Die wichtigsten Gründe für eine Prüfungsanfechtbarkeit

Der Weg zum Fachwirt ist zwar nicht so einfach, aber durchaus gangbar. Wer im übertragenen Sinne seine Hausaufgaben macht und sich gewissenhaft auf seine Prüfung vorbereitet, der sollte in den allermeisten Fällen seine Prüfung zum Fachwirt auch bestehen. Doch natürlich gibt es auch Gelegenheiten, in denen das nicht so gelingt, wie gewünscht. Dann ist guter Rat teuer – oder? Wie der Jurist stets sagt: Es kommt darauf an. Denn je nachdem, wie die Prüfung verlaufen ist, ob inhaltlich oder von den Begleitumständen her, gibt es auch die Option, eine Prüfung anzufechten.

Welche Gründe gibt es für eine Prüfungsanfechtbarkeit der Prüfung zum Fachwirt? Hier der Überblick über die am häufigsten vorkommenden Gründe, weshalb man eventuell trotz Nichtbestehen (oder auch nur Unzufriedenheit mit dem Ergebnis) noch eine Chance hat, zu seinem Recht und zu einer Wiederholung der Prüfung oder einer anderen Bewertung kommen kann.

Grundlagen der Prüfungsanfechtung

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Basis einer solchen Anfechtung einer Prüfung ist immer die geltende Berufsfreiheit nach Artikel 12 des Grundgesetzes. Hierauf aufbauend ergeben sich Chancen, das vorliegende Ergebnis einer mündlichen oder schriftlichen Prüfung anzufechten. Im Normalfall ist es äußerst ratsam, für eine solche Prüfungsanfechtung die Unterstützung von Experten zurate zu ziehen. Dies leisten in der Regel Anwälte, die sich auf derartige Prüfungsanfechtungen spezialisiert haben. Schließlich kommen solche Situationen alles andere als selten in der beruflichen Aus- und Weiterbildung in Deutschland vor. Welche Gründe aber kann es nun dafür geben, dass eine Prüfungsanfechtung auch gute Aussichten auf Erfolg besitzt?

Liste der häufigsten Gründe

Verspätung bei der Prüfung

Egal, ob man mit dem ÖPNV oder MIV anreist, Verspätungen sind häufig unabwendbar und entstehen meist ohne eigenes Verschulden. Deshalb sollte man sich noch vor Antritt der Prüfung mit einem Rechtsanwalt in Verbindung setzen, um eine Verlängerung der Prüfungszeit zu erwirken. Hier ist sachkundige Unterstützung, wie sie darauf spezialisierte Anwälte anbieten, sofort angezeigt und diese hilft auch, den Stress zu reduzieren und somit mit größerer Wahrscheinlichkeit ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Prüfungsunfähigkeit

Natürlich der häufigste Grund dafür, warum man eine Prüfung nicht erfolgreich absolviert. Diese Prüfungsunfähigkeit sollte in jedem Fall amtsärztlich festgestellt werden. Nach Ablauf der Prüfung kann man eine Prüfungsunfähigkeit jedenfalls nicht mehr rückwirkend geltend machen. Und auf den Versuch, dies anwaltlich doch noch zu erwirken, sollte man es gar nicht ankommen lassen. Denn dies ist zwar möglich, aber nur selten von Erfolg gekrönt.

Lärm oder sonstige störende Einflüsse während der Prüfung

Äußere Einflüsse wie Lärm oder auch störende Gerüche, übermäßige Hitze, die die Konzentration und somit die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen, sind gar nicht so selten, wie man zunächst glauben könne. Auch hier gilt: dieser Umstand muss sofort gerügt werden. Nachträgliche Beschwerden werden oft nur mit viel – unnötiger – Mühe akzeptiert.

Befangenheit der Prüfer

Dieser Punkt mag seltsam klingen, kann man eine solche Befangenheit doch oft objektiv nur schwerlich nachweisen. Doch wenn es dafür eindeutige Indizien gibt, sollte man auch hier nicht zögern, sein Recht auf Abhilfe in diesem Punkt geltend zu machen. Insbesondere bei mündlichen Prüfungen kann dieser Punkt schließlich dramatische Auswirkungen auf den Verlauf einer Prüfung und damit deren Ausgang haben.

Änderung der Aufgaben während der Prüfung

Eher selten wird dieser Punkt auftreten, aber auch darauf sollte man vorbereitet sein. Je nachdem, wie gravierend die Änderung ausfällt, kann man hier ausgleichende Faktoren erwirken, wie eine verlängerte Bearbeitungszeit der Prüfungsaufgabe oder eine längere Vorbereitungszeit für eine mündliche Antwort etc.

Bei der Prüfung zum Fachwirt auf alles vorbereitet sein

In jedem Fall gilt, dass man sich derlei Beeinträchtigungen und widrigen Umstände nicht aus falsch verstandener Höflichkeit oder Bescheidenheit bieten lassen sollte. Natürlich sind die allermeisten Menschen, die die Prüfung zum Fachwirt ablegen wollen, keine juristischen Experten. Aber genau dafür liefern wir hier ja diese kurze Liste an Gründen, aus denen man eine Prüfung anfechten kann – und auch den Tipp, den Gang zum Anwalt auch schon im Vorfeld einer Prüfung immer im Hinterkopf zu haben.

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