Sprachkenntnisse im Lebenslauf

Wir leben in einer Zeit der Globalisierung und internationalen Vernetzung. Daher gewinnen Sprachkenntnisse eine immer wichtigere Bedeutung, auch im Lebenslauf. Heutzutage sind gute Sprachkenntnisse schon fast eine Pflicht, wenn man auch am Arbeitsmarkt bestehen will. In vielen Branchen und Berufen wird das vorausgesetzt. Nur dann nimmt Sie der Personalsachbearbeiter überhaupt in die engere Auswahl.

Daher ist es auch kein Wunder, dass überall Sprachschulen und Internetanbieter aus dem Boden schießen, mit denen man eine Fremdsprache erlernen kann. Wir sehen uns daher einmal näher an, wie Sie Ihre Sprachkenntnisse im Lebenslauf angeben können.

Was sollte man bei der Angabe der Sprachkenntnisse im Lebenslauf beachten?

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Wie bei allen Angaben im Lebenslauf müssen auch die Informationen über Ihre Sprachkenntnisse stimmen. Stellen Sie sich vor, man testet Sie im Rahmen eines Telefoninterviews oder Vorstellungsgespräches unverhofft auf die angegebenen Sprachkenntnisse in japanisch und Sie können dann nicht einmal antworten. In internationalen Unternehmen ist das durchaus vorstellbar. Es ist daher sinnvoll, sich gut vorzubereiten und nur Tatsachen anzugeben.

Sie können in den Sprachkenntnissen gezielt Ihre Stärken benennen, wenn Sie z.B. eine exotische Sprache beherrschen, die Ihre Mitbewerber nicht können. Das kann von Vorteil sein und eine Entscheidung zu Ihren Gunsten erwirken. Wenn Sie einen Sprachkurs in dieser Sprache absolviert haben und das ganze mit einem Zertifkat belegen können, zeigen Sie Ihrem Gegenüber Weltoffenheit und Neugierde. Allerdings muss man Grundkenntnisse in den klassischen Fremdsprachen, die man bereits im Schulunterricht erlernt, nicht separat angeben. Diese werden in der Regel vorausgesetzt.

Wie und mit welchen Bewertungsskalen gibt man die Sprachkenntnisse im Lebenslauf an?

Sehr häufig findet man im Lebenslauf unter den Sprachkenntnissen die Sprachkompetenz. Das beginnt mit den Schulkenntnissen und geht über „fließend“ bis hin zu „verhandlungssicher“. Unter den Schul- und Grundkenntnissen versteht man die Kenntnisse, aus dem Schulunterricht. Damit kann man sich im entsprechenden Land verständlich machen und kommt von A nach B. Wenn man die Sprache „verhandlungssicher“ kann, sind auch Geschäftsverhandlungen möglich. Man kann dann auch nonverbale Signale und Untertöne erkennen, die manchmal über den Verhandlungsverlauf entscheiden. Wenn Sie die Sprache auch schriftlich beherschen, können Sie den Zusatz „in Wort und Schrift“ ergänzen.

Inzwischen hat sich auch der gemeinsame europäische Referenzrahmen für Sprachen durchgesetzt. Dieser unterscheidet sechs Sprachniveaus in drei unterschiedlichen Stufen. Hierbei steht A1 – A2 für eine elementare Sprachverwendung, B1 – B2 für eine selbstständige Sprachverwendung und C1 – C2 für eine kompetente Sprachverwendung. Der europäische Referenzrahmen für Sprachen macht die Sprachkenntnisse europaweit vergleichbar und bietet eine internationale Richtlinie. Daher verlangen Arbeitgeber gern einmal einen Nachweis, der diesem Referenzrahmen entspricht. Wenn Sie eine Sprachschule besuchen sollten, ist ein Zertifikat welches dem Referenzrahmen entspricht, zu empfehlen.

Bei der Angabe der Sprachkenntnisse im Lebenslauf beginnt man in der Regel mit den schwächsten Sprachkenntnissen. An allen Positionen werden das Sprachniveau mit angegeben. Zum Schluss folgen die Sprachkenntnisse, die Sie am besten beherschen.

Wie belegt man die Sprachkenntnisse im Lebenslauf?

Wenn Sie im Lebenslauf Sprachkenntnisse angeben, müssen Sie diese auch belegen können. Bei Arbeitgebern gern gesehen sind Zertifikate, die nach dem Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen ausgestellt werden. Ein Beispiel hierfür ist Cambridge Englisch – Higher Business CEFR C1. Wenn Sie solche Nachweise nicht erbringen können, können Sie auch Teilnahmebescheinigungen von Sprach- und Volkshochschulen beilegen. Wenn Sie eine akademische Ausbildung genossen haben, sind nur anerkannte Zertifikate nach dem europäischen Referenzrahmen relevant. Grundsätzlich können Sie auch Grundkenntnisse einer bestimmten Sprache im Lebenslauf angeben, wenn diese für den Arbeitgeber besonders interessant sein könnte.

Die Darstellung im Lebenslauf

Wenn Sie über Sprachkenntnisse verfügen, ist es sinnvoll diese im Lebenslauf unter der Kategorie „Sprachkenntnisse“ anzugeben. Damit grenzen Sie die Kenntnisse klar von den anderen Stationen im Lebenslauf abgegrenzt und gehen nicht unter. Wie weiter oben bereits geschrieben, werden zunächst die schwächsten Sprachkenntnisse aufgelistet. Zum Ende schließt man mit der Sprache ab, die man am besten kann. Das Sprachniveau und die Zertifikatsangabe können Sie in Klammern angeben. Das kann dann z.B. wie folgt aussehen:

Sprachkenntnisse
Französisch (DELF B2)
Englisch (Cambridge Englisch – CEFR C1)

Somit kann der Mitarbeiter der Personalabteilung schnell und übersichtlich Ihre Sprachkenntnisse erfassen.

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