Selbstständig als Fachwirt: Tipps für Gründer im Überblick

Die Weiterbildung zum Fachwirt bereitet nicht nur auf die angestrebte Karriere innerhalb eines Betriebs vor. Sie kann auch den ersten Schritt in die Selbstständigkeit symbolisieren. Insbesondere der Wirtschaftsfachwirt lernt während der Weiterbildung beziehungsweise während des Studiums viele wesentliche betriebswirtschaftliche Zusammenhänge kennen. Damit eine Geschäftsidee Erfolg hat, ist allerdings weitaus mehr nötig, als theoretisches Wissen. Dieser Ratgeber thematisiert fünf Punkte, welche die Gründungsphase erleichtern können.

1.    Geschäftsidee analysieren

Um erfolgreich eine Existenz aufzubauen, braucht es in erster Linie eine clevere Geschäftsidee. Dabei muss das Rad jedoch nicht immer neu erfunden werden. Viele Gründer haben weder ein völlig neues Produkt auf den Markt gebracht noch eine bislang nie dagewesene Dienstleistung angeboten und konnten sich dennoch dauerhaft etablieren. Oft reicht es schon ein bewährtes Produkt beziehungsweise eine gefragte Dienstleistung weiterzuentwickeln, um die Kundschaft von sich zu überzeugen. Gründer sind daher gefragt den Markt detailliert zu analysieren, Nachforschungen zu ihrer Branche anzustellen und anhand der gewonnen Erkenntnisse ihre Geschäftsidee zu konkretisieren. Umfangreiche Recherche ist ein Muss.

2.    Werbung: Zielgruppe im Fokus

Ganz entscheidend auf dem Weg zum erfolgreichen Business ist die Analyse der Zielgruppe. Wer seine Zielgruppe und dessen Bedürfnisse nicht exakt kennt, schmälert seine Aussichten auf Gewinn deutlich. Jeder Gründer sollte mindestens folgende Fragen beantworten können:

•    Welcher Altersgruppe gehört die Zielgruppe an?
•    Wo befindet sich die Zielgruppe?
•    Wie groß ist die Zielgruppe regional und überregional?
•    Was braucht und will die Zielgruppe?
•    Wie lässt sich die Zielgruppe erreichen?

Die letzte Frage wird leider oft vernachlässigt. Dabei kann sie den entscheidenden Unterschied machen. Besonders wenn es um Werbung geht. Viele Gründer machen den Fehler und investieren Unmengen an Geld in Werbung, ohne die Streuverluste zu bedenken. Damit der Einsatz von Werbemitteln aber die gewünschten Ergebnisse bringt und das sind im Idealfall Neukunden, müssen diese genau dort landen, wo die Zielgruppe sich befindet.startup-593327_1280 Ist die Zielgruppe zum Beispiel sehr jung und hauptsächlich in sozialen Netzwerken wie Facebook unterwegs, wäre es Geldverschwendung in teure Anzeigen in Printmagazinen oder regionalen Zeitungen zu schalten. Stattdessen wäre gezielte Facebook-Werbung, die auf die Zielgruppe abgestimmt wird, viel effektiver und günstiger.

Wer auf Printwerbung setzt, muss die Bedürfnisse der Zielgruppe bei der Gestaltung genau im Auge behalten. Spricht das Design potenzielle Kunden aufgrund ungünstiger Texte und Farben nicht an, wäre das Werbebudget ebenfalls schlecht genutzt. Generell müssen Gründer bei Printsachen, egal ob Plakate, Flyer, Broschüren oder Roll Ups immer darauf achten, dass das Gedruckte den Interessenten auf den ersten Blick neugierig macht und zum Weiterlesen animiert.

Tipp: Nicht immer müssen Printartikel teuer bei einer Werbeagentur in Auftrag gegeben werden. Wer in der Lage ist Flyer, Plakate und Co. innovativ zu gestalten, kann auch günstigere Onlinedruckereien für Unternehmen zurate ziehen. Unter der Marke Viaprinto bietet die CEWE Stiftung & Co. KGaA mit Sitz in Münster zum Beispiel einen professionellen Online-Druckservice mit kostenlosem Datencheck, sicherer Datenübertragung durch SSL-Verschlüsselung und flexiblen Auflagenzahlen. Viele derartiger Druckdienstleister bieten ein optimales Preis-Leistungsverhältnis und erleichtern die Erstellung von Werbemitteln durch kurze Lieferzeiten.

3.    Der Businessplan

Der Businessplan ist in der Gründerszene nicht gerade beliebt. Doch der Ruf des Dokuments ist schlechter, als der eigentliche Sinn und Zweck dahinter. Anders als es viele Existenzgründer interpretieren, dient der Businessplan nicht nur dazu Investoren und Banken vom Potenzial der Geschäftsidee zu überzeugen. Er ist gleichzeitig ein hilfreicher Leitfaden, der die Gründungsphase markant beeinflusst. Die sorgfältig zusammengetragenen Informationen, angefangen von den Fakten zur regionalen Marktsituation und den Standortbedingungen bis hin zur Finanzplanung und Gewinnerwartung, dienen als elementares Nachschlagewerk. Der Businessplan stellt quasi den roten Faden dar, der Gründer einige Jahre begleitet. Aus diesem Grund ist der Erstellung die größtmögliche Aufmerksamkeit zu schenken. Auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie wurden zahlreiche Tipps und Informationen rund um das Thema Businessplan arrangiert.

calculator-178127_12804.    Finanzierung

Ohne Kapital lässt sich die beste Geschäftsidee nicht umsetzen. Bevor es mit der Selbstständigkeit also richtig losgehen kann, muss das Finanzielle geklärt sein. Grundsätzlich ist es vorteilhaft, wenn Gründer mindestens 15 Prozent ihrer gesamten Gründungskosten als Eigenkapital zur Verfügung haben. Das verleiht mehr Spielraum und bessere Verhandlungsargumente gegenüber Banken. In einigen Fällen muss das Eigenkapital jedoch noch üppiger ausfallen. Dies hängt immer von Branche und geplantem Geschäftsmodell ab. Wie hoch die Gründungskosten sind, muss exakt berechnet werden. Auch hierbei hilft der Businessplan. Im Zweifelsfall ist es aber besser einen Experten zurate zu ziehen. Regional gibt es viele Förderprogramme für Existenzgründer, die bei dieser Herausforderung beratend zur Seite stehen.

5.    Behördengänge

Für den Aufbau einer betrieblichen Existenz sind zahlreiche Behördengänge erforderlich. Welche Behörden aufgesucht werden müssen, hängt von der gewählten Rechtsform, Branche und Art des Geschäfts ab. Ein Handwerker, der eine Schreinerei eröffnen will, muss beispielsweise andere Behördengänge erledigen, als ein ausgebildeter Mediengestalter, der eine Medienagentur eröffnen will. Diverse Formalitäten müssen geklärt und Nachweise erbracht werden. Um hier nicht den Überblick zu verlieren und wichtige Dokumente zu vergessen, kann die Inanspruchnahme einer Gründerberatung durchaus Sinn machen.

Fazit

Die hier gelisteten Punkte sind längst keine vollständige Liste mit allen Aufgaben, an die Gründer denken müssen. Das Spektrum reicht weit darüber hinaus und umfasst auch den Abschluss von Versicherungen, die Eröffnung von Geschäftskonten, die Beantragung von Fördermitteln und vieles mehr. Weitere praktische Tipps zur Selbstständigkeit wurden online im Ratgeberportal Selbständig im Netz arrangiert.

Grundlegende Ratschläge zur Existenzgründung gibt außerdem Oliver Samwer, einer der bekanntesten Gründer der Bundesrepublik im Interview mit Venture TV:

Fotos von pixabay.com/de: geralt – StartupStockPhotos – AlexanderStein

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