Unternehmensplanung: Aufgaben, Arten und Teilpläne einfach erklärt

Unternehmensplanung einfach erklärt: Aufgaben, strategische und operative Planung, Teilpläne, Ziele und Beispiele für Fachwirte.

Die Unternehmensplanung beschäftigt sich mit der zukünftigen Entwicklung eines Unternehmens.

Sie hilft dabei,

  • Ziele festzulegen,
  • zukünftige Entwicklungen einzuschätzen,
  • Maßnahmen vorzubereiten,
  • Ressourcen einzuplanen und
  • Ergebnisse später zu kontrollieren.

Unternehmensplanung bedeutet deshalb nicht einfach, Zahlen für die Zukunft zu schätzen.

Sie verbindet:

Ziele → Maßnahmen → Ressourcen → Umsetzung → Kontrolle

Für die Fachwirt-Prüfung ist besonders wichtig, die Unternehmensplanung als zusammenhängendes System verschiedener Teilpläne zu verstehen.

Was ist Unternehmensplanung?

Unternehmensplanung ist die systematische Vorbereitung zukünftiger Unternehmensentscheidungen.

Vereinfacht geht es um drei Fragen:

Wo steht das Unternehmen?

Wo soll es hin?

Wie sollen die Ziele erreicht werden?

Typische Themen sind beispielsweise:

  • Absatz,
  • Produktion,
  • Beschaffung,
  • Personal,
  • Investitionen,
  • Finanzierung,
  • Liquidität,
  • Ergebnis.

Da sich diese Bereiche gegenseitig beeinflussen, müssen die einzelnen Pläne miteinander abgestimmt werden.

Aufgaben der Unternehmensplanung

Ziele festlegen

Beispiele:

  • Umsatz steigern,
  • Kosten reduzieren,
  • Marktanteil erhöhen,
  • neue Märkte erschließen,
  • Liquidität sichern.

Entwicklungen einschätzen

Dabei werden beispielsweise betrachtet:

  • Nachfrage,
  • Wettbewerber,
  • Rohstoffpreise,
  • Technologien,
  • Personalverfügbarkeit,
  • Finanzierungsmöglichkeiten.

Handlungsalternativen entwickeln

Für ein Ziel können verschiedene Lösungswege bestehen.

Beispiel:

Ziel: Absatz steigern

Mögliche Alternativen:

  • neue Märkte erschließen,
  • Werbung verstärken,
  • Preise anpassen,
  • Produktprogramm erweitern.

Maßnahmen planen

Die ausgewählte Alternative wird konkretisiert.

Ressourcen einplanen

Benötigt werden beispielsweise:

  • Personal,
  • Material,
  • Maschinen,
  • Kapital,
  • Zeit.

Teilpläne koordinieren

Eine Änderung in einem Unternehmensbereich kann Folgen für viele andere Bereiche haben.

Ergebnisse kontrollieren

Planwerte werden später mit den tatsächlich erreichten Werten verglichen.

Der betriebliche Planungsprozess

Unternehmensplanung ist kein einmaliger Vorgang.

1. Analyse

Ausgangslage und Rahmenbedingungen untersuchen

Beispiele:

  • bisherige Absätze,
  • Kosten,
  • Wettbewerb,
  • Kapazitäten,
  • Finanzlage.

2. Ziele festlegen

Gewünschte Ergebnisse bestimmen

Beispiel:

Absatz im nächsten Jahr um 20 % steigern

3. Alternativen bewerten

Handlungsmöglichkeiten entwickeln und vergleichen

Bewertungskriterien können sein:

  • Kosten,
  • Nutzen,
  • Risiken,
  • Umsetzbarkeit.

4. Maßnahmen und Ressourcen planen

Festgelegt werden beispielsweise:

  • Verantwortlichkeiten,
  • Termine,
  • Budgets,
  • Personal,
  • Maschinen,
  • Material.

5. Umsetzung

Die geplanten Maßnahmen werden durchgeführt.

6. Kontrolle und Anpassung

Geplante und tatsächliche Werte werden verglichen.

Bei Abweichungen können Korrekturmaßnahmen notwendig sein.

Vereinfacht:

Analyse → Ziele → Alternativen → Maßnahmen → Umsetzung → Kontrolle → Anpassung

Wichtig:

Die Ergebnisse der Kontrolle fließen wieder in die nächste Planungsrunde ein.

Planung ist deshalb ein fortlaufender Prozess.

Strategische, taktische und operative Planung

Planungsebene Schwerpunkt Beispiel
strategisch langfristige Ausrichtung Erschließung eines neuen Marktes
taktisch mittelfristige Umsetzung der Strategie zusätzliche Produktionskapazitäten aufbauen
operativ konkrete Maßnahmen, Mengen und Budgets Produktionsprogramm für das nächste Quartal

Die Abgrenzung ist nicht in allen Unternehmen und Lehrbüchern identisch.

Insbesondere die taktische Planung wird nicht in jeder betriebswirtschaftlichen Systematik als eigenständige Ebene verwendet.

Auch feste Zeitgrenzen wie „ein Jahr“, „drei Jahre“ oder „fünf Jahre“ sind nicht allgemein verbindlich.

Strategische Planung

Die strategische Planung beschäftigt sich mit der langfristigen Ausrichtung des Unternehmens.

Typische Fragen:

  • Welche Märkte wollen wir bearbeiten?
  • Welche Produkte sollen künftig angeboten werden?
  • Wo liegen unsere Wettbewerbsvorteile?
  • Welche Technologien werden wichtig?
  • Welche Standorte werden benötigt?

Taktische Planung

Die taktische Planung verbindet langfristige Ziele mit mittelfristigen Maßnahmen.

Beispiel:

Um einen neuen Markt zu erschließen, werden zusätzliche Maschinen beschafft, Mitarbeiter qualifiziert und Vertriebskapazitäten aufgebaut.

Operative Planung

Die operative Planung übersetzt übergeordnete Ziele in konkrete Maßnahmen.

Beispiele:

  • Absatzmengen,
  • Produktionsprogramme,
  • Bestellmengen,
  • Personalbedarf,
  • Budgets,
  • Liquiditätsplanung.

Merksatz:

Strategisch = Richtung

Taktisch = Umsetzung vorbereiten

Operativ = konkret handeln

Die wichtigsten Teilpläne der Unternehmensplanung

Teilplan zentrale Frage
Absatzplanung Welche Mengen sollen verkauft werden?
Produktionsplanung Welche Mengen müssen hergestellt werden?
Beschaffungsplanung Welche Materialien werden wann benötigt?
Personalplanung Welche Mitarbeiter und Qualifikationen werden benötigt?
Investitionsplanung Welche Investitionen sind erforderlich?
Finanzplanung Wie wird der Kapitalbedarf gedeckt?
Liquiditätsplanung Reichen die Zahlungsmittel zu den jeweiligen Zeitpunkten aus?
Ergebnisplanung Welche Erträge, Aufwendungen und Ergebnisse werden erwartet?

Diese Teilpläne dürfen nicht isoliert betrachtet werden.

Wie die Teilpläne zusammenhängen

Absatzplanung
Welche Mengen sollen verkauft werden?

↓

Produktionsplanung
Welche Mengen müssen hergestellt werden?

↓

Beschaffung – Personal – Investitionen
Welche Materialien, Mitarbeiter und Kapazitäten werden benötigt?

↓

Finanz- und Liquiditätsplanung
Wie werden die Maßnahmen finanziert und bleibt die Zahlungsfähigkeit gesichert?

↓

Ergebnisplanung
Sind die geplanten Maßnahmen wirtschaftlich?

Wichtig:

In der Praxis bestehen auch Rückwirkungen.

Beispiel:

Die Produktion möchte eine neue Maschine anschaffen.

Die Finanzplanung zeigt jedoch, dass das benötigte Kapital derzeit nicht zur Verfügung steht.

Dann müssen möglicherweise Investition verschoben, Produktionsmengen angepasst, Fremdfertigung geprüft oder zusätzliche Finanzierung beschafft werden.

Unternehmensplanung ist deshalb keine starre Einbahnstraße.

Praxisbeispiel: Absatz soll um 20 % steigen

Ein Hersteller verkauft derzeit 10.000 Stück pro Jahr.

Im nächsten Jahr soll der Absatz um 20 % steigen.

Geplanter neuer Absatz: 12.000 Stück

Teilplan mögliche Konsequenz
Absatzplanung Absatz steigt von 10.000 auf 12.000 Stück
Produktionsplanung notwendige Produktionsmenge unter Berücksichtigung der Lagerbestände bestimmen
Beschaffungsplanung zusätzlichen Materialbedarf ermitteln
Personalplanung Personalbedarf und Arbeitszeiten überprüfen
Investitionsplanung Maschinenkapazitäten prüfen
Finanzplanung Kapitalbedarf und Finanzierung klären
Liquiditätsplanung Ein- und Auszahlungen zeitlich abstimmen
Ergebnisplanung zusätzliche Erlöse und Kosten vergleichen

Das Beispiel zeigt:

Eine Veränderung im Absatzplan kann Auswirkungen auf nahezu alle anderen Teilpläne haben.

Absatzplanung

Die Absatzplanung beschäftigt sich mit den geplanten Verkäufen.

Dabei können Produkte, Mengen, Preise, Märkte, Kundengruppen und Zeiträume berücksichtigt werden.

Sie liefert eine wichtige Grundlage für die Produktionsplanung.

Den Zusammenhang zwischen Absatz- und Produktionsmengen erklärt der Beitrag Absatz- und Produktionsplanung ausführlicher.

Produktionsplanung

Die Produktionsplanung bestimmt, was, in welcher Menge und zu welchem Zeitpunkt hergestellt werden soll.

Dabei ist die Produktionsmenge nicht automatisch identisch mit der Absatzmenge.

Vereinfacht:

geplanter Absatz + gewünschter Endbestand − Anfangsbestand = Produktionsbedarf

Beschaffungsplanung

Aus dem Produktionsprogramm ergibt sich der Materialbedarf.

Die Beschaffung muss klären, welches Material in welcher Menge, zu welchem Zeitpunkt und von welchen Lieferanten benötigt wird.

Zu berücksichtigen sind beispielsweise Lagerbestände, Lieferzeiten, Preise und Versorgungssicherheit.

Die grundlegende Bedarfsbestimmung ist deshalb eng mit der Beschaffungsplanung verbunden.

Personalplanung

Die Personalplanung beschäftigt sich mit Anzahl der benötigten Mitarbeiter, Qualifikationen, Einsatzzeiten und zukünftigem Personalbedarf.

Eine steigende Produktionsmenge kann beispielsweise zusätzlichen Personalbedarf verursachen.

Wie dieser ermittelt werden kann, zeigt der Beitrag Personalbedarfsermittlung.

Investitionsplanung

Investitionen betreffen den längerfristigen Einsatz von Kapital.

Beispiele:

  • Maschinen,
  • Gebäude,
  • Fahrzeuge,
  • IT-Systeme.

Dabei wird beispielsweise geprüft, welche Investition notwendig ist, wann sie benötigt wird, wie hoch der Kapitalbedarf ist und wie sie finanziert werden soll.

Finanzplanung

Die Finanzplanung beschäftigt sich mit der Bereitstellung und Verwendung finanzieller Mittel.

Fragen sind beispielsweise:

  • Wie hoch ist der Kapitalbedarf?
  • Reichen eigene Mittel aus?
  • Werden Kredite benötigt?
  • Wann entstehen Ein- und Auszahlungen?

Liquiditätsplanung

Liquidität bedeutet:

Das Unternehmen kann seine fälligen Zahlungsverpflichtungen rechtzeitig erfüllen.

Die Liquiditätsplanung betrachtet deshalb insbesondere vorhandene Zahlungsmittel, erwartete Einzahlungen und erwartete Auszahlungen.

Position Betrag
Anfangsbestand an Zahlungsmitteln 20.000 €
erwartete Einzahlungen +150.000 €
erwartete Auszahlungen −165.000 €
voraussichtlicher Endbestand 5.000 €

Der Zahlungssaldo aus Einzahlungen und Auszahlungen beträgt −15.000 €.

Trotzdem besteht in diesem vereinfachten Beispiel am Ende noch ein Zahlungsmittelbestand von 5.000 €.

Ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf entsteht deshalb nicht automatisch allein wegen des negativen Zahlungssaldos.

Entscheidend ist:

Reicht der vorhandene Zahlungsmittelbestand aus, um alle fälligen Zahlungen und gegebenenfalls eine notwendige Liquiditätsreserve zu decken?

Ergebnisplanung

Die Ergebnisplanung betrachtet insbesondere Erträge, Aufwendungen sowie geplanten Gewinn oder Verlust.

Vereinfacht:

Erträge − Aufwendungen = Ergebnis

Sie beantwortet die Frage:

Ist die geplante Geschäftstätigkeit wirtschaftlich erfolgreich?

Erfolg und Liquidität unterscheiden

Erfolg Liquidität
Erträge und Aufwendungen Einzahlungen, Auszahlungen und Zahlungsmittel
zeigt wirtschaftliches Ergebnis zeigt Zahlungsfähigkeit
Gewinn oder Verlust ausreichende oder unzureichende Liquidität

Ein Unternehmen kann Gewinn erzielen und trotzdem Liquiditätsprobleme haben.

Merksatz:

Gewinn bedeutet nicht automatisch Liquidität.

Planung unter Unsicherheit

Jede Unternehmensplanung bezieht sich auf die Zukunft.

Deshalb bestehen Unsicherheiten.

Beispiele:

  • Nachfrage verändert sich,
  • Rohstoffpreise steigen,
  • Lieferanten fallen aus,
  • Wettbewerber reagieren,
  • Zinsen ändern sich.

Planwerte sind deshalb keine sicheren Vorhersagen.

Szenarioplanung

Unternehmen können unterschiedliche Entwicklungen durch Szenarien berücksichtigen.

Pessimistisches Szenario

Absatz: 85.000 Stück

Basisszenario

Absatz: 100.000 Stück

Optimistisches Szenario

Absatz: 115.000 Stück

Für jedes Szenario können anschließend Kapazitäten, Personalbedarf, Materialbedarf, Ergebnis und Liquidität geprüft werden.

Zielkonflikte

Unternehmensziele können sich gegenseitig widersprechen.

Beispiel:

Ziel 1: Lagerbestände reduzieren.

Ziel 2: Lieferbereitschaft maximieren.

Sehr niedrige Lagerbestände senken Kapitalbindung und Lagerkosten.

Gleichzeitig kann aber das Risiko von Lieferengpässen steigen.

Unternehmensplanung muss deshalb auch:

Zielkonflikte erkennen und Prioritäten setzen.

Planung und Kontrolle

Planung endet nicht mit der Erstellung eines Plans.

Nach der Umsetzung müssen Planwerte mit den tatsächlichen Ergebnissen verglichen werden.

Beispiel:

Geplanter Absatz: 10.000 Stück

Tatsächlicher Absatz: 8.500 Stück

Abweichung: −1.500 Stück

Nun wird analysiert:

  • War die Prognose zu optimistisch?
  • Gab es Lieferprobleme?
  • War die Nachfrage geringer?
  • Haben Wettbewerber Marktanteile gewonnen?

Anschließend können Maßnahmen und Planwerte angepasst werden.

Vereinfacht:

Plan → Ist → Abweichung → Ursache → Maßnahme → neuer Plan

Controlling und Unternehmensplanung

Das Controlling unterstützt die Unternehmensführung bei Planung, Informationsversorgung, Steuerung und Kontrolle.

Typische Instrumente sind:

  • Kennzahlen,
  • Soll-Ist-Vergleiche,
  • Abweichungsanalysen,
  • Prognosen.

Controlling bedeutet deshalb nicht einfach nur „Kontrolle“.

Rollierende Planung

Bei der rollierenden Planung wird der Planungshorizont regelmäßig weitergeschoben.

Beispiel:

Ein Unternehmen plant immer die kommenden zwölf Monate.

Nach jedem Monat wird der vergangene Monat ausgewertet, die Planung aktualisiert und am Ende ein neuer Monat ergänzt.

Unternehmensplanung für die Fachwirt-Prüfung

1. Unternehmensplanung ist zukunftsorientiert

Sie bereitet zukünftige Entscheidungen vor.

2. Planung ist ein Kreislauf

Analyse → Ziel → Maßnahmen → Umsetzung → Kontrolle → Anpassung

3. Planungsebenen unterscheiden

Strategisch = langfristige Richtung

Taktisch = mittelfristige Umsetzung

Operativ = konkrete Maßnahmen und Mengen

4. Teilpläne müssen abgestimmt werden

Absatz, Produktion, Beschaffung, Personal, Investitionen und Finanzen beeinflussen sich gegenseitig.

5. Erfolg und Liquidität unterscheiden

Erfolg = Erträge und Aufwendungen

Liquidität = Zahlungsfähigkeit

6. Kontrolle gehört zur Planung

Ohne Soll-Ist-Vergleich kann nicht festgestellt werden, ob die Planung erfolgreich war.

Typische Prüfungsfehler

Unternehmensplanung mit Prognose gleichsetzen

Eine Prognose beschreibt eine erwartete Entwicklung. Planung legt darüber hinaus Ziele, Maßnahmen und Ressourcen fest.

Strategische und operative Planung verwechseln

Strategische Planung legt die langfristige Richtung fest. Operative Planung konkretisiert die Umsetzung.

Taktische Planung als überall verbindliche Ebene ansehen

Nicht jede betriebswirtschaftliche Systematik unterscheidet sie separat.

Teilpläne isoliert betrachten

Eine Veränderung eines Teilplans kann Auswirkungen auf mehrere andere Bereiche haben.

Absatzmenge und Produktionsmenge gleichsetzen

Lagerbestände können dazu führen, dass sich beide Mengen unterscheiden.

Negativen Zahlungssaldo automatisch mit Finanzierungsbedarf gleichsetzen

Der vorhandene Zahlungsmittelbestand muss ebenfalls berücksichtigt werden.

Erfolg und Liquidität gleichsetzen

Ein Unternehmen kann Gewinn erzielen und trotzdem Liquiditätsprobleme haben.

Kleiner Selbsttest

Frage 1: Was ist Unternehmensplanung?

Lösung:
Die systematische Vorbereitung zukünftiger Entscheidungen durch Ziele, Maßnahmen, Ressourcenplanung und Kontrolle.

Frage 2: Welche Schritte gehören zum Planungsprozess?

Lösung:
Analyse, Ziele, Bewertung von Alternativen, Maßnahmen- und Ressourcenplanung, Umsetzung sowie Kontrolle und Anpassung.

Frage 3: Was ist der Unterschied zwischen strategischer und operativer Planung?

Lösung:
Strategische Planung legt die langfristige Richtung fest. Operative Planung konkretisiert die Umsetzung mit Mengen, Budgets und Maßnahmen.

Frage 4: Warum müssen Teilpläne abgestimmt werden?

Lösung:
Weil beispielsweise höherer Absatz Auswirkungen auf Produktion, Beschaffung, Personal, Investitionen und Finanzierung haben kann.

Frage 5: Bedeutet ein negativer Zahlungssaldo automatisch Finanzierungsbedarf?

Lösung:
Nein. Auch der vorhandene Zahlungsmittelbestand muss berücksichtigt werden.

Frage 6: Was ist der Unterschied zwischen Erfolg und Liquidität?

Lösung:
Erfolg betrachtet Erträge und Aufwendungen. Liquidität beschreibt die Fähigkeit, fällige Zahlungen rechtzeitig zu leisten.

Unternehmensplanung einfach erklärt

Unternehmensplanung bedeutet:

Zukünftige Ziele festlegen und geeignete Maßnahmen, Ressourcen und Teilpläne darauf abstimmen.

Der grundlegende Planungsprozess lautet:

Analyse → Ziele → Alternativen → Maßnahmen → Umsetzung → Kontrolle → Anpassung

Wichtige Planungsebenen:

Strategisch → langfristige Richtung

Taktisch → mittelfristige Umsetzung

Operativ → konkrete Mengen, Maßnahmen und Budgets

Wichtige Teilpläne:

  • Absatz,
  • Produktion,
  • Beschaffung,
  • Personal,
  • Investitionen,
  • Finanzierung,
  • Liquidität,
  • Ergebnis.

Die wichtigste Erkenntnis:

Unternehmensplanung funktioniert nur, wenn die einzelnen Teilpläne aufeinander abgestimmt werden und regelmäßig überprüft werden.

Häufige Fragen zur Unternehmensplanung

Was ist Unternehmensplanung?

Unternehmensplanung ist die systematische Vorbereitung zukünftiger Entscheidungen durch Ziele, Maßnahmen und Ressourcen.

Welche Aufgaben hat die Unternehmensplanung?

Sie analysiert die Ausgangslage, legt Ziele fest, bewertet Alternativen, plant Maßnahmen und Ressourcen und kontrolliert später die Ergebnisse.

Welche Planungsebenen gibt es?

Typisch sind strategische und operative Planung. Häufig wird zusätzlich eine taktische Ebene unterschieden.

Welche Teilpläne gehören zur Unternehmensplanung?

Beispiele sind Absatz-, Produktions-, Beschaffungs-, Personal-, Investitions-, Finanz-, Liquiditäts- und Ergebnisplanung.

Warum müssen Teilpläne abgestimmt werden?

Weil Veränderungen in einem Unternehmensbereich Auswirkungen auf andere Bereiche haben können.

Was ist der Unterschied zwischen Erfolg und Liquidität?

Erfolg betrachtet Erträge und Aufwendungen. Liquidität betrachtet die Fähigkeit, fällige Zahlungen rechtzeitig zu leisten.

Was ist rollierende Planung?

Bei der rollierenden Planung wird der Planungshorizont regelmäßig aktualisiert und um eine weitere Periode ergänzt.

Welche Aufgabe hat das Controlling?

Controlling unterstützt Planung, Steuerung und Kontrolle durch Informationen, Kennzahlen, Soll-Ist-Vergleiche und Abweichungsanalysen.