeitgeber, der Zielgruppe und dem Umfang der digitalen Bildungsangebote ab.

Typische Tätigkeiten sind:

  • Lernbedarf und Zielgruppen analysieren
  • Konkrete Lernziele festlegen
  • Digitale Unterrichtskonzepte entwickeln
  • Geeignete Methoden und Medien auswählen
  • Online-Kurse strukturieren
  • Digitale Studien- und Unterrichtsmaterialien erstellen
  • Lerninhalte in Moodle bereitstellen
  • Interaktive Übungen und Aufgaben vorbereiten
  • Screencasts und Erklärvideos entwickeln
  • Virtuelle Unterrichtseinheiten moderieren
  • Teilnehmer bei Lernfragen unterstützen
  • Rückmeldungen und Lernergebnisse auswerten
  • Bestehende Lernangebote verbessern

In kleineren Organisationen übernimmt eine Person häufig Konzeption, Medienproduktion und Teilnehmerbetreuung. Größere Bildungsanbieter verteilen diese Aufgaben auf Trainer, Mediendidaktiker, Lernmedienentwickler und technische Administratoren.

E-Learning-Trainer oder E-Learning-Manager: Was ist der Unterschied?

Die Begriffe werden in der Praxis nicht einheitlich verwendet. Dennoch lassen sich typische Schwerpunkte unterscheiden.

E-Learning-Trainer E-Learning-Manager
Digitale Lerninhalte erstellen und vermitteln Digitale Lernangebote organisatorisch und strategisch steuern
Online-Schulungen vorbereiten und durchführen Einführung und Betrieb von Lernsystemen koordinieren
Teilnehmer didaktisch begleiten Bildungsprojekte, Budgets und Dienstleister koordinieren
Lernmaterialien und Übungen entwickeln Qualität und Weiterentwicklung digitaler Bildungsangebote organisieren

Die Aufgaben können sich überschneiden. Beispielsweise kann ein E-Learning-Trainer gleichzeitig Lernkurse verwalten und an der Einführung eines Lernmanagementsystems mitwirken.

Wichtig für den Anbietervergleich: Obwohl die Internetadresse der Fernakademie den Begriff „E-Learning-Manager“ enthält, lautet die Kurs- und Abschlussbezeichnung auf der aktuellen Angebotsseite „E-Learning Trainer/in“.

Für wen eignet sich die Weiterbildung zum E-Learning-Trainer?

Die Weiterbildung kann für Menschen interessant sein, die bereits Wissen vermitteln oder künftig digitale Schulungsangebote entwickeln möchten.

Ausbilder und Ausbildungsbeauftragte

Betriebliche Ausbilder können digitale Medien nutzen, um die Vermittlung praktischer und theoretischer Ausbildungsinhalte zu ergänzen.

Beispielsweise lassen sich Arbeitsschritte mit einem Erklärvideo vorbereiten oder Lernfragen über eine digitale Plattform beantworten.

Wer die pädagogische Eignung für eine verantwortliche Ausbildertätigkeit erwerben möchte, sollte außerdem die Ausbildung der Ausbilder nach AEVO prüfen. Die konkrete URL dieses Beitrags sollte vor Veröffentlichung kontrolliert werden.

Lehrer und Dozenten

Lehrkräfte können vorhandene Unterrichtsangebote durch digitale Aufgaben, Lernvideos und virtuelle Unterrichtsräume ergänzen.

Personalentwickler

In Unternehmen werden regelmäßig Schulungen zu neuen Produkten, Prozessen, Softwareanwendungen oder gesetzlichen Anforderungen benötigt.

Der E-Learning-Trainer kann helfen, solche Inhalte systematisch und digital bereitzustellen.

Weitere Informationen zum übergeordneten Qualifizierungsmanagement finden Sie im Beitrag Personalentwicklung (IHK): Weiterbildung und Karriere.

Fachkräfte aus der betrieblichen Weiterbildung

Beschäftigte, die bereits Schulungen organisieren oder durchführen, können ihre didaktischen Kenntnisse um digitale Lernformate ergänzen.

Selbstständige Trainer und Berater

Wer eigene Schulungen oder Seminare anbietet, kann mit digitalen Lernmaterialien zusätzliche Unterrichtsformen entwickeln.

Vor einer kommerziellen Veröffentlichung sollten insbesondere Urheberrechte, Datenschutz, Nutzungsbedingungen der Software und wirtschaftliche Rahmenbedingungen geprüft werden.

Fachwirte und andere Weiterbildungsabsolventen

Für Fachwirte mit Aufgaben in Führung, Personalentwicklung, Projektmanagement oder betrieblicher Ausbildung kann E-Learning eine sinnvolle Zusatzqualifikation darstellen.

Welche Voraussetzungen gelten für das Fernstudium?

Die beiden untersuchten Fernschulen setzen insbesondere den sicheren Umgang mit einem Computer und gute Internet-Anwenderkenntnisse voraus.

Ein Hochschulabschluss oder eine bestimmte formale Lehramtsqualifikation wird für diese Fernlehrgänge nicht verlangt.

Hilfreich sind:

  • Interesse an digitalen Lernangeboten
  • Freude an der Vermittlung von Wissen
  • Grundverständnis von Präsentationen und Unterrichtsmaterialien
  • Strukturiertes Arbeiten
  • Bereitschaft zur Einarbeitung in neue Software
  • Interesse an didaktischen Fragestellungen
  • Selbstständige Lernorganisation

Technische Voraussetzungen

Bei ILS und Fernakademie werden ein aktueller Windows-PC oder Mac, eine Internetverbindung, ein aktueller Webbrowser und eine Präsentationssoftware benötigt.

Als Beispiele für Präsentationssoftware nennen die Anbieter PowerPoint, Impress oder Keynote.

Die Lernmaterialien und Übungsprogramme umfassen unter anderem Moodle und TechSmith Snagit.

Welche Inhalte vermittelt die Weiterbildung E-Learning-Trainer?

Die Lehrgänge vermitteln Grundlagen der digitalen Didaktik und verbinden diese mit praktischen Anwendungen.

1. Grundlagen des E-Learnings

Die Teilnehmer lernen die wichtigsten Formen und Bestandteile digitaler Lernumgebungen kennen.

  • E-Learning und digitale Lernmedien
  • Synchrones und asynchrones Lernen
  • Web-Based Trainings
  • Virtuelle Klassenzimmer
  • Lernmanagementsysteme
  • Technische und didaktische Anforderungen

Ein zentraler Unterschied besteht darin, ob die Teilnehmer zeitgleich zusammenkommen oder Lerninhalte zeitlich flexibel bearbeiten.

2. Lernziele und Lernprozesse planen

Bevor ein digitales Lernangebot erstellt wird, muss festgelegt werden, welches Wissen oder welche Fähigkeiten vermittelt werden sollen.

Dazu gehören:

  • Analyse der Zielgruppe
  • Formulierung überprüfbarer Lernziele
  • Auswahl geeigneter Lerninhalte
  • Strukturierung des Lernablaufs
  • Festlegung von Lern- und Übungsphasen
  • Planung der Erfolgskontrolle

3. Didaktische Gestaltung digitaler Lernmedien

Digitale Lernmedien sollten nicht einfach aus umfangreichen Textsammlungen bestehen.

Wichtig ist eine übersichtliche Struktur, die die Teilnehmer schrittweise beim Erreichen ihrer Lernziele unterstützt.

Zu den didaktischen Grundlagen gehören:

  • Verständliche Aufbereitung von Lernstoff
  • Angemessener Einsatz von Text, Bildern und Videos
  • Aktivierung der Lernenden
  • Wiederholungs- und Übungsphasen
  • Geeignete Rückmeldungen
  • Berücksichtigung unterschiedlicher Vorkenntnisse

4. E-Learning-Projekte organisieren

Größere digitale Schulungen müssen organisatorisch geplant werden.

Dazu gehört beispielsweise die Abstimmung mit Fachverantwortlichen, die Entwicklung eines Zeitplans und die Prüfung der verfügbaren technischen Ressourcen.

Auch die spätere Pflege und Aktualisierung der Lerninhalte sollte von Anfang an berücksichtigt werden.

5. Lernplattform Moodle verwenden

Ein wesentlicher Schwerpunkt ist das Open-Source-Lernmanagementsystem Moodle.

Die Teilnehmer beschäftigen sich unter anderem mit:

  • Grundlagen der Moodle-Installation
  • Aufbau digitaler Kursräume
  • Bereitstellung von Lernmaterialien
  • Verwendung von Kommunikationswerkzeugen
  • Einrichtung kooperativer Lernaktivitäten
  • Verwaltung von Teilnehmern
  • Grundlagen der Administration

Moodle wird weltweit von Bildungseinrichtungen und Unternehmen eingesetzt. Je nach Installation stehen unterschiedliche Funktionen, Erweiterungen und Konfigurationsmöglichkeiten zur Verfügung.

6. Interaktive Präsentationen entwickeln

Digitale Präsentationen sollen Lerninhalte verständlich vermitteln und die Aufmerksamkeit auf wesentliche Zusammenhänge lenken.

Die Weiterbildung beschäftigt sich deshalb mit Aufbau, Gestaltung und didaktischer Verwendung von Präsentationen.

Auch interaktive Elemente können genutzt werden, um Teilnehmer einzubeziehen.

7. Screencasts mit TechSmith Snagit erstellen

Ein Screencast ist eine Bildschirmaufzeichnung, mit der beispielsweise die Bedienung einer Software erklärt werden kann.

Mit TechSmith Snagit lernen die Teilnehmer, Bildschirmaufnahmen und entsprechende Lernmedien zu erstellen.

Mögliche Anwendungen sind:

  • Schrittweise Softwareanleitungen
  • Erklärungen zu digitalen Formularen
  • Bildschirmgestützte Arbeitsanweisungen
  • Kurze Schulungsvideos
  • Visuelle Erläuterungen komplexer Bedienabläufe

Für längere oder aufwendigere Videoproduktionen können zusätzlich andere Programme sinnvoll sein.

8. Virtuelle Klassenzimmer gestalten

Online-Unterricht erfordert eine andere Organisation als ein klassischer Präsenztermin.

Die Weiterbildung behandelt daher Grundlagen der Durchführung virtueller Unterrichtseinheiten.

Dazu gehören:

  • Vorbereitung digitaler Unterrichtstermine
  • Einsatz von Videokonferenzsoftware
  • Interaktion mit Teilnehmern
  • Moderation von Fragen und Diskussionen
  • Abwechslung zwischen Präsentation und aktiven Aufgaben
  • Technische Vorbereitung und Nachbereitung

9. Teletutoring und Lernbegleitung

Teletutoren begleiten Teilnehmer während des Lernens über digitale Kommunikationswege.

Sie beantworten Fragen, geben Rückmeldungen und unterstützen die Lernorganisation.

Die Weiterbildung vermittelt wichtige Grundprinzipien der Betreuung in virtuellen Lernumgebungen.

10. Soziale Netzwerke und kooperatives Lernen

Auch soziale Netzwerke und digitale Kommunikationswerkzeuge können zur Zusammenarbeit von Lernenden genutzt werden.

Wichtig ist jedoch, geeignete Plattformen auszuwählen und Datenschutz, Zugänglichkeit sowie die jeweilige Zielgruppe zu berücksichtigen.

11. E-Learning-Mashups und die Kombination digitaler Werkzeuge

Unter einem Mashup versteht man vereinfacht die Kombination unterschiedlicher digitaler Dienste oder Inhalte zu einer gemeinsamen Anwendung beziehungsweise Lernumgebung.

Beispielsweise können Lernplattformen mit Videos, interaktiven Übungen und ergänzenden Online-Werkzeugen verbunden werden.

Die Kombination sollte einen didaktischen Mehrwert bieten und nicht allein aus technischen Gründen erfolgen.

Was ist Moodle?

Moodle ist ein Open-Source-Lernmanagementsystem. Es ermöglicht die Organisation digitaler Kurse, die Bereitstellung von Lernmaterialien und die Betreuung von Teilnehmern.

Typische Funktionen sind:

  • Digitale Kursräume
  • Bereitstellung von Dokumenten und Videos
  • Aufgaben und Tests
  • Foren und Kommunikationsmöglichkeiten
  • Verwaltung von Nutzern und Berechtigungen
  • Auswertung bestimmter Lernaktivitäten

Die konkrete Funktionsausstattung hängt von Version, Installation und verwendeten Erweiterungen ab.

Für einen E-Learning-Trainer ist wichtig, die Plattform nicht nur technisch zu bedienen, sondern Kurse so zu gestalten, dass die Teilnehmer sinnvoll durch den Lernstoff geführt werden.

Was ist ein Web-Based Training?

Ein Web-Based Training (WBT) ist ein digitales Lernangebot, das über einen Webbrowser oder eine entsprechende Lernumgebung genutzt werden kann.

Ein WBT kann Texte, Bilder, Videos, interaktive Aufgaben und Wissenskontrollen enthalten.

Ein Vorteil besteht darin, dass Teilnehmer Inhalte häufig zeitlich flexibel bearbeiten können.

Allerdings eignet sich nicht jeder Lerninhalt gleichermaßen für vollständig selbstgesteuertes Lernen. Bei praktischen, sicherheitsrelevanten oder komplexen Tätigkeiten können ergänzende Schulungen notwendig sein.

Wie erstellt man einen guten Online-Kurs?

Bei der Entwicklung digitaler Lernangebote empfiehlt sich ein systematisches Vorgehen.

  1. Zielgruppe bestimmen: Wer soll lernen und welche Vorkenntnisse sind vorhanden?
  2. Lernziele formulieren: Was sollen die Teilnehmer nach Abschluss können?
  3. Lerninhalte auswählen: Welche Informationen werden benötigt?
  4. Didaktisches Konzept entwickeln: Welche Lernmethoden und Übungen sind geeignet?
  5. Lernmedien erstellen: Texte, Präsentationen, Screencasts und Aufgaben vorbereiten.
  6. Kurs technisch einrichten: Materialien beispielsweise in Moodle bereitstellen.
  7. Testlauf durchführen: Verständlichkeit, Bedienbarkeit und technische Funktion prüfen.
  8. Kurs durchführen: Teilnehmer begleiten und Rückmeldungen ermöglichen.
  9. Ergebnisse auswerten: Lernziele überprüfen und Verbesserungen vornehmen.

Gerade die Vorbereitung und die anschließende Evaluation sind wichtig. Eine technisch ansprechende Schulung ist nicht automatisch ein wirksames Lernangebot.

Synchrones, asynchrones und Blended Learning

Lernform Merkmal Beispiel
Synchron Gemeinsames Lernen zur selben Zeit Live-Webinar mit Fragen und Übungen
Asynchron Flexible Bearbeitung zu unterschiedlichen Zeiten Selbstlernkurs mit Videos und Aufgaben
Blended Learning Verbindung unterschiedlicher Lernformen, häufig Präsenz und Online Praxisworkshop mit ergänzendem Moodle-Kurs

Welche Lernform geeignet ist, hängt unter anderem von den Lernzielen, der Zielgruppe und den organisatorischen Rahmenbedingungen ab.

Wie lange dauert das E-Learning-Trainer-Fernstudium?

ILS und Fernakademie nennen jeweils zwölf Monate Regelstudienzeit bei etwa sieben Stunden wöchentlichem Lernaufwand.

Merkmal ILS Fernakademie
Regelstudienzeit 12 Monate 12 Monate
Lernaufwand ca. 7 Std./Woche ca. 7 Std./Woche
Kostenlose Verlängerung 6 Monate 6 Monate
Studienbeginn Jederzeit Jederzeit

Der tatsächliche Zeitbedarf hängt von den vorhandenen Kenntnissen und der persönlichen Lernorganisation ab.

Die Anbieter ermöglichen auch ein schnelleres Bearbeiten des Lernstoffs. Maßgeblich sind die jeweiligen Vertrags- und Studienbedingungen.

Welche Studienmaterialien werden verwendet?

Beide Fernschulen stellen zwölf Studienhefte und ergänzende digitale Lernmaterialien zur Verfügung.

Studienmaterial ILS Fernakademie
Studienhefte 12 12
Lernvideos Ja Ja
Moodle Ja Ja
TechSmith Snagit Ja Ja
Einsendeaufgaben Ja Ja
Online-Studienzentrum Ja Ja
Persönliche Lernbetreuung Ja Ja

Die Fernakademie nennt darüber hinaus ausdrücklich Übungs- und Programmdateien.

Welchen Abschluss erhält man?

Nach erfolgreicher Bearbeitung aller vorgeschriebenen Einsendeaufgaben erhalten Teilnehmer ein institutseigenes Abschlusszeugnis.

  • ILS: ILS-Zeugnis „E-Learning Trainer/in“
  • Fernakademie: Fernakademie-Zeugnis „E-Learning Trainer/in“

Auf Wunsch stellen beide Anbieter auch eine englischsprachige Fassung des Abschlussnachweises aus.

Wichtig: Die englische Bezeichnung „Certificate“ steht in diesem Zusammenhang für die Übersetzung beziehungsweise internationale Verwendbarkeit des institutseigenen Nachweises. Sie bedeutet nicht, dass zusätzlich eine IHK-Prüfung oder ein staatlich geregeltes Zertifikatsverfahren absolviert wurde.

Ist E-Learning-Trainer ein staatlich anerkannter Abschluss?

Die untersuchten Fernlehrgänge sind von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) zugelassen.

Eine solche Zulassung betrifft den Fernunterrichtslehrgang. Sie ist nicht mit der staatlichen Anerkennung eines geregelten Berufsabschlusses gleichzusetzen.

Die Berufsbezeichnung E-Learning-Trainer ist in Deutschland nicht an eine einheitlich gesetzlich geregelte Ausbildung gebunden.

Auch das institutseigene Abschlusszeugnis berechtigt nicht zur Führung eines öffentlich-rechtlichen IHK-Abschlusses oder der Bezeichnung „Bachelor Professional“.

E-Learning-Trainer: ILS und Fernakademie im Vergleich

Die beiden Fernlehrgänge sind hinsichtlich Studiendauer, Lernaufwand und fachlicher Schwerpunkte sehr ähnlich.

Merkmal ILS Fernakademie
Kursbezeichnung E-Learning Trainer/in E-Learning Trainer/in
Regeldauer 12 Monate 12 Monate
Lernaufwand 7 Std./Woche 7 Std./Woche
Studienhefte 12 12
Kostenlose Verlängerung 6 Monate 6 Monate
Lernplattform Moodle Ja Ja
Software Snagit Ja Ja
Abschluss ILS-Zeugnis Fernakademie-Zeugnis
IHK-Prüfung Nein Nein
ZFU-Nummer 7514325 7263413

Stand der Anbieterprüfung: Oktober 2026. Verbindlich sind die aktuellen Angaben der Fernschulen.

ILS: E-Learning Trainer/in

Das ILS bietet den Fernlehrgang „E-Learning Trainer/in“ mit zwölf Monaten Regelstudienzeit und ungefähr sieben Wochenstunden an.

Die Studiendauer kann um sechs Monate kostenlos verlängert werden.

Zum Lernmaterial gehören zwölf Studienhefte, Lernvideos, TechSmith Snagit und Moodle.

Zu den Schwerpunkten zählen E-Learning-Management, die didaktische Gestaltung digitaler Lernmedien, Moodle, interaktive Präsentationen, Screencasting, virtuelle Klassenzimmer und soziale Netzwerke im Unterricht.

Die Teilnehmer nutzen das ILS-Online-Studienzentrum und können ihre Einsendeaufgaben durch Fernlehrer korrigieren lassen.

Nach erfolgreicher Bearbeitung der Studienleistungen erhalten sie das ILS-Zeugnis „E-Learning Trainer/in“.

Der Lehrgang besitzt nach Anbieterangaben die ZFU-Zulassungsnummer 7514325.

Das ILS weist zudem auf eine mögliche Förderung geeigneter Kursvarianten mit Bildungsgutschein hin.

Fernakademie: E-Learning Trainer/in

Die Fernakademie für Erwachsenenbildung bietet ebenfalls den zwölfmonatigen Fernlehrgang „E-Learning Trainer/in“ mit einem empfohlenen Lernaufwand von sieben Stunden pro Woche an.

Die kostenlose Verlängerung beträgt sechs Monate.

Zum Studienmaterial gehören zwölf Studienhefte, Lernvideos, Übungs- und Programmdateien sowie Moodle und TechSmith Snagit.

Die Teilnehmer lernen, digitale Lernangebote zu konzipieren, Web-Based Trainings zu gestalten, Online-Kursräume einzurichten und Lernende in virtuellen Unterrichtsumgebungen zu begleiten.

Nach erfolgreicher Bearbeitung aller Einsendeaufgaben stellt die Fernakademie das Abschlusszeugnis „E-Learning Trainer/in“ aus.

Der Lehrgang besitzt die ZFU-Zulassungsnummer 7263413.

Hinweis zur Kursadresse: Obwohl die URL der Fernakademie den Ausdruck „e-learning-manager“ enthält, lautet die aktuelle offizielle Lehrgangs- und Abschlussbezeichnung „E-Learning Trainer/in“.

Bietet die SGD ebenfalls E-Learning-Trainer an?

Bei der Anbieterprüfung im Oktober 2026 ließ sich kein eigenständiger, aktuell angebotener SGD-Fernlehrgang mit der Bezeichnung „E-Learning-Trainer“ oder „E-Learning-Manager“ bestätigen.

Deshalb beschränkt sich unser konkreter Kursvergleich auf ILS und Fernakademie.

Wer die SGD bevorzugt, kann das aktuelle Kursverzeichnis des Anbieters auf möglicherweise neu hinzugekommene Angebote prüfen. Eine Buchbarkeit wird hier nicht behauptet.

Was kostet die Weiterbildung zum E-Learning-Trainer?

Die Studiengebühren unterscheiden sich nach Fernschule und aktuellem Vertragsangebot.

Für einen vollständigen Kostenvergleich sollten folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • Monatliche Studiengebühren
  • Gesamtkosten über zwölf Monate
  • Gedruckte und digitale Studienmaterialien
  • Zugang zu Moodle und benötigter Übungssoftware
  • Lizenz- und Nutzungsbedingungen von TechSmith Snagit
  • Persönliche Studienbetreuung
  • Bearbeitung und Korrektur von Einsendeaufgaben
  • Mögliche Zusatzkosten für Software nach Kursende
  • Vertragslaufzeit und Kündigungsbedingungen

Da die vollständigen aktuellen Preisangebote nicht durchgehend frei veröffentlicht werden, verzichten wir auf nicht zuverlässig vergleichbare Festpreise.

Vor Vertragsabschluss sollte zudem geklärt werden, für welchen Zeitraum die bereitgestellte Software genutzt werden kann.

Welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Bildungsgutschein

Das ILS weist für entsprechend zugelassene Kursvarianten auf die Möglichkeit einer Förderung über einen Bildungsgutschein hin.

Eine Förderung hängt von den persönlichen gesetzlichen Voraussetzungen, der Zulassung der konkreten Maßnahme und der Entscheidung der zuständigen Stelle ab.

Unterstützung durch den Arbeitgeber

Wenn die Weiterbildung für die betriebliche Personalentwicklung, Ausbildung oder interne Schulungsorganisation benötigt wird, kann eine vollständige oder teilweise Kostenübernahme durch den Arbeitgeber infrage kommen.

Steuerliche Berücksichtigung

Beruflich veranlasste Weiterbildungskosten können unter den jeweils geltenden gesetzlichen Voraussetzungen steuerlich berücksichtigt werden.

Aufstiegs-BAföG

Der hier vorgestellte Fernlehrgang mit institutseigenem Abschlusszeugnis ist nicht automatisch eine förderfähige Aufstiegsfortbildung nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz.

E-Learning-Trainer Gehalt: Was kann man verdienen?

Das Gehalt eines E-Learning-Trainers hängt von der tatsächlichen Tätigkeit und dem Verantwortungsbereich ab.

Wichtige Einflussfaktoren sind:

  • Berufserfahrung
  • Branche und Arbeitgeber
  • Region
  • Umfang der Schulungs- und Projektverantwortung
  • Didaktische und technische Spezialkenntnisse
  • Erfahrung mit Lernmanagementsystemen
  • Kenntnisse in Medienproduktion und Lernkonzeption
  • Personal- und Budgetverantwortung

Ein Mitarbeiter, der bestehende Schulungen in Moodle betreut, übernimmt möglicherweise andere Aufgaben als ein Instructional Designer, der vollständige Bildungsprogramme entwickelt.

Viele Beschäftigte nutzen E-Learning-Kompetenzen außerdem als Ergänzung zu ihrem bisherigen Beruf, etwa in der Personalentwicklung oder betrieblichen Ausbildung.

Für eine realistische Einschätzung sollten aktuelle Stellenangebote und Gehaltsdaten vergleichbarer Tätigkeiten berücksichtigt werden.

Wichtig: Das Fernschulzeugnis allein garantiert weder eine bestimmte Position noch eine Gehaltserhöhung.

Welche Karrierechancen bietet die Weiterbildung?

Digitale Lehr- und Lernangebote werden in unterschiedlichen Branchen und Organisationen eingesetzt.

Mögliche Einsatzfelder sind:

  • Betriebliche Weiterbildung
  • Personalentwicklung
  • Aus- und Fortbildung
  • Bildungseinrichtungen
  • Berufliche Erwachsenenbildung
  • Digitale Schulungsorganisation
  • Entwicklung von Online-Kursen
  • Lernplattformbetreuung
  • Software- und Produktschulungen
  • Unternehmensinterne Wissensvermittlung

Je nach Erfahrung und zusätzlicher Qualifikation kommen Tätigkeiten als E-Learning-Trainer, Online-Trainer, Teletutor, Lernmedienentwickler oder Mitarbeiter in E-Learning-Projekten infrage.

Für spezialisierte Stellen im Instructional Design oder E-Learning-Management können Arbeitgeber zusätzliche praktische Erfahrung und andere Qualifikationen erwarten.

E-Learning-Trainer oder Personalentwicklung (IHK)?

Beide Weiterbildungen beschäftigen sich mit beruflicher Qualifizierung. Die Schwerpunkte unterscheiden sich jedoch.

E-Learning-Trainer Personalentwicklung (IHK)
Digitale Lernangebote planen und erstellen Betrieblichen Qualifizierungsbedarf und Entwicklungsmöglichkeiten analysieren
Moodle, Lernvideos und virtuelle Unterrichtsformate Personalentwicklungsmaßnahmen systematisch gestalten
Teilnehmer bei digitalen Lernprozessen begleiten Kompetenzen und berufliche Entwicklung fördern
Institutseigenes Abschlusszeugnis Zusätzlicher IHK-Zertifikatsweg beim entsprechenden Lehrgang

Wer vor allem digitale Lernmaterialien entwickeln möchte, sollte den E-Learning-Trainer näher betrachten.

Wer dagegen Qualifizierungsstrategien und Maßnahmen für Beschäftigte organisieren möchte, sollte die Weiterbildung Personalentwicklung (IHK) prüfen.

E-Learning-Trainer oder Ausbilder nach AEVO?

Auch zwischen dem E-Learning-Trainer und der Ausbildereignungsprüfung bestehen wesentliche Unterschiede.

Die AEVO-Prüfung dient dem Nachweis berufs- und arbeitspädagogischer Kenntnisse für die betriebliche Ausbildung.

Der E-Learning-Trainer beschäftigt sich dagegen speziell mit der Planung und Durchführung digitaler Lernangebote.

Der Abschluss des Fernlehrgangs ersetzt daher nicht die Ausbildereignungsprüfung nach AEVO.

Beide Qualifikationen können sich ergänzen, insbesondere wenn betriebliche Ausbilder ihre Ausbildung durch digitale Lernmedien unterstützen möchten.

Praxisbeispiel: Eine digitale Mitarbeiterschulung entwickeln

Ein Unternehmen führt ein neues digitales Zeiterfassungssystem ein. Die Beschäftigten sollen lernen, Arbeitszeiten zu erfassen, Korrekturen zu beantragen und wichtige Funktionen sicher zu bedienen.

Schritt 1: Lernbedarf feststellen

Zunächst wird untersucht, welche Funktionen die Beschäftigten benötigen und welche Vorkenntnisse bereits vorhanden sind.

Schritt 2: Lernziele definieren

Es wird beispielsweise festgelegt, dass die Teilnehmer nach Abschluss der Schulung ihre Arbeitszeit selbstständig erfassen und häufige Fehler vermeiden können.

Schritt 3: Inhalte strukturieren

Die Funktionen werden in kurze Lerneinheiten aufgeteilt.

Schritt 4: Screencasts erstellen

Der E-Learning-Trainer zeichnet typische Bedienabläufe am Bildschirm auf und ergänzt verständliche Erklärungen.

Schritt 5: Moodle-Kurs anlegen

Die Videos und ergänzende schriftliche Anleitungen werden in einem digitalen Kursraum bereitgestellt.

Schritt 6: Übungsaufgaben hinzufügen

Die Teilnehmer bearbeiten beispielhafte Situationen und überprüfen ihr Wissen.

Schritt 7: Kurs testen

Eine kleine Nutzergruppe prüft, ob die Inhalte verständlich und die Lernmaterialien technisch erreichbar sind.

Schritt 8: Schulung durchführen und verbessern

Nach der Veröffentlichung werden Rückmeldungen aufgenommen und die Materialien bei Bedarf angepasst.

Das Beispiel verdeutlicht, dass digitale Schulungen didaktische, technische und organisatorische Aufgaben verbinden.

Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz im E-Learning?

KI-Anwendungen können die Entwicklung und Betreuung digitaler Lernangebote unterstützen.

Mögliche Einsatzbereiche sind:

  • Strukturierung von Schulungsinhalten
  • Entwicklung erster Lernziel- und Konzeptentwürfe
  • Formulierung von Übungsfragen
  • Vorbereitung von Präsentationen
  • Erstellung von Skripten für Erklärvideos
  • Sprachliche Überarbeitung von Lernmaterialien
  • Unterstützung bei der Auswertung geeigneter Rückmeldungen

Die Qualität KI-generierter Materialien muss fachlich überprüft werden.

Insbesondere dürfen Lernfragen, Musterlösungen und fachliche Erklärungen nicht ungeprüft übernommen werden.

Beim Einsatz personenbezogener Lern- und Leistungsdaten müssen Datenschutz und gegebenenfalls besondere Anforderungen an KI-Systeme berücksichtigt werden.

Das ILS bietet während des Fernlehrgangs zusätzlich seine KI-Lernbegleitung KILEA an. Dies ist ein Unterstützungsangebot der Fernschule und kein eigenständiger Abschlussbestandteil.

Datenschutz und Urheberrecht beim E-Learning

Digitale Lernangebote können personenbezogene Daten von Teilnehmern verarbeiten.

Hierzu gehören beispielsweise Anmeldedaten, Bearbeitungsstände oder Ergebnisse von Lernaufgaben.

Deshalb müssen die jeweils geltenden datenschutzrechtlichen Anforderungen berücksichtigt werden.

Auch für die Verwendung von Bildern, Texten, Videos und Software gelten rechtliche Rahmenbedingungen.

Wer fremde Inhalte in einem Online-Kurs verwenden möchte, sollte daher prüfen, ob die entsprechenden Nutzungsrechte vorliegen oder eine gesetzliche Nutzungserlaubnis greift.

Zusätzlich sollten digitale Lernangebote möglichst barrierearm gestaltet werden, etwa durch verständliche Texte, Untertitel und gut bedienbare Kursoberflächen.

E-Learning-Trainer im Lebenslauf angeben

Nach erfolgreichem Abschluss kann die Weiterbildung im Abschnitt „Fort- und Weiterbildung“ aufgeführt werden.

Beispiel:

2026 – E-Learning Trainer/in, Fernlehrgang mit ILS-Abschlusszeugnis

Oder:

2026 – E-Learning Trainer/in, Fernakademie-Abschlusszeugnis

Die Bezeichnung sollte dem tatsächlich erworbenen Qualifikationsnachweis entsprechen.

Eine IHK-Zertifizierung oder ein öffentlich-rechtlicher Fortbildungsabschluss darf daraus nicht abgeleitet werden.

Vorteile und mögliche Nachteile der Weiterbildung

Vorteile

  • Berufsbegleitendes Lernen
  • Flexibler Studienbeginn
  • Grundlagen moderner digitaler Didaktik
  • Praktische Arbeit mit Moodle
  • Einführung in Screencasts und digitale Lernmedien
  • Kenntnisse für virtuelle Unterrichtsformate
  • Ergänzung vorhandener Lehr- und Ausbildungskompetenzen
  • Institutseigenes Abschlusszeugnis

Mögliche Nachteile

  • Zwölf Monate Regelstudiendauer
  • Selbstständige Lernorganisation erforderlich
  • Kein zusätzlicher IHK-Abschluss
  • Software und technische Anforderungen können sich verändern
  • Praktische Unterrichtserfahrung weiterhin wichtig
  • Für spezialisierte Tätigkeiten möglicherweise zusätzliche Qualifikationen erforderlich
  • Keine Garantie für eine bestimmte Anstellung oder Vergütung

Checkliste: Welcher E-Learning-Trainer-Lehrgang passt zu Ihnen?

  • Möchten Sie eigene Online-Kurse erstellen oder bestehende Schulungen digital ergänzen?
  • Verfügen Sie über gute Computer- und Internetkenntnisse?
  • Können Sie etwa sieben Stunden pro Woche lernen?
  • Wie umfangreich sind die praktischen Moodle-Aufgaben?
  • Welche Werkzeuge werden während der Weiterbildung bereitgestellt?
  • Wie lange dürfen Sie die Software nutzen?
  • Welche Unterstützung erhalten Sie bei fachlichen Fragen?
  • Welche Studiengebühren entstehen insgesamt?
  • Kann der Lehrgang kostenlos verlängert werden?
  • Kommt eine Finanzierung durch Arbeitgeber oder Bildungsgutschein infrage?
  • Können Sie während der Weiterbildung einen eigenen Online-Kurs entwickeln?

Häufige Fragen zum E-Learning-Trainer

Was macht ein E-Learning-Trainer?

Ein E-Learning-Trainer plant und erstellt digitale Lernangebote, bereitet Unterrichtsmaterialien auf und unterstützt Teilnehmer beim Lernen in virtuellen Umgebungen.

Wie wird man E-Learning-Trainer?

Der Einstieg kann über pädagogische oder fachliche Berufserfahrung und eine passende Weiterbildung erfolgen. Die konkreten Anforderungen unterscheiden sich je nach Arbeitgeber.

Kann man E-Learning im Fernstudium lernen?

Ja. ILS und Fernakademie bieten zwölfmonatige Fernlehrgänge zum E-Learning-Trainer an.

Bietet die SGD E-Learning-Trainer an?

Bei der Anbieterprüfung im Oktober 2026 konnte kein eigenständiger, aktuell buchbarer SGD-Lehrgang mit dieser Bezeichnung bestätigt werden.

Wie lange dauert die Weiterbildung?

Bei ILS und Fernakademie beträgt die Regelstudiendauer zwölf Monate.

Wie viele Stunden muss man pro Woche lernen?

Beide Anbieter empfehlen ungefähr sieben Stunden wöchentlich.

Welche Voraussetzungen gelten?

Erforderlich sind ein sicherer Umgang mit Windows oder macOS und gute Internet-Anwenderkenntnisse.

Welche Software wird verwendet?

Die untersuchten Lehrgänge nutzen insbesondere Moodle und TechSmith Snagit sowie eine Präsentationssoftware.

Was ist Moodle?

Moodle ist ein Open-Source-Lernmanagementsystem, mit dem digitale Kurse, Aufgaben und Kommunikationsmöglichkeiten bereitgestellt werden können.

Was ist ein Web-Based Training?

Ein Web-Based Training ist ein webbasiertes Lernangebot, das beispielsweise Texte, Videos und interaktive Aufgaben enthalten kann.

Welchen Abschluss erhält man?

Nach erfolgreicher Bearbeitung aller erforderlichen Einsendeaufgaben erhalten Teilnehmer das institutseigene Zeugnis „E-Learning Trainer/in“ von ILS beziehungsweise Fernakademie.

Ist E-Learning-Trainer ein IHK-Abschluss?

Nein. Bei den untersuchten Fernlehrgängen handelt es sich nicht um IHK-Zertifikatslehrgänge und nicht um öffentlich-rechtliche IHK-Fortbildungsprüfungen.

Ist der Fernlehrgang staatlich zugelassen?

Ja. Beide untersuchten Lehrgänge besitzen eine Zulassung der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht. Dies ist jedoch keine Gleichstellung mit einem staatlich geregelten Berufsabschluss.

Ist E-Learning-Trainer eine geschützte Berufsbezeichnung?

Die Bezeichnung ist in Deutschland nicht an eine einheitliche staatlich geregelte Berufsausbildung gebunden.

Muss man eine IHK-Prüfung ablegen?

Nein. Für die beiden untersuchten Lehrgänge ist keine zusätzliche IHK-Prüfung vorgesehen.

Was kostet die Weiterbildung?

Die Studiengebühren unterscheiden sich je nach Anbieter und Vertragsangebot. Interessenten sollten die vollständigen Gesamtkosten prüfen.

Kann die Weiterbildung gefördert werden?

Das ILS weist auf die mögliche Förderung entsprechend zugelassener Kursvarianten über einen Bildungsgutschein hin. Ob die persönlichen Voraussetzungen erfüllt sind, entscheidet die zuständige Stelle.

Was verdient ein E-Learning-Trainer?

Das Einkommen hängt insbesondere von Branche, Berufserfahrung, Aufgabenbereich und Umfang der Projektverantwortung ab.

Kann man eigene Online-Kurse verkaufen?

Grundsätzlich ist dies möglich. Neben der fachlichen und technischen Entwicklung müssen dafür wirtschaftliche, urheberrechtliche, datenschutzrechtliche und gegebenenfalls fernunterrichtsrechtliche Anforderungen geprüft werden.

Ist die Weiterbildung für Ausbilder geeignet?

Ja. Betriebliche Ausbilder können die Weiterbildung nutzen, um vorhandene Ausbildungskonzepte durch digitale Lernmedien zu ergänzen. Sie ersetzt jedoch nicht die Ausbildereignungsprüfung nach AEVO.

Was ist der Unterschied zum E-Learning-Manager?

E-Learning-Trainer beschäftigen sich häufig stärker mit der Erstellung und Vermittlung digitaler Lerninhalte. E-Learning-Manager können zusätzlich die strategische und organisatorische Verantwortung für digitale Bildungsangebote übernehmen.

Ist die Weiterbildung für Fachwirte geeignet?

Ja. Sie kann Fachwirte ergänzen, die Aufgaben in Ausbildung, Führung, Personalentwicklung oder innerbetrieblicher Weiterbildung übernehmen.

Fazit: Lohnt sich die Weiterbildung zum E-Learning-Trainer?

Die Weiterbildung zum E-Learning-Trainer kann eine sinnvolle Zusatzqualifikation für Menschen sein, die Wissen digital vermitteln oder eigene Online-Lernangebote entwickeln möchten.

Die Fernlehrgänge von ILS und Fernakademie vermitteln Kenntnisse über digitale Didaktik, Moodle, virtuelle Klassenzimmer, interaktive Präsentationen und die Erstellung von Screencasts.

Beide Anbieter sehen zwölf Monate Regelstudienzeit bei ungefähr sieben Stunden Lernaufwand pro Woche vor. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Teilnehmer ein institutseigenes Zeugnis.

Besonders interessant ist der Lehrgang für Ausbilder, Dozenten, Trainer, Personalentwickler und Beschäftigte in der betrieblichen Weiterbildung.

Unsere Empfehlung: Vergleichen Sie ILS und Fernakademie vor allem hinsichtlich der aktuellen Studiengebühren, der Lernbetreuung und der verfügbaren Software. Nutzen Sie die Weiterbildung nach Möglichkeit, um einen eigenen kleinen Moodle-Kurs oder ein Web-Based Training zu entwickeln. Ein solches Praxisprojekt kann später eine wichtige Ergänzung zum Abschlusszeugnis sein.

Quellen und weiterführende Informationen

Stand: Oktober 2026. Angaben zu Studiengebühren, Kursinhalten, Software, Fördermöglichkeiten und Abschlussbedingungen können sich verändern. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen Informationen der Fernschulen.