Industriemeister
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Industriemeister Metall

Die Industriemeister in der Fachrichtung Metall sind für die Koordination und Überwachung der Produktionsabläufe in der Fertigung und Montage zuständig. Hierbei legen Sie die einzelnen Arbeitsschritte fest, sorgen für die Bereitstellung von Fertigungsmaterial und teilen die Mitarbeiter ein.

Die Weiterbildung zum Industriemeister Metall eignet sich für interessierte Mitarbeiter aus der Metallindustrie, die Fach- und Führungsaufgaben übernehmen wollen und damit einen Grundstein für den beruflichen Aufstieg legen wollen.

Aufgaben Industriemeister Metall im Detail

Zu den Tätigkeitsbereichen eines Industriemeister Metall gehören im Detail:

  • Produktion
    – Leitung einer Betriebsabteilung in der Metallindustrie. Hierzu gehört auch die Zusammenarbeit und Abstimmung mit den anderen Abteilungen
    – qualitätssichernde Prüfung der Metallteile und Werkstücke auf die festgelegten Qualitätsnormen
    – Veranlassung und Überwachung der regelmäßigen Wartung und Instandhaltung der Fertigungsanlagen
    – Mitarbeit bei der Einführung neuer Maschinen, Fertigungsanlagen und Materialien sowie Arbeitsverfahren
    – Abstimmung der Arbeitsabläufe mit Vorgesetzten und weiteren betrieblichen Einheiten wie zum Beispiel der Personalabteilung
    – Sicherstellung der Beachtung von Vorschriften und Bestimmungen zum Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz
  • Betriebswirtschaftliche Organisation
    – Mitwirkung an Planung und Weiterentwicklung der Betriebsmittelausstattung
    – Überwachung von Arbeitsleistung und Lieferterminen
    – Kalkulation von Materialbedarf
  • Personal
    – Mitwirkung an der betrieblichen Ausbildung
    – Organisation der Einarbeitung von neuen Mitarbeitern sowie eine Anleitung bei neuen und schwierigen Arbeitsgängen
    – Organisation von Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen

Zulassungsvoraussetzungen

Baufachwirt – © stillkost – Fotolia.com

Um nach der Weiterbildung für die Industriemeisterprüfung zugelassen zu werden sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung in einem Metallberuf
  • oder eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung in einem anderen Ausbildungsberuf mit anschließend zwei Jahren Berufspraxis
  • oder eine Berufspraxis von mindestens vier Jahren

Inhalte der Weiterbildung

Die Weiterbildung zum Industriemeister Metall teilt sich in einen handlungsspezifischen und einen Fachwichtungsübergreifenden Teil.

Zur handlungsspezifischen Qualifikation gehören:

  • Handlungsbereich Technik
    – Betriebstechnik
    – Fertigungstechnik
    – Montagetechnik
  • Handlungsbereich Organisation
    – Betriebliches Kostenwesen
    – Planungs-, Steuerungs- und Kommunikationssysteme
    – Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz
  • Handlungsbereich Führung und Personal
    – Personalführung
    – Personalentwicklung
    – Qualitätsmanagement

Zu den fachrichtungsübergreifenden Qualifikationen gehören:

  • Rechtsbewusstes Handeln
    – Arbeits- und Sozialrecht
    – Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit
    – Umweltschutzrecht
    – wirtschaftliche Vorschriften zur Produktverantwortung und Produkthaftung
  • Betriebswirtschaftliches Handeln
    – Ökonomisches Handlungsprinzip
    – Grundsätze einer betrieblichen Aufbau- und Ablauforganisation
    – Entgeltfindung und kontinuierliche, betriebliche Verbesserung
    – Kalkulationsverfahren, Kostenartenrechnung, Kostenstellenrechnung, Kostenträgerzeitrechnung
  • Information, Kommunikation und Planung
    – Erfassung, Analyse und Aufbereitung von Prozess- und Produktionsdaten mit Hilfe von EDV-Systemen
    – Bewertung von Planungstechniken und Analysemethoden
    – Anwenden von Präsentationstechniken
    – Erstellen von technischen Unterlagen, Entwürfen, Statistiken, Tabellen und Diagrammen
  • Zusammenarbeit im Betrieb
    – Beurteilung und Förderung der beruflichen Entwicklung Einzelner im Betrieb unter Berücksichtigung der persönlichen und sozialen Gegebenheiten
    – Analyse der Einflüsse auf die Arbeitsorganisation und die Gruppenstruktur
    – Führungsmethoden umsetzen und anwenden
    – Förderung der Kommunikation und Kooperation als Lösung betrieblicher Probleme und sozialer Konflikt
  • Naturwissenschaftliche und technische Gesetzmäßigkeiten
    – Berücksichtigung der Gesetzmäßigkeiten auf Material, Maschinen, Prozesse, Mensch und Umwelt
    – Verwendung von unterschiedlichen Energieformen im Betrieb
    – Betriebs- und Fertigungstechnische Größen berechnen
    – Anwendung von statistischen Verfahren
  • Berufs- und arbeitspädagogische Eignung
    – Prüfung der Ausbildungsvoraussetzungen und Planung der Ausbildung
    – Vorbereiten der Ausbildung und Einstellungen der Auszubildenden
    – Durchführung der Ausbildung
    – Abschluss der Ausbildung

Dauer und Kosten

Die Weiterbildung zum Industriemeister Metall kann in Vollzeit-, Teilzeit und auch im Fernstudium erfolgen. Je nach Weiterbildungsart dauert die Weiterbildung in Vollzeit zwischen 6 und 12 Monaten. In Teilzeit beträgt die Ausbildungsdauer in der Regel zwischen 1,5 und 3,5 Jahren. Im Fernstudium dauert die Weiterbildung ca. 30 Monate.

Angeboten wird die Weiterbildung bei den Bildungsträgern der zuständigen Kammer. Weiterhin ist die Weiterbildung bei einigen privaten Bildungsanbietern möglich. Die Kosten erfragen Sie bitte direkt bei den entsprechenden Anbietern. Informationen zum Gehalt als Industriemeister Metall finden Sie hier. Fachbücher für eine optimale Prüfungsvorbereitung sind hier zu finden.



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3 Kommentare

  1. Hallo
    seit geraumer Zeit bin ich auf der Suche nach einer geeigneten Industriemeister-Schule für den IHK Meister-Abschluss Metall
    Ich will am besten das ganze neben meinem Beruf absolvieren und am besten nicht jeden Abend dort hocken.
    Gibt es ja unterschiedliche Modelle und unterscheidet sich das je nach Institution? Hab unter anderem hier diese Seite von Fain gefunden
    http://www.fain.de/angebote/industriemeister-mw-metall-ihk/
    was bei mir auch in der nähe wäre. Empfehlenswert?
    Ich danke vorab.

    • christian sagt

      Hallo,
      wenn man nicht jeden Abend beim Anbieter verbringen möchte, dann sollte man vielleicht ein Fernstudium wählen. Bei einem Präsenzstudium, vor allen wenn man Meister-Bafög beziehen möchte, ist eine gewisse Anwesenheit vorausgesetzt. Beim Fernstudium ist man daher „freier“. Es erfordert aber sehr viel Disziplin und Durchhaltevermögen.
      Der angebotene Kurs klingt schon mal gut. Wichtig ist ja im Endeffekt, dass man am Ende die Prüfung vor der IHK besteht.
      Gruß
      Christian

  2. Hallo,
    Danke dir Christian für deine Antwort. Ich weiß jedoch nur nicht, ob ich mich bei einem Fernstudium motivieren könnte zu lernen. Bin eher jemand der durch aktive Teilnahme erfolgreich lernt. :) Habe gestern mal bei der Fain angerufen und die haben mich sehr freundlich beraten und eingeladen vorort mal reinzuschnuppern.
    Nochmals Danke und Grüße

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