Warum kauft ein Kunde erneut bei einem Unternehmen? Warum empfiehlt er einen Anbieter weiter? Und warum wechselt ein eigentlich zufriedener Kunde trotzdem zur Konkurrenz?
Eine wichtige Rolle spielt dabei die Kundenzufriedenheit.
Für Unternehmen reicht es allerdings nicht, lediglich anzunehmen: „Unsere Kunden sind zufrieden.“ Kundenzufriedenheit sollte möglichst beobachtet, gemessen, ausgewertet und verbessert werden.
Für Fachwirte verbindet das Thema insbesondere Marketing, Qualitätsmanagement, Kundenbindung, Beschwerdemanagement und Unternehmenssteuerung.
Was ist Kundenzufriedenheit?
Kundenzufriedenheit beschreibt vereinfacht, wie ein Kunde seine tatsächliche Erfahrung mit seinen Erwartungen vergleicht.
Dabei stehen sich Erwartung des Kunden und wahrgenommene Leistung gegenüber.
Leistung bleibt hinter der Erwartung zurück
Der Kunde ist eher unzufrieden.
Leistung entspricht der Erwartung
Der Kunde ist eher zufrieden.
Leistung übertrifft die Erwartung
Der Kunde kann besonders zufrieden oder begeistert sein.
Einfaches Beispiel
Ein Kunde bestellt einen Laptop. Er erwartet Lieferung innerhalb von drei Tagen, unbeschädigte Ware, ein funktionsfähiges Gerät und erreichbaren Kundenservice.
Fall A: Die Lieferung dauert acht Tage und das Gerät ist beschädigt. Die Erwartung wird nicht erfüllt.
Fall B: Der Laptop kommt nach drei Tagen wie angekündigt an. Die Erwartung wird erfüllt.
Fall C: Das Gerät kommt bereits am nächsten Tag und bei einer Rückfrage hilft der Kundenservice besonders schnell. Die Erwartung wird übertroffen.
Damit wird deutlich: Kundenzufriedenheit entsteht nicht allein durch die objektive Produktqualität. Auch Erwartungen und Wahrnehmung des Kunden spielen eine wichtige Rolle.
Warum ist Kundenzufriedenheit wichtig?
Zufriedene Kunden können beispielsweise eher erneut kaufen, weitere Produkte nutzen, positiv über das Unternehmen sprechen und eine langfristige Geschäftsbeziehung aufbauen.
Unzufriedene Kunden können dagegen zur Konkurrenz wechseln, sich beschweren, negative Bewertungen hinterlassen oder von einem erneuten Kauf absehen.
Wichtig: Kundenzufriedenheit garantiert keine Kundenbindung.
Kundenzufriedenheit und Kundenbindung unterscheiden
Kundenzufriedenheit beschreibt vor allem die Bewertung einer Erfahrung oder Leistung.
Kundenbindung beschreibt dagegen die Fortsetzung beziehungsweise Festigung einer Geschäftsbeziehung.
Ein zufriedener Kunde kann trotzdem wechseln. Ein unzufriedener Kunde kann dagegen wegen Vertragslaufzeiten, hoher Wechselkosten, fehlender Alternativen oder hohem Wechselaufwand bleiben.
Damit gilt: Zufriedenheit ist nicht automatisch Loyalität – und Kundenbindung nicht automatisch Zufriedenheit.
Welche Faktoren beeinflussen die Kundenzufriedenheit?
- Produktqualität
- Servicequalität
- Preis-Leistungs-Verhältnis
- Lieferfähigkeit
- Lieferzeit
- Erreichbarkeit
- Zuverlässigkeit
- Beschwerdebearbeitung
- Benutzerfreundlichkeit
Kundenzufriedenheit entlang der Customer Journey
Kundenzufriedenheit entsteht häufig nicht nur an einem einzelnen Kontaktpunkt. Ein Kunde erlebt verschiedene Phasen:
Information → Bestellung → Lieferung → Nutzung → Service → Reklamation
Jeder dieser sogenannten Touchpoints kann die Wahrnehmung beeinflussen.
Ein Onlinehändler kann beispielsweise ein hochwertiges Produkt verkaufen, während komplizierter Bestellprozess, verspätete Lieferung und schlechte Erreichbarkeit trotzdem zu einer negativen Gesamterfahrung führen.
Wie lässt sich Kundenzufriedenheit messen?
Sinnvoll ist häufig eine Kombination verschiedener Verfahren.
- Kundenbefragungen
- CSAT
- Net Promoter Score
- Customer Effort Score
- Beschwerdeanalyse
- Bewertungen und Rezensionen
- Wiederkaufsdaten
- Kündigungs- beziehungsweise Abwanderungsraten
- Mystery Shopping
Direkte und indirekte Messung
Direkte Messung: Der Kunde wird ausdrücklich nach seiner Einschätzung gefragt, zum Beispiel per Befragung, CSAT oder NPS.
Indirekte Messung: Das Unternehmen beobachtet Verhaltens- oder Prozessdaten, zum Beispiel Beschwerden, Retouren, Wiederkäufe oder Kündigungen.
Beide Ansätze ergänzen sich. Keine Beschwerde bedeutet nicht automatisch Zufriedenheit.
Kundenbefragungen richtig einordnen
Die Aussagekraft einer Befragung hängt nicht nur von der Frage selbst ab.
Wichtig sind auch:
- Wer wurde befragt?
- Wie viele Kunden wurden eingeladen?
- Wie viele haben geantwortet?
- Sind bestimmte Kundengruppen über- oder unterrepräsentiert?
- Zu welchem Zeitpunkt wurde gefragt?
Stichprobe und Rücklaufquote
Ein Unternehmen berichtet: „90 % unserer Kunden sind zufrieden.“ Das klingt zunächst gut.
Wenn aber von 10.000 Kunden nur 20 ausgewählte Stammkunden geantwortet haben, ist die Aussagekraft begrenzt.
Deshalb sollten Größe der Stichprobe, Auswahlverfahren, Rücklaufquote und mögliche Verzerrungen immer berücksichtigt werden.
Typische Verzerrungen
- Selbstselektion: Besonders zufriedene oder besonders unzufriedene Kunden antworten möglicherweise häufiger.
- Auswahlverzerrung: Nur bestimmte Kundengruppen werden befragt.
- Zeitpunktseffekt: Die Bewertung direkt nach einem Problem kann anders ausfallen als mehrere Wochen später.
- Fragestellung: Suggestive oder unklare Fragen beeinflussen Antworten.
Gute Befragungsfragen
Eine Frage sollte möglichst nur einen Aspekt messen.
Ungünstig: „Wie zufrieden sind Sie mit Preis, Qualität und Service?“
Besser sind getrennte Fragen zum Preis-Leistungs-Verhältnis, zur Produktqualität und zum Service.
CSAT – Customer Satisfaction Score
Der Customer Satisfaction Score (CSAT) wird häufig verwendet, um die Zufriedenheit mit einem bestimmten Kontakt oder Vorgang zu messen.
Beispiel: „Wie zufrieden waren Sie mit der Bearbeitung Ihrer Anfrage?“
Unterschiedliche CSAT-Berechnungen
Es gibt nicht nur eine einheitliche CSAT-Skala. Unternehmen verwenden zum Beispiel Skalen von 1 bis 5, 1 bis 7 oder 0 bis 10 sowie Schulnoten oder verbale Kategorien.
Auch die Berechnung kann variieren. Möglich sind Durchschnittswert, Anteil positiver Antworten oder Anteil der beiden höchsten Kategorien.
Deshalb sollte ein CSAT-Wert immer zusammen mit Skala und Berechnungsmethode interpretiert werden.
CSAT-Beispiel
100 Kunden antworten auf einer Skala von 1 bis 5:
- 45 sehr zufrieden
- 35 zufrieden
- 10 teils/teils
- 7 unzufrieden
- 3 sehr unzufrieden
Definiert das Unternehmen „zufrieden“ und „sehr zufrieden“ als positive Antworten, ergibt sich:
45 + 35 = 80 → 80 % positive Antworten.
Net Promoter Score – NPS
Der Net Promoter Score (NPS) basiert auf der Frage nach der Wahrscheinlichkeit einer Weiterempfehlung.
Die Skala reicht typischerweise von 0 bis 10.
- Promotoren: 9 oder 10
- Passive: 7 oder 8
- Detraktoren: 0 bis 6
Berechnung: NPS = Anteil Promotoren − Anteil Detraktoren
NPS-Beispiel
100 Kunden nehmen teil: 55 Promotoren, 25 Passive, 20 Detraktoren.
55 % − 20 % = +35
Der NPS beträgt +35.
Der NPS liefert insbesondere Hinweise auf Empfehlungsbereitschaft und Loyalität und ist deshalb nicht identisch mit einer klassischen Zufriedenheitsmessung.
Customer Effort Score – CES
Der Customer Effort Score (CES) untersucht, wie einfach oder aufwendig ein Vorgang für den Kunden war.
Beispiel: „Wie einfach war es für Sie, Ihre Reklamation zu lösen?“
CES richtig interpretieren
Auch beim CES gibt es unterschiedliche Skalen und Fragerichtungen.
Bei der Frage „Wie einfach war der Prozess?“ kann ein hoher Wert positiv sein. Bei „Wie hoch war der Aufwand?“ kann ein hoher Wert dagegen negativ sein.
Deshalb ist ein hoher CES-Wert nicht automatisch gut oder schlecht. Entscheidend sind Frage, Skala und Codierung.
Warum reichen Kennzahlen allein nicht?
Eine Kennzahl zeigt häufig, dass sich etwas verändert. Sie erklärt aber nicht automatisch warum.
Sinkt der CSAT beispielsweise von 86 % auf 72 %, können längere Lieferzeiten, schlechtere Erreichbarkeit, Qualitätsprobleme oder Preissteigerungen die Ursache sein.
Quantitative Kennzahlen sollten deshalb durch qualitative Informationen ergänzt werden.
Beschwerden als Informationsquelle
Beschwerden können konkrete Hinweise auf Qualitätsprobleme, Prozessfehler, Informationsmängel, Servicedefizite oder Lieferprobleme liefern.
Viele unzufriedene Kunden beschweren sich allerdings überhaupt nicht. Deshalb gilt: Wenige Beschwerden bedeuten nicht automatisch hohe Kundenzufriedenheit.
Beschwerdemanagement
- Beschwerde aufnehmen
- Ursache analysieren
- Kundenproblem lösen
- Ursache beseitigen
- Wirkung kontrollieren
Damit wird Beschwerdemanagement Teil des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses.
Mystery Shopping
Beim Mystery Shopping beurteilen geschulte Testpersonen eine vorher definierte Kundensituation, beispielsweise Beratung im Geschäft, telefonische Anfrage oder Bestellprozess.
Bewertet werden festgelegte Kriterien wie Begrüßung, Wartezeit, Bedarfsermittlung, Fachkompetenz, Freundlichkeit oder Verabschiedung.
Mystery Shopping ist keine klassische Kundenzufriedenheitsbefragung. Der Testkäufer bewertet einen definierten Prozess anhand festgelegter Kriterien, während tatsächliche Kunden ihre persönliche Wahrnehmung bewerten.
Online-Bewertungen und Rezensionen
Rezensionen können konkrete Hinweise auf Stärken, Schwächen und wiederkehrende Probleme liefern. Sie sind jedoch nicht automatisch repräsentativ, weil besonders zufriedene oder besonders unzufriedene Kunden häufiger Bewertungen abgeben können.
Wiederkaufsrate und Kundenabwanderung
Mögliche Verhaltenskennzahlen sind Wiederkaufsrate, Kündigungsquote und Churn Rate.
Diese Kennzahlen zeigen Verhalten, erklären aber nicht automatisch die Ursache.
Methoden im Überblick
| Methode | Schwerpunkt | Besonderheit |
|---|---|---|
| Kundenbefragung | persönliche Bewertung | Stichprobe und Rücklauf beachten |
| CSAT | direkte Zufriedenheit | Skala und Berechnung definieren |
| NPS | Empfehlungsbereitschaft | keine reine Zufriedenheitskennzahl |
| CES | wahrgenommener Aufwand | Fragerichtung beachten |
| Beschwerdeanalyse | konkrete Probleme | nicht jeder Unzufriedene beschwert sich |
| Mystery Shopping | Prozessqualität | Beobachtung statt Befragung |
| Rezensionen | freiwilliges Feedback | nicht zwingend repräsentativ |
| Wiederkaufsdaten | Kundenverhalten | Ursache bleibt häufig offen |
Kano-Modell der Kundenzufriedenheit
Das Kano-Modell ordnet Kundenanforderungen danach ein, wie sich ihre Erfüllung auf die Zufriedenheit auswirkt.
Typischerweise unterscheidet man Basis-, Leistungs- und Begeisterungsmerkmale.
Basismerkmale
Diese Merkmale setzt der Kunde voraus. Fehlen sie, entsteht starke Unzufriedenheit. Werden sie erfüllt, entsteht dadurch nicht automatisch Begeisterung.
Leistungsmerkmale
Hier gilt vereinfacht: bessere Leistung kann zu höherer Zufriedenheit führen.
Begeisterungsmerkmale
Diese Merkmale erwartet der Kunde nicht zwingend. Werden sie angeboten, können sie besondere Zufriedenheit auslösen.
Kundenanforderungen sind nicht dauerhaft gleich
Die Einordnung im Kano-Modell ist nicht statisch. Sie kann sich durch Zeit, Wettbewerb, Zielgruppe, Branche und technologische Entwicklung verändern.
Ein Merkmal, das heute begeistert, kann morgen selbstverständlich sein. Auch unterschiedliche Kundengruppen können dieselbe Leistung verschieden bewerten.
Qualitätsmanagement und Kundenzufriedenheit
Kundenzufriedenheit ist eng mit dem Qualitätsmanagement verbunden. Zwei ISO-Leitlinien sind dabei besonders relevant.
ISO 10004
ISO 10004 behandelt Leitlinien zur Überwachung und Messung der Kundenzufriedenheit. Im Mittelpunkt stehen unter anderem das Gewinnen von Informationen, die Planung von Messprozessen, Analyse und Verbesserungsmöglichkeiten.
ISO 10002
ISO 10002 behandelt Leitlinien für das Beschwerdemanagement. Dazu gehören insbesondere Entgegennahme, Bearbeitung, Auswertung und Nutzung von Beschwerden zur Verbesserung.
Unterschied ISO 10004 und ISO 10002
| Norm | Schwerpunkt |
|---|---|
| ISO 10004 | Kundenzufriedenheit überwachen und messen |
| ISO 10002 | Beschwerden systematisch behandeln |
Beide Normen enthalten Leitlinien. Ihre Anwendung bedeutet nicht automatisch eine Zertifizierung.
Kundenzufriedenheit verbessern
- Kundenanforderungen ermitteln
- Zufriedenheit messen
- Schwachstellen identifizieren
- Ursachen analysieren
- Maßnahmen umsetzen
- Wirkung kontrollieren
Verbindung zum PDCA-Zyklus
Die Verbesserung lässt sich mit dem PDCA-Zyklus verbinden: Plan – Do – Check – Act.
Mehr dazu im Beitrag zum kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP).
Kundennutzen und Kundenwert
Die Wahrnehmung von Nutzen und Wert beeinflusst ebenfalls, wie Kunden Leistungen beurteilen. Ergänzend lohnt sich deshalb der Beitrag Kundenwert und Wertanalyse.
Praxisbeispiel: Onlinehändler
Ein Onlinehändler misst:
- CSAT Produktqualität: 91 %
- CSAT Lieferung: 78 %
- CSAT Reklamationsbearbeitung: 54 %
Zusätzlich häufen sich negative Kommentare zur Erreichbarkeit.
Der deutlichste Schwachpunkt liegt im Reklamationsprozess.
Das Unternehmen verbessert Rücksendeinformationen, legt klare Zuständigkeiten fest, verkürzt Reaktionszeiten und schult Servicemitarbeiter.
Drei Monate später liegt der CSAT Reklamation bei 74 %. Das ist ein Hinweis auf Verbesserung. Für eine belastbare Bewertung sollte zusätzlich geprüft werden, ob dieselbe Messmethode verwendet wurde, wie viele Kunden teilgenommen haben und ob sich die Stichprobe verändert hat.
Kundenzufriedenheit und Wirtschaftlichkeit
Nicht jede Maßnahme, die Kunden begeistert, ist automatisch wirtschaftlich sinnvoll.
Kostenlose Expresslieferung für jede Bestellung könnte die Zufriedenheit erhöhen, gleichzeitig aber erhebliche Zusatzkosten verursachen.
Unternehmen müssen deshalb Kundennutzen, Kosten, Wettbewerb und langfristigen Ertrag gemeinsam betrachten.
Kundenzufriedenheit für die Fachwirt-Prüfung
Kundenzufriedenheit: Vergleich zwischen Kundenerwartung und wahrgenommener Leistung.
Kundenbindung: Aufrechterhaltung oder Festigung einer Kundenbeziehung.
CSAT: Kennzahl zur direkten Zufriedenheitsmessung; Skala und Berechnung müssen definiert werden.
NPS: Empfehlungskennzahl: Anteil Promotoren minus Anteil Detraktoren.
CES: Kennzahl zum wahrgenommenen Aufwand; Interpretation hängt von Frage und Skala ab.
Mystery Shopping: systematische Beobachtung definierter Kundensituationen durch Testpersonen.
Kano-Modell: Einteilung von Kundenanforderungen in Basis-, Leistungs- und Begeisterungsmerkmale.
ISO 10004: Leitlinie zur Überwachung und Messung von Kundenzufriedenheit.
ISO 10002: Leitlinie für das Beschwerdemanagement.
Typische Prüfungsfehler
- Kundenzufriedenheit und Kundenbindung gleichsetzen
- wenige Beschwerden automatisch als hohe Zufriedenheit interpretieren
- NPS als klassische Zufriedenheitsquote ansehen
- CSAT ohne Angabe von Skala und Berechnung vergleichen
- CES ohne Beachtung der Fragerichtung interpretieren
- Mystery Shopping mit einer Kundenbefragung verwechseln
- einen hohen Prozentwert ohne Prüfung von Stichprobe und Rücklaufquote übernehmen
- Basis- und Begeisterungsmerkmale im Kano-Modell verwechseln
Prüfungsaufgabe
Ein Onlinehändler erhält folgende Ergebnisse:
- CSAT Produktqualität: 91 %
- CSAT Lieferung: 78 %
- CSAT Reklamationsbearbeitung: 54 %
- steigende Zahl negativer Kommentare zur Erreichbarkeit
- stabile Wiederkaufsquote
Aufgabe 1
Wo besteht der deutlichste Handlungsbedarf?
Lösung: Bei der Reklamationsbearbeitung.
Aufgabe 2
Reicht die stabile Wiederkaufsquote als Beleg für hohe Kundenzufriedenheit?
Lösung: Nein. Wiederkäufe können auch durch Preise, Verträge, Gewohnheiten oder fehlende Alternativen beeinflusst werden.
Aufgabe 3
Welche weiteren Informationen wären sinnvoll?
Lösung beispielsweise: Stichprobengröße, Rücklaufquote, Kundenkommentare, Beschwerdeursachen, Antwortzeiten, CES im Reklamationsprozess und Wiederkaufsrate nach Beschwerden.
Aufgabe 4
Welche Qualitätsmanagement-Leitlinie passt primär zur Messung der Zufriedenheit?
Lösung: ISO 10004.
Aufgabe 5
Welche Leitlinie passt primär zum systematischen Umgang mit Beschwerden?
Lösung: ISO 10002.
Kleiner Selbsttest
Wie entsteht Kundenzufriedenheit?
Lösung: Durch den Vergleich zwischen Kundenerwartung und wahrgenommener Leistung.
Ist ein zufriedener Kunde automatisch loyal?
Lösung: Nein.
Was misst CSAT?
Lösung: Die direkte Zufriedenheit mit einer Erfahrung oder Leistung.
Warum muss beim CSAT die Berechnung angegeben werden?
Lösung: Weil unterschiedliche Skalen und Berechnungsmethoden verwendet werden.
Wie wird der NPS berechnet?
Lösung: Anteil Promotoren minus Anteil Detraktoren.
Welche Kunden gelten als Promotoren?
Lösung: Bewertungen von 9 oder 10.
Was muss beim CES besonders beachtet werden?
Lösung: Fragerichtung und verwendete Skala.
Warum ist eine hohe Zufriedenheitsquote allein nicht immer aussagekräftig?
Lösung: Weil Stichprobe, Rücklaufquote und mögliche Verzerrungen berücksichtigt werden müssen.
Welche drei Merkmalsarten unterscheidet das Kano-Modell?
Lösung: Basis-, Leistungs- und Begeisterungsmerkmale.
Welche ISO-Leitlinie behandelt Beschwerdemanagement?
Lösung: ISO 10002.
Häufige Fragen zur Kundenzufriedenheit
Was versteht man unter Kundenzufriedenheit?
Kundenzufriedenheit entsteht durch den Vergleich zwischen Erwartungen und wahrgenommener Leistung.
Wie kann Kundenzufriedenheit gemessen werden?
Beispielsweise durch Befragungen, CSAT, NPS, CES, Beschwerdeanalysen, Mystery Shopping und Verhaltensdaten.
Ist Kundenzufriedenheit dasselbe wie Kundenbindung?
Nein.
Was ist CSAT?
Eine Kennzahl zur direkten Zufriedenheitsmessung. Skala und Berechnung sollten immer mit angegeben werden.
Was ist der NPS?
Eine Kennzahl auf Basis der Empfehlungsbereitschaft.
Was ist Mystery Shopping?
Eine systematische Beobachtung eines definierten Kundenprozesses durch Testpersonen.
Was ist das Kano-Modell?
Ein Modell zur Einordnung von Basis-, Leistungs- und Begeisterungsmerkmalen.
Warum sind Stichprobe und Rücklaufquote wichtig?
Weil sie beeinflussen, wie aussagekräftig und repräsentativ ein Befragungsergebnis ist.
Was behandelt ISO 10004?
Leitlinien zur Überwachung und Messung der Kundenzufriedenheit.
Was behandelt ISO 10002?
Leitlinien zum Beschwerdemanagement.
