Zahntechnikermeister

Die Zahntechnikermeister beraten die Zahnärzte zur bestmöglichen Ausführung von Zahnprotesen und nehmen die Aufträge entgegen. Sie stellen die Betriebsbereitschaft der Maschinen, Geräte und Materialien sicher und teilen die Arbeitsaufgaben den jeweiligen Mitarbeitern zu.

Für Mitarbeiter aus größeren Zahnarztpraxen mit eigenem Praxislabor, zahntechnischen Labors und Zahnkliniken steht mit der Weiterbildung zum Zahntechnikermeister eine Möglichkeit zur Verfügung mehr Verantwortung im Unternehmen zu übernehmen.

Aufgaben als Zahntechnikermeister im Detail

  • Die Beratung der Zahnärzte zu möglichen Ausführungen von Zahnersatz und kieferorthopädischen Apparaturen
  • Die Berechnung von Rohstoff- und Materialbedarf anhand der Vorgaben
  • Der Einkauf und die Auswahl von Rohstoffen, Hilfsmitteln, Geräten, Maschinen und Anlagen, ggf. in Zusammenarbeit mit dem Einkäufer oder in Abstimmung mit der Betriebsleitung
  • Das Einstellen und die Programmierung der zahntechnischen Maschinen
  • Die Auswertung der zahnärztlichen Untersuchungsergebnissen (Abdrücke etc.) und die Festlegung des daraus folgenden Arbeitsprogramm. Die Vergabe der Aufträge an die Mitarbeiter.
  • Die fachliche Unterstützung der Mitarbeiter und übernahme von besonders schwierigen Aufgaben.
  • Bei besonders schwierigen Prothetikfällen und Reklamationen eine entsprechende Rücksprache mit den Zahnärzten halten.
  • Eine inhaltliche und terminliche Planung der Arbeitsabläufe.
  • Die Analyse von Kostenfaktoren und die Minimierung von beeinflussbaren Kosten
  • Eine Erarbeitung von Aufgaben und Prozessen eines betrieblichen Qualitätsmanagements
  • Die Übernahme von Aufgaben in der Arbeitssteuerung und Qualitätssicherung im Bereich der zahntechnischen Produktion
  • Die Angebotskalkulation und Betreuung der Auftragsabwicklung
  • Eine Anfertigung von Materialplänen und Leistungsverzeichnissen
  • Die Mitwirkung an der betrieblichen Ausbildung
  • Die Festlegung der kaufmännischen, personellen und technischen Grundsätze im Betrieb
  • Die Entwicklung eines Marketingkonzeptes
  • Die Planung eines betrieblichen Qualitätsmanagement

Voraussetzungen

© Robert Kneschke - Fotolia.com

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Um nach der Weiterbildung zum Zahntechnikermeister zur Prüfung vor der zuständigen Kammer zugelassen zu werden sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Der erfolgreiche Abschluss einer Gesellenprüfung als Zahntechniker
  • oder eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten industriellen Ausbildungsberuf
  • oder eine Meisterprüfung in einem Handwerk oder handwerksähnlichen Gewerbe
  • oder eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung mit anschließend mehrjähriger Berufstätigkeit im Zahntechniker Handwerk

Inhalte der Weiterbildung zum Zahntechnikermeister

Im Rahmen der Weiterbildung zum Zahntechnikermeister werden folgende Inhalte vermittelt:

  • Die Versorgung von Ober- und Unterkiefer mit festsitzenden Zahnersatz nach vorgegebenen Okklusionskonzept
  • Die Herstellung von Einzelimplantaten mit vollkeramischer Restauration
  • Die Herstellung von kombinierten festsitzenden und herausnehmbaren Zahnersatz für Ober- und Unterkiefer
  • Die Herstellung von kieferorthopädischen und funktionskieferorthopädischen Geräten
  • Eine Erarbeitung und Bewertung von funktionalen und konzeptionellen Lösungen im Bereich der zahntechnischen Restaurationen und Versorgungen
  • Die Darstellung der Planung, Fertigung und Kontrolle von Zahnersatz
  • Die Bestimmung von Werkstoffen, Geräten und Maschinen für die einzelnen Fertigungsverfahren
  • Die Kalkulation von Angeboten, das Erstellen von Auftragsunterlagen und die Auswertung von Angeboten
  • Die Anwendung von berufsbezogenen, rechtlichen Vorschriften und technischen Normen
  • Eine Erarbeitung von Arbeitsplänen, Skizzen und Zeichnungen und die Bewertung von vorgegebenen Arbeitsunterlagen
  • Die Ermittlung von betrieblichen Kosten und Kennzahlen sowie die Überprüfung der Kostenstruktur
  • Die Entwicklung von Maßnahmen zur Einhaltung der arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen und des Umweltschutzes
  • Eine Beurteilung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen durchführen
  • Das vorbereiten, durchführen und bewerten von Gründungs- und Übernahmeaktivitäten
  • Die Entwicklung einer Unternehmensführungsstrategie
  • Das prüfen der Ausbildungsvoraussetzungen und die Planung der Ausbildung
  • Die Ausbildung vorbereiten und die Einstellung der Auszubildenden durchführen
  • Das Durchführen der Ausbildung und der Abschluss

Dauer und Kosten der Weiterbildung

Die Weiterbildung zum Zahntechnikermeister kann in Vollzeit und in Teilzeit absolviert werden. Je nach Weiterbildungsart dauert sie zwischen 1 Jahr in Vollzeit und bis zu 20 Monate in Teilzeit. Angeboten wird die Weiterbildung zum Zahntechnikermeister zum Beispiel von Bildungsträgern der jeweils zuständigen Handwerkskammern. Die Kosten für die Weiterbildung erfragen Sie bitte direkt bei den jeweiligen Anbietern. Über das Meister-Bafög kann die Weiterbildung zum Zahntechnikermeister finanziell gefördert werden.

Zahntechnikermeister Gehalt

Das Einkommen als Zahntechnikermeister unterscheidet sich je nach Region. Es liegt im Durchschnitt brutto bei ca. 3500,–EUR im Monat. Es gibt hierbei jedoch eine sehr große Bandbreite. Das geringste Gehalt als Zahntechnikermeister liegt bei ca. 1400,–EUR während das höchste Einkommen bei ca. 5000,–EUR liegt. In den angegebenen Werten sind jedoch noch nicht die Beschäftigungsart in Vollzeit oder Teilzeit berücksichtigt. Nachzulesen sind die Werte übringes auf der Internetseite www.nettolohn.de

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