Investmentfachwirt

Mit Hilfe von Investitionen in Aktien-, Renten- und Immobilienfonds betreiben die Investmentfachwirte eine Vermögensbildung für die Kunden von Banken- und Sparkassen. Häufig sind sie auch bei Investmentgesellschaften anzutreffen. Auf Grund der steigenden Anforderungen an die Fachleute in der Investmentbranche wird seit dem Jahr 2006 die Weiterbildung zum Investmentfachwirt angeboten. 

Die Weiterbildung zum Investmentfachwirt richtet sich an Mitarbeiter der Banken und Vermögensberatungen, die ihre Kenntnisse erweitern und einen Grundstein für den beruflichen Aufstieg legen wollen.

Aufgaben als Investmentfachwirt

Ein Investmentfachwirt ist weiterhin für folgende Aufgaben zuständig:

  • Fondsbuchhaltung
  • Besteuerung, Eröffnung und Schließung von Fonds
  • Prüfung und Kontrolle der Einhaltung rechtlicher Bestimmungen
  • Analysen von Fondsrisiken und –performance
  • Bewertung und Analyse von Wertpapieren
  • Erschließung von Vertriebskanälen sowie deren Betreuung und Pflege

Zulassungsvoraussetzungen für die Weiterbildung zum Investmentfachwirt

Um nach der Weiterbildung zur Prüfung zum Investmentfachwirt vor der Industrie- und Handelskammer zugelassen zu werden sind folgende Voraussetzung zu erfüllen:

  • eine abgeschlossene Berufsausbildung zum Bankkaufmann oder Investmentkaufmann mit anschließender zweijähriger Berufspraxis
  • oder eine Ausbildung in einem kaufmännischen oder verwaltenden Beruf mit anschließender dreijähriger Berufspraxis
  • oder eine sechsjährige Berufspraxis wenn keine Berufsausbildung absolviert wurde

Inhalte der Weiterbildung

© fox17 - Fotolia.com

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Die Weiterbildung zum Investmentfachwirt gliedert sich in einen handlungsübergreifenden und einen handlungsspezifischen Teil.

Handlungsübergreifende Qualifikation:

  • KAG-Geschäft (Kapitalanlagegesellschaft)
  • Betriebswirtschaft
  • Volkswirtschaft
  • rechtliche Aspekte des Investmentgeschäfts

Handlungsspezifische Qualifikation:

  • Portfoliomanagement
  • Marketing und Vertrieb
  • Fondscontrolling und Risikomanagement

Die Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer besteht aus einem schriftlichen und einen mündlichen Teil. In den schriftlichen Prüfungen werden die Themen der handlungsübergreifenden und handlungsspezifischen Qualifikationen erfüllt.

Kosten und Dauer der Weiterbildung zum Investmentfachwirt

Die Kosten für die Weiterbildung zum Investmentfachwirt kosten an einer privaten Business School bis zu 1200,–EUR pro Semester. Hinzu kommen Prüfungsgebühren und Arbeitsmaterial. Die Weiterbildung zum Investmentfachwirt dauert in der Regel vier Semester. Für die Weiterbildungskosten können Zuschüsse beantragt werden.

Die Weiterbildung kann bei den Bildungszentren der Industrie- und Handelskammer, sowie Fernakademien wieder SGD, der ILS, der Hamburger Akademie und der Fernakademie für Erwachsenenbildung absolviert werden.

Aussicht und Gehalt

Nach dem Abschluss der Weiterbildung zum Investmentfachwirt wartet ein breites Beschäftigungsfeld in Banken, Börsen und im Versicherungsgewerbe. Der Verdienst hängt vom Einsatzfeld ab. Ein Sachbearbeiter kann ca. 35000,–EUR jährlich, ein Analyst für Wertpapiere mehr als 70000,–EUR jährlich verdienen. Natürlich besteht auch die Möglichkeit als Fondsberater selbstständig tätig zu sein. Um als Investmentfachwirt erfolgreich zu sein, muss das Fachwissen stetig aktualisiert werden.

Fachwirt A-Z

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