Beschaffungszeitraum: Bestellzeitpunkt und Meldebestand einfach erklärt

Bei der Beschaffung müssen Unternehmen zwei grundlegende Fragen beantworten:

Wie viel muss bestellt werden?

und

Wann muss bestellt werden?

Die optimale Bestellmenge beantwortet die erste Frage.

Beim Beschaffungszeitraum geht es dagegen vor allem um den richtigen Bestellzeitpunkt.

Denn zwischen der Auslösung einer Bestellung und der tatsächlichen Verfügbarkeit des Materials vergeht Zeit. Während dieser Zeit wird vorhandenes Material weiter verbraucht.

Wird zu spät bestellt, kann deshalb ein Fehlbestand entstehen, bevor die neue Lieferung verfügbar ist.

Was bedeutet Beschaffungszeitraum?

In der Materialwirtschaft werden Begriffe wie Lieferzeit, Beschaffungszeit und Wiederbeschaffungszeit nicht immer vollkommen einheitlich verwendet.

Für Berechnungen ist deshalb entscheidend, welche Zeitspanne in der jeweiligen Aufgabe oder im Unternehmen tatsächlich zugrunde gelegt wird.

Begriff Einordnung
Lieferzeit Zeitraum der Lieferung nach der jeweils zugrunde gelegten Abgrenzung
Beschaffungszeit für die Beschaffung benötigte Zeit, gegebenenfalls einschließlich interner Bearbeitung
Wiederbeschaffungszeit Zeit bis zur erneuten Verfügbarkeit des benötigten Materials

Für diesen Artikel verwenden wir vereinfacht:

Beschaffungszeit = Zeit zwischen Bestellauslösung und tatsächlicher Materialverfügbarkeit

Dazu können je nach betrieblicher Abgrenzung beispielsweise gehören:

  • interne Bearbeitungszeit,
  • Bestellübermittlung,
  • Auftragsbearbeitung beim Lieferanten,
  • Bereitstellung,
  • Transport,
  • Wareneingangsprüfung,
  • Einlagerung.

Entscheidend ist also nicht nur, wann die Ware geliefert wird, sondern wann das Material tatsächlich zur Verwendung bereitsteht.

Kalender- und Arbeitstage unterscheiden

Bei Zeitangaben muss genau auf die verwendete Einheit geachtet werden.

5 Arbeitstage Beschaffungszeit sind nicht automatisch 5 Kalendertage.

Auch bei Verbrauchsangaben muss dieselbe Zeitbasis verwendet werden.

Bestellmenge und Bestellzeitpunkt unterscheiden

Bestellmenge: Wie viel wird bestellt?

Bestellzeitpunkt: Wann wird die Bestellung ausgelöst?

Beispiel: Bei 600 Stück Bestand werden 1.000 Stück bestellt.

Warum muss die Beschaffungszeit berücksichtigt werden?

Ein Unternehmen verbraucht Material weiter, während es auf die nächste Lieferung wartet.

Tagesverbrauch: 100 Stück

Beschaffungszeit: 5 Arbeitstage

Verbrauch während der Beschaffungszeit:

100 × 5 = 500 Stück

Die Bestellung muss deshalb ausgelöst werden, bevor weniger als diese benötigte Menge verfügbar ist. Zusätzlich kann eine Sicherheitsreserve erforderlich sein.

Der Meldebestand

Der Meldebestand – auch Bestellpunkt – ist der Bestand, bei dessen Erreichen beziehungsweise Unterschreiten eine Bestellung ausgelöst wird.

Im vereinfachten Modell gilt:

Meldebestand = Verbrauch während der Beschaffungszeit + Sicherheitsbestand

Bei konstantem Tagesverbrauch:

Meldebestand = Tagesverbrauch × Beschaffungszeit + Sicherheitsbestand

Warum kommt der Sicherheitsbestand hinzu?

Der Sicherheitsbestand soll ungeplante Abweichungen abfedern, zum Beispiel höheren Verbrauch, Lieferverzögerungen, Qualitätsprobleme oder ungeplante Zusatzaufträge.

Der Verbrauch während der normalen Beschaffungszeit ist dagegen kein Sicherheitsbestand. Beides muss getrennt betrachtet werden.

Praxisbeispiel: Meldebestand berechnen

Größe Wert
Tagesverbrauch 80 Stück
Beschaffungszeit 5 Arbeitstage
Sicherheitsbestand 200 Stück

Schritt 1: Verbrauch während der Beschaffungszeit

80 × 5 = 400 Stück

Schritt 2: Sicherheitsbestand ergänzen

400 + 200 = 600 Stück

Damit beträgt der Meldebestand:

600 Stück

Bestandsverlauf beim Bestellpunktverfahren

Vereinfachter Bestandsverlauf

Vereinfachtes Grundmodell bei konstantem Verbrauch und bekannter Beschaffungszeit. In der Praxis können Verbrauch und Lieferzeiten schwanken.

Meldebestandsrechner

Lernrechner: Werte ändern und die Auswirkungen direkt sehen.



Verbrauch während der Beschaffungszeit

400 Stück
Sicherheitsbestand

200 Stück
Berechneter Meldebestand

600 Stück

80 × 5 + 200 = 600 Stück

Vereinfachtes Modell bei konstantem Verbrauch und bekannter Beschaffungszeit. Verbrauch und Zeit müssen dieselbe Tagesdefinition verwenden.

Gleiche Zeiteinheiten verwenden

Ein häufiger Prüfungsfehler entsteht, wenn unterschiedliche Zeitangaben direkt miteinander verrechnet werden.

Beispiel: Wochenverbrauch 500 Stück, Beschaffungszeit 3 Arbeitstage.

Bei fünf Verbrauchstagen pro Woche:

500 / 5 = 100 Stück pro Arbeitstag

Verbrauch während der Beschaffungszeit:

100 × 3 = 300 Stück

Bei 150 Stück Sicherheitsbestand ergibt sich:

300 + 150 = 450 Stück Meldebestand

Bestellpunktverfahren

Beim Bestellpunktverfahren wird die Bestellung durch eine festgelegte Bestandsgrenze ausgelöst.

Die Bestellzeitpunkte sind daher bedarfsabhängig und variabel.

Feste Bestellmenge

Meldebestand: 600 Stück
Bestellmenge: 1.000 Stück

Meldebestand erreicht → 1.000 Stück bestellen

Auffüllung auf einen Sollbestand

Alternativ kann eine variable Menge bestellt werden, die den Bestand auf einen festgelegten Zielwert auffüllt.

Beispiel: Sollbestand 1.500 Stück, maßgeblicher Bestand 600 Stück → vereinfachte Auffüllmenge 900 Stück.

Dabei müssen laufende Bestellungen und offene Bedarfe berücksichtigt werden.

Bestellrhythmusverfahren

Beim Bestellrhythmusverfahren wird der Bestand zu festgelegten Zeitpunkten überprüft beziehungsweise eine Bestellung in festen Zeitabständen ausgelöst.

Beispiele: jeden Montag, alle zwei Wochen oder jeweils zum Monatsbeginn.

Bestellpunkt- und Bestellrhythmusverfahren im Vergleich

Merkmal Bestellpunktverfahren Bestellrhythmusverfahren
Auslöser Bestandsgrenze fester Prüftermin
Bestellzeitpunkt bedarfsabhängig zeitlich vorgegeben
Überwachung laufend oder häufig in festen Intervallen
relevanter Zeitraum vor allem Beschaffungszeit häufig Beschaffungszeit plus Prüfintervall
Bestellmenge fest oder variabel häufig variabel
Beispiel Bestellung bei 600 Stück Prüfung jeden Montag

Warum ist der Absicherungszeitraum beim Bestellrhythmusverfahren häufig länger?

Beim Bestellpunktverfahren kann unmittelbar reagiert werden, sobald die Bestandsgrenze erreicht wird.

Beim Bestellrhythmusverfahren kann dagegen zwischen zwei Prüfterminen zusätzlicher Verbrauch entstehen. Deshalb muss ein periodisch überprüfter Bestand häufig auch die Zeit bis zum nächsten möglichen Prüftermin berücksichtigen.

Vereinfacht kann der relevante Absicherungszeitraum daher sein:

Prüfintervall + Beschaffungszeit

Die konkrete Ausgestaltung hängt vom verwendeten Dispositionssystem ab.

Physischer Lagerbestand und Bestandsposition

In der Praxis entscheidet nicht immer allein die Menge, die körperlich im Lager liegt.

Zusätzlich können beispielsweise bereits bestellte Ware, offene Bedarfe, Rückstände, Reservierungen und gesperrte Bestände relevant sein.

Vereinfacht lässt sich eine Bestandsposition darstellen als:

Bestandsposition = physischer Lagerbestand + offene beziehungsweise fest erwartete Zugänge − noch zu erfüllende Bedarfe

Welche Positionen im Detail berücksichtigt werden, hängt vom jeweiligen ERP- oder Dispositionssystem ab.

Beispiel zur Bestandsposition

Position Stück
physischer Lagerbestand 500
bereits bestellte, noch ausstehende Ware +1.000
offene, noch nicht erfüllte Bedarfe −200
Bestandsposition 1.300

Bei einem Meldebestand von 600 Stück wäre trotz nur 500 physisch vorhandener Stück nicht automatisch eine weitere Bestellung erforderlich.

Aber: Der Liefertermin bleibt entscheidend

Eine offene Bestellung hilft nur, wenn sie rechtzeitig verfügbar ist. Trifft sie erst nach dem tatsächlichen Bedarfstermin ein, kann trotzdem ein Fehlbestand entstehen.

Verfügbarer Bestand und physischer Bestand

Physischer Lagerbestand: Material, das tatsächlich im Lager liegt.

Verfügbarer Bestand: Material, das für neue Bedarfe tatsächlich eingesetzt werden kann.

Reservierte oder gesperrte Mengen können dazu führen, dass der verfügbare Bestand niedriger ist als der körperliche Lagerbestand.

Bereits bestellte Mengen richtig berücksichtigen

Eine offene Bestellung reduziert den zusätzlichen Beschaffungsbedarf nur, wenn sie tatsächlich noch erwartet wird, in ausreichender Menge kommt und rechtzeitig verfügbar ist.

Schwankender Verbrauch

Die einfache Meldebestandsformel unterstellt einen planbaren Verbrauch.

Beispiel: geplant 100 Stück pro Tag, tatsächlich 120 Stück pro Tag, Beschaffungszeit 5 Tage.

Geplanter Verbrauch: 500 Stück. Tatsächlicher Verbrauch: 600 Stück. Abweichung: 100 Stück.

Diese Abweichung muss gegebenenfalls durch den Sicherheitsbestand aufgefangen werden.

Schwankende Beschaffungszeiten

Auch Lieferzeiten sind nicht immer konstant. Eine unsichere Beschaffungszeit erhöht das Fehlmengenrisiko.

Mögliche Reaktionen können sein:

  • Sicherheitsbestand anpassen,
  • früher bestellen,
  • Lieferantenleistung verbessern,
  • alternative Lieferanten nutzen,
  • Beschaffungswege ändern.

Beispiel: verspätete Lieferung

Tagesverbrauch: 100 Stück
Beschaffungszeit: 6 Arbeitstage
Sicherheitsbestand: 250 Stück

Meldebestand:

100 × 6 + 250 = 850 Stück

Verspätet sich die Lieferung um zwei Arbeitstage, werden zusätzlich 200 Stück verbraucht. Vom Sicherheitsbestand verbleiben dann noch 50 Stück.

Sicherheitsbestand und Meldebestand unterscheiden

Sicherheitsbestand: Reserve für ungeplante Abweichungen.

Meldebestand: Bestandsgrenze zur Auslösung einer Bestellung.

Im einfachen Modell:

Meldebestand = Verbrauch während der Beschaffungszeit + Sicherheitsbestand

Sicherheitsbestand nicht doppelt berücksichtigen

Wenn ein vorgegebener Meldebestand den Sicherheitsbestand bereits enthält, darf die Reserve nicht noch einmal addiert werden.

Beschaffungszeit und optimale Bestellmenge

Die beiden Themen ergänzen sich direkt:

Optimale Bestellmenge: Wie viel wird bestellt?

Meldebestand beziehungsweise Bestellpunkt: Wann wird bestellt?

Beispiel: Meldebestand 850 Stück, optimale Bestellmenge 1.000 Stück.

Sobald die maßgebliche Bestandsgröße 850 Stück erreicht, werden 1.000 Stück bestellt.

Zusammenhang mit der Bedarfsermittlung

Die Bedarfsermittlung klärt, welche Materialien in welcher Menge und wann benötigt werden.

Bedarfsermittlung → Nettobedarf → Bestellmenge → Bestellzeitpunkt → Bestellung

Zusammenhang mit den Bereitstellungsprinzipien

Auch das Bereitstellungsprinzip beeinflusst die zeitliche Planung.

  • Vorratshaltung: Meldebestand und Bestellpunkt sind besonders relevant.
  • Einzelbeschaffung: Der konkrete Auftrag kann die Bestellung auslösen.
  • Just in Time: Beschaffungs- und Produktionszeitpunkte werden eng aufeinander abgestimmt.

Auswirkungen einer längeren Beschaffungszeit

Tagesverbrauch 80 Stück, Sicherheitsbestand 200 Stück:

5 Arbeitstage: 80 × 5 + 200 = 600 Stück

8 Arbeitstage: 80 × 8 + 200 = 840 Stück

Auswirkungen einer kürzeren Beschaffungszeit

Tagesverbrauch 100 Stück, Sicherheitsbestand 200 Stück:

10 Arbeitstage: 1.200 Stück

4 Arbeitstage: 600 Stück

Kürzere Beschaffungszeiten können damit Bestände, Kapitalbindung und Lagerplatzbedarf reduzieren.

Beschaffungszeitraum für die Fachwirt-Prüfung

1. Beschaffungszeit: Zeit zwischen Bestellauslösung und Materialverfügbarkeit nach der verwendeten Abgrenzung.

2. Verbrauch während der Beschaffungszeit: Verbrauch je Zeiteinheit × Beschaffungszeit.

3. Meldebestand: Verbrauch während der Beschaffungszeit + Sicherheitsbestand.

4. Bestellpunkt: Bestandsgrenze zur Bestellauslösung.

5. Bestellpunktverfahren: Bestandsentwicklung löst Bestellung aus.

6. Bestellrhythmusverfahren: Prüfung beziehungsweise Bestellung erfolgt in festen Zeitintervallen.

7. Bestandsposition: berücksichtigt neben dem Lagerbestand weitere dispositiv relevante Zu- und Abgänge.

8. Bestellmenge: Wie viel?

9. Bestellzeitpunkt: Wann?

Typische Prüfungsfehler

  • Beschaffungszeit ausschließlich als Transportzeit verstehen.
  • Arbeitstage und Kalendertage vermischen.
  • Sicherheitsbestand vergessen oder doppelt berücksichtigen.
  • Meldebestand und Sicherheitsbestand gleichsetzen.
  • nur den physischen Lagerbestand betrachten.
  • offene Bestellungen ungeprüft anrechnen.
  • Bestellmenge und Bestellzeitpunkt verwechseln.
  • Bestellpunkt- und Bestellrhythmusverfahren verwechseln.

Kleiner Selbsttest

Frage 1: Warum muss die Beschaffungszeit berücksichtigt werden?

Lösung: Weil während der Wartezeit auf die Lieferung weiterhin Material verbraucht wird.

Frage 2: Wie berechnet sich der Meldebestand?

Lösung: Verbrauch je Zeiteinheit × Beschaffungszeit + Sicherheitsbestand.

Frage 3: 80 Stück Tagesverbrauch, fünf Arbeitstage Beschaffungszeit, 200 Stück Sicherheitsbestand – wie hoch ist der Meldebestand?

Lösung: 80 × 5 + 200 = 600 Stück.

Frage 4: Was unterscheidet Meldebestand und Sicherheitsbestand?

Lösung: Der Meldebestand löst eine Bestellung aus. Der Sicherheitsbestand ist eine Reserve.

Frage 5: Was ist eine Bestandsposition?

Lösung: Eine dispositive Bestandsgröße, die neben dem Lagerbestand je nach System auch offene Zugänge und noch zu erfüllende Bedarfe berücksichtigt.

Frage 6: Warum dürfen offene Bestellungen nicht immer einfach angerechnet werden?

Lösung: Weil sie rechtzeitig verfügbar sein müssen.

Frage 7: Was unterscheidet Bestellpunkt- und Bestellrhythmusverfahren?

Lösung: Beim Bestellpunktverfahren löst eine Bestandsgrenze die Bestellung aus. Beim Bestellrhythmusverfahren erfolgt die Prüfung zu festgelegten Zeitpunkten.

Frage 8: Warum kann beim Bestellrhythmusverfahren ein längerer Absicherungszeitraum nötig sein?

Lösung: Weil neben der Beschaffungszeit auch die Zeit bis zur nächsten möglichen Bestandsprüfung berücksichtigt werden kann.

Frage 9: Was unterscheidet Bestellmenge und Bestellzeitpunkt?

Lösung: Die Bestellmenge beantwortet „Wie viel?“, der Bestellzeitpunkt „Wann?“.

Beschaffungszeitraum einfach erklärt

Die Grundidee lautet:

Eine Bestellung muss ausgelöst werden, bevor der vorhandene Bestand aufgebraucht ist.

Während der Beschaffungszeit läuft der Verbrauch weiter.

Deshalb gilt im vereinfachten Modell:

Meldebestand = Verbrauch während der Beschaffungszeit + Sicherheitsbestand

Beispiel:

80 Stück × 5 Arbeitstage + 200 Stück = 600 Stück

In der Praxis müssen zusätzlich offene Bestellungen, reservierte Bedarfe, schwankende Lieferzeiten und Verbrauchsabweichungen berücksichtigt werden.

Häufige Fragen zum Beschaffungszeitraum

Was ist der Beschaffungszeitraum?

Der Beschaffungszeitraum beschreibt vereinfacht die Zeit von der Auslösung der Beschaffung bis zur Verfügbarkeit des Materials nach der jeweils verwendeten betrieblichen Abgrenzung.

Was ist der Meldebestand?

Der Meldebestand ist die Bestandsgrenze, bei deren Erreichen beziehungsweise Unterschreiten eine Bestellung ausgelöst wird.

Wie berechnet man den Meldebestand?

Im vereinfachten Modell: Verbrauch je Zeiteinheit × Beschaffungszeit + Sicherheitsbestand.

Was ist der Sicherheitsbestand?

Der Sicherheitsbestand ist eine Reserve für ungeplante Verbrauchs- oder Lieferabweichungen.

Was ist die Bestandsposition?

Die Bestandsposition ist eine dispositive Größe, die je nach System neben dem vorhandenen Lagerbestand auch offene Zugänge und noch zu erfüllende Bedarfe berücksichtigt.

Ist die Bestandsposition dasselbe wie der Lagerbestand?

Nein. Der physische Lagerbestand zeigt, was tatsächlich im Lager liegt. Die Bestandsposition kann darüber hinaus zukünftige Zu- und Abgänge berücksichtigen.

Was ist das Bestellpunktverfahren?

Beim Bestellpunktverfahren löst das Erreichen beziehungsweise Unterschreiten einer Bestandsgrenze eine Bestellung aus.

Was ist das Bestellrhythmusverfahren?

Beim Bestellrhythmusverfahren wird der Bestand beziehungsweise Bestellbedarf in festen Zeitintervallen überprüft.

Warum ist der relevante Zeitraum beim Bestellrhythmusverfahren häufig länger?

Weil neben der Beschaffungszeit auch die Zeit bis zur nächsten regulären Überprüfung berücksichtigt werden kann.

Was passiert bei längerer Beschaffungszeit?

Bei ansonsten unveränderten Größen steigt normalerweise der notwendige Meldebestand.

Was unterscheidet Bestellmenge und Bestellzeitpunkt?

Die Bestellmenge beantwortet „Wie viel?“. Der Bestellzeitpunkt beantwortet „Wann?“.