Die Produktionsmittelplanung

Damit Ihr Unternehmen Güter und Waren produzieren kann, müssen die Voraussetzungen für die Produktion hergestellt werden. Zu den hierfür notwendigen Produktionsmitteln gehören zum Beispiel Gebäude, Maschinen, Werkzeuge und Anlagen.

Wie können Produktionsmittel beschafft werden?

Grundsätzlich können Produktionsmittel intern und extern beschafft werden.

Die interne Beschaffung ist möglich durch angeordnete Überstunden, Sonderschichten oder einer Mehrschichtarbeit. Es können auch andere Betriebsbereiche in Anspruch genommen werden oder die Stillstandzeiten der Maschinen, die durch Pausen entstehen.

Ein Vorteil der internen Produktionsmittelbeschaffung ist, das kein zusätzliches Kapital gebunden wird und kein zusätzlicher Platzbedarf entsteht. Die vorhandenen Betriebsmittel können besser ausgenutzt werden. Nachteilig ist, dass die Produktionsmittelbeschaffung immer eine organisatorische Mehrarbeit und Mehrkosten mit sich bringt. Es entstehen in der Regel auch höhere Instandhaltungskosten.

Neben der internen Beschaffung von Produktionsmitteln besteht auch die externe Möglichkeit, zum Beispiel durch Kauf oder Leasing.

  • Kauf
    Der Vorteil des Kaufes von Produktionsmitteln ist der Zugriff auf die neueste Technologie mit der Möglichkeit der Abschreibung. Das Anlagevermögen wird erhöht.
    Nachteilig ist die Beschaffung mit Planung, Durchführung und Finanzierung. Es gibt Anlauf- und Instandhaltungskosten und das Kapital ist gebunden.
  • Leasing
    Wenn Produktionsmittel geleast werden, wird kein Kapital gebunden und die Liquidität bleibt erhalten. Häufig kann man die neueste Technologie verwenden und Serviceleistungen hinzubuchen.
    Von Nachteil ist, dass die Verträge befristet sind und Änderungen an der Maschine nur nach vorheriger Genehmigung möglich sind.

Die Planung

Bevor die Produktionsmittelplanung erfolgen kann, müssen Sie sich über die Ziele, den Ablauf und den zu verwendenden Mitteln klar sein.

Zu den Zielen können zum Beispiel die wirtschaftlichen, humanitären oder organisatorischen Ziele gehören. Wenn Sie ein Ziel festgelegt haben, geht es an die Planung der einzelnen Teilaufgaben und deren Reihenfolge. Hieraus leiten sich dann die zu planenden Kapazitäten, die Betriebsmittel und das Material ab. Natürlich muss auch das Kapital eingeplant werden.

  • Betriebsmittelplanung für Anlagen und Maschinen
    Die Betriebsmittel, die in der Fertigungsvorbereitung für Anlagen und Maschinen verwendet werden können, sind im Arbeitsplan enthalten. Hierbei kann man in zwei Arten der Betriebsmittelplanung unterscheiden:
    – Quantitative Planung nach Dauer , Anzahl oder bezogen auf einen Zeitpunkt
    – Qualitative Planung, bei welcher die ergonomische Handhabung und das Leistungsvermögen des Betriebsmittels im Vordergrund stehen.
    Die Betriebsmittel beeinflussen die Fertigungskosten. Fixe Kosten sind durch eine möglichst hohe Auslastung der Maschine zu kompensieren.

Welche weiteren Schritte gibt es für die Planung?

  • Genauso wie auch Maschinen sind Werkzeuge nur in einer bestimmten Anzahl im Unternehmen vorhanden. Sie werden für die jeweiligen Einsätze verplant.
  • Das notwendige Material muss ermittelt, beschafft und bereitgestellt werden. In bestimmten Fällen ist auch die Entsorgung notwendig.
  • Die Aufträge müssen entweder vorwärts, rückwärts, oder mit Hilfe einer Kombination von beiden, terminiert werden.
  • Die Produktionsart muss festgelegt werden. Ist z.B. eine Einzel-, Serien-, Sorten-, Partie und Chargen- oder Massenfertigung für das Unternehmen sinnfoll?
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